Kunsthistorisches Museum Wien

Rendezvous mit Albrecht Dürer und Pieter Bruegel

Das Kunsthistorische Museum in Wien: eine bekannte Adresse in der Kunstszene. In einer der größten und bedeutendsten Gemäldegalerien der Welt hängt Tintoretto neben Paul Rubens und Albrecht Dürer. In der Kunstkammer verblüffen die Drachenzungen. Perfekter Einstieg zu den alten Meistern und seltenen Kuriositäten: die Gratis-Führungen.

Original Säulen aus dem Alten Ägypten eingearbeitet im Prachtbau der Ringstraßenära des 19. Jahrhunderts. Sowas gib es nur in Wien. Die Habsburger ließen das Kunsthistorische Museum eigens für ihre kostbare Kunstsammlung errichten. In der Ägyptisch-Orientalischen Sammlung integrierten sie kurzerhand Originalfunde in den Bau. So stehen hier keine Marmorsäulen wie im Rest des Hauses, sondern Monolithsäulen ragen sechs Meter in die Höhe.

Herzstück des Museums: die Gemäldegalerie. Als viertgrößte der Welt, kann sie locker mit der National Gallery London und der Gemäldegalerie Berlin mithalten. Herausragende Werke der venezianischen und flämischen Malerei hängen neben altniederländischen und altdeutschen Werken - von Tintoretto über Paul Rubens und Jan van Eyck bis Albrecht Dürer. Eine Besonderheit ist die große Pieter Bruegel Sammlung, ein berühmtes Genie der Niederländischen Renaissance und des Bauerngenres.

Ein eher unbekanntes Werk, aber von Bedeutung für die Stadt: "Wien, vom Belvedere aus gesehen". Das Panorama des venezianischen Malers Bernardo Bellotto - auch bekannt als Canaletto - zeigt den Blick auf die Altstadt. Den sogenannten "Canaletto-Blick". Bis heute steht er als Ideal für das Hochauskonzept der Innenstadt: Nichts soll diese einmalige Ansicht beeinträchtigen. Genau hinschauen sollten Sie bei David Teniers Gemälde "Erzherzog Leopold Wilhelm in seiner Brüsseler Galerie". Abgebildet ist der Herzog inmitten seiner imposanten Sammlung, viele der Werke hängen bis heute im Museum. Vielleicht finden Sie eins.

Ein weiteres Schmuckstück des Museums ist die Kunstkammer Wien. Eine Anlehnung an Universalsammlungen aus Barock und Renaissance, die das damalige Wissen der Zeit erfassten. Kurios: Die ausgestellten Haifischzähne wurden damals für Drachenzungen gehalten.

Platz hat am Ende in dem riesigen Gebäude doch nicht alles. Schräg gegenüber in der Neuen Burg befinden sich weitere Ausstellungen: die Sammlung alter Musikinstrumente, die Hofjagd- und Rüstkammer und das Ephesos Museum. Ein lohnenswerter, kleiner Abstecher.

Geöffnet: täglich 10.00 - 18.00, langer Donnerstag bis 21.00, ab 14. 1. montags geschlossen;
Neue Burg Mi. - So. 10.00 - 18.00,

Eintritt Erwachsene 15,- Euro, Kinder und Jugendliche bis 19 Jahren gratis;
Führung (Sonderausstellungen) 4,- Euro, alle anderen Führungen gratis.

Fotos: Kunsthistorisches Museum; KHM-Museumsverband; Wien Tourismus, Peter Rigaud; Pixabay

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