Franzensbad 4 Reisepakete
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Franzensbad Park mit Pavillon

Franzensbad und Wellness: perfekte Kombination

Franzensbad wird wegen seiner schönen Lage oft auch als "Juwel der böhmischen Kurorte" bezeichnet. Grundzutaten dafür sind gemäßigtes Klima, erstklassige Luft, die Wälder des Riesengebirges und die gepflegten Parkanlagen.

Franzensbad: Urlaub im Bäderdreieck

Heilquellen, Franzl und Aufstand der Wasserfrauen

Franzensbad (tschechisch: Frantiskovy Lázne) liegt im westlichen Tschechien, im Zentrum des historischen Egerlandes, auf 440 Metern Höhe. Die Stadt hat rund 5.600 Einwohner. Zusammen mit Marienbad (tschechisch: Mariánské Lázne) und Karlsbad (tschechisch: Karlovy Vary) gehört Franzensbad zum "Westböhmischen Bäderdreieck". Diese Bezeichnung ist seit mehr als einem Jahrhundert ein bekannter Begriff. Diese Region ist außergewöhnlich reich an Mineralquellen und anderen heilenden Naturschätzen.

Franzensbad wird wegen seiner schönen Lage oft auch als "Juwel der böhmischen Kurorte" bezeichnet. Grundzutaten dafür sind gemäßigtes Klima, erstklassige Luft, die Wälder des Riesengebirges und die gepflegten Parkanlagen. Hauptzutat aber sind ganze 24 Heilquellen. Und man sagt, hier würde der Fruchtbarkeit auf die Sprünge geholfen …

Die hier entspringenden Quellen wirken sich positiv auf die Heilung von verschiedenen körperlichen Leiden aus und werden schon seit Ende des 14. Jahrhunderts genutzt. Besonders bekannt sind Erfolge der wohltuenden Wässerchen bei Fruchtbarkeitsstörungen. Ausschlaggebend hierfür ist die einzigartige Zusammensetzung des Franzensbader Mineralmoores, aus dem die Quellen sprudeln - darin befinden sich hormonähnliche Stoffe.

Fruchtbarer Franzl

Auf diese Thematik bezieht sich auch die Tradition der Statue des kleinen Franzl (tschechisch: Frantisek) im Stadtpark. Die wurde 1923 vom Bildhauer Karel Mayrel geschaffen und gilt als Fruchtbarkeitssymbol sowie als Symbol der Stadt. Frauen mit Kinderwunsch, die den Franzl berühren, sollen innerhalb eines Jahres schwanger werden. Belohnt wird Franzl dafür mit Blumen.

Weniger blumig ging es hier vor knapp über 200 Jahren zu: Damals hieß das Quellwasser noch Egerwasser und wurde von den Frauen des Nachbardorfes Eger geschöpft, die es dann auf dem Markt verkauften. Zu Beginn des 17. Jahrhunderts wurde es von ihnen sogar schon in kleine Tonfläschchen abgefüllt und versandt - so war der erste Heilwasser-Export Böhmens ins Leben gerufen. Franzensbad wurde quasi zur Versand-Apotheke.

Egerer Weiberaufstand

Im Jahr 1791 erbat der Franzensbader Stadtarzt, Dr. Bernhard Adler, bei der Landesregierung Hilfe, um einen Pavillon über der Quelle zu errichten und die Schöpfrechte einzuschränken. Das Wasser sollte in ein separates Becken geleitet werden, um es vor Verunreinigungen zu schützen. Das stieß auf den Widerstand der Wasserfrauen aus Eger, die um ihre Existenz fürchteten. Sie sannen auf Rache, rotteten sich unter dem Trommelschlag der Anführerin zusammen und zerstörten - bewaffnet mit Pfannen, Kochlöffeln und den Werkzeugen der an der Quelle arbeitenden Zimmerleuten - die komplette Anlage. Der Tag ging als "Egerer Weibersturm" in die Geschichtsbücher ein. Zwei Jahre später wurden die Pläne der öffentlichen Bauten jedoch durch den Kaiser genehmigt und damit offiziell ein Kurort gegründet, der den Namen dieses Kaisers trug: Franzensbad.

Quellen rund um die Uhr zugänglich, nicht alle Quellen für Trinkkuren geeignet; Franzensquelle, Stanislav-Quelle und Neue Quelle im Januar geschlossen; Palliardi-Quelle gilt als leckerste von allen

Reisetipps

Einreise

Die Personenkontrollen an der deutsch-tschechischen Grenze sind mit dem EU-Beitritt der Tschechischen Republik entfallen. Deutsche Staatsangehörige können grundsätzlich visumsfrei einreisen. Zur Einreise genügt ein gültiger Reisepass, Personalausweis, Kinderreisepass oder Kinderausweis. Ebenfalls ausreichend sind gültige vorläufige Reisepässe und Personalausweise. Kinderausweise ohne Lichtbild werden nicht anerkannt.

Für Reisende, die keine EU-Staatsangehörigkeit besitzen, besteht teilweise Pass- oder Visumspflicht. Das Visum muss bei der für den jeweiligen Wohnsitz zuständigen tschechischen Auslandsvertretung beantragt werden. Eine in der Bundesrepublik Deutschland oder in einem anderen EU-Staat ausgestellte Aufenthaltsgenehmigung oder auch ein Schengen-Visum berechtigen nicht zur Einreise in die Tschechische Republik.

Währung

Zwar ist Tschechien seit 2004 EU-Vollmitglied, den Segen (oder Fluch) des Euro genießen die gut 10 Millionen Einwohner aber noch nicht. Eine Euro-Einführung ist bisher noch nicht terminiert.

Aktuelle Währung ist nach wie vor die Tschechische Krone (CZK), 1 CZK = 100 Heller. Es gibt Münzen im Wert von 1, 2, 5, 10, 20 und 50 CZK. Die Banknoten sind 100, 200, 500, 1000, 2000 und 5000 CZK wert.

Die Krone war in den letzten Jahren gegenüber dem Euro sehr stabil, aktuell liegt der Wechselkurs etwa bei 1:26 (November 2018).

Geldwechsel

Wer auf Nummer sicher gehen will, der sollte Bargeld bei einer Bank in tschechische Kronen tauschen. Besondere Vorsicht ist bei allen Wechselstuben geboten. Sie bieten zwar zum Teil wirklich deutlich günstigere Kurse als die Banken, aber eben auch nur zum Teil. Die meisten berechnen nicht nur deutlich mehr Gebühren als die groß ausgeschilderten "0 % Commission", sondern bitten ihre Kunden oft noch mit Tricks zusätzlich zur Kasse.

Mit einer EC-Karte kann man an einem der zahlreichen Geldautomaten den gewünschten Betrag in Kronen abheben. Dafür wird eine von Bank zu Bank unterschiedliche Pauschalgebühr von etwa 2 bis 5 Euro fällig.

Einkauf, Preisniveau

Trotz EU-Mitgliedschaft und harter Währung konnte Tschechien sein Preisniveau erstaunlich niedrig halten. Wie überall, gibt es allerdings große Unterschiede. Je ländlicher die Region, umso günstiger. Das Gegenteil sind Altmarkt und Wenzelsplatz in Prag. Alles, was mit menschlicher Arbeit zu tun hat, ist in Tschechien durchweg um die Hälfte und mehr billiger. Essen und Trinken in Restaurants zum Beispiel, eine Massage oder der Besuch beim Friseur. In einfachen Landgaststätten bekommt man ein ordentliches Mittagessen für 3 bis 5 Euro, ein großes Bier für 80 Cent.

Gesundheit

Seit 2002 gilt das deutsch-tschechische Sozialversicherungsabkommen. Dies bedeutet, dass tschechische und deutsche gesetzlich Krankenversicherte im jeweils anderen Land grundsätzlich Krankenversicherungsschutz genießen.

Haustiere

Die Einfuhr von Haustieren unterliegt den üblichen veterinärrechtlichen Vorschriften (z. B. Tollwutimpfung etc.). Zur Vermeidung von Verzögerung wird bei der Mitnahme von Haustieren die Benutzung größerer Grenzübergänge mit Veterinärdienststellen empfohlen.

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