Engadin-Infos kompakt (Schweiz)

Das Bergtal mit dem fröhlichsten Gruß der Welt

Meistens läuft das ja so in der Natur: Unten ist der Fluss, daneben ragen die Berge auf - fertig ist das Tal. Beim Engadin in der Schweiz ist das bisschen anders: Es ist ein Hochtal - und eines der höchstgelegenen bewohnten Täler Europas.

Mit dem Inn fing alles an. Er entspringt in 2.484 Metern Höhe - und wurde von den Einheimischen "En" (= rätoromanisch) genannt. Daraus entstand der Name Engadin. Die Dörfer des Oberengadins liegen 1.600 bis 1.800 Meter hoch, das Unterengadin ist steiler, fällt bis auf 1.000 Höhenmeter ab. Gigantische Bergspitzen säumen das 80 Kilometer lange Hochtal.

Es ist das einzige Fleckchen Erde, in dem sich die Menschen mit "Allegra!" grüßen. "Freu dich!" heißt das. Und Grund zur Freude hat man hier wahrlich genug.

Zehn Dinge, die im Engadin glücklich machen

Die Weite: Auf einem Quadratkilometer leben gerade mal 23 Einwohner. Ums genauso luftig zu haben, dürften in Berlin nur 20.000 Menschen wohnen.

Die Pässe: Wer gern Kurven fährt, darf sich schon mal freuen: Gleich 17 Pässe gibt's, die höchsten führen auf bis zu 2.400 Meter.

Die Farben: Im Herbst werden die Lärchen goldgelb, leuchten zwischen den immergrünen Arven unter (oft) blauem Himmel - eine einmalige Farbenpracht.

Die Dörfer: Guarda ist eines der Superschmuckstücke: bemalte Engadinerhäuser aus dem 17. Jh., mit Erkern und Reliefwappenschildern.

Die Nusstorte: Jeder Bäcker hat sein Geheimrezept - und oft Walnüsse aus Kalifornien. Die Engadiner Nusstorte besteht aus Mürbeteig, einer Karamellmasse und Walnüssen.

Das Kultdorf: St. Moritz verlieh sich selbst den Beinamen "Top of the world". Angesagt bei Promis, auch Angela Merkel kommt zum Skilanglauf.

Die Eisenbahn: Rote Schmalspurzüge zuckeln über gigantische Brücken. Die Albulabahn und die Berninabahn (jeweils 60 km) gehören zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Die Seen: Die Engadiner Seenplatte (vier Seen) ist ideal für allerlei Funsport. Wer's ruhiger mag, setzt sich einfach ans Ufer und entspannt mit Wasserblick.

Das Klima: Hier herrscht "Champagnerklima", locken die Hoteliers. 322 Sonnentage im Jahr, im Oberengadin ziemlich kalt (wegen der Höhe), dafür auch schneesicher.

Die Arvenstüvas: Klingt nach Schweiz und Urlaub. Arvenstuben sind urige Lokale, eingerichtet mit Kiefernholzmöbeln. Arven sind Zirbelkiefern.

Fotos: swiss-image.ch, Christoph Sonderegger

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