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Oberstdorf im Allgäu
Oberstdorf im Allgäu – Sehenswürdigkeiten & Reisetipps
Oberstdorf liegt da, wo Deutschland aufhört – im wörtlichen Sinne. Als südlichste Gemeinde des Landes schmiegt sich der Marktflecken in einen Talkessel der Allgäuer Alpen, umgeben von Gipfeln bis zu 2.224 Meter Höhe. Wer einmal hier war, versteht sofort, warum Oberstdorf seit Jahrzehnten zu den beliebtesten Urlaubszielen Deutschlands zählt: alpines Flair, glasklare Luft, urige Ortschaften und ein Freizeitangebot, das Wanderer, Skifahrer, Kulturfans und Naturliebhaber gleichermaßen begeistert.
Ob du die Breitachklamm erkunden, mit der Nebelhornbahn auf über 2.000 Meter aufsteigen oder beim Eröffnungsspringen der Vierschanzentournee mitfiebern möchtest – Oberstdorf bietet für jeden Geschmack das Richtige. Auf dieser Seite findest du alles Wichtige: die schönsten Sehenswürdigkeiten, die besten Aktivitäten nach Jahreszeit, praktische Anreise-Infos und einen Geheimtipp, den selbst erfahrene Allgäu-Besucher oft übersehen. Mehr Urlaubsinspiration fürs Allgäu findest du auf unserer Übersichtsseite.
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Was macht Oberstdorf so besonders?
Oberstdorf ist kein gewöhnlicher Ferienort – und das ist keine Marketingphrase, sondern Geografie. Als südlichste Gemeinde Deutschlands gehört Oberstdorf zu jenen Orten, die das Superlativ nicht nötig hätten, weil die Wirklichkeit schon beeindruckend genug ist. Rund 9.750 Einwohner leben hier auf einer Gemeindefläche von 230 km² – das entspricht fast der Fläche von Frankfurt am Main, jedoch mit deutlich weniger Beton und deutlich mehr Bergkulisse.
| Merkmal | Fakten zu Oberstdorf |
|---|---|
| Lage | Südlichste Gemeinde Deutschlands, Landkreis Oberallgäu, Bayern |
| Höhe | 815 m (Ort) bis 2.224 m ü. NN (Nebelhorn) |
| Einwohner | ca. 9.750 (Stand 2022) |
| Fläche | 230 km² – drittgrößte Gemeinde Bayerns |
| Skigebiete | Nebelhorn, Fellhorn/Kanzelwand, Söllereck |
| Bekannt für | Vierschanzentournee, Breitachklamm, Nebelhorn-Panorama |
| Besonderheit | Höchster Marktflecken Deutschlands, staatlich anerkannter Erholungsort |
| Kuriosum | Gerstruben (Ortsteil) ist das höchstgelegene Dorf Deutschlands |
Das Allgäu ist ganzjährig interessant – und Oberstdorf hat davon mehr als die meisten Orte. Im Sommer locken Hunderte Wanderwege, Bergbahnen und der Freibergsee. Im Herbst liegt der Ort fast menschenleer und die Bergwiesen leuchten goldgelb. Im Winter verwandelt sich Oberstdorf in drei Skigebiete plus Langlaufparadies. Im Frühling erwacht der Ort mit Alpenblumenwiesen und dem ersten Sonnenschein auf 2.000 Metern.
Bild: © Skisport- und Veranstaltungs GmbH / Fotograf Dominik Berchtold
Die schönsten Sehenswürdigkeiten in Oberstdorf
Breitachklamm – Europas tiefste Felsenschlucht
Die Breitachklamm ist vermutlich das beeindruckendste Naturschauspiel im gesamten Allgäu. Das Wasser der Breitach hat sich über Jahrtausende bis zu 150 Meter tief in den Nagelfluhfels gegraben – auf einer Strecke von nur zwei Kilometern. 2025 wurde sie zum Naturwunder des Jahres gekürt. Wer einmal durch die schmale Schlucht mit ihren bemoosten, feuchten Wänden gelaufen ist, trägt dieses Bild lange mit sich. Erreichbar über Oberstdorfs Ortsteil Tiefenbach, der Eintritt ist moderat.
Nebelhorn – Oberstdorfs Hausberg mit Weitblick
Die Nebelhornbahn trägt dich in mehreren Stufen auf 2.224 Meter Höhe – und von dort aus siehst du bei klarem Wetter bis zu 400 Alpengipfel. Im Sommer ein hervorragendes Wandergebiet mit Wegen für alle Fitnesslevel, im Winter ein gut ausgebautes Skigebiet mit anspruchsvollen Abfahrten.
Heini-Klopfer-Skiflugschanze
Eine von weltweit nur fünf Skiflugschanzen steht im Stillachtal bei Oberstdorf. Die Anlage ist auch im Sommer besichtigbar. Wer hier als Athlet abhebt, fliegt über 200 Meter weit – ein Anblick, der selbst dem Nichtskispringer den Atem verschlägt.
Schattenbergschanze und Vierschanzentournee
Jedes Jahr zwischen Weihnachten und Neujahr verwandelt sich Oberstdorf in die Welthauptstadt des Skispringens. Die Schattenbergschanze fasst bis zu 27.000 Zuschauer und ist Austragungsort des Eröffnungsspringens der legendären Vierschanzentournee. Tickets in verschiedenen Kategorien – Frühbuchen empfohlen.
- Freibergsee: Idyllischer Bergsee mit Alpenpanorama – im Sommer perfekt zum Baden
- Söllereck und Fellhorn/Kanzelwand: Zwei weitere Bergbahngebiete für Wanderer und Wintersportler
- Gerstruben: Erhaltenes Bergdorf aus dem 13. Jahrhundert, heute unter Denkmalschutz
- Illerursprung: Naturschauspiel, wo Trettach, Stillach und Breitach zur Iller zusammenfließen
- Heimatmuseum Oberstdorf (Köcherlerhaus): Bäuerliches Leben im Allgäu, untergebracht in einem Bauernhof von 1641
- Sturmannshöhle bei Obermaiselstein: Die längste Schauhöhle Bayerns, nur 15 Minuten von Oberstdorf entfernt
Aktiv im Allgäu: Sommer und Winter
Wandern: Der E5 führt direkt durch Oberstdorf
Oberstdorf ist einer der besten Wanderausgangspunkte der deutschen Alpen. Der E5, einer der bekanntesten europäischen Fernwanderwege von Konstanz bis Verona, führt direkt durch das Gemeindegebiet. Hunderte markierter Routen in allen Schwierigkeitsgraden starten im Ort oder sind per Bergbahn erreichbar. Wanderurlaub in den Alpen bedeutet hier: morgens mit der Bahn auf den Gipfel, mittags auf dem Grat, abends im Tal beim Käsespätzle.
Wintersport: Drei Skigebiete, ein Ort
Im Winter verfügt Oberstdorf über drei Skigebiete: Das Nebelhorn mit anspruchsvollen Abfahrten bis 2.224 Meter, das Fellhorn/Kanzelwand-Gebiet – das grenzüberschreitend bis ins österreichische Kleinwalsertal reicht – und der Söllereck als idealer Familien- und Einsteigerhang. Dazu kommen über 70 Kilometer Langlaufloipen im Tal. Das Allgäu gilt als eines der besten Langlaufgebiete Deutschlands.
Weitere Highlights das ganze Jahr
- Klettersteige: Mehrere gut gesicherte Klettersteige verschiedener Schwierigkeitsgrade direkt ab Oberstdorf
- Mountainbiken: Ausgebautes Bikernetz mit Trailnetz am Söllereck
- Paragliding: Oberstdorf ist einer der bekanntesten Gleitschirm-Startplätze in Deutschland
- Alpenbad Oberstdorf: Modernes Freibad-Konzept mit Saunalandschaft auf 950 Metern Höhe
- Eislaufen: Eine der traditionsreichsten Kunsteisbahnen Deutschlands befindet sich im Ort
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Anreise und beste Reisezeit
| Anreiseweg | Details |
|---|---|
| Zug | Direktverbindung ab München Hbf (ca. 2,5 Std.) und Augsburg; Oberstdorf ist Endstation der Bahnlinie |
| Auto | A7 bis Ausfahrt Sonthofen, dann B19 südwärts (ca. 1,5 Std. ab München) |
| Bus | Fernbus-Verbindungen vorhanden; im Ort guter ÖPNV mit Bergbahn-Anschluss |
| Parken | Parkhäuser im Zentrum; Park-and-Ride an den Talstationen der Bergbahnen empfohlen |
Wann ist die beste Reisezeit für Oberstdorf?
- Sommer (Juni bis September): Ideal für Wandern, Bergbahnen und Badeseen – alle Sehenswürdigkeiten geöffnet, Breitachklamm zugänglich
- Winter (Dezember bis März): Skigebiete in Betrieb, Vierschanzentournee Ende Dezember, gute Schneesicherheit bis April
- Frühling (April/Mai): Alpenblüte, weniger Betrieb, günstiger – ideal für ruhige Touren ohne Menschenmassen
- Herbst (Oktober/November): Goldenes Bergpanorama, kaum Touristen, spürbar günstigere Preise
Wer Oberstdorf ohne Gedränge erleben möchte, bucht im Oktober oder November. Der Ort hat dann eine Stille, die in der Hochsaison kaum vorstellbar ist – und das Bergpanorama ist zu jeder Jahreszeit da.
Geheimtipp: Das verlassene Bergdorf Gerstruben
Wer Oberstdorf besucht und Gerstruben nicht kennt, hat tatsächlich etwas verpasst. Dieser winzige Weiler auf über 1.100 Metern Höhe besteht aus einer Handvoll mittelalterlicher Bauernhöfe aus dem 13. Jahrhundert – vollständig unter Denkmalschutz, weitgehend unbewohnt und erstaunlich gut erhalten. Ein lebendiges Freilichtmuseum ohne Kassenbereich, Audioguide oder Souvenirshop.
Der Aufstieg dauert von Oberstdorf zu Fuß etwa zwei Stunden. Alternativ: Söllereckbahn bis zur Talstation nehmen, dann noch ca. 45 Minuten Weg. Oben angekommen, erwartet dich eine Stille, die in einem so touristischen Urlaubsort kaum für möglich gehalten wird. Keine Gastronomie, kein Trubel – nur alte Holzhöfe, Bergwiesen und ein Panorama, das für sich selbst spricht.
Tipp: Am besten unter der Woche und außerhalb der Hauptsaison besuchen. Proviant mitnehmen, Smartphone laden – und einfach die Ruhe genießen. Wer Gerstruben romantisiert, wird trotzdem nicht enttäuscht.
Häufige Fragen zu Oberstdorf
Was ist Oberstdorf bekannt für?
Oberstdorf ist bekannt als südlichste Gemeinde Deutschlands, als Austragungsort der Vierschanzentournee, für die Breitachklamm, das Nebelhorn und als Wanderparadies mit dem E5-Fernwanderweg.
Wann findet die Vierschanzentournee statt?
Das Eröffnungsspringen findet traditionell zwischen dem 28. und 30. Dezember auf der Schattenbergschanze statt. Frühzeitig buchen – 27.000 Plätze sind schnell vergriffen.
Wie komme ich nach Oberstdorf?
Mit dem Zug direkt ab München (ca. 2,5 Stunden) oder mit dem Auto über die A7, Ausfahrt Sonthofen, dann B19 Richtung Süden. Oberstdorf ist Endstation der Bahnstrecke.
Ist die Breitachklamm ganzjährig geöffnet?
Fast – außer bei Winterwartung (ca. Mitte November bis Mitte Dezember) und extremen Bedingungen. Aktuelle Infos vorab auf der offiziellen Webseite prüfen.
Welche Skigebiete gibt es in Oberstdorf?
Drei: Nebelhorn (bis 2.224 m), Fellhorn/Kanzelwand (grenzüberschreitend nach Österreich) und Söllereck (Familienhang). Alle mit dem Allgäu-Skipass kombinierbar.