Top Sehenswürdigkeiten in Freiburg im Breisgau

Was sollte man in Freiburg im Breisgau gesehen haben?

Freiburg im Breisgau liegt dort, wo der Schwarzwald auf das Rheintal trifft – eine Stadt mit mittelalterlicher Altstadt, rund 300 Sonnentagen im Jahr und einem Lebensgefühl, das irgendwo zwischen Universitätsstadt und entspanntem Schwarzwaldcharme liegt. Wer Freiburg besucht, entdeckt Geschichtliches und Lebendiges: ein Münster, das 800 Jahre Stadtgeschichte trägt, plätschernde Bächle-Kanäle in der Altstadt und einen Hausberg mit Panorama bis zu den Alpen.

Wir haben die zehn schönsten Sehenswürdigkeiten Freiburgs zusammengestellt – von den bekanntesten Wahrzeichen bis hin zu Orten, die man als Tourist leicht übersieht.

Freiburger Münster

Das Freiburger Münster ist eines der bedeutendsten gotischen Bauwerke Deutschlands – und der unbestrittene Mittelpunkt der Stadt. Der Kunsthistoriker Jacob Burckhardt nannte den Münsterturm einst „den schönsten Turm der Welt", und selbst wenn man das für leicht übertrieben hält: beeindruckend ist er allemal. Seit über 800 Jahren thront der Turm über dem Münsterplatz und sieht zu, wie jeden Morgen der Wochenmarkt darunter aufgebaut wird.

  • Baubeginn um 1200, Fertigstellung des Turms um 1330
  • Einziger mittelalterlicher Kirchturm, der vor der Reformation fertiggestellt wurde
  • Farbenfrohe Buntglasfenster aus dem 12. bis 20. Jahrhundert
  • Münsterplatz mit täglichem Wochenmarkt – einer der schönsten Märkte Deutschlands
  • Turmbesteigung möglich: 329 Stufen, Panoramablick über die Stadt

Was das Münster so besonders macht: Es ist keine Museum-Kirche, die man sich von außen ansieht und weiterzieht. Es ist die lebendige Mitte der Stadt. Wer morgens früh kommt, hat den Innenraum fast für sich allein – mit dem Licht, das durch die alten Fenster fällt, ist das ein ziemlich unvergesslicher Moment.

Weitere Informationen zum Freiburger Münster finden Sie hier.

Schlossberg

Der Schlossberg ist Freiburgs Hausberg direkt vor der Stadt – 456 Meter hoch und zu Fuß in gut 20 Minuten erreichbar. Von oben hat man eines der schönsten Stadtpanoramen Süddeutschlands: Freiburger Altstadt, Münsterturm, Rheinebene und bei gutem Wetter die Alpen. Früher stand hier eine Festung, heute ist der Schlossberg ein Naherholungsgebiet mit Aussichtsturm, Restaurant und einem Netz aus Wanderwegen.

  • Aussichtsturm auf dem Gipfel: 360°-Panorama über Freiburg, Schwarzwald und Rheinebene
  • Schlossbergbahn: historische Standseilbahn aus dem Jahr 1899
  • Restaurant Dattler mit Panoramaterrasse und Schwarzwaldblick
  • Überreste der Schlossbergfestung aus dem 17. Jahrhundert
  • Zahlreiche Wanderwege direkt in den Schwarzwald

Ob mit der historischen Schlossbergbahn hinauf oder zu Fuß über den Stadtweg – der Schlossberg lohnt sich zu jeder Jahreszeit. Morgens für die Jogger und Wanderer, abends zum Sonnenuntergang mit einem Getränk auf der Panoramaterrasse.

Weitere Informationen zum Schlossberg Freiburg finden Sie hier.

Schauinsland

Der Schauinsland – zu Deutsch etwa „schau ins Land" – ist mit 1.284 Metern einer der höchsten Punkte des Südschwarzwalds und Freiburgs großer Ausflugsberg. An klaren Tagen reicht das Panorama über Schwarzwald, Rheintal und Vogesen bis hin zu den Alpen. Eine der längsten Seilbahnen Deutschlands bringt Besucher komfortabel nach oben.

  • 1.284 Meter Höhe – spektakuläres Panorama bis zu den Alpen
  • Schauinslandbahn: 3,6 km lange Kabinenbahn, eine der längsten Deutschlands
  • Historisches Silberbergwerk für Besichtigungen (800 Jahre Bergbaugeschichte)
  • Zahlreiche Wanderwege und Mountainbike-Strecken ab der Bergstation
  • Im Winter: Skigebiet mit Schlepplift und Rodelbahn

Ein Halbtagsausflug auf den Schauinsland lässt sich prima mit einer Wanderung ins Tal oder einem Besuch des historischen Silberbergwerks kombinieren. Und das Frühstück auf der Bergstation schmeckt in 1.284 Metern Höhe – ganz objektiv betrachtet – einfach besser.

Weitere Informationen zum Schauinsland finden Sie hier.

Freiburger Bächle

Kaum etwas ist so charakteristisch für Freiburg wie die Bächle – schmale, offene Wasserkanäle, die durch die gesamte Innenstadt fließen. Ursprünglich im Mittelalter als Brandschutz und für die Wasserversorgung angelegt, sind die Bächle heute das Wahrzeichen der Stadt. Und ein echter Souvenir-Lieferant: Wer unachtsam hineintritt, heiratet laut Freiburger Volksglauben eine Freiburgerin – oder einen Freiburger.

  • Historische Wasserkanäle aus dem 12. Jahrhundert
  • Rund 9,6 km Gesamtlänge durch die gesamte Innenstadt
  • An heißen Sommertagen: Erfrischung und Plantschen erlaubt
  • Freiburger Stadtlore: Hineinstolpern bedeutet Heiraten eines Einheimischen
  • Teil des einzigartigen mittelalterlichen Stadtbilds Freiburgs

Das Schöne an den Bächle: Sie sind überall. Man läuft einfach durch die Altstadt und begegnet ihnen ständig – leise fließend, gelegentlich als Stolperfalle für unaufmerksame Besucher. An heißen Sommertagen kühlen Kinder hier Füße und Schienbeine im klaren Wasser. Ein einzelnes Bächle macht noch kein Sightseeing-Programm, aber zusammen machen sie Freiburg zu Freiburg.

Weitere Informationen zu den Freiburger Bächle finden Sie hier.

Martinstor

Das Martinstor ist eines der ältesten und markantesten Stadttore Freiburgs. Der Turm aus dem 13. Jahrhundert steht mitten in der Kaiser-Joseph-Straße – und der Straßenbahnverkehr zieht täglich an ihm vorbei. Dieser Kontrast aus mittelalterlichem Stadttor und modernem Stadtleben ist typisch Freiburg: Geschichte und Gegenwart nebeneinander, ohne dass es seltsam wirkt.

  • Erbaut im 13. Jahrhundert, einer der ältesten erhaltenen Stadttürme Freiburgs
  • Aufgestockt 1901 auf die heutige Höhe von fast 25 Metern
  • Teil der einstigen mittelalterlichen Stadtbefestigung
  • Direkt an der Haupteinkaufsstraße Kaiser-Joseph-Straße
  • Abends beleuchtete Fassade – beliebter Fotospot

Das Martinstor ist kein Ort, den man gezielt besucht – man begegnet ihm beim Spaziergang durch die Innenstadt. Trotzdem lohnt es sich, kurz anzuhalten und hochzuschauen: Die Kombination aus mittelalterlichem Mauerwerk und dem ganz normalen Stadtleben darunter hat ihren ganz eigenen Charme.

Weitere Informationen zum Martinstor finden Sie hier.

Schwabentor

Das Schwabentor am östlichen Ende der Freiburger Altstadt ist das zweite erhaltene Stadttor der Stadt – und das geschichtsträchtigere. Im Mittelalter war es eines der wichtigsten Eingangstore Freiburgs und lag an der alten Handelsstraße nach Schwaben. Heute trägt es einen farbenfrohen Fresko an der Außenwand, der Kaiser Maximilian I. zeigt.

  • Erbaut im 13./14. Jahrhundert, eines der ältesten Bauwerke Freiburgs
  • Markantes Fresko: Kaiser Maximilian I. und Freiburger Stadtmotiv aus dem 16. Jahrhundert
  • An der historischen Handelsstraße Richtung Schwaben gelegen
  • Passage durch das Tor mit kleinen Läden und Cafés
  • Abends beleuchtete Fassade – besonders fotogen

Das Schwabentor liegt etwas abseits des touristischen Hauptstroms – umso entspannter lässt es sich hier verweilen. Ein kurzer Umweg vom Augustinerplatz aus, und schon steht man vor einem der ältesten Bauwerke der Stadt. Wer beide Freiburger Stadttore an einem Nachmittag kombiniert, hat nebenbei einen schönen Rundgang durch die Altstadt gemacht.

Weitere Informationen zum Schwabentor finden Sie hier.

Augustinermuseum

Das Augustinermuseum ist das bedeutendste Kunstmuseum der Region und eine der wichtigsten kulturellen Institutionen Freiburgs. Untergebracht im ehemaligen Kloster der Augustiner-Eremiten, vereint es Kunst vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert – darunter eine bemerkenswerte Sammlung romanischer und gotischer Kunst aus dem Oberrheingebiet.

  • Mittelalterliche Skulpturen und Plastiken im ehemaligen Augustinerkloster
  • Original-Figuren des Freiburger Münsters (die Kopien stehen draußen, die Originale hier)
  • Bedeutendste Glasfenster-Sammlung im deutschen Südwesten
  • Barockkunst und Gemälde des Oberrheins vom 16. bis 19. Jahrhundert
  • Beeindruckende Klosterarchitektur mit Kreuzgang und gotischem Kirchenschiff

Was das Augustinermuseum besonders macht: Hier hängen keine Kopien, sondern Originale. Die gotischen Figuren, die eigentlich am Münster sitzen sollten, sind hier im Schutz der Innenräume – draußen stehen Kopien, hier steht Geschichte. Wer sich für mittelalterliche Kunst interessiert, verbringt hier leicht zwei Stunden.

Weitere Informationen zum Augustinermuseum finden Sie hier.

Mundenhof

Der Mundenhof ist Freiburgs kostenloser Tierpark – und mit rund 500 Tieren aus mehr als 70 Arten einer der größten freien Tiergärten in Deutschland. Auf rund 52 Hektar leben hier Tiere, die man sonst nur aus dem Zoo kennt: Watussi-Rinder, Alpakas, Wisente, Lamas und viele mehr – in natürlicher Umgebung und mit viel Raum.

  • Eintritt kostenlos – einer der wenigen freien Tierparks Deutschlands
  • Rund 500 Tiere aus über 70 Arten auf 52 Hektar Parkfläche
  • Streichelgehege und Fütterungsmöglichkeiten für Kinder
  • Ausgedehnte Wiesen für Picknick und Erholung
  • Ideal für Familien mit Kindern – gerne einen halben Tag einplanen

Der Mundenhof ist kein Zoo, der Exotik inszeniert – er zeigt vor allem Nutztiere und heimische Wildtiere in natürlicher Umgebung. Das ist ruhiger und entspannter als ein klassischer Zoo. Ideal für Familien, die einen halben Tag mit Kindern verbringen wollen, ohne viel Geld auszugeben.

Weitere Informationen zum Mundenhof Freiburg finden Sie hier.

Seepark Freiburg

Der Seepark ist Freiburgs große Grünoase im Westen der Stadt – entstanden auf dem Gelände der Bundesgartenschau 1986. Heute ist er ein beliebter Park mit See, Bademöglichkeit, Minigolf und ausgedehnten Liegewiesen. Im Sommer ist er der Lieblingsort der Freiburger für nachmittägliche Entspannung – und ein Ort, an dem man das echte Freiburg abseits der Touristenpfade erlebt.

  • Entstanden auf dem Gelände der Bundesgartenschau 1986
  • Großer Flückigersee mit Bademöglichkeit im Sommer
  • Bootsverleih, Minigolf und Spielplätze für alle Altersgruppen
  • Ausgedehnte Liegewiesen – Freiburgs grünes Wohnzimmer im Sommer
  • Gut fußläufig von der Stadtmitte aus erreichbar

Der Seepark ist einer dieser Orte, die man als Tourist vielleicht übersieht, die aber das echte Freiburg zeigen: Menschen beim Grillen, Kinder auf Spielgeräten, Studierende auf Liegewiesen. Wer nach einem vollen Sightseeing-Tag einfach abschalten will, ist hier genau richtig.

Weitere Informationen zum Seepark Freiburg finden Sie hier.

Konviktstraße

Die Konviktstraße ist eine der charmantesten Gassen Freiburgs – und einer der schönsten Fotohintergründe der Stadt. Die schmale, gepflasterte Straße in der Altstadt verbindet das Münster mit dem Schwabentor und ist gesäumt von historischen Fachwerkhäusern, kleinen Restaurants und Weinstuben. Besonders im Abendlicht, wenn weniger los ist, wirkt sie wie aus einem anderen Jahrhundert.

  • Eine der ältesten Gassen der Freiburger Altstadt
  • Historische Fachwerkarchitektur aus mehreren Jahrhunderten
  • Restaurants, Weinstuben und kleine Läden mit lokalem Charakter
  • Verbindet Münster und Schwabentor – ideal als Teil eines Altstadtrundwegs
  • Einer der beliebtesten Fotospots Freiburgs – besonders schön abends

Die Konviktstraße braucht kein Eintrittsgeld und keine Öffnungszeiten. Sie ist einfach da – und wer durch sie schlendert, versteht, warum Menschen Freiburg lieben. Am schönsten ist sie früh morgens oder am späten Abend, wenn das Pflaster im Laternenlicht glänzt.

Weitere Informationen zur Konviktstraße in Freiburg finden Sie hier.

Freiburg entdecken – ein Stadtbummel, der sich lohnt

Freiburg im Breisgau ist eine Stadt, die auf den ersten Blick überschaubar wirkt – und auf den zweiten immer mehr bietet. Das Münster, die Bächle, der Schlossberg: Schon mit den Klassikern ist man gut beschäftigt. Wer dann noch ins Augustinermuseum geht, auf den Schauinsland fährt und abends durch die Konviktstraße bummelt, hat einen sehr vollen und sehr schönen Tag.

Wer Freiburg als Ausgangspunkt für den Schwarzwald nutzen möchte, hat von hier aus kurze Wege zu Badenweiler, dem Feldberg und dem Titisee. Eine Woche Urlaub in der Region fühlt sich jedenfalls nicht nach zu lang an.

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