Borromäische Inseln (Lago Maggiore)

Unangefochten das Herzstück des Lago Maggiore und absolute Hauptattraktion der Region sind die zauberhaften Borromäischen Inseln: Isola Madre, Isola Bella und Isola dei Pescatori. Die Perlen des Lago Maggiore, kann man von allen umliegenden Ufergemeinden aus per Schiff erreichen. Im Golf von Borromeo gelegen, faszinieren sie alle drei: Mit Kunst und Kultur eines großen Herrschergeschlechts - der Familie Borromeo. Die Inseln wurden Anfang des 16. Jahrhunderts von dem Mailänder Grafen Borromeo erworben, der bereits den Ausbau der Isola Madre und der Isola Bella zur Residenz plante. Es war dann ca. 100 Jahre später der Graf Carlo III. Borromeo, der nach 1632 den Ausbau der Isola Bella mit dem Bau des Schlosses und der Anlage des einzigartigen italienischen Gartens betrieb. Heute bestimmt der Tourismus den Charakter der Inseln: In der Zeit von Ende März bis Ende Oktober sind die Gärten und Schlösser der Isola Madre und der Isola Bella geöffnet und vor allem in der Hauptsaison und an Sonn- und Feiertagen ein Besuchermagnet.

Die Isola Bella galt bereits im 18. Jahrhundert als eines der Weltwunder. Das ursprünglich felsige Eiland erhielt unter Carlo III. Borromeo die Form eines Schiffs. Das westliche Ende der Insel ragt wie ein schmaler Bug in den See, das darauf erbaute Schloss wirkt von der Ferne wie der gewaltige Schiffsaufbau und die Gartenterrassen am anderen Ende der Insel verkörpern das hohe Heck des Schiffs.

Die Isola dei Pescatori, die Fischerinsel, ist eine schmale längliche Insel, und der Ort zieht sich fast über ihre gesamte Länge. Die autofreie Insel bietet bis heute den malerischen Anblick eines einfachen Fischerdorfs, und es finden sich in dem kleinen Städtchen viele schöne Winkel, Treppen und Durchgänge. War früher der Fischfang die Lebensgrundlage der Bewohner, so ist es heute neben dem Fischfang vor allem der Tourismus. Gerne wird bei den Inselrundfahrten zwischen der Isola Madre und der Isola Bella ein Stopp auf der Isola dei Pescatori eingelegt. In den zahlreichen Restaurants und Cafés der Insel lassen sich ruhige Stunden in einer wunderschönen Umgebung verbringen.

Die Isola Madre ist die größte unter den Borromäischen Inseln. Sie wird überragt von dem Borromeo-Palast aus dem 16./17. Jahrhundert, der heute als Museum dient. Die alte und kostbare Ausstattung der Räume beeindruckt den Besucher und zeigt den Palast als wäre er noch von der Fürstenfamilie bewohnt. Aber auch die Puppen-, Keramik- und Gemäldesammlung, sowie die Zusammenstellung von Bühnenbildern und Kulissen der Mailänder Scala sind einen Besuch wert. Die ganze Insel ist von Menschenhand gestaltete Natur. Vor dem Palast steht eine jahrhundertealte riesige Himalaya-Zeder, ganz selten in Mitteleuropa, dazu zauberhaft angelegte botanische Gärten mit zahmen Pfauen, Fasanen und anderen Vögeln. Im Frühling besticht das Meer von blühenden Azaleen und Rhododendren.

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