Kurt-Weill-Zentrum

In seiner Dessauer Zeit wohnte die Familie Weill in vier verschiedenen Häusern. Das Geburtshaus von Kurt Weill ist nicht mehr erhalten. Nachdem zunächst Kurt Weill zum Studium nach Berlin gezogen war und 1920 auch Weills Eltern die Stadt in Richtung Leipzig und später nach Palästina verließen, sind fast keine originalen Lebensspuren der Familie Weill in Dessau verblieben.

In den 1990er Jahren wurde das Kurt-Weill-Zentrum in Dessau gegründet. Es handelt sich dabei um die einzige europäische Dokumentations- und Informationsstelle über Leben und Werk des in Dessau geborenen Komponisten. Das Kurt-Weill-Zentrum befindet sich in dem 1925/26 nach Plänen von Walter Gropius erbauten "Meisterhaus Feininger", in dem der Bauhausmeister Lyonel Feininger zwischen 1925 und 1932 lebte.

Das einzigartige Gebäude zählt zum UNESCO Welterbe. Das Kurt-Weill-Zentrum steht jedem interessierten Besucher offen und informiert in einer Dauerausstellung über Leben und Werk Kurt Weills. Darüber hinaus enthält es eine Bibliothek und Mediathek sowie originale Quellen. Im Museumsshop kann man u.a. seltene CDs mit Musik von Kurt Weill oder die "Veröffent- lichungen der Kurt-Weill-Gesellschaft e.V." käuflich erwerben.

Im Blaubuch über die Kulturellen Leuchttürme in den neuen Bundesländern, das im Auftrag der Bundesregierung erstellt wurde, ist das Kurt-Weill-Zentrum als "Kultureller Gedächtnisort" mit besonderer nationaler Bedeutung eingestuft worden. Dort heißt es: "Das Kurt-Weill-Zentrum ist eine ungewöhnliche, förderungswürdige Einrichtung mit großer Ausstrahlung, die [...] internationales Ansehen gewonnen hat."

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