Uckermark

Uckermark: Dornröschen-Idylle im Nordosten Brandenburgs

Im Nordosten des Landes Brandenburg, nur 80 Kilometer von Berlin entfernt, in direkter Nachbarschaft zu Mecklenburg-Vorpommern und Polen, liegt die Uckermark. Mit 3.058 Quadratkilometern ist sie der größte Landkreis Deutschlands. Da in der Uckermark jedoch nur 145.000 Menschen leben, gehört dieser Landstrich zu den am dünnsten besiedelten Regionen Deutschlands - beste Bedingungen für Ruhe und Erholung in der Natur. Die über 400 Seen der Uckermark, Sölle, Flussläufe und Moore, ausgedehnte Wälder, Felder und Wiesen bieten ideale Voraussetzungen für einen erholsamen Urlaub.

Die Ferienregion hat viele Gesichter. In rauer Vorzeit hinterließen Gletscher ein sanft gewelltes Land, geprägt von unzähligen Seen und Wäldern. Weiter wandert der Blick über Wiesen, Moore und in der Sonne liegende Felder. Zu jeder Jahreszeit präsentiert sich die Ferienregion in einer anderen Farbe. Ob zu Fuß - mit Wanderschuhen gerüstet -, ob zu Wasser, mit dem Fahrrad oder gar hoch zu Ross: Wie auch immer Sie sich entschließen, die Uckerseen für sich zu entdecken - es gilt eine märchenhafte Landschaft zu erobern.

Prenzlau: Prenzlau war und ist die Hauptstadt der Uckermark. Bereits seit dem 15. Jahrhundert erfüllt sie diese Funktion. Das Wahrzeichen der Stadt ist die St. Marienkirche. Sie zählt zu den herausragenden Bauwerken norddeutscher Backsteingotik. Interessant ist auch ein Rundgang durch die Räume des über hundert Jahre alten kulturhistorischen Museums im Dominikanerkloster. Romantisch gelegen am Unteruckersee, lädt die Promenade zum Bummeln ein. Auch eine Schifffahrt mit "Onkel Albert" ermöglicht eine ganz andere Sichtweise auf die Stadt und lässt die Türme der Marienkirche noch majestätischer erscheinen.

Angermünde: Angermünde hat den liebenswerten Charme der einstigen Ackerbürgerstadt bewahrt. Beeindruckende historische Bauwerke wie das Franziskanerkloster oder die St. Marienkirche mit der wertvollen Wagnerorgel, kleine enge Gassen, liebevoll restaurierte Fachwerkhäuser und romantische Hinterhöfe erzählen aus längst vergangenen Zeiten. Nicht zu unrecht lässt sich behaupten, dass das kleine Städtchen steinreich ist, denn den uckermärkischen Feldsteinen begegnet man überall in Angermünde. Die "Steinzeit der Moderne", Skulpturen aus eiszeitlichen Findlingen, sind an der Mündeseepromenade zu bewundern. Die unmittelbare Nähe der Kleinstadt zum Nationalparks "Unteres Odertal" und zum Biosphärenreservat "Schorfheide Chorin" machen den besonderen Erholungswert der Region aus.

Schwedt/Oder: Einst stolze Stadt Residenz der Markgrafen von Brandenburg-Schwedt (Seitenlinie der Hohenzollern), im Zweiten Weltkrieg stark zerstört, später sozialistische Muster- und Erdöl-Stadt. An der Stelle des früheren Markgrafenschlosses befinden sich die Uckermärkischen Bühnen Schwedt, die Fußgängerzone ist beliebter Treffpunkt und und trotz aller Kriegs- und Nachkriegszerstörungen gibt es Sehenswertes: Eines der ältesten Bauwerke ist der Berlischky-Pavillon. Georg Wilhelm Berlischky hatte 1777 diese Kirche für die Hugenotten erbaut. Kultur- und Theatertradition besitzt Schwedt schon seit den Regierungstagen von Markgraf Friedrich Heinrich, der Ende des 18. Jh. einen Teil der Orangerie zu einem Operettentheater umbauen ließ und so Schwedt zu einer der ersten deutschen Theaterstädte machte.

Lychen: Das Städtchen Lychen, staatlich anerkannter Erholungsort, mit seinen Amtsgemeinden Retzow, Rutenberg und Beenz liegt im Naturpark Uckermärkische Seen. Reizvoll eingebettet zwischen den 7 Seen des Lychener Seenkreuzes und endlos erscheinenden Wäldern. Hier liegt auch der Ursprung für die seit 1720 in Lychen betriebene Flößerei. Holzstämme wurden zu Flößen verbunden und auf dem Wasserweg in die Sägewerke transportiert. Die Reise ging damals bis nach Hamburg und Berlin. War die Flößerei einst schwere Arbeit vieler, ist sie heute eine attraktive Urlaubsbeschäftigung. Mit dem Floß oder dem Hydrobike können Sie die Lychener Seen erkunden.

Boitzenburg: Boitzenburg ist nur ein Dorf, hat aber viele beeindruckende Sehenswürdigkeiten zu bieten. Die restaurierte Ruine des Nonnenklosters, einst Zentrum des Ortes, ist heute romantische Kulisse für kulturelle Veranstaltungen. Die Kirche St. Marien auf dem Berge aus dem 13. Jahrhundert ist Zentrum des Ortes. Die funktionstüchtige Mühle ist ein sehenswertes Museum, durch das der Müller höchstpersönlich führt. Das Juwel des Ortes ist aber das Renaissanceschloss. Bis 1945 war die Familie von Arnim zu Boitzenburg Besitzer. Dann wurde sie enteignet, und bis 1989 diente das Schloss als Erholungsheim der Nationalen Volksarmee (NVA) der DDR. Inzwischen wurde das Schloss wieder in Privatbesitz übergeben. Der Park wurde von Lenné geschaffen. Im nahen Wald stehen mächtige 500-jährige Eichen und der 50 Tonnen schwere Findling "Verlobungsstein".

Fürstenwerder: Eingebettet zwischen zwei malerischen Seen mit Werdern, Inseln und vielen kleinen Buchten, ist Fürstenwerder das nördliche Tor zum Naturpark "Uckermärkische Seen". Mit Badestrand, Kinderspielplatz und Ausleihstation für Boote, Fahrräder und Strandkörbe bietet der Wahrensee vielfältige Erholungsmöglichkeiten. Eine rund 1.300 Meter lange Feldsteinmauer umschließt den historischen Kern Fürstenwerders. Innerhalb des fast runden Ortskerns ist das gesamte mittelalterliche Straßennetz erhalten geblieben.

Reisepakete werden geladen