Lindenmuseum Stuttgart

Bald nach der Gründung des "Württembergischen Vereins für Handelsgeographie" durch Karl Graf von Linden im Jahr 1882 entstand die Idee, auch ein ethnographisch ausgerichtetes Museum zu Gründen, in welchem Exponate aus den Deutschen Kolonien und Handelsgebieten gesammelt und ausgestellt werden sollten. Zunächst im Haus der Wirtschaft untergebracht, erforderte die schnell wachsende Sammlung bald ein eigenes Gebäude.

Wenige Tage vor dem Tode des Gründers Karl Graf von Linden wurde der Grundstein an der Hegelstraße, dem heutigen Standort, gelegt. Am 28. Mai 1911 wurde das neue Museumsgebäude unter seinem Namen eingeweiht.

Heute zählt das Linden-Museum zu den bedeutendsten völkerkundlichen Museen Europas. Unter dem Dach des Hauses ist eine kleine Weltreise an einem Nachmittag möglich. Zahlreiche Exponate zu Afrika, dem islamischen Orient, Nord- und Lateinamerika, Süd- und Ostasien sowie Ozeanien, ermöglichen tiefe Einblicke in die Kunst- und Kulturgeschichte, sowie die Alltagskultur fremder Völker.

Mit Fantasie und wissenschaftlicher Kompetenz werden regelmäßig interessante Sonderausstellungen, bestückt aus dem kostbaren Fundus des Hauses und aus Leihgaben anderer Museen, zusammengestellt. Die Themen sind so vielfältig, wie die Welt.

Lage, Anfahrt

Nordwestlich der Stadtmitte, nahe des Kultur- und Kongresszentrums Liederhalle, jeweils etwa 800 Meter Fußweg vom zentralen Schlossplatz und vom Hauptbahnhof. Sie erreichen das Lindenmuseum ab Hauptbahnhof mit den Buslinien 40 und 42 in 4 Minuten, Haltestelle Linden-Museum.

Öffnungszeiten, Eintrittspreise

Geöffnet: Di. - Sa. 10.00 - 17.00, So./Fei. bis 18.00, Sonderausstellungen zusätzlich Mi. bis 20.00; geschlossen montags und am 24., 25. und 31. 12.
Eintritt: Erwachsene 4,- Euro, Kinder bis 18 Jahren 3,- Euro, Familienkarte 2 Erw. + Kinder bis 18 Jahren 8,- Euro (für Sonderausstellungen werden höhere Eintrittspreise erhoben)

Fotos: Linden-Museum Stuttgart

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