Wenn wir nicht in 5 Minuten angerufen haben, schenken wir Ihnen einen 20-Euro-Reisegutschein. Bis gleich am Telefon!
Automobilmuseum Wolfegg
Eine Zeitreise durch die Geschichte des Automobils
Wer denkt, Automuseen seien reine Technikschauen für Enthusiasten, hat das Automobilmuseum Wolfegg noch nicht besucht. Der Schriftsteller und Automobiljournalist Fritz B. Busch – respektvoll „Autopapst" und „Autopoet" genannt – eröffnete 1973 als einer der ersten in Deutschland eine private Fahrzeugsammlung. Was er bescheiden seine „große Spielkiste" nennt, ist tatsächlich eines der persönlichsten und stimmungsvollsten Automobilmuseen des Landes: ein Erzählmuseum, das Fahrzeuggeschichte mit Lebensgeschichten verwebt und Besucher auf eine emotionale Zeitreise in die Jahrzehnte nach dem Zweiten Weltkrieg mitnimmt.
Unsere Reiseangebote im Allgäu
In zwei historischen Gebäuden rechts und links des Wolfegger Schlossplatzes entfaltet sich auf rund 3.000 Quadratmetern ein wahres Oldtimerparadies. Auf der „Straße der Erinnerungen" bummeln Besucher durch Jahrzehnte Automobilgeschichte – und treffen dabei häufig auf vertraute Weggefährten aus der eigenen Vergangenheit. „Ich sah die Autos meines Lebens und spürte den Herzschlag jener Zeit" – dieser Satz eines gerührten Besuchers bringt auf den Punkt, was dieses Museum ausmacht: die Begegnung mit der eigenen Geschichte.
Das zweite Ausstellungsgebäude steht ganz im Zeichen der Nachkriegszeit. Unter dem Motto „Als das Auto reisen lernte – vom Picknick zur Italienreise" zeigt es Kleinwagen der 1950er Jahre in bunter, atmosphärischer Kulisse. Isetta, Lloyd Alexander und Goggomobil – die kleinen Helden einer Aufbruchsepoche, die Deutschland buchstäblich wieder auf Räder brachte. Die Fahrzeuge stehen in liebevoll arrangierten Szenerien, die das Lebensgefühl jener Zeit greifbar machen: ein Picknicktuch auf der Motorhaube, ein Koffer auf dem Gepäckträger, eine Straßenkarte auf dem Beifahrersitz.
Was macht das Automobilmuseum Wolfegg einzigartig?
Das Geheimnis des Automuseums Wolfegg liegt in seiner erzählerischen Handschrift. Anders als klassische Techniksammlungen stellt Fritz B. Busch nicht die Ingenieursleistung in den Vordergrund, sondern die menschliche Geschichte dahinter: Wer fuhr diese Autos? Wohin reisten sie? Was bedeuteten sie für eine ganze Generation? Die Antworten finden sich nicht nur in den Fahrzeugen selbst, sondern auch in den zahlreichen Alltagsgegenständen, die sie begleiten: Zigarettenautomaten, Röhrenfernseher, Transistorradios und Werbeplakate – eine gesamtgesellschaftliche Zeitkapsel auf vier Rädern.
Besonders die Oldtimer der 1960er, 1970er und 1980er Jahre bilden den Schwerpunkt der Dauerausstellung. Keine Anschnallgurte, dafür Aschenbecher und Kurbelscheiben – wer in dieser Zeit aufgewachsen ist, erkennt sofort seinen alten Begleiter wieder. Fritz B. Busch lebt nach dem Motto: „Nimm dir Zeit fürs Erleben!" – und genau dieser Geist prägt das gesamte Museum. Hier wird nichts unter Glas weggesperrt. Die Geschichte ist zum Anfassen nah.
Die Ausstellung im Überblick
Auf rund 3.000 m² Ausstellungsfläche in zwei historischen Gebäuden wartet eine der vielfältigsten Privatsammlungen Deutschlands. Die Fahrzeuge sind nicht einfach aufgereiht, sondern in stimmungsvolle Szenerien eingebettet – mit Requisiten aus dem jeweiligen Jahrzehnt, die das Lebensgefühl der Zeit greifbar machen:
- 1950er Jahre – Wirtschaftswunderautos wie Goggomobil, Isetta und Lloyd: die ersten Träume auf vier Rädern, winzig und mutig zugleich
- 1960er Jahre – VW Käfer, NSU Prinz und frühe Mercedes-Modelle: der Aufstieg zur Massenautomobilität in einer aufbruchsfreudigen Gesellschaft
- 1970er und 1980er Jahre – Ford Capri, Opel Manta, VW Golf I: die Kultklassiker einer ganzen Generation, die heute Herzen höherschlagen lassen
- Alltagskultur als Zeitzeuge – Zigarettenautomaten, Röhrenfernseher und Transistorradios ergänzen die Fahrzeuge zu einem vollständigen Zeitbild
| Merkmal | Details |
|---|---|
| Ausstellungsfläche | ca. 3.000 m² |
| Fahrzeuganzahl | rund 200 historische Fahrzeuge |
| Gebäude | 2 historische Häuser am Schlossplatz |
| Ausstellungsschwerpunkt | Nachkriegszeit bis 1980er Jahre |
| Museumsgründer | Fritz B. Busch (seit 1973) |
| Besonderheit | Erzählmuseum mit Alltagskultur-Exponaten |
Sonderausstellungen und Events
Das Automobilmuseum Wolfegg versteht sich nicht als statische Schausammlung, sondern als lebendiges Kulturprojekt. Fritz B. Busch ergänzt die Dauerausstellung regelmäßig um Sonderausstellungen zu spezifischen Epochen, Marken oder Themen der Motorisierungsgeschichte. Wer einen besonders interessanten Besuchszeitpunkt wählen möchte, sollte sich vorab über aktuelle Wechselausstellungen und Veranstaltungen informieren – das Museum bietet über das Jahr hinweg immer wieder besondere Erlebnisse.
Auch Führungen für Gruppen, Schulklassen oder Vereine sind auf Anfrage möglich. Das erzählerische Konzept macht das Museum zu einem außergewöhnlichen Lernort für alle Altersstufen – von der Grundschulklasse, die staunend vor einem Goggomobil steht, bis zur Seniorengruppe, die ihre eigene Automobilbiografie wiederentdeckt.
Wolfegg und seine Umgebung im Allgäu
Wolfegg liegt im württembergischen Allgäu, eingebettet zwischen sanften Hügeln, barocken Kirchen und weitläufigen Wäldern. Der kleine Marktflecken ist Teil der Oberschwäbischen Barockstraße, einer der bedeutendsten Kulturrouten Süddeutschlands, die durch eine Landschaft führt, die an barocken Kirchen und Klöstern kaum zu überbieten ist. Wer das Automobilmuseum besucht, hat also gleich mehrere gute Gründe, länger zu bleiben.
Rund um Wolfegg gibt es viel zu entdecken:
- Bodensee – in etwa 45 Minuten Fahrzeit, ideal für einen Tagesausflug mit Schifffahrt und Weinprobe
- Ravensburg – die historische „Türmestadt" mit mittelalterlichem Stadtbild und dem berühmten Ravensburger Spieleland in der Nähe
- Allgäuer Wanderwege – sanfte Höhenzüge und weitläufige Wälder direkt vor der Haustür
- Oberstaufen und Bad Wörishofen – bekannte Wellness- und Kneipp-Destinationen in der Region
- Weingarten und Ochsenhausen – beeindruckende Barockklöster in unmittelbarer Nähe
Unsere Hotels im Allgäu
Ob Kurzurlaub oder verlängertes Wochenende im Allgäu – die Region bietet eine Fülle an Unterkünften, die den Besuch des Automobilmuseums in ein unvergessliches Erlebnis verwandeln. Von charmanten Landhotels mit regionaler Küche bis zu entspannten Wellnesshotels: Im Allgäu findet sich für jeden Reisestil das Richtige. Viele Häuser liegen inmitten der Natur und ermöglichen eine ideale Kombination aus Kultur, Erholung und kulinarischem Genuss.
Geheimtipp: Schloss Wolfegg und die Waldseemüller-Karte
Direkt neben dem Automobilmuseum liegt der eigentliche Geheimtipp von Wolfegg: das Renaissanceschloss der Fürsten zu Waldburg-Wolfegg. Es beherbergt eine der bedeutendsten Privatbibliotheken Süddeutschlands – und ist historisch untrennbar mit einer der kostbarsten Karten der Welt verbunden: der Waldseemüller-Karte von 1507, die als erste Weltkarte gilt, auf der Amerika als eigenständiger Kontinent benannt ist. Das Original hängt heute in der Library of Congress in Washington D.C., doch Schloss Wolfegg ist der Ort, an dem es 1901 wiederentdeckt wurde. Eine Kopie ist im Schlossmuseum zu bewundern.
Wer das Schloss und seinen Innenhof besichtigt, findet hier Geschichtsschreibung im wahrsten Sinne des Wortes – unmittelbar neben Nostalgie auf vier Rädern. Nicht viele Orte weltweit bieten diese einzigartige Kombination aus Automobilkultur und Weltgeschichte. Der kurze Spaziergang vom Automuseum zum Schlossplatz ist ein absolutes Muss.
Wie viele Fahrzeuge sind im Automobilmuseum Wolfegg zu sehen?
Das Automobilmuseum Wolfegg zeigt rund 200 historische Fahrzeuge auf ca. 3.000 m² in zwei historischen Gebäuden am Wolfegger Schlossplatz – von Nachkriegs-Kleinwagen bis zu Kultautos der 1980er Jahre.
Wann hat das Automobilmuseum Wolfegg geöffnet?
Die Öffnungszeiten können saisonal variieren. Aktuelle Informationen finden Sie direkt auf der Website des Museums unter automuseum-wolfegg.de oder erfragen Sie diese telefonisch.
Ist ein Besuch mit Kindern empfehlenswert?
Ja, das Automobilmuseum Wolfegg eignet sich auch für Kinder und Jugendliche. Die erzählerische Inszenierung mit Alltagsgegenständen wie Röhrenfernsehern, Zigarettenautomaten und Werbeplakaten macht Geschichte lebendig und anschaulich – ohne trockene Technikfakten.
Wie kommt man zum Automobilmuseum Wolfegg?
Das Automobilmuseum Wolfegg befindet sich in der Fritz-B.-Busch-Weg 1, 88364 Wolfegg. Mit dem Auto ist es über die B32 gut erreichbar. Parkmöglichkeiten sind direkt am Museum vorhanden. Der nächste Bahnhof liegt in Aichstetten oder Isny, von dort sind Taxis verfügbar.
Adresse Automobilmuseum Wolfegg
Fritz-B.-Busch-Weg 1, 88364 Wolfegg
Öffnungszeiten Automobilmuseum Wolfegg
Informationen zu den Öffnungszeiten finden Sie hier.