Siena

Siena ist eine der besterhaltenen mittelalterlichen Städte Italiens und zugleich eine der schönsten. Im Gegensatz zur Renaissance-Stadt Florenz besticht Siena mit ihrem mittelalterlichen Charakter und mit italienischer Gotik.

Sienas Dom aus schwarzem und weißem Marmor gilt als eines der bedeutendsten Beispiele gotischer Architektur in Italien. Imposant erhebt er sich über den Stadtkern. Sein Bau zog sich bis in das 14. Jahrhundert hinein. Der Dom wurde auf Wunsch der Stadt zu Ehren der Jungfrau Maria errichtet. Der hohe Campanile wurde 1313 errichtet, der Gesamtbau wurde 1382 beendet.

Sienas berühmtes Zentrum ist die Piazza del Campo, einer der schönsten Plätze der Welt. Er ist leicht abschüssig und erinnert wegen seiner Form an einen Fächer. Ihn dominiert der Palazzo Pubblico (Rathaus), das eines der vollkommensten Beispiele gotischer Architektur in Italien darstellt. Er gehört zu den schönsten profanen Bauwerken Italiens und diente als Vorbild für viele andere Stadtpaläste.

Die Geschichte der Stadt reicht fast 3000 Jahre zurück. Auf dem Hügel von Siena hatten bereits die Etrusker eine Stadt gebaut. Später gründeten die Römer unter Einbeziehung der etruskischen Siedlung eine Stadt mit Namen "Saenna Julia". Nach einer Legende soll der Sohn von Remus, Senio, die Stadt Siena gegründet haben, weshalb sich im Wahrzeichen der Stadt auch die Wölfin befindet, die die Zwillinge Romulus und Remus säugt. Bereits im Jahre 1179 hatte Siena eine eigene geschriebene Verfassung. In Siena leben heute etwa 55.000 Menschen.

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