Hofgarten & Orangerie - Ansbach

Hofgarten und Orangerie Ansbach: Über 500 Jahre Gartentradition

Fast wie Sisis und Franzls Schönbrunn, nur viel unentdeckter: Schloss, Hofgarten und Orangerie Ansbach gehören zu den vielleicht unterschätztesten Prunkwelten Bayerns. Pardon, natürlich Frankens. Man würde auch nicht glauben, dass dies der perfekte Ort für das perfekte Verbrechen ist. Doch am 14. Dezember 1833 fand man hier Kaspar Hauser erstochen auf. Bis heute ein ungelöster Fall. Gartenfreunde jedoch erleben im Hofgarten Gänsehautmomente puren Glücks. Lassen Sie sich begeistern von einem fantastischen Kräutergarten, einer anmutigen Linden-Doppel-Allee und perfekter Gartenpflege im 21. Jahrhundert.

Ansbachs schmuckes Ensemble aus Orangerie und Hofgarten gehört ist wie die makellose Outdoor-Zugabe zur berühmten Residenz mit ihren 27 Prunkräumen. Die Orangerie, einst Gewächshaus und Lustschloss, wird heute gern für festliche Veranstaltungen genutzt. Der Hofarten bekam auch immer mal wieder einen neuen Look verpasst, diente als Turnierplatz, Renaissancegarten mit Rennbahn und erhielt schließlich französischen Schliff à-la Versailles und Louvre im 18. Jahrhundert. Bis heute ein Traum aus Barock und Rokoko.

Leonhart Fuchs, die Ansbacher Kräuter-Koryphäe

Botanisch wurde sich an die barocken Musterbücher gehalten: Die Frühjahrs- und Sommerblumenbepflanzung im Parterre präsentiert sich stets wohlgeordnet und artenreich, die Orangerie zeigt exotische Gewächse wie Zitronen-, Pomeranzen-, Oliven-, Pistazien-, Lorbeer- und Erdbeerbäume. 2001, zum 500. Geburtstag des Botanikers Leonhart Fuchs, wurde noch ein Heilkräutergarten angelegt. Fuchs war der Leibarzt des Markgrafen und u. a. Namensgeber der „Fuchsie“. Im "New Kreuterbuch" hielt der Ansbacher "Vater der Botanik" zahlreiche Pflanzen mit ihrer Wirkung fest.

Prächtige Roben, opulente Klänge

Heute sind in der Orangerie ein Restaurant, Café, Konzert- und Tagungräume mit historischem Flair untergebracht. In den ungeraden Jahren finden hier Konzertveranstaltungen im Rahmen der Ansbacher Bachwoche statt. Und mit den Ansbacher Rokoko-Festspielen lebt das 18. Jahrhundert wieder in aller Pracht, Puderlust und Verwegenheit auf. Höfisches Treiben vor der einzigartigen Kulisse der Orangerie im Hofgarten. Es erinnert an die Zeit des Markgrafen Carl Wilhelm Friedrich von Brandenburg-Ansbach, der "wilde Markgraf" mit der zwiespältigen Persönlichkeit. Wenn Sie die fürstliche Gartenlust einmal alleine genießen, Sie werden einiges mehr entdecken. Auch Erinnerungstafeln ud Denksteine - an Kräuterkoryphäe Fuchs, den Dichter Johann Peter Uz, an den markgräflichen Minister Freiherr von Benkendorff und das im Hofgarten ermordete Findelkind Kaspar Hauser.

PS. Zauberhaftester Zeitpunkt für einen Besuch des Hofgartens: später Nachmittag. Perfekter Sonnenschrägstand.

Adresse Hofgarten und Orangerie
Promenade 27, 91522 Ansbach

Öffnungszeiten Hofgarten und Orangerie
November - Februar: 7.15 - 18.00 Uhr, März: 7.15 - 20.00 Uhr, April - August: 7.15 - 22.00 Uhr, September - Oktober: 7.15 - 20.00 Uhr

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