Außerdem sehenswert in Weimar

Deutsches Nationaltheater: Es ist der Nachfolger des Weimarer Hoftheaters, dessen Direktor auch Goethe war. Der neoklassizistische Bau wurde 1908 fertiggestellt. Zur wechselvollen Geschichte gehören mehrere Umbauten sowie wichtige politische Veranstaltungen, die berühmteste ist freilich die Gründung der Weimarer Republik. Heute beheimatet das Haus das bedeutendste Thüringer Theater und die Staatskapelle Weimar.

Rathaus: Zweimal ist es abgebrannt, heute ist die 1841 neu erbaute neugotische Variante zu bewundern, die das Hofer Rathaus zum Vorbild hat. Der Oberbürgermeister hat hier seine Amtsräume. Außerdem befindet sich hier auch das Hochzeitszimmer des Weimarer Standesamtes. Liebevolles Detail: Im Turm erklingt ein Glockenspiel, dessen Glocken aus Meißner Porzellan sind.

Fürstenhaus: In dem eindrucksvollen, dreigeschossigen Barockbau mit Säulenvorbau hatte die Fürstenfamilie nach dem Schlossbrand zeitweise ihren Wohnsitz. Ursprünglich war es als Verwaltungsgebäude gebaut worden. Seit 1951 hat hier die Hochschule für Musik ihren Sitz. Vor dem Gebäude thront das Reiterstandbild mit Carl August.

Cranachhaus: Ein Zeugnis der Frührenaissance: Lucas Cranach der Ältere hatte hier am Marktplatz seine "Malerstube" und arbeitete an dem berühmten dreiflügligen Altarbild für die Stadtkirche - dem Werk, das sein jüngerer Bruder vollendete. Das auffällige, mit Säulen, Muschelnischen und Rundbogen-Ornamenten reich verzierte Gebäude, wurde im Krieg stark beschädigt, später restauriert. Heute befindet sich hier eine Kleinkunstbühne.

Stadthaus: Der prächtige Bau im Stil der Frührenaissance wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört. Beim Wiederaufbau 1968-1971 wurde die historische Fassade wieder hergestellt, das Innere aber modern ausgebaut. Schon seit 1432 befindet sich dieses Gebäude am Markplatz in städtischer Hand - mit wechselnder Nutzung. Heute beherbergt es den Ratskeller und die Tourist-Information Weimar. Vom Stadthaus führt ein unterirdischer Gang zum Rathaus.

Park an der Ilm: Goethe beeinflusste die Gestaltung des Landschaftsparks sehr stark. Heute finden sich Spuren klassischer und nachklassischer Zeit. Charakteristisch sind die zahlreichen Sichtachsen. Gestalterischer Höhepunkt ist das Römische Haus. Heute ist der Park beliebtes Ziel für Einheimische und Touristen.

Schlosspark Tiefurt: Der jüngste Sohn Anna Amalias, Prinz Constantin, legte die ersten landschaftlich gestalteten Partien an. Als seine Mutter ihren Sommersitz nach Tiefurt verlegte, setzte sie die Parkgestaltung schrittweise fort. Später wurde er umgestaltet und erneuert.

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