Kloster Oybin - Oberlausitz

Naturgewalt und Menschenwerk gleichermaßen haben auf dem Oybin in Oberlausitz ein einzigartiges Bauensemble geschaffen. Die Ruinen der böhmischen Königsburg und des Cölestinerklosters auf dem bekanntesten Felsmassiv im Zittauer Gebirge inspirierten schon die Maler der deutschen Romantik wie Caspar David Friedrich und Carl Gustav Carus zu einrucksvollen Werken, die den Oybin weithin bekannt machten.

Im 14. Jahrhundert zunächst als Wehranlage zwischen zwei Handelsstraßen ausgebaut, erhielt der Oybin seine kulturhistorische Bedeutung durch das Wirken des böhmischen Königs und deutschen Kaisers Karl IV. Er gründete auf dem Felsen eine Residenz und stiftete den ursprünglich in Italien und Frankreich ansässigen Cölestinern hier ein Kloster. Beim Bau der gotischen Klosterkirche wirkte die Prager Dombauhütte mit. Während der Hussitenkriege im 15. Jahrhundert widerstand die Anlage den Angriffen - der auf dem Oybin ausgelagerte Teil des Prager Domschatzes St. Veit blieb unversehrt.

Reformation und Gegenreformation setzten dem Klosterleben im 16. Jahrhundert ein Ende. Danach bemächtigten sich die Naturgewalten der Gemäuer. Blitzschlag, Brand und Felssturz ließen nur noch eindrucksvolle Überreste von Wehrbauten, Kaiserhaus und Klosterkirche zurück, deren Ausstrahlungskraft im 19. Jahrhundert von den Malern der Romantik wiederentdeckt wurde. Besonders der noch heute genutzte Bergfriedhof bot ihnen zahlreiche Motive. Die Verbindung von Gotik und Romantik, Natur und Architektur fasziniert jährlich rund 100.000 Besucher, denen auch viele Veranstaltungen das einzigartige Ambiente stimmungsvoll näher bringen.

Adresse Kloster Oybin Oberlausitz
Hauptstraße 15, 02797 Oybin

Öffnungszeiten Kloster Oybin Oberlausitz​​​​​​​
1. April - 31. Oktober:
täglich 9.00 - 18.00 Uhr
1. November - 31. März: täglich 10.00 - 16.00 Uhr

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