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Schwabenfeeling: Städtereisen nach Stuttgart

Stuttgart, eine Multikultistadt voller Kultur, Esprit und architektonischer Schmuckstücke. Wer wirklich angekommen ist, hat das mit dem schwäbischen Diminutiv schnell drauf. Alles, was sie lieben, bekommt bei den Schwaben am Ende ein -le: Schätzle, Spätzle, Häusle, Mäusle.

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Urlaub in Stuttgart

Schwabenfeeling: Stäffele, Spätzle und Baddsch

Stuttgart, eine Multikultistadt mit 610.000 Einwohnern. Wer wirklich angekommen ist, hat das mit dem schwäbischen Diminutiv schnell drauf. Alles, was sie lieben, bekommt bei den Schwaben am Ende ein -le: Schätzle, Spätzle, Häusle, Mäusle. Porsche und Mercedes-Benz dürfen ausnahmsweise ohne Schwänzle bleiben, der VfB auch. Eine Stadt voller Kultur, Esprit und architektonischer Schmuckstücke. Und wer nach dem Medienspektakel neugierig ist, kann sich auch mal den Baufortschritt bei "Stuttgart21" anschauen.

Hunderte Einheimische und Touristen sitzen wie bunte Farbtupfer auf den akkurat gemähten Wiesen vorm Neuen Schloss. Der Garten ist der "Centralpark" von Stuttgart, vier Kilometer lang, von der Innenstadt bis zum Neckar. Auch drumherum sieht man jede Menge Grün. Die Landeshauptstadt von Baden-Württemberg liegt in einem Talkessel, verdankt ihm ihr mildes Klima. "Großstadt zwischen Wald und Reben", hieß es mal in einem Werbeslogan. Erfreulich: Auf zwei Prozent der gesamten Stadtfläche wächst heute Wein.

Benz und Bahnhofsprojekt

Wer an die Schwabenmetropole denkt, dem fallen meist zwei Autobauer ein: Mercedes und Porsche. Als Tourist darf man natürlich auch im Seat oder Ford anreisen, ein echter Stuttgarter fährt aber Benz. Unglaubliche 819.793 Besucher hatte das "Mercedes-Benz Museum" im Jahr 2016, das sind im Schnitt fast 2.250 am Tag. Schon das Gebäude - auf Basis einer Doppelhelix - ist ein Kunstwerk. Es gibt weder geschlossene Räume noch gerade Wände und jede der 1.800 Fensterscheiben sieht anders aus …

Das passt zu Stuttgart. Die Stadt ist bunt, international, jeder vierte Bewohner ist Ausländer. Trotz der starken Zerstörung im Zweiten Weltkrieg ist Stuttgart voller beeindruckender Bauwerke geblieben. Besonders sehenswert: das Alte Schloss, das Schloss Rosenstein und die berühmte Weißenhof-Siedlung von Mies van der Rohe. Ob der Bahnhofsumbau zu den architektonischen Glanzleistungen zählen wird, ist umstritten. Derzeit ist "Stuttgart21" eine Großbaustelle. Die Eröffnung ist für 2022 geplant.

Das kleine Paradies auf Erden

Wer Stuttgart zu Fuß erkunden möchte, findet eine Besonderheit vor: die Stäffele. Das sind uralte Treppenanlagen, die sich von der City hoch hinauf über die Weinberge ziehen. Es gibt mehr als 400 mit einer Gesamtlänge von über 20 Kilometern. Ganz schön anstrengend oder? Na dann, ab zum Strändle im Ländle: Am Neckarufer gegenüber der Wilhelma liegt der Stadtstrand. Baden ist zwar nicht erlaubt, aber es ist herrlich, mit den Füßen im Sand und einem Drink in der Hand den Schiffen zuzuschauen. Schon vor 500 Jahren schrieb der Humanist Ulrich von Hutten, Stuttgart sei der Name, den die Schwaben dem Paradies auf Erden gegeben haben. Hajo, isch des schee …

P.S. Der Name hat übrigens einen originellen Ursprung. Stuttgart wurde im 10. Jahrhundert als Gestüt "Stuotengarten" gegründet. Die Lage im nach drei Seiten geschlossenen Talkessel war perfekt für die Pferdezucht. Ein schwarzes Pferd ziert heute das Wappen der Stadt.

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