Pizzeria Portofino - Berlin

Portofino: Berlins ältester Italiener

Es gibt ein paar hundert Italiener in Berlin (gemeint sind die Restaurants), aber einer war als erster da: Pino Chisari kam 1964 aus dem sizilianischen Dorf Vizzini in die Millionenstadt und gründete das "Ristorante-Pizzeria Portofino". Damals war seine Pizza noch eine echte gastronomische Neuheit, in Westberlin aß man eher Buletten, Bratkartoffel oder Bockwürste.

Trotz des Pionierstatus' wird keinerlei Show gemacht. Es herrscht eine familiäre, gemütliche Atmosphäre, hier kommt noch gute, ehrliche Küche zu fairen Preisen auf den Tisch. Neben den Pasta-Klassikern gibt's Fisch und Fleisch und einige sizilianische Spezialitäten. Auch hat man ein besonderes Faible für Spanferkel. Doch am Beliebtesten sind wie vor 50 Jahren die Pizza-Spezialitäten aus dem Steinofen, mit knusprigem, dünnen Teig und ohne falschen Geiz belegt. Woran wird ein Italiener außer am perfekten Pizzaboden noch gemessen? Si, am Hauswein und Tiramisu. Beides eccelente im Portofino.

Juppi-Chic nicht nötig

Der Gründer lebt mittlerweile im Ruhestand in Spanien, das Restaurant des Pizza-Pioniers aber ist munter und quicklebendig wie vor fünf Jahrzehnten. Im "Portofino" bleibt man auch unter dem neuen Pächter der Tradition treu und bietet den Gästen den Gegenentwurf zum "Schicki-Micki-Italieners". Nichts Aufgetsyltes, die Einrichtung ist fast unverändert wie in den 60er und 70er Jahren, etwas nostalgisch anmutend und urgemütlich. Das eigentliche Portofino ist übrigens ein Fischerdorf, das an der italienischen Riviera südöstlich von Genua liegt. Aber auch dort längst zu viel High Society. Lieblingsitaliener ist immer der, wo man auch ungeschminkt im Schlabberpulli hingeht. Charlottenburg hat so einen. Buon appetito!

Adresse Restaurant Portofino
Kantstraße 63, 10627 Berlin

Öffnungszeiten Restaurant Portofino
täglich 12.00 - 23.00 Uhr

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