Mundenhof Freiburg

Mundenhof Freiburg – kostenloser Tierpark im Breisgau

Der Mundenhof in Freiburg ist kein Zoo – zumindest will er keiner sein. Auf 38 Hektar Naturfläche im Südwesten der Stadt begegnet man Tieren, die man sonst eher aus dem Urlaub auf dem Bauernhof kennt: Yaks, Wisente, Lamas, Wollschweine und Kamele spazieren auf weitläufigen Koppeln, während Erdmännchen neugierig durch ihr Gehege huschen. Der Eintritt? Kostenlos. Die Atmosphäre? Entspannt und weitab vom typischen Rummelplatz-Flair.

Was 1968 als städtisches Tiergehege mit rund 90 Tieren eröffnet wurde, hat sich zu einem der meistbesuchten Freizeitangebote in ganz Baden-Württemberg entwickelt – mit über 570.000 Besuchern allein im Jahr 2025. Familien kommen hierher für einen entspannten Nachmittag, Freiburger Alteingesessene für ihre Joggingrunde und Schulklassen für ihre erste echte Begegnung mit seltenen Nutztierrassen. Der Mundenhof funktioniert ohne großes Tamtam – und genau das macht ihn besonders.

Was macht den Mundenhof so besonders?

Der Mundenhof ist kein klassischer Zoo, sondern ein Tier-Natur-Erlebnispark – ein Konzept, das bewusst auf Großkatzenshows oder Tropenhäuser verzichtet. Stattdessen liegt der Fokus auf Haus- und Nutztierrassen, die der Mensch über Jahrhunderte gezüchtet hat und die heute teilweise vom Aussterben bedroht sind.

  • Das Gelände hat eine über 1.000-jährige Geschichte: Erste urkundliche Erwähnung als "Muntichova" stammt aus dem Jahr 864 n. Chr.
  • 38 Hektar Natur – entspricht etwa 53 Fußballfeldern
  • Eintritt kostenlos seit der Eröffnung 1968, finanziert durch Spenden und den Förderverein (über 1 Mio. € seit Gründung)
  • Naturpädagogisches Programm KonTiKi seit 1991 – direkter Tierkontakt für Schulklassen und Feriengruppen
  • Fütterungsvorführungen täglich (außer freitags) um 14:30 Uhr, März bis Oktober
  • Ganzjährig 24/7 geöffnet – auch an Sonn- und Feiertagen und nachts

Ein weiteres Highlight ist das Aquarium, betrieben vom lokalen Aquarienverein Freiburg mit 12 Schaubecken für Süß- und Salzwasserfische. Besonders an Regentagen ein echter Geheimtipp für Familien. Die Lage im Stadtteil Landwasser macht den Mundenhof außerdem leicht erreichbar: Mit der Straßenbahn Linie 5 ist man vom Hauptbahnhof in rund 17 Minuten da – oder entspannt per Fahrrad über den Dreisam-Radweg.

Tiere im Mundenhof – eine Reise durch alle Kontinente

Mit über 180 Tierarten bietet der Mundenhof eine beeindruckende Vielfalt – gegliedert nach Kontinenten. Man beginnt in Europa, spaziert weiter nach Afrika, Asien und in die Amerikas. Keine Käfige, keine engen Gehege – hier haben die Tiere Platz.

Kontinent / BereichHighlights
EuropaWisente (Europäischer Bison), Rotwild, Wildschweine, Wollschweine, Damwild
AfrikaWasserbüffel, Watussi-Rinder mit markanten Hörnern, Strauße
AsienBaktrische Kamele (Trampeltiere), Yaks, Javaner-Affen, Gibbons
Nord- & SüdamerikaSchecken (Pintos), Lamas, Alpakas, Highland Cattle
ZentrumErdmännchen (Live-Cam online), Bären, Affengehege
Der HofKlassische Nutztiere, Ziegen, Pferde, Kühe – direkt erlebbar

Fütterungsvorführungen

Ein absolutes Highlight sind die täglichen Fütterungsvorführungen um 14:30 Uhr (März bis Oktober, außer freitags). Tierpfleger erklären am steinernen Affen treffpunkt Ernährung, Verhalten und Lebensweise der Tiere. Kostenfrei, informativ und für alle Altersgruppen geeignet.

Artenschutz als Mission

Der Mundenhof versteht sich nicht nur als Freizeiteinrichtung, sondern als lebendiges Schaufenster des landwirtschaftlichen Erbes. Wollschweine, Watussi-Rinder und andere seltene Nutztierrassen, die früher auf Bauernhöfen ganz Europas zu finden waren, drohen heute in Vergessenheit zu geraten. Hier bekommt man sie zu sehen – und zu verstehen, warum ihr Erhalt wichtig ist.

Öffnungszeiten, Eintritt & Anreise

Was sonst ein Freizeitpark schwer bezahlen lässt, gibt es am Mundenhof gratis – und das rund um die Uhr, 365 Tage im Jahr.

InformationDetails
ÖffnungszeitenGanzjährig, 24 Stunden täglich, 365 Tage im Jahr
EintrittKostenlos (Spenden erbeten). Veranstaltungen: 2 € Erwachsene, Kinder frei
Parkplatz Apr.–Aug.10 € pro Tag
Parkplatz Sep.–März5 € werktags, 10 € an Wochenenden und Feiertagen
Jahres-Parkausweis60 € (für 2 Kennzeichen, Online-Bestellung möglich)
Straßenbahn (ÖPNV)Linie 5 ab Freiburg Hbf, ca. 17 Min., Haltestelle Mundenhof
FahrradDreisam-Radweg direkt zum Eingang – Stellplätze kostenlos
Reisebus20 € pauschal
AdresseMundenhof 37, 79111 Freiburg im Breisgau
KontaktTel.: 0761 201-6580 | mundenhof@freiburg.de

Tipp: Wer den Mundenhof mehrfach im Sommer besucht, für den lohnt sich der Jahres-Parkausweis. Ab dem 7. Besuch in der Hauptsaison amortisiert er sich – und lässt sich für zwei verschiedene Kennzeichen nutzen.

Freiburg entdecken – Sehenswürdigkeiten rund um den Mundenhof

Wer extra für den Mundenhof nach Freiburg reist, sollte die Zeit nutzen und die Altstadt erkunden – von der Haltestelle Mundenhof ist man per Straßenbahn in gut 20 Minuten mitten im Geschehen.

Die Klassiker in Freiburgs Altstadt

Das Freiburger Münster ist wohl das bekannteste Wahrzeichen der Stadt – der gotische Dom thront mitten auf dem Münstermarkt und lässt sich bis auf die Turmspitze (116 Meter) erklimmen. Wer lieber flaniert, dem empfehlen sich die historischen Freiburger Bächle, die kleinen offenen Wasserkanäle, die seit dem Mittelalter durch die Gassen fließen. Vorsicht: Wer hineintritt, heiratet angeblich einen Freiburger.

Aussicht und Natur

Wer einen Blick über die ganze Stadt werfen möchte, nimmt die Schlossbergbahn auf den Schlossberg – mit Panorama bis in die Vogesen und den Schwarzwald. Für einen richtigen Bergtag lohnt sich der Ausflug auf den Schauinsland: Auf 1.284 Metern erwartet einen ein Aussichtsturm mit spektakulärem Panoramablick, der bei klarem Wetter bis in die Schweizer Alpen reicht.

Historische Stadttore

Das Martinstor gehört zu den besterhaltenen mittelalterlichen Stadttoren Deutschlands und ist nur wenige Schritte vom Zentrum entfernt. Kurioserweise thront ein McDonald's direkt darunter – was in Freiburg niemanden mehr wirklich überrascht, aber historisch trotzdem eine gewisse Ironie hat.

Ist der Mundenhof auch bei schlechtem Wetter einen Besuch wert?

Ja – mit ein paar kleinen Einschränkungen. Bei starkem Regen werden einige Freigehege ungemütlicher, aber der Mundenhof hat ein Ass im Ärmel: das Aquarium. Die 12 Schaubecken mit Süßwasser- und Meeresfischen, betrieben vom Freiburger Aquarienverein, bieten echten Schutz vor dem Wetter und sind ein vollkommen anderes Erlebnis als die Freigehege draußen.

  • Herbst und Winter: Deutlich weniger Besucher, mehr Ruhe und günstigere Parkgebühren (ab September nur 5 € werktags)
  • Aktivere Tiere: In kühleren Monaten sind viele Tiere agiler und besser zu beobachten als an heißen Sommertagen
  • Keine Warteschlangen: Weder beim Eingang noch bei der Fütterungsvorführung
  • Aquarium als Wetternotfallplan: Gut für zwischendurch, wenn die Familie kurz aufgewärmt und abgelenkt werden muss

Fazit: Regen ist kein Ausschlussgrund. Mit festen Schuhen, einer guten Jacke und einem Fernrohr für die weitläufigen Gehege lässt sich der Mundenhof auch bei grauen Wolken wunderbar erkunden.

Wer nach einem Tag am Mundenhof noch die Nacht in Freiburg verbringen möchte, findet in der Stadt und der Region ein breites Angebot an Hotels – vom modernen Stadthotel direkt am Bahnhof bis hin zu charmanten Gasthäusern am Rand des Schwarzwalds. Unsere Auswahl der besten Hotels in Freiburg:

Noch mehr Inspirationen für deinen Aufenthalt in und rund um Freiburg findest du in unseren weiteren Reiseziel-Seiten – von Wellness im Schwarzwald bis hin zu Städtetrips in die Breisgau-Metropole.

Geheimtipp: Hofeis & Vollmond-Führungen

Ein Besuch im Mundenhof ohne Halt an der Hofwirtschaft ist so, als würde man Freiburg besuchen und kein Münsterwürst essen: möglich, aber irgendwie unvollständig. Das selbstgemachte Eis aus der Hofwirtschaft – schlicht „Hofeis" genannt – hat bei Besuchern Kultstatus. Die Sorten wechseln saisonal, orientieren sich an Naturzutaten und sind im Sommer so beliebt, dass sich manchmal eine kleine Schlange bildet. Es lohnt sich trotzdem.

Das zweite Geheimnis des Mundenhofs sind die Vollmond-Führungen: An bestimmten Abenden öffnet der Park für spezielle geführte Abendtouren bei Mondschein. Wenn Wisente und Kamele im Mondlicht auftauchen, ist das eine Atmosphäre, die schwer zu beschreiben ist – für Kinder und Erwachsene gleichermaßen unvergesslich. Eintritt: 2 € für Erwachsene, Kinder frei. Termine auf mundenhof.de.

Bonus-Tipp: Die Live-Cam der Erdmännchen ist auch von zu Hause aus auf mundenhof.de erreichbar – ideal als Vorfreude-Stimmungsmacher oder für einen verregneten Sonntag auf dem Sofa.

Häufige Fragen zum Mundenhof Freiburg

Ist der Eintritt in den Mundenhof Freiburg wirklich kostenlos?

Ja, der Eintritt in den Mundenhof ist vollständig kostenlos. Der Park finanziert sich durch Spenden und den Förderverein Mundenhof e. V. Nur für Sonderveranstaltungen wird ein kleiner Beitrag von 2 € für Erwachsene erhoben. Kinder sind immer frei.

Wie komme ich am besten zum Mundenhof in Freiburg?

Am bequemsten geht es mit der Straßenbahn Linie 5 ab dem Freiburger Hauptbahnhof – Fahrtzeit rund 17 Minuten bis zur Haltestelle Mundenhof. Mit dem Fahrrad empfiehlt sich der Dreisam-Radweg, der direkt zum Eingang führt. Mit dem Auto gibt es einen großen Parkplatz (kostenpflichtig, ab 5 €).

Wann finden die Fütterungsvorführungen im Mundenhof statt?

Die Fütterungsvorführungen finden täglich um 14:30 Uhr statt – von März bis Oktober, außer freitags. Treffpunkt ist der steinerne Affe. Tierpfleger erklären dabei Ernährung, Verhalten und Lebensweise der Tiere. Die Teilnahme ist kostenlos.

Wie lange sollte man für einen Besuch im Mundenhof einplanen?

Für einen entspannten Besuch mindestens 3 bis 4 Stunden einplanen. Mit Kindern, die an jedem Gehege verweilen, empfehlen sich 5 bis 6 Stunden. Wer zusätzlich Fütterungsvorführung und Hofwirtschaft einplant, kann locker einen ganzen Tag verbringen.

Gibt es im Mundenhof eine Gastronomie?

Ja, im Herzen des Geländes befindet sich die Hofwirtschaft mit Biergarten und saisonalen Speisen. Das selbstgemachte Hofeis hat bei Besuchern Kultstatus. Eigene Verpflegung darf selbstverständlich mitgebracht werden – es gibt keinen Konsumzwang.

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