Kurt Weill

Kurt Weill wird am 2. März 1900 in Dessau geboren. Sein Vater Albert Weill ist hier seit 1898 Kantor der jüdischen Gemeinde. 1918 geht er zum Musikstudium nach Berlin. Schon bald macht er als Komponist von Werken unterschiedlichster Genres, vor allem aber von Bühnenstücken, auf sich aufmerksam. In Zusammenarbeit mit Dramatikern wie Georg Kaiser, Bertolt Brecht oder Lion Feuchtwanger entstanden so Werke, die das Musiktheater des beginnenden 20. Jahrhunderts revolutionierten.

Anfang der dreißiger Jahre, nach dem überragenden Erfolg seiner stilprägenden, in Zusammenarbeit mit Bertolt Brecht 1928 entstandenen "Die Dreigroschen-Oper" (1928), gehörte Kurt Weill zu den bekanntesten Komponisten seiner Generation.

Am 21. März 1933 flieht Kurt Weill nach Paris, um der Verhaftung durch die Nationalsozialisten zu entgehen. Dort, in der damaligen "Hauptstadt der deutschen Emigranten", entstehen neben bedeutenden Werken wie "Die sieben Todsünden" und der "Symphonie Nr. 2" zahlreiche Chansons.

Gemeinsam mit seiner Gattin Lotte Lenya geht Weill 1935 nach New York. Schon bald nach seiner Flucht aus Deutschland ist es für Kurt Weill klar, dass er mit seinem Herkunftsland endgültig brechen würde. Seine Frau Lotte Lenya und er werden amerikanische Staatsbürger.

Kurt Weill etabliert sich als Theaterkomponist am Broadway und arbeitet mit den bekanntesten Schriftstellern und Librettisten des Landes zusammen, unter ihnen Maxwell Anderson, Langston Hughes und Ira Gershwin. Sein Beitrag zur Entwicklung des amerikanischen Musiktheaters wird heute als ebenso bedeutend wie der George Gershwins eingeschätzt.

Am 3. April 1950 stirbt Kurt Weill in New York.

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