Mödlareuth - Gefell

Mödlareuth: Das geteilte Dorf

Die Amerikaner nannten es "Little Berlin". Denn auch durch Mödlareuth ging eine Betonmauer, 700 Meter lang. Über 37 Jahre lang war es auf legale Weise nicht möglich, die Grenze zu überschreiten.

Ein kleines Dörfchen, 50 Einwohner vielleicht, der eine Teil befindet sich im Bundesland Bayern (Landkreis Hof), der andere in Thüringen (Saale-Orla-Kreis). 41 Jahre lang verlief die innerdeutsche Grenze mitten durch das Dorf, immer den Tannbach entlang. In Mödlareuth zeigte sich das Absurde der ostdeutschen Nachkriegspolitik in besonderem Maße. Hier, am Ende der Welt, wurden nur eine handvoll Menschen - Familien, Nachbarn, Freunde - 37 Jahre lang voneinander getrennt. Auf der einen Seite Sperrgebiet, auf der anderen Besucherandrang. Selbst das einander Zuwinken war verboten, zumindest von Ost nach West. Heute leben hier etwas über 40 Einwohner – rund 30 auf der thüringischen Seite, die Hälfte auf der bayerischen. Einziger Unterschied: Im Westen sagt man noch immer "Grüß Gott", im Osten "Guten Tag".

Symbol für Teilung UND Wiedervereinigung

Heute sind die Grenzanlagen - von beiden Seiten - zu besichtigen. Das "Deutsch-Deutsche Museum Mödlareuth" bietet mit Freigelände, Ausstellungen und Filmdokumenten einen umfassenden Blick auf die deutsche Geschichte in der Zeit zwischen 1950 und 1990.

Adresse Deutsch-Deutsches Museum Mödlareuth
Mödlareuth 13, 95183 Töpen

Öffnungszeiten Deutsch-Deutsches Museum Mödlareuth
März – Oktober 9.00 – 18.00 Uhr
November – Februar 9.00 – 17.00 Uhr

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