Kloster St. Marienthal

Was für eine Augenweide! Die barocke Klosteranlage St. Marienthal, etwa 2 km südlich von Ostritz, ist ein wahres Schmuckstück. 1234 durch Kunigundis von Böhmen gegründet, ist St. Marienthal das älteste Frauenkloster des Zisterzienserordens in Deutschland. Bis heute ist die Atmosphäre von den im Kloster lebenden Ordensschwestern geprägt. Ab 4.15 Uhr verbringen Sie den Tag abwechselnd mit Beten und Arbeiten ("ora et labora") - ganz nach den Regeln des heiligen Benedikts und den Satzungen des Zisterzienserordens. Gastfreundschaft nimmt dabei einen großen Stellenwert ein.

Seit 1989 strahlt das Kloster jedes Jahr schöner. Zahlreiche Mittel und Anstrengungen in die Renovierung des Klosters gesteckt, um das Kloster zu einem kulturellen Mittelpunkt im Dreiländereck zu machen. 2010 dann die Katastrophe: das Kloster wurde durch eine Blitzflut schlimm getroffen. Das Neiße-Hochwasser richtete am 7. und 8. August verheerende Schäden an: Die gewaltigen Wassermassen haben Türen und Fenster eingedrückt, Tore und Mauern stark beschädigt, Wege und Anlagen schwer zerstört. Auch Inneneinrichtungen und Gerätschaften wurden komplett vernichtet. Es blieben Schäden in Millionenhöhe. Die Aufbauarbeiten halten bis heute an, vieles ist durch Spenden bereits wieder hergestellt. Führungen durch das Klosterareal werden ebenfalls wieder angeboten.

Zum weitläufigen Klosterkomplex gehören unter anderem die Klosterkirche, Kreuz- und Michaeliskapelle, ein Brunnen mit Dreifaltigkeitssäule, eine ehemalige Mühle, das historische Sägewerk und ein Weinberg - es handelt sich hier übrigens um den östlichsten Weinberg Deutschlands! Die einstighen Wirtschaftsgebäude wurden seit Mitte der 90er Jahre liebevoll saniert und dienen dem Internationalen Begegnungszentrum (IBZ) als Gästehäuser.

Absoluter Pluspunkt des Klosters: die wunderschöne Natur drumherum. Auf erholsamen Spaziergängen durch den Klosterwald oder entlang des Naturlehrpfades bleibt die Hektik hinter Ihnen. Perfekt für wetterfreundliche Tage: Eine Radtour entlang des zauberhaften Neißeradwegs. Ach ja: Wenn Sie noch schöne Mitbringsel suchen, dann ist der Klostermarkt mit Postkarten, St. Marienthaler Klosterspezialitäten und Backwaren der Klosterbäckerei zu empfehlen. Gemütliche Gastlichkeit finden Sie derweil in der "Klosterschenke". Seit dem Himmelfahrtstag 1998 lädt die historische Wirtschaft mit hundertjährigem Kastaniengarten wieder Spaziergänger, Fuß- und Radwanderer ein.

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