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Trusetaler Wasserfall
Trusetaler Wasserfall – Der höchste Wasserfall Thüringens
Mitten im grünen Herz Deutschlands, wo der Thüringer Wald seine dichten Wälder über sanfte Berge legt, versteckt sich ein echter Hingucker: der Trusetaler Wasserfall bei Brotterode-Trusetal. Mit 58 Metern ist er der höchste Wasserfall Thüringens – und das Beste: Er fällt nicht einfach so, er wurde 1865 von Bergleuten mit bemerkenswerter Cleverness erschaffen. Wasser, Felsen, Porphyr und Granit – hier trifft Menschenwerk auf Naturkulisse, und das Ergebnis kann sich mehr als sehen lassen.
Ob du einen entspannten Tagesausflug planst, die Wanderstiefel schnürst oder einfach kurz den Alltag hinter dir lassen willst: Der Trusetaler Wasserfall ist ein Erlebnis für alle, die Natur mit einer guten Geschichte mögen. Wir zeigen dir, was den Wasserfall besonders macht, welche Wanderwege dich erwarten und was du für einen gelungenen Besuch wissen solltest. Wenn du anschließend auch in der Region übernachten möchtest, findest du passende Angebote im Thüringer Wald direkt auf unserer Seite.
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Geschichte: Wie der Trusetaler Wasserfall entstand
Der Trusetaler Wasserfall ist kein Naturprodukt im klassischen Sinne – er ist ein meisterhaftes Stück Ingenieurskunst aus dem 19. Jahrhundert. Im Jahr 1865 machten sich Trusetal-Bergleute ans Werk und leiteten die Truse, einen kleinen Nebenfluss der Werra, über einen rund 3,5 Kilometer langen Kanal um. Das Ziel: das Wasser über eine imposante Felswand aus Porphyr und Granit zu führen und damit künstlich einen beeindruckenden Wasserfall zu erschaffen.
Was damals vor allem wirtschaftliche Gründe hatte – die Wasserkraft sollte genutzt werden – entwickelte sich schnell zur gefeierten Touristenattraktion der Region. Der Wasserfall stürzt in drei Kaskaden insgesamt 58 Meter in die Tiefe, wobei die Hauptkaskade mit etwa 50 Metern die bei weitem spektakulärste ist. Rund 160 Jahre nach seiner Entstehung zieht er noch immer zehntausende Besucher pro Jahr an und gilt als eines der bekanntesten Ausflugsziele des gesamten Thüringer Waldes.
Ein kleines, aber wichtiges Kuriosum: Im Winter wird die Wasserzufuhr abgestellt. Nicht etwa, weil der Betreiber in den Urlaub fährt, sondern weil Frost die Felswand und die technischen Anlagen beschädigen würde. Wer den Trusetaler Wasserfall in seiner vollen Pracht erleben möchte, plant seinen Besuch daher zwischen Ostern und Ende Oktober – dann fließt das Wasser in ganzer Breite die Porphyrfelsen hinab.
Bild: © Andreas Hub / Regionalverbund Thüringer Wald
Was erwartet dich am Trusetaler Wasserfall?
Wenn du am Parkplatz ankommst, hörst du ihn meist, bevor du ihn siehst: Das Rauschen des Wassers zieht dich fast magnetisch in Richtung Felswand. 228 Stufen führen dann vom unteren Bereich am Wasserfall nach oben – das ist der klassische Einstieg. Keine Angst: Der Aufstieg ist gut gesichert, die Stufen sind breit und solid angelegt. Für die meisten Besucher ist das bei ruhigem Tempo gut machbar, auch für ältere Semester.
Oben angekommen erwartet dich die Teufelskanzel, ein markanter Felsvorsprung mit wunderbarem Blick über das Trusetaler Tal und den umliegenden Thüringer Wald. Der Name klingt dramatischer, als er ist – wirklich gefährlich ist es nicht, dafür ist die Aussicht umso beeindruckender. Und wenn du eh schon dabei bist: Der Klangpfad rund um den Wasserfall lädt zum Staunen, Hören und Entdecken ein. Verschiedene Klangobjekte entlang des Weges machen das Wandern zum interaktiven Erlebnis – besonders bei Kindern sehr beliebt.
Für eine verdiente Pause sorgt das Café Wintersport direkt am Fuß des Wasserfalls. Kaffee, Kuchen, regionale Brotzeiten – nach 228 Stufen hat man sich das redlich verdient. Im Juli findet außerdem das jährliche Wasserfall-Fest mit einem kleinen Sommermarkt statt, das jedes Jahr viele Ausflügler in die Region lockt und das Tal in ein fröhliches Volksfeststimmung taucht.
Wandern am Trusetaler Wasserfall – Routen und Tipps
Der Trusetaler Wasserfall ist nicht nur ein schönes Fotomotiv – er ist auch idealer Ausgangspunkt für wunderbare Wandertouren durch den Thüringer Wald. Die beliebteste Route ist die Wasserfall-Rundtour: Rund vier Kilometer lang, mit abwechslungsreichen Auf- und Abstiegen durch dichten Forst. Du passierst dabei verschiedene Aussichtspunkte, hörst das Rauschen des Wassers auf langen Strecken des Weges und kommst fast zwangsläufig an der Teufelskanzel vorbei.
Wer mehr will, kann den Wasserfall als Etappe in eine längere Tour einbauen. Die Region um Brotterode-Trusetal ist hervorragend mit dem überregionalen Wanderwegenetz vernetzt – darunter Zugänge zum berühmten Rennsteig, dem Kammweg des Thüringer Waldes. Dieser historische Grenz- und Wanderweg gilt seit Jahrhunderten als das Rückgrat des Waldes und bietet atemberaubende Panoramen über das grüne Herz Deutschlands. Von oben schaust du auf ein Meer aus Tannen und Laubbäumen, das sich bis zum Horizont erstreckt.
Für Familien mit kleineren Kindern gibt es flachere Alternativrouten. Die Wege rund um den Wasserfall sind grundsätzlich gut ausgeschildert; Wander-Apps wie Komoot oder Outdooractive haben die Routen in der Datenbank – am besten den Track vorab downloaden und offline verfügbar machen. Festes Schuhwerk ist Pflicht, denn nach Regentagen können die Wurzelpfade rutschig sein.
Ein besonderer Tipp: Komm früh morgens oder am späten Nachmittag. Dann ist der Andrang deutlich geringer, das Licht für Fotos besser und die Natur besonders lebendig. Mit etwas Glück begegnest du Rotwild oder Rehen auf dem Weg – der Thüringer Wald ist ein Paradies für Wildtiere.
Besuchsinfos: Öffnungszeiten, Anreise und Eintritt
Damit dein Ausflug zum Trusetaler Wasserfall reibungslos klappt, hier die wichtigsten praktischen Informationen auf einen Blick:
| Adresse | Brotteroder Straße 49, 98596 Trusetal |
|---|---|
| Saison | Ostern bis Ende Oktober (im Winter kein Wasserbetrieb) |
| Eintritt | Frei zugänglich – kein Eintritt für den Wasserfall |
| Parken | Parkplätze direkt an der L 1024 vorhanden (ggf. gebührenpflichtig) |
| Anreise mit dem Auto | Über die L 1024 zwischen Brotterode und Trusetal, gut beschildert. Von der A4: Ausfahrt Wutha-Farnroda, dann Richtung Brotterode |
| ÖPNV | Nächster Bahnhof: Brotterode (ca. 3 km), lokale Busverbindungen vorhanden |
| Kontakt | Touristinfo Brotterode-Trusetal: 036840 81578 E-Mail: tourismus@brotterode-trusetal.de |
Der Wasserfall selbst ist frei zugänglich – ein Eintritt wird nicht erhoben. Das macht ihn zu einem der wenigen Highlights der Region, das auch für ein knappes Tagesbudget keine Rolle spielt. Für das jährliche Wasserfall-Fest im Juli können allerdings Teilnahmegebühren anfallen.
Gut zu wissen: Die Anlage ist weitgehend barrierefrei erreichbar, was die Besichtigung auch für Personen mit eingeschränkter Mobilität gut möglich macht. Kinderwagen und Rollstühle kommen am einfachsten über die Zufahrtsstraße.
Bild: © Regionalverbund Thüringer Wald e.V. / Andreas Hub
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Geheimtipp: Der Trusetaler Zwergenpark
Wer mit Kindern unterwegs ist – oder einfach einen gesunden Tick Kindlichkeit bewahrt hat –, dem sei der Trusetaler Zwergenpark wärmstens empfohlen. Nur einen kurzen Spaziergang vom Wasserfall entfernt, taucht man hier in eine charmante Märchenwelt ein: Zwerge, Wichtel und allerlei fantastisches Volk bevölkern den Waldpfad und sorgen für leuchtende Kinderaugen. Der Park ist hervorragend für einen Nachmittagsausflug mit der Familie geeignet und macht aus dem Wasserfall-Besuch einen rundum gelungenen Tagesausflug.
Noch ein Tipp für alle, die mehr von der Region sehen möchten: Das Umland von Brotterode-Trusetal hat einiges zu bieten. Das mittelalterliche Schmalkalden mit seiner mächtigen Festung Wilhelmsburg liegt nur eine gute halbe Stunde entfernt. Und wer die Natur weiter erkunden will, findet im gesamten Thüringen weitere Highlights – von der Wartburg in Eisenach bis zu den Buchenwäldern des UNESCO-Welterbes Hainich.
FAQ – Häufige Fragen zum Trusetaler Wasserfall
Wann ist der Trusetaler Wasserfall geöffnet?
Der Wasserfall ist saisonal in Betrieb: von Ostern bis Ende Oktober. In den Wintermonaten wird die Wasserzufuhr zum Schutz der Anlage abgestellt. Der Zugang zum Gelände ist außerhalb der Saison zwar möglich, Wasser fließt dann aber keins – also plane deinen Besuch lieber in die warme Jahreszeit.
Kostet der Besuch Eintritt?
Nein, der Trusetaler Wasserfall ist frei zugänglich und erhebt keinen Eintritt. Lediglich beim jährlichen Wasserfall-Fest im Juli können Teilnahmegebühren anfallen. Der Parkplatz an der L 1024 kann gebührenpflichtig sein.
Wie viele Stufen hat der Aufstieg am Wasserfall?
228 Stufen führen vom unteren Bereich des Wasserfalls nach oben zur Teufelskanzel. Der Aufstieg ist gut gesichert und bei ruhigem Tempo für die meisten Besucher gut bewältigbar. Für Familien mit Kinderwagen oder für Personen mit eingeschränkter Mobilität gibt es weitgehend barrierefreie Alternativwege.
Wie hoch ist der Trusetaler Wasserfall?
Der Wasserfall fällt insgesamt 58 Meter in die Tiefe und ist damit der höchste Wasserfall Thüringens. Er teilt sich in drei Kaskaden auf, wobei die Hauptkaskade mit rund 50 Metern die mit Abstand beeindruckendste ist.
Gibt es Gastronomie am Wasserfall?
Ja, das Café Wintersport am Fuß des Wasserfalls bietet Getränke, Kuchen und regionale Speisen – ideal für eine kleine Auszeit nach dem Aufstieg. Die Öffnungszeiten können saisonal variieren; am besten vor dem Besuch kurz nachfragen.
Kann ich den Wasserfall mit dem ÖPNV erreichen?
Der nächste Bahnhof befindet sich in Brotterode, ca. 3 Kilometer entfernt. Von dort gibt es lokale Busverbindungen. Am flexibelsten und bequemsten ist die Anreise mit dem eigenen Auto, da Parkplätze direkt an der Landstraße L 1024 vorhanden sind.
Bild: © Rasmus Schübel / Thüringer Tourismus GmbH