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Marienbad

Urlaub in Marienbad: Wellness im Kurort mit 40 Quellen

Marienbad hat sich im Laufe der letzten 200 Jahre zu einem der beliebtesten tschechischen Kurorte entwickelt. Heute flanieren Sie vorbei an neoklassizistischer Architektur und mondänen Badehäusern.

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Marienbad

Marienbad: Tschechiens schönstes Heilbad

Die erste Kursaison wurde 1808 eingeläutet. Über 200 Jahre später wirkt der Zauber Marienbads noch immer. Das liegt nicht allein an den heilenden Mineral- und Thermalquellen. Der traditionsreiche Kurort in Westböhmen strahlt mit prachtvoll sanierter Jugendstil-Eleganz, Prunk-Architektur voller Geschichten und mehrstöckigen Logierpalästen. Eine Ikone des Kurortes ist die 180 Meter lange Hauptkolonnade. Hier wandelten schon Goethe, Chopin, Kafka und Freud. Sie alle genossen das heitere Fluidum Marienbads und nippten vom berühmten Quellelixier. Genießen auch Sie Wellnessauszeiten in Hotels der Spitzenklasse in einer der schönsten Kurstädte der Welt.

Hellgelb und weiß leuchten die Fassaden, licht und luftig die Säulengänge, grün und üppig die Parks. Marienbad ist ein faszinierender Ort für Flaneure. Andere Heilbäder waren früher am Zug, aber Marienbad erlebte einen hurtigen Aufstieg inmitten der florierenden Kurgeschichte Europas. Anfang des 19. Jahrhunderts wurden die berühmten Heilquellen entdeckt und von Arzt Johann Josef Nehr protegiert. In kurzer Zeit entwickelte sich aus dem sumpfigen Dorfidyll im Kaiserwald eine pulsierende Perle der Bäderkultur. Und nicht nur das – Marienbad wurde zum Sehnsuchtsort für Adel, Musiker, Literaten und Wissenschaftler.

Wellness Marienbad: Die Stadt der 40 Quellen

Der Quellenreichtum ist einzigartig: Allein im Stadtgebiet entspringen 40, in der nahen Umgebung nochmal knapp 100 Sprudel des therapeutisch wirkenden Wassers. In keiner sind die gleichen Mineralien enthalten, für jede Kur eignet sich ein anderes Wässerchen. Und: Die meisten Quellen sind für die Öffentlichkeit zugänglich. Nur leider ist es ja oft so mit Sachen, die gesund sind: Sie schmecken nicht. In diesem Fall sogar richtig scheußlich. Meist sehr rostig. Aber wohldosiert hilft das mineralhaltige Quellwasser bei Gewichtsreduzierung, Kindersegen oder Potenz, bei der Linderung von Nieren- und Atemwegsbeschwerden oder Erkrankungen des Verdauungstraktes. Auch wer Muskelbeschwerden oder Verspannungen mit sich herumträgt, findet im Wellnessurlaub Marienbad Linderung dank Mineralbad mit Blubberbläschen.

Weil Körper und Geist bekanntlich nur im Einklang funktionieren, hat das tschechische Heilquellen-Paradies auch für die Seele das Richtige in petto. Kulturprogramm und Spaziergänge durch die fürstlichen Parkanlagen, vorbei an der Singenden Fontäne und durch die Natur des Kaiserwalds bringen wieder auf andere Gedanken. Das Rundum-Wohlfühl-Paket Marienbad ist stets zu Diensten. Darauf noch einen Schluck salzig-rostiges Heilwasser!

Kurort royale: Treff der Berühmten, Reichen, Schönen

Marienbad steht und stand schon immer für eines: viel Prominenz. Besuche in Marienbad wurde zur Prestigeangelegenheit für die obere Gesellschaft. Sie alle kamen, badeten und wandelten: Kaiser Franz Josef I., Nietzsche, Goethe, Gogol, Twain und Gorki, Chopin und Strauss, ebenso Freud und Edison. „Marienbad ist unbegreiflich schön“, schwärmte Franz Kafka. Auch der große Richard Wagner fand in der Abgeschiedenheit und Ruhe des Marienbader Tales Inspiration. Er entwarf hier unter anderem den „Lohengrin“ und „Die Meistersinger von Nürnberg“. Zu den treuesten Gästen gehörte der englische König Edward VII. mit neun Besuchen. Seine Begeisterung ist bis heute das beste Marketing: „Ich habe ganz Indien, Ceylon, alle Kurorte Europas bereist, jedoch war ich nirgends auf der Welt so herzergriffen von der Poesie der herrlichen Natur wie hier, in Marienbad.“ Apropos: Was die Heilung bis heute beflügelt, ist die reine, gute Luft. Das zweitgrößte Kurbad in Tschechien liegt auf einer Höhe von 630 Metern und ist gesegnet mit Grün in Hülle und Fülle. Die prächtigen Parkanlagen (160 Hektar) und die weitläufigen Wälder sind prickelnde Sauerstoffspender allerster Güte im Wanderurlaub.

Goethes letzte Liebe

Prickelnd sind auch schon immer die Geschichten gewesen, die der Ort schrieb. Hätte es die „Bunte“ oder das „Adelsblatt“ damals schon gegeben, hier wäre ein unerschöpflicher VIP-Stoffquell gewesen. Kuraufenthalt bedeutete im gehobenen Establishment nicht nur löblicher Gesundheitsakt – er war gleichzeitig Synonym für Luxusurlaub, Anbandeleien und Geschäfte. Inmitten dieses spannenden Stelldicheins von Geld und Macht, Feingeist und Intellekt, Männern von Welt und heiratswilligen Töchter flanierte 1821 auch Goethe. Mit 72 Jahren verliebte er sich in die 17-Jährige Ulrike von Levetzow. Seinen Heiratsantrag schlug sie jedoch aus – ein Tiefschlag für den Dichterfürsten und ein literarischer Gewinn für die Nachwelt. Es entstand die berühmte „Marienbader Elegie“. Eines vermag das Wasser eben nicht zu heilen: Liebeskummer.

UNESCO-Weltkulturerbe

Es ist der große Verdienst der Stadt, dass man der reichen kulturellen Vergangenheit einen modernen Nachschlag ermöglichte. Nach dem Ende der sozialistischen Zeiten steckte Marienbad viel Geld in die Sanierung der feudalen Gebäude. Das Großwerk wurde von der wichtigsten Weltkulturbehörde belohnt: Seit 2021 gehört Marienbad gemeinsam mit den böhmischen Schwester-Kurstädten Karlsbad und Franzensbad zum UNESCO-Ensemble der bedeutendsten Kurstädte der Welt. Zu den „Großen Bädern Europas“ gehören ebenfalls deutsche Kur-Legenden wie Baden-Baden, Bad Kissingen und Bad Ems, aber auch Heilbäder in England, Belgien, Italien und Frankreich.

Hotels Marienbad: Wellness der Spitzenklasse

Wellness im Kurort der 40 Quellen – das ist mit Spar mit! Reisen in allen Wohlfühl-Dosierungen möglich. Ob übers Wochenende als kleine Flucht aus dem Alltag oder für eine ganze herrliche Woche, ob im Weihnachtsurlaub oder über einen Silvesterurlaub – in unseren Hotels in Marienbad träumen Sie stilvoll unter Jugendstil-Fassaden auf höchstem 4-Sterne-Niveau. Die Wellnessprogramme der Hotels sind pure Streicheleinheiten für Körper und Seele. Genießen Sie unsere inkludierten Massagen mit Rosenöl, Schokolade oder heißen Steinen, Bäder im Salz aus dem toten Meer oder mit zauberhaften Aromen, heilsame Packungen, vitalisierende Pools, Saunawärme und Beautyangebote. Und legen Sie vor Ort nach Herzenslust nach – die Preise bei unserem tschechischen Nachbarn sind noch immer unschlagbar günstig. Aber eigentlich müssen Sie sich bei unseren Angeboten voller Extras um nichts mehr kümmern. Flanieren, relaxen und die feine Kulinarik unserer böhmischen Küchenchefs – Sie werden königlich gestärkt und erholt zurückkommen.

Singende Fontäne- Marienbad (Tschechien)

Marienbad im Bäderdreieck: Die Singende Fontäne vor der Hauptkolonnade im Kurpark ist eine Besonderheit. Im Prinzip ein großer Springbrunnen, dessen Wasserfontänen in Begleitung klassischer Musik eine beeindruckende Show bieten.

Beethoven, Chopin, Smetana, Verdi - sie hat alle im Repertoire, die singende Fontäne. Das runde Becken hat einen Durchmesser von 18 Metern und trägt in der Mitte eine flache, steinerne Schale in Form einer stilisierten Blüte. Das Blüten-Mittelteil besteht aus hochglanzpoliertem Edelstahl. Entworfen hat sie der Architekt Pavel Mikšík. Mehr als zweihundertfünfzig Düsen, der mittlere Strahl reicht bis zu sechs Meter hoch. Eigentlicher Clou ist aber die Tatsache, dass sie wirklich "singt".

Neun Mal Klassik-Konzert

Und das jeden Tag, alle zwei Stunden von 7.00 bis 22.00 Uhr. Das erste Musikstück komponierte Petr Hapka. Es folgten mit der Zeit weitere Werke großer Komponisten. Die Fontäne erklingt immer zu ungeraden Stunden und die Reihenfolge der gespielten Musikstücke wechselt täglich. Zum ersten Mal ertönte das spritzige Klassik-Konzert am 30. April 1986 und verzückte Einwohner und Kurgäste Marienbads.

Gespielte Stücke

  • Petr Hapka - Musik für die Fontäne
  • Vadim Petrov - Nokturno in G
  • Fryderyk Chopin - Rondo à la Krakowiak
  • Karel Zich - Erinnerung an Marienbad
  • Jaromír Bazant - Lied vom Heimatsfluss
  • Andrea Bocelli - Romanza
  • Guiseppe Verdi - Nabucco
  • Ludwig van Beethoven - Sinfonie Nr. 5 C-Moll
  • Bedrich Smetana - Moldau
  • W.A. Mozart - Eine kleine Nachtmusik
  • Ennio Morricone - Spiel mir das Lied vom Tod

Kloster Teplá- Marienbad (Tschechien)

Teplá in Westböhmen, eine Viertelstunde vom weltberühmten Marienbad entfernt, ist alles andere als ein Urlaubsziel. Kein Strand, keine Berge, keine Cocktailbars mit Happy Hour. Ein Auto nehmen Sie hier noch wahr, weil so selten eines fährt. In Teplá ist ein Stück Welt stehengeblieben. Sanfte Hügel sind hier, Wiesen, Wälder, Fischteiche. Und mittendrin das über 800 Jahre alte Kloster.

Die Stiftskirche des seligen Klostergründers Hroznata ist romanisch, gotisch und barock zugleich. Die Klosterkirche Mariä-Verkündigung wurde am Ende des 12. und am Anfang des 13. Jahrhunderts als eine romanisch gotische 65,25 Meter lange und 15,6 Meter hohe Hallenkirche erbaut. Am Ende des 17. und Anfang des 18. Jahrhunderts wurde die Kirche im Barockstil umgebaut, dieser Umbau betraf hauptsächlich das Innere der Kirche.

Die prachtvolle Bibliothek zählt über 100.000 Bände, davon 700 Handschriften und 540 Wiegendrucke. Zu den Schätzen gehört der "Codex Teplensis", die erste Übersetzung des Neuen Testamentes in die deutsche Sprache, entstanden vor dem Jahr 1400. Anrührend der Kreuzweg im herrlichen Park.

Gegründet wurde das Stift 1193 vom seligen Hroznata als Prämonstratenserkloster. Unter seinem ersten Abt Johann wurde 1232 die Klosterkirche, im Beisein des böhmischen Königs, durch den Bischof von Prag eingeweiht. Im 18. Jahrhundert entwickelte sich das Stift zu einem Mittelpunkt von Kunst und Wissenschaft, die Bibliothek wurde vergrößert sowie eine Sammlung von Mineralien und ein physikalisches Kabinett angelegt. Der spätere Abt Chrysostomus Pfrogner baute das erste Badehaus bei den Quellen von Marienbad, dessen Aufstieg zum Weltbad unter Abt Karl Reitenberger im Jahre 1812 bis 1827 erfolgte.

1950 wurde das Stift, wie alle Klöster der Tschechoslowakei, aufgehoben. Es diente als Kaserne, während die Bibliothek öffentliche Kreisbibliothek wurde. Erst 1990 erhielten die Prämonstratenser das Kloster wieder zurück, allerdings in einem Zustand der Verwüstung. Zurzeit hat das Stift Teplá 17 Mitglieder, sie bemühen sich um den Wiederaufbau des Stiftes und die Erneuerung der geistlichen und kulturellen Tradition des Klosters.

Adresse Kloster Teplá Marienbad
Teplá 1, 364 61 Teplá, Tschechien

Öffnungszeiten Kloster Teplá Marienbad
Informationen zu den Öffnungszeiten finden Sie hier.

Berühmte Gästein Marienbad (Tschechien)

Die Gästeliste von Marienbad liest sich wie ein "Who is who" der Berühmtheiten des 19. und 20. Jahrhunderts. Der Kurort war ein Zentrum des gesellschaftlichen, kulturellen und politischen Lebens des "alten Europas". Die drei Größen, mit denen Marienbad am häufigsten verknüpft wird, sind Englands König Edward VII., Johann Wolfgang von Goethe und Komponist Fryderyk Chopin.

Edward VII. (1841-1910):

"Ich habe ganz Indien, Ceylon, alle Bäderstädte in Europa besucht, aber nirgends hat mich die Poesie der wunderschönen Natur so wie hier in Marienbad am Herzen berührt". Der englische König, der wichtigste politische Führer seiner Zeit, war insgesamt neunmal zum Sommerurlaub in Marienbad (1897, 1899, und 1903-1909). Während seiner Besuche ruhte die Politik nicht. Der König hat hier mit dem österreichischen Kaiser Franz Josef I., Frankreichs Ministerpräsidenten Clemenceau und anderen verhandelt. Das Amüsement kam aber nie zu kurz: Edward VII. liebte die Jagd, gutes Essen, feine Weine und vor allem schöne Frauen. 1905 eröffnete König Edvard VII. den Golfplatz in Marienbad, der zu den ältesten in ganz Europa gehört.

Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832):

Der berühmte Dichter und Wissenschaftler besuchte mehrmals Marienbad zwischen 1820 und 1823. Goethe war begeistert von der unberührten Landschaft und dem eleganten Kurort zugleich. Er nahm am gesellschaftlichen Leben teil, unternahm Ausflüge in die Umgebung und interessierte sich für hiesige Mineralogie. Während seines Aufenthalts in Marienbad verliebte sich der 72-jährige Goethe in das 17-jährige Fräulein Ulrika von Levetzow. Zu seinem Heiratsantrag hat er nur eine unklare Antwort bekommen und kehrte enttäuscht nach Deutschland zurück.

Fryderyk Chopin (1810-1849):

Auch für den polnischen Musikkomponist und Klaviervirtuosen ging es in Marienbad nicht nur um heiße Quellen. Das Hauptmotiv für seine Marienbad-Reisen hieß Maria Wodzinska. Wegen ihr blieb Chopin 1836 über einen Monat und wollte sie heiraten. Die gemeinsame Beziehung aber haben Marias Eltern beendet. An Chopin erinnern zahlreiche Denkmäler in Marienbad. Jedes Jahr im August findet in Marienbad das größte und wichtigste Chopin-Festival in Europa statt.

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