Franzensbad

Heilquellen, Franzl und Aufstand der Wasserfrauen

Franzensbad wird wegen seiner schönen Lage oft auch als "Juwel der böhmischen Kurorte" bezeichnet. Grundzutaten dafür sind gemäßigtes Klima, erstklassige Luft, die Wälder des Riesengebirges und die gepflegten Parkanlagen. Hauptzutat aber sind ganze 24 Heilquellen. Und man sagt, hier würde der Fruchtbarkeit auf die Sprünge geholfen …

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Heilquellen, Franzl und Aufstand der Wasserfrauen

Franzensbad wird wegen seiner schönen Lage oft auch als "Juwel der böhmischen Kurorte" bezeichnet. Grundzutaten dafür sind gemäßigtes Klima, erstklassige Luft, die Wälder des Riesengebirges und die gepflegten Parkanlagen. Hauptzutat aber sind ganze 24 Heilquellen. Und man sagt, hier würde der Fruchtbarkeit auf die Sprünge geholfen …

Die hier entspringenden Quellen wirken sich positiv auf die Heilung von verschiedenen körperlichen Leiden aus und werden schon seit Ende des 14. Jahrhunderts genutzt. Besonders bekannt sind Erfolge der wohltuenden Wässerchen bei Fruchtbarkeitsstörungen. Ausschlaggebend hierfür ist die einzigartige Zusammensetzung des Franzensbader Mineralmoores, aus dem die Quellen sprudeln - darin befinden sich hormonähnliche Stoffe.

Fruchtbarer Franzl

Auf diese Thematik bezieht sich auch die Tradition der Statue des kleinen Franzl (tschechisch: Frantisek) im Stadtpark. Die wurde 1923 vom Bildhauer Karel Mayrel geschaffen und gilt als Fruchtbarkeitssymbol sowie als Symbol der Stadt. Frauen mit Kinderwunsch, die den Franzl berühren, sollen innerhalb eines Jahres schwanger werden. Belohnt wird Franzl dafür mit Blumen.

Weniger blumig ging es hier vor knapp über 200 Jahren zu: Damals hieß das Quellwasser noch Egerwasser und wurde von den Frauen des Nachbardorfes Eger geschöpft, die es dann auf dem Markt verkauften. Zu Beginn des 17. Jahrhunderts wurde es von ihnen sogar schon in kleine Tonfläschchen abgefüllt und versandt - so war der erste Heilwasser-Export Böhmens ins Leben gerufen. Franzensbad wurde quasi zur Versand-Apotheke.

Egerer Weiberaufstand

Im Jahr 1791 erbat der Franzensbader Stadtarzt, Dr. Bernhard Adler, bei der Landesregierung Hilfe, um einen Pavillon über der Quelle zu errichten und die Schöpfrechte einzuschränken. Das Wasser sollte in ein separates Becken geleitet werden, um es vor Verunreinigungen zu schützen. Das stieß auf den Widerstand der Wasserfrauen aus Eger, die um ihre Existenz fürchteten. Sie sannen auf Rache, rotteten sich unter dem Trommelschlag der Anführerin zusammen und zerstörten - bewaffnet mit Pfannen, Kochlöffeln und den Werkzeugen der an der Quelle arbeitenden Zimmerleuten - die komplette Anlage. Der Tag ging als "Egerer Weibersturm" in die Geschichtsbücher ein. Zwei Jahre später wurden die Pläne der öffentlichen Bauten jedoch durch den Kaiser genehmigt und damit offiziell ein Kurort gegründet, der den Namen dieses Kaisers trug: Franzensbad.

Quellen rund um die Uhr zugänglich, nicht alle Quellen für Trinkkuren geeignet; Franzensquelle, Stanislav-Quelle und Neue Quelle im Januar geschlossen; Palliardi-Quelle gilt als leckerste von allen

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