Wenn wir nicht in 5 Minuten angerufen haben, schenken wir Ihnen einen 20-Euro-Reisegutschein. Bis gleich am Telefon!
Marienglashöhle
Marienglashöhle Friedrichroda – faszinierende Kristallhöhle im Thüringer Wald
Tief im Thüringer Wald, nur wenige Gehminuten von Friedrichroda entfernt, wartet ein Naturwunder auf dich, das Besucherinnen und Besucher seit über 150 Jahren in den Bann zieht: die Marienglashöhle. Hier funkeln Gipskristalle in beeindruckenden Größen aus den Wänden, glitzert ein unterirdischer See im Scheinwerferlicht – und erzählen uralte Gesteinsschichten die Geschichte unserer Erde über Millionen von Jahren.
Die Marienglashöhle zählt zu den bedeutendsten und schönsten Schaubergwerken Deutschlands. Was sie so besonders macht? Sie ist authentisch geblieben – kein Disneyland unter Tage, sondern echte Bergbaugeschichte, geologisches Wunder und ein Erlebnis, das man so schnell nicht vergisst. Über sechs Millionen Besucher können das bestätigen. Alles Wichtige für deinen Besuch findest du hier.
Unsere Reiseangebote im Thüringer Wald
Geschichte der Marienglashöhle: Vom Bergwerk zur Kristallgrotte
Die Geschichte der Marienglashöhle beginnt im Jahr 1778, als Bergleute im Thüringer Wald auf Gipsgestein stießen und damit den Grundstein für ein außergewöhnliches Schaubergwerk legten. „Marienglas" ist der volkstümliche Name für Selenit – eine besonders transparente Variante des Minerals Gips, die im Mittelalter tatsächlich als günstiges Fensterglas in Kirchen und Kapellen verwendet wurde. Klein, aber effektvoll.
Der wirtschaftliche Abbau des Marienglases lief bis 1903. Was die Bergleute dabei freilegten, war wertvoller als das Mineral selbst: eine 1784 entdeckte Kristallgrotte mit Selenitspaten, die bis zu 90 Zentimeter lang werden. Im Scheinwerferlicht funkeln diese Kristalle wie tausend Spiegel – ein Anblick, den man so schnell nicht vergisst. Solche Dimensionen sind weltweit selten.
Geologisch betrachtet ist die Höhle ein Fenster tief in die Erdgeschichte: Die 110 Meter langen Schaugänge führen durch Triassedimente, die vor über 200 Millionen Jahren entstanden. Das macht sie zu einem Teil des UNESCO Global GeoPark Thüringen Inselsberg – Drei Gleichen – einem der geologisch bedeutendsten Schutzgebiete Mitteldeutschlands.
Über sechs Millionen Besucherinnen und Besucher haben die Marienglashöhle seit ihrer Öffnung für die Öffentlichkeit erkundet. Diese Zahl zeigt: Das Naturwunder hat seinen Zauber nie verloren.
Wann ist die beste Zeit für einen Besuch der Marienglashöhle?
Ehrliche Antwort: Die Marienglashöhle ist das ganze Jahr geöffnet – und hat zu jeder Jahreszeit ihren eigenen Reiz. Im Frühling und Sommer lohnt sich der Besuch perfekt in Kombination mit einer Wanderung durch den Thüringer Wald. Im Herbst leuchtet der Wald in satten Farben. Und im Winter? Da wird es unter Tage besonders magisch.
Mehrmals im Jahr verwandelt sich die Marienglashöhle in einen einzigartigen Konzertsaal: Hunderte Kerzen tauchen die Kristallgrotte in warmes Licht, während klassische Musik durch die Wände hallt. Die „Konzerte unter Tage" sind schnell ausgebucht – also früh planen!
Was erwartet dich beim Rundgang? Der ca. 45-minütige Rundgang führt dich durch:
- Ehemalige Abbaustollen mit originalen Werkzeugspuren aus der aktiven Bergbauzeit
- Riesige Selenitspaten und funkelnde Kristallwände – weltweit eine Rarität
- Die spektakuläre Kristallgrotte – das absolute Herzstück der Höhle
- Einen 70 Meter langen Steg direkt über dem Höhlensee mit traumhafter Wasserspiegelung
- Gesteinsschichten, die über 200 Millionen Jahre Erdgeschichte sichtbar machen
In der Höhle herrschen konstante 8–10 Grad Celsius – auch im Hochsommer. Eine leichte Jacke ist Pflicht. Führungen starten stündlich ab 10:00 Uhr. Audioguides stehen auf Englisch, Niederländisch, Russisch und Französisch zur Verfügung.
Öffnungszeiten, Eintrittspreise und Anreise
| Kategorie | Information |
|---|---|
| Öffnungszeiten | Dienstag – Sonntag, 10:00 – 16:00 Uhr |
| Ruhetag | Montag (außer thüringischen Schulferien, November – März) |
| Führungsbeginn | Stündlich ab 10:00 Uhr | Dauer: ca. 45 Minuten |
| Eintritt Erwachsene | 11,00 € | mit Kurkarte: 9,50 € |
| Eintritt Kinder (6–16 Jahre) | 7,00 € |
| Familienkarte | 30,00 € |
| Gruppenpreis (ab 15 Personen) | 9,50 € pro Person |
| Adresse | B88, 99894 Friedrichroda |
Anreise mit dem Auto: Von Erfurt aus bist du in ca. 45 Minuten in Friedrichroda, von Gotha in ca. 20 Minuten. Parkplätze sind vor Ort vorhanden. Wer lieber zu Fuß geht: Vom Ortszentrum Friedrichroda führt ein gut ausgeschilderter Waldweg zur Höhle (ca. 2 km, leicht). Alle aktuellen Infos findest du auf der offiziellen Website der Marienglashöhle Friedrichroda.
Unsere Hotels im Thüringer Wald
Friedrichroda und der Thüringer Wald – mehr als nur die Höhle
Die Marienglashöhle ist ein perfekter Ausgangspunkt für einen unvergesslichen Aufenthalt in der Region. Friedrichroda – der heilklimatische Kurort direkt vor der Höhlentür – bietet alles für einen erholsamen Aufenthalt: frische Waldluft, ruhige Wanderwege und eine entspannte Atmosphäre, die man in dieser Kombination selten findet.
Was du in der Umgebung noch erkunden kannst:
- Rennsteig: Der berühmte Kammweg des Thüringer Waldes über 168 Kilometer – einer der schönsten Weitwanderwege Deutschlands. Von Friedrichroda aus gut erreichbar.
- Schloss Reinhardsbrunn: Das romantische Neo-Gotik-Schloss befindet sich im Umbau, doch der englische Landschaftspark ist jederzeit einen Spaziergang wert.
- Bad Liebenstein: Nur 20 Minuten entfernt – ideal für Thermal-Sole-Anwendungen und einen entspannten Tag nach der Höhlentour.
- Wartburg Eisenach: UNESCO-Welterbe in weniger als 30 Minuten Fahrzeit – ein absolutes Muss für jeden Deutschlandreisenden.
- Großer Inselsberg (916 m): Bei klarem Wetter sieht man von hier bis zum Brocken im Harz. Einer der schönsten Aussichtspunkte Thüringens.
Bild: © Guido Werner / Thüringer Tourismus GmbH
Geheimtipp: Was die meisten Besucher verpassen
Die Konzerte bei Kerzenschein in der Marienglashöhle sind ein absolutes Highlight – und stets schnell ausgebucht. Wer keine Karte mehr bekommt oder lieber unter der Woche reist, erlebt unter Umständen etwas noch Besseres: Dann teilt man die Führung vielleicht nur mit einer Handvoll anderer Besucher. Stille, Tropfgeräusche, das leise Echo der eigenen Schritte – das ist eine völlig andere Erfahrung als mit einer vollen Reisegruppe.
Tipp für Frühaufsteher: Die erste Führung um 10:00 Uhr ist die ruhigste. Wer danach noch Energie hat, fährt direkt weiter auf den Großen Inselsberg (916 m) – bei gutem Wetter einer der schönsten Aussichtspunkte Thüringens, von dem man bis zum Brocken im Harz blicken kann. Marienglashöhle + Inselsberg ist das perfekte Kombiprogramm für einen langen Wandertag.
Bild: © Lars Schneider / Thüringer Tourismus GmbH
Häufige Fragen zur Marienglashöhle (FAQ)
- Ist die Marienglashöhle für Kinder geeignet?
- Ja, absolut. Führungen sind auch für Kinder ab ca. 5 Jahren geeignet. Die Kombination aus echter Bergbaugeschichte und glitzernden Kristallen begeistert selbst notorisch quengelige Schulkinder. Kleinkinder sollten sicher getragen oder gehalten werden.
- Muss ich die Führung vorbuchen?
- Nein – Spontanbesuche sind problemlos möglich, da stündlich neue Führungen starten. Ausnahme: Gruppen ab 15 Personen und Schulklassen sollten sich vorab anmelden.
- Wie warm ist es in der Höhle?
- Konstant 8–10 Grad Celsius das ganze Jahr. Im Sommer ist das eine willkommene Abkühlung, trotzdem gilt: Eine leichte Windjacke immer einpacken.
- Ist die Marienglashöhle barrierefrei zugänglich?
- Leider nur eingeschränkt – es gibt Stufen und enge Passagen. Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer sollten sich vorab direkt bei der Höhle informieren.
- Wie lange dauert ein Besuch insgesamt?
- Die Führung selbst dauert ca. 45 Minuten. Mit Anmarsch, Wartezeit und einem Kaffee danach plane am besten 2–3 Stunden ein. Wer anschließend noch wandern möchte, plant einen halben Tag.
- Gibt es Gastronomie in der Nähe?
- In Friedrichroda selbst gibt es mehrere Restaurants und Cafés. Im Sommer lässt sich das Picknick im Thüringer Wald wunderbar mit dem Höhlenbesuch verbinden.
Plant ihr euren nächsten Ausflug in den Thüringer Wald? Die Marienglashöhle ist nur einer von vielen guten Gründen, diese grüne Ecke Deutschlands zu besuchen.