Schwielowsee-Infos kompakt

Als wohl schönster Teil einer traumhaften Havelseenkette liegt der Schwielowsee zwischen weiten Kiefernwäldern reizvoll in die märkische Landschaft gebettet. Am südlichsten Punkt des Havellaufes gelegen, zählt er mit seinen ca. acht Quadratkilometern Wasserfläche zu den größten Seen im Land Brandenburg. Mit den drei die Gemeinde Schwielowsee bildenden Ortschaften Caputh, Ferch und Geltow sowie dem zur Stadt Werder (Havel) gehörenden Petzow ist der See seit jeher ein beliebtes Ferienparadies.

Caputh: In der größten Ortschaft rund um den Schwielowsee liegt das einzig erhaltene Lustschloss des Großen Kurfürsten aus dem Jahre 1662, mit seinem beeindruckenden Fliesensaal mit ca. 7500 holländischen Fayence-Fliesen. In seinem Sommerhaus am Waldrand - von Kornrad Wachsmann 1929 erbaut - verbrachte Albert Einstein nach eigenen Aussagen seine schönsten Jahre. Die Dorfkirche im italienischen Stil von Friedrich August Stüler rundet das romantische Bild des Ortes ab. Seit ca. 100 Jahren fühlen sich Sommerfrischler und Touristen in dieser Umgebung wohl. Zahlreiche Veranstaltungen, wie die Caputher Musiken und Ausstellungen mit Werken der Havelländischen Maler, laden zum Kunstgenuss ein. Rad-, Wander- und Wassertourismus in schönster Form sind hier möglich.

Ferch: Einige der riedgedeckten Häuser sind noch erhalten. Die im 17. Jahrhundert errichtete Fischerkirche ist im Fachwerkstil erbaut, hier finden oft kleine musikalische Veranstaltungen für Kenner statt. In Ferch siedelten sich im Laufe der Zeit viele Maler an, die von der pittoresken Havellandschaft inspiriert wurden. So entstand die "Havelländische Malerkolonie", deren Werke man bei Ausstellungen bewundern kann. Einen weiteren Höhepunkt bietet die "skurrilste Bühne Brandenburgs", die "Fercher Obstkistenbühne".

Geltow: Erstmals im Jahre 993 erwähnt, feierte Geltow bereits sein 1000-jähriges Bestehen. Die Backstein-Kirche, die der Südtiroler Kirche Terlan nachempfunden ist und das aktive Handweberei-Museum, das uralte Webstühle beherbergt, sind sehenswert. Fontane schwärmte bei seinem Aufenthalt in Baumgartenbrück von den "Brühl'schen" Terrassen am Schwielowsee. Der Ortsteil Wildpark-West bietet außer lauschigen Ecken die interessante Anlage der Entenfänger-Teiche, aus denen die königliche Tafel bereichert wurde.

Petzow: Der südlichste Ort, den Lenné mit seinem "Verschönerungsplan der Umgebung von Potsdam" des Jahres 1833 erfasste, war der Ort Petzow auf der Landbrücke zwischen Schwielowsee und dem Glindower See. Das Dorf fand 1419 erstmals urkundliche Erwähnung, wurde 1542 zu einem Amtsdorf und ist heute ein Ortsteil der Stadt Werder (Havel). Vor allem mit dem Wirken von C. F. A. Kaehne (ab 1814) wurde der Familienbesitz wesentlich geprägt. Die Leistungen dieser Generation waren u. a. der Bau des Herrensitzes nach Plänen des Baumeisters Schinkel (1825) und die Parkanlage (um 1838). 1842 ist die Petzower Dorfkirche durch Friedrich Wilhelm IV. eingeweiht worden. Die Dorfkirche erbaut nach den Plänen von Schinkel, ist heute kulturelles Zentrum in Petzow. Hier finden regelmäßig Ausstellungen, Konzerte, Theatervorführungen und Gottesdienste statt, veranstaltet von Kulturvereinen, Künstlern und der Kirche. Es können kirchliche und standesamtliche Trauungen sowie Taufen abgehalten werden.

Werder: Die reizvolle Lage Werders verzaubert Gäste und Einwohner zu jeder Jahreszeit aufs Neue. Ein Spaziergang in Werder führt Sie stets ans Wasser. Schwielowsee, Glindowsee, Großer Plessower See und Zernsee sowie die Havel umsäumen das Stadtgebiet. Werder bedeutet "Vom Wasser umflossenes Land" - die Havelinsel ist der älteste Teil der Stadt und liegt inmitten der Havel. In bilderreicher Fahrt durchs Havelland ist sie vom Land- und vom Wasserweg gut erreichbar. Der Ausblick von den sanften und eiszeitlich geformten ansteigenden Hügeln auf die Inselstadt und das Umland mit seinen Wald- und Wasserflächen und seinen weithin bekannten Obstplantagen und Gärten begeisterte schon im vorigen Jahrhundert zahlreiche Besucher. Auch das milde, sonnenreiche Klima lockt Spaziergänger und Radwanderer, Wassersportler und Badelustige nach Werder. In manchem Winter dick zugefrorene Eisflächen bereiten Schlittschuhläufern und Eisseglern ein besonderes Vergnügen.

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