Rheinsberg 1 Reisepaket
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Rheinsberg

Urlaub in Rheinsberg: Stadt, Schloss und ein großer See

Schloss und Schlosspark am See sind natürlich das Rheinsberg-Highlight Nummer eins. Das Schloss mit seiner friderizianischen Kunst und Kultur beherbergt ein Museum mit 10.000 Zinnfiguren.

Mecklenburgische Seenplatte: Rheinsberg

Stadt, Schloss und ein großer See: Rheinsberg

Nur gut 5.000 Einwohner hat das kleine Residenzstädtchen an der Mecklenburgischen Seenplatte, dennoch ist Rheinsberg eine echte Berühmtheit. Dafür sorgten die höchst prominenten Bewohner und Besucher in glanzvoller Vergangenheit. Zunächst Preußens Kronprinz Friedrich: Er verbrachte zwischen 1732 und 1740 glückliche Jahre hier.

Sein 14 Jahre jüngerer Bruder Prinz Heinrich folgte 1744. In den Jahren 1859 und 1861 besuchte Theodor Fontane das liebreizende Barockstädtchen, mit dem Boot kommend, wie es sich für die Mark Brandenburg gehörte. Mehrere Kapitel seiner "Wanderungen" widmete er dem verträumten Ort. Es folgte Kurt Tucholsky, der 1911 mit Eisenbahn und Freundin anreiste, romantische Tage (und Nächte...) verbrachte und dies in seiner Liebesgeschichte "Rheinsberg" für die Nachwelt festhielt.

Zum unverwechselbaren Charme von Rheinsberg trug ein großes Unglück bei: 1740 brannte die Stadt bis auf ihre Grundmauern ab. Kronprinz Friedrich, der bekennende Rheinsberg-Fan, beauftragte seinen Hofarchitekten Friedrich Wenzelslaus von Knobelsdorff mit einem ganzheitlichen, harmonischen Wiederaufbau. Den bestaunen heutzutage viele Touristen in Deutschland, denn die Knobelsdorffschen Barockhäuser wurden nach der Wende liebevoll restauriert und rausgeputzt für Ihre Kulturreise.

Zum Dank errichteten die Rheinsberger ihrem großen Förderer Friedrich 1903 ein Denkmal vor seinem Schloss. Spätere Machthaber waren weniger dankbar - die DDR entfernte den bronzenen Prinzen 1950, aber 1995 wurde er wieder aufgestellt...

Schloss und Schlosspark am See sind natürlich das Rheinsberg-Highlight Nummer eins. Das Schloss mit seiner friderizianischen Kunst und Kultur beherbergt ein Museum mit 10.000 Zinnfiguren.

Rheinsberg ist auch heute noch kulturell höchst ehrgeizig: Im Spiegelsaal des Schlosses gibt es Konzerte, beim Sommerensemble in der Kammeroper finden Opernaufführungen von hohem Rang statt. Die Musikakademie fördert junge Künstler aus aller Welt.

Sehenswert in Rheinsberg ist auch das Porzellanmuseum. Im Ort gibt es noch zwei Manufakturen mit Werksverkauf, die die 250 Jahre alte Tradition der Keramiker und ihres Handwerks fortsetzen.

Schloss Rheinsberg

Wo sich heute das Schloss Rheinsberg befindet, stand im Mittelalter eine Wasserburg. Die Familie von Bredow ließ 1566 ein Wasserschloss in Renaissanceformen an dessen Stelle erbauen, das im Dreißigjährigen Krieg stark beschädigt wurde.

Der preußische König Friedrich Wilhelm I. erwarb das Anwesen 1734 und schenkte es seinem Sohn Kronprinz Friedrich, dem späteren König Friedrich II. für dessen Loyalität. 1736 zog er mit seiner Frau Prinzessin Elisabeth Christine von Braunschweig-Bevern in den südlichen Flügel des Schlosses.

In den Jahren bis 1740 ließ Friedrich das Schloss umfangreich von den Baumeistern Johann Gottfried Kemmeter und Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff ausbauen und erweitern. Friedrich selbst bezeichnete seine Jahre auf Schloss Rheinsberg immer als die "glücklichsten seines Lebens". Seine Zeit in Rheinsberg endete 1740 mit der Thronbesteigung.

Vier Jahre später schenkte er es seinem jüngeren Bruder Heinrich Prinz von Preußen, der 1752 mit seiner Frau Prinzessin Wilhelmine von Hessen-Kassel einzog und bis zu seinem Tod dort wohnte. Der kunstbegeisterte Prinz machte sich daran, das Schloss und den dazugehörigen Park zu erweitern und zu verschönern.

1786 vervollständigten Johann Boumann und Carl Gotthard Langhans das Schloss nach den ursprünglichen Plänen. Bereits zu Lebzeiten ließ Heinrich seine Grabstätte in Form einer abgebrochenen Pyramide im Garten errichten, in der er nach seinem Tod 1802 beigesetzt wurde. Selbst die französische Inschrift verfasste er selbst.

In der DDR war im Schloss eine Diabetiker-Klinik untergebracht. Heute gehört das Schloss mit seinen Gartenanlagen der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg. Das Schloss ist als Museum zu besichtigen und beherbergt auch das Kurt Tucholsky-Literaturmuseum.

Im ehemaligen Kavalierhaus ist seit 1991 die Bundes- und Landesmusikakademie untergebracht, die das Schlosstheater betreibt. Seit 1991 findet das internationale Opernfestival Kammeroper Schloss Rheinsberg im Schlosstheater (Kavalierhaus), Schlosshof und Naturtheater (Heckentheater) statt.

Adresse Schloss Rheinsberg
Schloß Rheinsberg 2, 16831 Rheinsberg

Öffnungszeiten Schloss Rheinsberg
Informationen zu den Öffnungszeiten finden Sie hier.

Mark Brandenburg

"Märkische Heide, märkischer Sand sind des Märkers Freude, sind sein Heimatland"

Im vielbesungenen Brandenburger Heimatlied wird jenem Landschaftsflair Reverenz erwiesen, das schon so manchen bezaubert hat. Das mit rund 30.000 Quadratkilometern flächenmäßig größte neue Bundesland präsentiert sich aber nicht nur mit Heide, Kiefernwäldern und Sand. Geprägt vor allem durch die letzte Eiszeit, bestimmen ruhige Hügellandschaften, Seen und Seenplatten die Landschaft.

Wasser, Wälder und Felder bilden im reizvollen Wechsel den Rahmen für die Landschaft zwischen Uckermark und Prignitz, Havelland und Niederlausitz. Hunderte Kilometer Wanderwege laden in vielerorts geschützte Natur ein. Sonnentau und Wasserrose, Seeadler und Storch, Biber und Fischotter sind dank umfangreicher Anstrengungen heimisch. Wasser besitzt Brandenburg reichlich. Berühmt und beliebt sind der Stechlinsee im Norden des Landes, die Seenkette der Havel, das Dahme-Spree-Gebiet und die einzigartige Landschaft des Spreewaldes. Wer will, kann auf den zahlreichen Wasserstraßen Brandenburgs reisen und bis zur Nord- oder Ostseeküste gelangen.

Reich ist das Land an Klöstern und Burgen, historischen Stadtkernen und Wehranlagen, herrlichen Landschaftsparks und Schlössern. Mit Brandenburg verbinden sich klangvolle Namen historischer Persönlichkeiten. Die schillerndste Persönlichkeit, Friedrich II., später der "Große", auch "Alter Fritz" genannt, galt als aufgeschlossener Monarch. Aus dem Kernland Preußen machte er eine europäische Großmacht. Er rief Künstler, Architekten und Philosophen von Weltrang in seine Potsdamer Nähe, die der Nachwelt Kunstwerke von unschätzbarem Wert hinterließen.

In Neuruppin wurden der bedeutende Baumeister Karl Friedrich Schinkel und der Dichter Theodor Fontane, der mit den "Wanderungen durch die Mark" seinem Heimatland ein anregendes literarisches Denkmal setzte, geboren. Der Kampehler Ritter Christian Friedrich von Kahlbutz ist die einzige Mumie auf ostdeutschem Gebiet.

Wer diese märkische Landschaft einmal entdeckt hat, wird sich ihrem Reiz schwer entziehen können. Da fährt man noch über baumbewachsenen Alleenstraßen, kann endlos durch Wälder wandern und ganz mit sich allein an einem der großen und kleinen Seen rasten.

Ob in den hügeligen Kiefernwäldern des Fläming oder im "Krämer", dem großen Mischwaldgebiet im Havelland bei Nauen und Brieselang, in der Schorfheide oder in der Märkischen Schweiz um Buckow, an den Ruppiner oder Uckermärkischen Seen, die Havel mit ihren Seen nicht zu vergessen und auch nicht die im Dahme-Gebiet, - es sind Landschaftsbilder von großer Schönheit - zum Genießen und Entspannen.

Die Ruppiner Seen und die Rheinsberger Seenkette erreicht man übrigens über die durch Brandenburg führende Deutsche Alleenstraße. Am sagenumwobenen Stechlinsee, dessen Ufer mit dichten Buchen- und Mischwäldern umgeben sind, wird nicht nur der Badelustige im Sommer Vergnügen haben. Dem Wanderer, der Ruhe sucht, werden die Farben des Herbstes genauso wohl tun.

Die Uckermark gehört mit ihren mehr als 300 Seen zu den wasserreichsten Regionen des Landes. Welche da empfehlen - die um Lychen inmitten des Naturparks "Feldberg-Lychener Seenlandschaft", die Uckerseen bei Prenzlau oder die um Templin? Idyllisch sind sie fast alle, fischreich und umgeben von Wäldern, Wiesen, Heideflächen. Ganz anders, aber einmalig, ist die Flussauenlandschaft des deutsch-polnischen Biosphärenreservates "Unteres Odertal", die Heimstatt vieler zum Teil vom Aussterben bedrohter Tiere und Pflanzen ist.

Einzigartig in Europa und fast paradiesisch anmutend ist die Landschaft des Spreewaldes, eine kultivierte Flusslandschaft mit einem feinmaschigen Fließgewässernetz. Seit 1991 genießt sie als "Biosphärenreservat Spreewald" den Schutz der UNESCO. Dieses Kleinod ist Lebensraum für Rot- und Schwarzwild, für viele Wasservögel und Singvogelarten und 725 wildwachsenden Pflanzenarten. Zu Fuß, aber natürlich besser im Fährkahn oder im Paddelboot, erschließt sich der Spreewald in seiner ganzen Einmaligkeit.

Kurt Tucholsky Museum- Rheinsberg

Kurt Tucholsky Museum: Der liebende Satiriker

Mit dem sommerleichten, heiteren „Rheinsberg. Ein Bilderbuch für Verliebte“ schrieb Tucholsky 1912 einen Welterfolg. Die Geschichte einer freien Liebe, poetisch und lustvoll – war damals eine provokante Revolution. Aber auch den weiteren Leben (mehrere Pseudonyme) des großen Satirikers können sich Besucher des Museums auf eine sehr lebendige Art nähern.

Die Literatur bleibt in der Regel - trotz "Eventkultur" und quotenmächtiger Talkshows - ein stiller, einvernehmlicher Vorgang zwischen Text und Leser. Eine Ausstellung dagegen soll und will ein anderes Erlebnis bieten: eine möglichst intensive Begegnung mit dem geistigen Kosmos des Autors, seinen Prägungen, Wirkungen, Widersprüchen und Leistungen. Anders als beim stillen Lesen wird eine Ausstellung ja nicht in erster Linie mit den Augen und dem Verstand im Sitzen, sondern mit den Sinnen beim Durchschreiten wahrgenommen. Ziel war es also, eine Art "begehbare geistige Biografie" zu schaffen, in der sich der Besucher selbständig, frei und lustvoll orientieren kann.

Im Eingangsbereich wird der Besucher zunächst optisch eingestimmt: eine großflächige Abbildung aus der "Rheinsberg"-Erzählung und eine minimale biografische Information sagen ihm, in welchem Jahrhundert und in welchem geistigen Raum er sich befindet. Wendet er sich in den Ausstellungsraum, wird er - wiederum verbunden mit einem Großfoto - mit der biografischen Gliederung und mit dem farbigen Leitsystem vertraut gemacht.

Mehr als 3.000 Texte zwischen 1912 und 1932

In den Vitrinen sind Tucholskys Bücher (in der Regel alles Erstausgaben,) ), Dokumente, Programmhefte, Zeitschriften, faksimilierte Autographen, Fotos und einige persönliche Gegenstände, wie Schreibmappen, Schreibmaschine, Karaffen, Bleistifte u.a., zu sehen. Die gegenständlichen Exponate (z. B. ein Grammophon mit Zinkschallplatte) rufen nicht nur Zeitkolorit auf, sondern sorgen als optisch interessante "Eye-Catcher" für Ruhepunkte im Fluss der Informationen.

Die Ausstellung richtet sich sowohl an Besucher mit Vorkenntnissen, Tucholsky-Leser und -Verehrer, als auch an interessierte Laien und Zufallsbesucher. Auch Schulklassen und Reisegruppen sollen angesprochen werden - mit Hörbeispielen, mit den Verfilmungen seiner Werke und mit speziellen Führungen und Vorträgen werden Einführungen in Leben und Werk geboten. Die Ausstellung stellt einen Dichter vor, der sich in die Konflikte seiner Zeit einmischte und der bereits 1926 für die Idee der "Vereinigten Staaten von Europa" eintrat. Tucholskys Haltung und seine Formulierungskunst werden noch heute von vielen Menschen als beispielhaft, mitunter auch als Herausforderung empfunden.

Literaturabende

Es gibt auch regelmäßig wunderbare Literaturabende im Schloss. Mehr als 200 Schriftsteller lasen bereits im Museum aus ihren neu erschienen Büchern. Außerdem vergibt das Museum jährlich an zwei Autoren ein Stadtschreiber-Stipendium.

Adresse Kurt Tucholsky Literaturmuseum
im Schloss Rheinsberg, direkt am Ostufer des Grieniericksees, Parkplätze am Gelände
16831 Rheinsberg

Öffnungszeiten Kurt Tucholsky Literaturmuseum
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