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Wien

Wien: Kurzreisen zur Kultur

Die Kaiserstadt ist nicht nur die Heimat von Mozart, sondern auch die der Sachertorte und der Kaffeehauskultur. Spazieren Sie entlang der Donau und bestaunen Sie die unzähligen Prachtbauten. Wien ist zu Recht eine der meistbesuchten Städte Europas.

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Wien

Geballte Kultur und entspannte Unterhaltung

Die ganze Wiener Altstadt rund um den Stephansdom gehört zum Weltkulturerbe der UNESCO. Zwischen Prachtbauten aus Mittelalter und Barock findet Sie auch interessante zeitgenössische Architektur, wie das Steffl und das Haas-Haus.

Albertina: Das größte Ausstellungshaus in Österreich beherbergt eine der umfangreichsten und wertvollsten grafischen Sammlungen der Welt. Albrecht Dürers "Feldhase" ist hier ebenso zu bewundern wie Gustav Klimts Frauenstudien sowie Meisterwerke von Schiele, Cézanne, Kokoschka, Picasso und Rauschenberg, die in Wechselausstellungen gezeigt werden. Als größtes Habsburgisches Wohnpalais thront die Albertina an der Südspitze der Hofburg auf einer der letzten Basteimauern Wiens. Die 1776 von Herzog Albert von Sachsen-Teschen, einem Schwiegersohn Kaiserin Maria Theresias, gegründete Sammlung umfasst rund 900.000 Druckgrafiken und 50.000 Zeichnungen. (Öffnungszeiten: täglich 10.00 - 18.00, Eintritt: 16,90 Euro, Senioren ab 65 Jahren 12,90 Euro, Jugendliche unter 26 Jahren 11,90 Euro, Kinder/Jugendliche unter 19 Jahren frei, Behinderte 7,00 Euro)

Prater: Das Riesenrad: Ob Sie dieses Wahrzeichen Wiens und des Wiener Praters auf den Spuren des Filmklassikers "Der dritte Mann" aufsuchen, oder einfach nur den Blick auf die Stadt aus 64,75 Metern Höhe genießen wollen - erst, wenn Sie mit dem Riesenrad gefahren sind, waren Sie wirklich in Wien! Das ganzjährig geöffnete Riesenrad zählt zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten der Donaumetropole. Es wurde 1896/97 vom englischen Ingenieur Walter Basset errichtet.

Stephansdom: Er ziert die Rückseite der Österreichischen 10-Cent-Münze und ist ein weiteres Wahrzeichen Wiens. Zugleich ist der Steffl, wie ihn die Wiener liebevoll nennen, Österreichs bedeutendstes gotisches Bauwerk. Er beherbergt eine Reihe von Kunstschätzen, die teilweise nur im Rahmen einer Führung besichtigt werden können. Darunter das 1467 bis 1513 von Niclas Gerhaert van Leyden errichtete Grabmal Kaiser Friedrichs III. aus rotem Marmor. 343 Stufen führen auf einer Wendeltreppe hinauf zum Dach des Doms. Die Anstrengung lohnt sich - vom Dach aus haben Sie eine fantastische Sicht über Wien. (Besichtigung: Mo. - Sa. täglich 9.00 - 11.30 und 13.00 - 16.30, So. und Feiertage 13.00 - 16.30)

Wiener Staatsoper: Rund 50 Opern und 20 Ballettwerke geben hier an 300 Tagen im Jahr den Ton an. Das Gebäude selbst wurde in den Jahren 1863 bis 1869 als einer der ersten Prachtbauten auf der neu angelegten Ringstraße errichtet. Einmal im Jahr verwandeln sich Bühne und Parkett der Staatsoper für eine Nacht zu einem großen Tanzboden - beim legendären Wiener Opernball. Da eröffnen in Anwesenheit des Bundespräsidenten über hundert Debutantenpaare in langem Abendkleid bzw. Frack den Ball der Bälle und lassen ein wenig vom Flair der einstigen Ringstraßenära aufkommen ...

Hofburg: Mehr als sieben Jahrhunderte lang wurde das Imperium des Habsburgerreiches von der Hofburg aus regiert. An die mittelalterliche Burg erinnert heute noch die gotische Burgkapelle, in der die Wiener Sängerknaben sonntags Messen gestalten. Inmitten der Altstadt können Sie Prunk und Pracht im Alltag der höchsten Familie der Donaumonarchie bei einem Besuch der Privatgemächer und Repräsentationsräume bestaunen. Zu sehen sind nicht nur die Räume für die Offiziere des kaiserlichen Stabes, der große Audienzsaal und das Konferenzzimmer, in dem Minister- und Kronrat tagten. Sondern auch das Arbeitszimmer Kaiser Franz Josephs sowie das Wohn- und Schlafzimmer seiner Gattin, zahlreiche Salons und ein Badezimmer von anno dazumal. Die bis 1918 von der Kaiserfamilie bewohnte Hofburg war ursprünglich eine Burg aus dem 13. Jahrhundert, die mit der Machtzunahme der Habsburger und der Vergrößerung ihres Herrschaftsgebietes zur prachtvollen Residenz ausgebaut wurde. Neben der Hofburg können Sie auch die Silberkammer und das Sisi-Museum besuchen. (Öffnungszeiten: täglich 10.00 - 17.00 Uhr; Eintritt mit Audioguide: Erwachsene 15,00 Euro, Ermäßigte 14,00 Euro, Kinder 6 - 18 Jahre 9,00 Euro)

Österreichische Nationalbibliothek: Der Prunksaal, das Herz der Österreichischen Nationalbibliothek, zählt zu den schönsten Bibliothekssälen der Welt. Die ehemalige Hofbibliothek entstand in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts als eigener Trakt der Kaiserresidenz Hofburg. Sie ist die größte Barock-Bibliothek Europas. Der beeindruckende Prunksaal der Bibliothek ist fast 80 Meter lang und 20 Meter hoch und wird von einer Kuppel gekrönt, die mit Fresken prachtvoll geschmückt ist. Mehr als 200.000 Bände sind hier auf- und ausgestellt, unter anderem die 15.000 Werke umfassende Bibliothek des Prinzen Eugen von Savoyen sowie eine der größten Sammlungen von Reformationsschriften Martin Luthers. (Prunksaal Öffnungszeiten: Di. - So. 10.00 - 18.00, Do. 10.00 - 21.00; Eintritt: Erwachsene ab 5,- Euro, Ermäßigte ab 4,- Euro, Kinder/Jugendliche unter 19 Jahren frei)

Spanische Hofreitschule: Die Spanische Hofreitschule in der Wiener Hofburg ist die einzige Institution der Welt, an der die klassische Reitkunst der Hohen Schule von der Renaissance bis heute bewahrt und unverändert gepflegt wird. Besucher können bei der Morgenarbeit mit Musik zusehen. Hierbei werden die weißen Hengste von ihren Bereitern gymnastiziert, damit das Pferd gesund bleibt und um die unterschiedlichen Muskelpartien aufzubauen, die für die Ausübung der Lektionen der Hohen Schule Voraussetzung sind. Besucher haben außerdem die Möglichkeit an geführten Rundgängen durch die Spanische Hofreitschule teilzunehmen. (Öffnungszeiten und Informationen finden Sier hier)

Schloss Schönbrunn- Wien

Für einen Tag in Kaiserin Sisis Fußstapfen treten

Wie eine prächtige Filmkulisse. Und doch alles authentisch. 1854 zog Sisi auf Schönbrunn ein und residierte jahrelang neben ihrem Gemahl Franz Joseph. Auch Mozart startete hier im Alter von 6 Jahren seine Karriere. Österreichs meistbesuchtes Touristenziel - ein Traum.

Menschenmengen, Fotogeknipse, heitere Jauchzer. Alle sind auf der Suche nach Kaiserin Sisi, nach dem Glanz der Kaiserzeit, nach einem Rendezvous mit Mozart. Alleine sind Sie hier nie - magisch und eindrucksvoll ist das riesige Märchenschloss in Wien trotzdem. Imposante Architektur, glanzvolle Prunkräume und gepflegte Gartenanlagen. Jeden Moment könnte die kaiserliche Kutsche um die Ecke biegen. Das Leben am Hofe - entzückend und grandios.

Der Bau des Lustschlosses Schönbrunn geht auf das 17. Jahrhundert zurück. Völlig zerstört nach der Türkenbelagerung, kamen Pläne zum Neuaufbau im Stil einer barocken Schlossanlage auf. Schöner als das Schloss Versailles sollte es werden. Dazu kam es jedoch nie. Glanzvollste Epoche: unter der Regierungszeit Maria Theresias. Im 18. Jahrhundert baute die Erzherzogin von Österreich das Jagdschloss in eine barocke Residenz um - Schönbrunn wurde Mittelpunkt des politischen und höfischen Lebens. Auch der kleine Mozart durfte mit sechs Jahren für die Kaiserin spielen und kam später gern nach Schönbrunn zurück. In der Orangerie kam es auch zum legendären musikalischen Duell mit seinem Widersacher Salieri.

Viele Räume ließ Maria Theresia im Rokoko-Dekor ausstatten - bis heute blieben diese unverändert. Kaiserliche Gemächer, Prunksäle und Kammern - 1.441 Zimmer zählt der goldgelbe Prachtbau insgesamt. Nur 40 davon können besichtigt werden. Vom festlichen Glanz der Großen Galerie bis zum fernöstlichen Zauber der chinesischen Kabinette - mit der kleinen "Imperial Tour" entdecken Sie selbstständig (Audioguide/Tourbeschreibung) die wichtigsten Räume der Kaiserfamilie.

Die 50-minütige "Grand Tour" geleitet durch die gesamte Nobeletage: Wohnräume von Kaiser Franz Joseph und Kaiserin Elisabeth, Repräsentationsräume, Apartments Maria Theresias und Franz-Karls-Apartments. Ein Traum für jeden Sisi- und Franzl-Fan. Besonderes Highlight: das Millionenzimmer. Die Vertäfelung aus Palisanderholz mit eingelassenen Miniaturen aus Persien und Indien sind Rokoko par excellence - einfach traumhaft schön.

Frei zugänglich und beliebtes Erholungsgebiet ist der barocke Schlosspark. Geradlinige Hecken, geometrische Formen und verspielte Brunnen - Pracht und Luxus des Schlosses setzen sich im Garten fort. Blickfang: die Gloriette. Der frühklassizistische Kolonnadenbau - ein Säulengang - thront hoch über dem Schlosspark. Bei einer Melange genießen Sie hier die beste Sicht auf Schönbrunn. Perfekte Tageszeit für einen Parkbesuch: am frühen Morgen, vor dem großen Besucheransturm.

Adresse Schloss Schönbrunn Wien
Schönbrunner Schloßstraße 47, 1130 Wien

Öffnungszeiten Schloss Schönbrunn Wien
Die aktuellen Öffnungszeiten finden Sie hier

Hofburg- Wien

Prachtvolle Residenz: Zu Hof bei den Habsburgern

Die Hofburg: Inbegriff höfischen Prunks und kaiserlichen Ansehens. Von hier aus regierten die Habsburger ihr Reich. Heute vereint das riesige Anwesen Museen, Parkanlagen und die Nationalbibliothek. Sogar der Bundespräsident hat hier seinen Amtssitz. Liebling der Touristen: das Sisi-Museum.

Kaiserapartments, Silberkammer und Sisi-Museum - auch wenn Wien nur aus der Hofburg bestehen würde, man müsste einfach hinfahren. Es geht durch die prachtvollen Arbeits-, Wohn- und Empfangssäle der Habsburger, zuletzt bewohnt vom berühmten Herrscherpaar Kaiser Franz und seiner Gattin Elisabeth. Hach ja, Sisi. Die Schöne. Die ewig Junge. Die Unangepasste. Das ihr gewidmete Museum spielt mit Mythos und Wahrheit. Sieben Räume gefüllt mit Sonnenschirmen, Fächern und Schönheitsrezepten. In der Silberkammer gibt's ein Bad in Luxus und edler Tafelkultur. Vom kostbaren Porzellan bis zum 30 Meter langen Mailänder Tafelaufsatz - man hat es sich gut gehen lassen. Streng gehütetes Geheimnis ist übrigens die "Kaiserfaltung". Nur zwei Mitarbeiter kennen die spezielle Faltung der kaiserlichen Serviette.

Trotz allen Prunks - es war immer ein Ort der Politik. Über 600 Jahre lang regierten die Habsburger Monarchen ihr Imperium von der Hofburg aus. Heute haben hier der österreichische Bundespräsident und das Bundeskanzleramt ihren Sitz. Aber das ist längst nicht alles: Museen, öffentliche Parks und Plätze, die Österreichische Nationalbibliothek, sogar das Albertina Museum mit seiner großartigen grafischen Kunstsammlung befindet sich in der Burganlage. Im Trakt der Winterreitschule trabt die Pferde-Elite: die weißen Hengste der Spanischen Hofreitschule.

Die Hofburg ist zugleich ein Ausflug durch die Kunstgeschichte der letzten Jahrhunderte. Mittelalterliche Gotik, verspielter Barock und eleganter Historismus. Seit Baubeginn im 13. Jahrhundert wuchs die prachtvolle Residenz der Habsburger zu einem der größten zusammenhängenden Gebäudekomplexe Europas an.

Ältestes Bauwerk: der Schweizertrakt. Das schwarz-rote Schweizertor im Renaissancestil sticht aus dem sandsteinernen Bau hervor. In der Kaiserlichen Schatzkammer funkelt und glitzert die Sammlung des Hauses Habsburg-Lothringen: Schwerter, Smaragde, Reichsäpfel. Wichtigste Kostbarkeit: Reichskrone und Lanzen des Heiligen Römischen Reichs. Sogar der Heilige Gral liegt hier - zumindest wurde die spätantike Achatschale einst so bezeichnet. Nur Sisi kann das toppen.

Adresse Hofburg Wien
Michaelerkuppel, 1010 Wien

Öffnungszeiten Hofburg Wien
1. September - 30. Juni:
täglich 9.00 - 17.30 Uhr
1. Juli - 31. August: 9.00 - 18.00 Uhr

Wiener Staatsoper

Leuchten und Raunen: Das beste Opernhaus der Welt

Die Wiener Staatsoper - eines der ältesten Prachtbauten der Ringstraße. Symbol für österreichische Musikkultur. International bekannt für Opernproduktionen der Extraklasse und größtes Repertoire weltweit. Sogar Honigbienen verfallen dem Glanz des Opernhauses.

Es ist tatsächlich das "Erste Haus" auf der berühmten Ringstraße: die Staatsoper in Wien. Kein Musiktheater der Welt kann solch ein großes und erstklassiges Repertoire vorweisen: das Programm wechselt hier täglich. Nur die Metropolitan Opera in New York und die Mailänder Scala können noch ansatzweise mithalten.

Dabei war die Wiener Staatsoper nicht immer so beliebt und angesehen. "Versunkene Kiste" nannten die Wiener und Wienerinnen spöttisch das Opernhaus während der Bauarbeiten. Eine Fehlplanung des Hofbauamtes - die Fahrbahn lag einen Meter höher als die Torbögen des Bauwerks. Die Bevölkerung nahm den Architekten den Pfusch arg übel. Das Malheur wurde beseitigt, die beiden armen Tropfe sollten aber die Vollendung des Hauses nicht mehr miterleben.

Heute stehen internationale Stars wie die russische Sopranistin Anna Netrebko neben Großmeister Plácido Domingo auf der Bühne. Die Feststiege brilliert noch immer im Glanz der alten Zeiten und im Schwindfoyer lohnt ein Blick an die Decke. Farbenfroh, filigran und detailreich: Die 16 Wandmalereien repräsentieren frühere Stücke aus dem Opernrepertoire.

Im Zuschauerraum ist der Lüster ein Blickfang. 1.100 Glühbirnen bringen ihn zum Leuchten. Der festliche Teesalon und der Gustav Mahler Saal sind weitere Höhepunkte. Den besten Einblick in Kunst und Architektur bietet Ihnen eine 40-minütige Führung. Diese findet fast täglich zur Nachmittagszeit statt. Falls Sie noch ein besonderes Mitbringsel suchen: Honig! Kurios sind nämlich die Bienenstöcke auf dem Dach. Wiener Stadtbienen produzieren hier ihren Honig, der Opernshop hat mit Glück noch ein paar Gläser in der Auslage.

Alljährliches Highlight: der Wiener Opernball. Lange Abendkleider und schwarze Fracks schweben über das Parkett. Federboas, Strass und Krönchen. Es funkelt und glitzert. Wenn für eine Nacht im Jahr der Zuschauerraum zu einer großen Tanzfläche wird, treffen sich Künstler, Politiker und Unternehmer aus der ganzen Welt. Es ist der Ball der Bälle, der hier jedes Jahr zur Faschingszeit stattfindet. Eintrittskarten: In diesem Fall eher unerschwinglich.

Umsonst ist dafür die "Oper live am Platz". Ausgewählte Opern- und Ballettaufführungen werden von April bis Juni und im September kostenlos übertragen. Die große Videowand zeigt die musikalischen Werke auf dem Herbert von Karajan-Platz. Oder Sie mischen sich mit günstigen Tickets unter die berühmte Wiener Spezies der Stehplatzbesucher. Seit Generationen sind sie bei fast jeder Vorstellung dabei - und gehören somit schon fast zum Operninventar.

Adresse Wiener Staatsoper
Opernring 2, 1010 Wien

Öffnungszeiten Wiener Staatsoper
jeweils eine Stunde vor Vorstellungsbeginn

Stephansdom- Wien

Der "Steffl": Mächtigkeit, die sprachlos macht

Der Stephansdom - Wiens Wahrzeichen aus unbekannter Meisterhand. 230.000 farbige Glasurziegel schmücken das Dach. 850 Jahre Geschichte verbergen sich hinter den Mauern - und sogar unter der Erde. Tägliche Führungen zeigen den Dom von der Gruft bis zum Aussichtsturm.

Wer auch immer die Herren Architekten damals waren, sie lassen die Dombesucher bis heute ehrfürchtig verstummen. Hohe Pfeiler, die ins Unendliche zu gehen scheinen. 39 Meter prächtiges Kircheninneres. Mittelalterliche Kunstwerke, barocke Altäre, detailverliebte Verzierungen. Nehmen Sie sich Zeit für das Mittelschiff mit der berühmten spätgotischen Kanzel. Eine sagenhafte Schnitzeljagd der Symbolik. Der Handlauf ist von Fröschen, Schlangen und Lurchen bevölkert. Finden Sie auch den Wachhund, das "Hündchen ohne Furcht", das aufpasst, dass den Prediger kein Tier anfällt? In Stein gehauen sind ebenfalls die vier Kirchenväter und der "Fenstergucker" - ein Selbstbildnis des Baumeisters.

Doch selbst ein sakraler Kolossalbau wie der Stephansdom war nicht unverwundbar. 1945 wurde er zertrümmert und zerstört. Durch den Brand fing der Glockenstuhl Feuer. Am Boden zerschellte die dicke Pummerin - die zweitgrößte Kirchenglocke der Welt, ganze 20 Tonnen schwer, so viel wie vier ausgewachsene Elefantenbullen. Doch die Bevölkerung packte an, baute ihn wieder auf. Bald erstrahlte das gotische Meisterwerk in neuem, altem Glanz. Die neue Pummerin wurde aus den zerbrochenen Teilen der alten Pummerin gegossen und hängt im Nordturm. Ein Fahrstuhl führt heute die 60 Meter zu ihr hinauf. Sie spielt noch heute ihr wummerndes Geläut zu besonderen Anlässen.

Es war nicht das erste Mal, dass die Wiener und Wienerinnen um ihren "Steffl" fürchteten. Während der Türkenbelagerung stand er unter Beschuss - die Einschusslöcher von etwa 1.000 Kanonenkugeln am Südturm sollen dies bezeugen. 137 Meter misst der Riese, 343 Treppenstufen führen hoch bis zur Türmerstube. Er ist das Hauptwahrzeichen der Stadt und bietet das schönste Wien-Panorama: Von der Innenstadt über die Donau bis zu den Bergen.

Zurück auf dem Boden, verwundern die roten und weißen Markierungen im Straßenpflaster auf dem südlichen Stephansplatz. Hier verstecken sich unterirdische Kapellen. Rot kennzeichnet die Magdalenenkapelle, weiß die Virgilkapelle. Lohnend: Ein Besuch der U-Bahnstation Stephansplatz. Durch ein Schaufenster kann man hier in die mittelalterliche Virgilkapelle blicken. Das Wien Museum bietet sogar Führungen an.

Kontrovers diskutiert, aber nichtsdestotrotz beliebtes erstes Haus am Platze: das Haas-Haus. Postmoderne pur. Passt so etwas überhaupt zu den schnuckeligen Biedermeier-Häusern und engen, schmalen Gässchen? Geschmackssache. Wie immer. Der Dom spiegelt sich jedenfalls ganz wunderbar in den Scheiben und wer drinnen einen Platz hinter der großen Glasfassade des Do & Co Restaurants ergattert hat, wird mit dem phänomenalen Ausblick durch das riesige Panoramafenster mehr als versöhnt. In jedem Fall: ein außergewöhnliches architektonisches Gipfeltreffen.

Adresse Stephansdom Wien
Stephansplatz 3, 1010 Wien

Öffnungszeiten Stephansdom Wien
Montag - Samstag 9.00 - 11.30 Uhr und 13.00 - 16.30 Uhr, Sonn-/Feiertag 13.00 - 16.30 Uhr

Fiakerfahrt- Wien (Österreich)

Fahr‘ ma, Euer Gnadn?

Diese Frage klingt immer dann durch Wiens Straßen, wenn sich jemand einem Fiaker anvertraut, um die innere Stadt zu besichtigen. Die historischen Pferdekutschen sind meist über 100 Jahre alt und liebevoll restauriert. Für eine gemütliche Tour durch die Altstadt finden Sie kein schöneres Gefährt.

Die Wiener Fiaker gibt es schon seit knapp über 300 Jahren. In der österreichischen Hauptstadt waren sie sehr viel länger ein alltägliches Fortbewegungsmittel als im Rest Europas. Hinter vorgehaltener Hand wird gesagt, es läge an einer gewissen Verweigerung der Wiener eines jeden technischen Fortschrittes gegenüber. Immerhin fuhren in London schon erste U-Bahnen, während Wien sich zur gleichen Zeit gerade einmal an die Pferdetram gewöhnte. Sie sind halt eigen, die Wiener.

Das Wort "Fiaker" beschreibt gleichermaßen Gefährt und Zunft des Fahrers. Die Kutscher waren oft stadtbekannte Originale, die teils auch als Sänger auftraten. Besonders hoch geschätzt: ihre Diskretion, wenn sich wieder einmal ein hoher Herr mit seiner Liebschaft im Fiaker vergnügte. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts gab es über 1.000 lizensierte Fiaker in Wien. Zu dieser Zeit prägten sie Begriffe wie Schmiergeld und Trinkgeld. Schmiergeld erhoben die Kutscher, damit sie die Kosten für die Schmierung des Fuhrwerks decken konnten. Mit dem eingeführten Trinkgeld kehrten die durstigen Kutscher nach der Fahrt gemütlich ein und sie mussten diese nicht mehr ständig mit dem Gast unterbrechen. Oha: Einer der Fiaker muss es irgendwann auch nach Amerika geschafft haben. Bis zum heutigen Tage fahren die nostalgischen Gespanne durch den New Yorker Central Park.

Auf Wunsch der heutigen Fahrgäste erklärt der fahrende Fiaker auch die Sehenswürdigkeiten Wiens. Dieses Wissen ist neben der zünftigen Kleidung eine der Grundvoraussetzungen, um eine Lizenz zu bekommen. Romantiker ordern am besten eine sogenannte "Porzellanfuhre". Früher transportierten die Kutscher so das wertvolle Porzellan sicher von Ort zu Ort. Heute können Sie mit dieser sanften und geschmeidigen Fahrt Ihr Schatzerl bezaubern.

Fiakerstandplätze finden Sie an verschiedenen Orten der Stadt: Stephansplatz, Michaelerplatz, Albertinaplatz, Petersplatz und Burgtheater/Volksgarten.

Schloss Belvedere- Wien

Schloss im Doppelpack: Zwei sind besser als eins

In Schloss Belvedere versammeln sich die großen Meister der Wiener Moderne: Gustav Klimt, Egon Schiele und Oskar Kokoschka. Verpackt ist das Ganze in eine barocke Schlossanlage. Die Ausstellung ist täglich geöffnet und der Park frei zugänglich.

Keine optische Täuschung, es sind wahrhaftig zwei Schlösser: das Untere und das Obere Belvedere. Grenzt schon fast an Größenwahn, aber manchmal ist ein Schloss einfach nicht genug. Besser so. Sonst hätten heute die große Kunstsammlung und vielen Sonderausstellungen nicht genug Platz.

Prinz Eugen von Savoyen ließ Schloss Belvedere als seine Residenz errichten. Der "Edle Ritter" - Sohn europäischen Hochadels - war einer der bedeutendsten Feldherren und Berater der Habsburger Monarchie. Daher sein gewaltiger Reichtum. Das Untere Belvedere diente dem Kunstliebhaber als Wohnschloss, das Obere Belvedere war ein reiner Repräsentationsbau. Nach seinem Tod verschwendete und versteigerte seine Nichte das Erbe - Schloss Belvedere ging in die Hände Maria Theresias und der Habsburger.

Das Untere Belvedere wartet mit prächtigem Marmorsaal, glanzvollem Goldkabinett und dem Groteskensaal mit Wandmalereien aus dem 18. Jahrhundert auf. Luxuriöses Ambiente für wechselnde Sonderausstellungen. Gleich nebenan: der ehemalige Prunkstall. Einst standen hier die Leibpferde des Prinzen, heute hängen mittelalterliche Gemälde an den Wänden.

Noch prachtvoller und größer: das Obere Belvedere. Ursprünglich sollte hier nur eine kleine Gloriette - eine Art Säulengang - entstehen. Doch warum kleckern statt klotzen. Der Riesenbau bietet viel Platz für Kunst: Egon Schiele, Oskar Kokoschka und Gustav Klimt - das berühmte Künstlertrio der Wiener Moderne - gehören zu den Highlights der Sammlung. Was die "Mona Lisa" dem Louvre, ist hier "Der Kuss" von Klimt - die Jugendstil-Ikone schlechthin.

Drumherum: barocke Gärtnerspracht. Symmetrische Blumenbeete, verwunschene Wasserbassins, gradlinige Hecken. Drei Terrassen führen hinauf zum Oberen Belvedere. Strahlend weiße Skulpturen säumen die Wege - passend zeigen sie den Aufstieg aus der Unterwelt in den Olymp. Ein Ort zum Lustwandeln, Flanieren und Erholen.

Noch nicht genug von barockem Flair und Wiener Kunst? Das 21er Haus zeigt Wiener Gemälde von 1945 bis heute. Ein weiterer Ausstellungsort ist Prinz Eugens barockes Winterpalais in der Innenstadt. Wie praktisch, dass ein Kombiticket alle vier Orte vereint und sogar 30 Tage gültig ist.

Adresse Schloss Belvedere Wien
Prinz Eugen-Straße 27, 1030 Wien

Öffnungszeiten Schloss Belvedere Wien
Die aktuellen Öffnungszeiten finden Sie hier

Kaffeehaus-KulturWien

Vom kleinen Braunen und Schalen voller Gold

Wiener Kaffeehäuser: Der Ort, an dem Wiener und Wienerinnen zur Melange zusammentreffen. Stundenlang sitzen und quatschen - hier kein Problem. Denn langsam und gemach ist oberstes Gebot. Anfängerfehler: simplen Kaffee bestellen.

Frisches Kaffeearoma zieht in die Nase. Zeitungsrascheln. Schmucke Kellner huschen gekonnt um kleine Marmortische. Aber erstmal setzen - auf die vielleicht berühmtesten Kaffeehausstühle der Welt (Thonet-Stühle, stille Ikonen der Designgeschichte). Und dann den Blick kurz zur Decke werfen - über allem strahlen prächtige Kronleuchter. Willkommen im typischen Wiener Kaffeehaus!

Ja, hier steht die Zeit ein bisschen still. Auf die Klassiker der Speisekarte ist Verlass: Gugelhupf, Sachertorte und natürlich Mehlspeisen. Kaffee bestellen ist dagegen eine Kunst für sich. Damit der Ober Sie nicht als Nicht-Wiener entlarvt: Schwarzer Kaffee heißt hier kleiner oder großer Schwarzer. Versetzt mit Obers (Kaffeesahne) wird er zum kleinen oder großen Braunen. Noch mehr Obers hat die Schale Gold und eine Melange wird mit Milch und Milchschaum zubereitet. Dieses Namenswirrwarr gab es früher nicht: Damals reichte der Ober eine Farbpalette. Abstufungen von tief schwarz bis milchig weiß signalisierten die Stärke des Kaffees.

Die Gründung dieser Wiener Institution reicht zurück in die Zeit der Türkenbelagerung im 17. Jahrhundert. Das erste Kaffeehaus eröffnete der armenische Spion Johannes Theodat und bald breiteten sie sich über ganz Wien aus. Egon Schiele, Gustav Klimt, Leo Trotzki - alle hatten sie ihre Stammcafés.

Und wo sind sie eigentlich heute, die angesagten und berühmten Kaffeehäuser? Legendärer Innenstadttreff: Café Central - hier tranken schon Freud und Stalin ihren kleinen Braunen. Paul McCartney und Romy Schneider verschlug es ins Café Landtmann - Treffpunkt für Politiker und Medienleute. Im Café Sacher gibt es die berühmte Sachertorte und für seine 50er Jahre Einrichtung ist das Café Prückel bekannt. Weniger Kaffeehaus, dafür edle Tortenkreationen: die beliebte Hofzuckerbäckerei Demel.

Es ist einfach mehr, als ein Lokal. Ein Ort zum Tagespresse studieren, über Politik diskutieren, Roman verfassen, Flirten und Knutschen. Und zum Kaffee trinken natürlich auch. Urwienerisches Lebensgefühl, Gemütlichkeit und klassischer Charme - genau das macht die vielen öffentlichen Wohnzimmer Wiens aus.

Wiener Kaffeehaus-ABC

Mokka oder Schwarzer: kleiner bzw. großer schwarzer Kaffee, Bohnenkaffee mit feinporiger Creme ohne Milch

Großer bzw. kleiner Brauner: Schwarzer mit Kaffeeobers (Kaffeesahne)

Verlängerter Schwarzer/Brauner: Mokka/Brauner mit viel Wasser

Melange: verlängerter Mokka mit aufgeschäumter/gequirlter Milch und Schaumhaube

Schale Gold: Brauner mit viel Kaffeeobers

Kapuziner: Mokka mit wenig Schlagobers (Schlagsahne)

Einspänner: doppelter Mokka mit viel Schlagobers (Schlagsahne) und extra Staubzucker, im typischen Einspännerglas serviert

Fiaker: doppelter Mocca mit viel Schlagobers und einem Schuss erhitztem Kirschwasser und Staubzucker, eine Kirsche obenauf, im typischen Einspännerglas serviert

Doppelmokka oder Mokka gespritzt: Mokka mit Weinbrand

Maria Theresia: großer Mokka mit Orangenlikör, Staubzucker und Schlagobers

Türkischer/Mokka passiert: extra fein gemahlener türkischer Kaffee, mit Zucker aufgebrüht

Pharisäer: doppelter Mokka mit Zucker, Kakaopulver und Rum, erhitzt und mit Schlagobers, Zimt und Zitronenzeste serviert

Kunsthistorisches Museum- Wien

Rendezvous mit Albrecht Dürer und Pieter Bruegel

Das Kunsthistorische Museum in Wien: eine bekannte Adresse in der Kunstszene. In einer der größten und bedeutendsten Gemäldegalerien der Welt hängt Tintoretto neben Paul Rubens und Albrecht Dürer. In der Kunstkammer verblüffen die Drachenzungen. Perfekter Einstieg zu den alten Meistern und seltenen Kuriositäten: die Gratis-Führungen.

Original Säulen aus dem Alten Ägypten eingearbeitet im Prachtbau der Ringstraßenära des 19. Jahrhunderts. Sowas gib es nur in Wien. Die Habsburger ließen das Kunsthistorische Museum eigens für ihre kostbare Kunstsammlung errichten. In der Ägyptisch-Orientalischen Sammlung integrierten sie kurzerhand Originalfunde in den Bau. So stehen hier keine Marmorsäulen wie im Rest des Hauses, sondern Monolithsäulen ragen sechs Meter in die Höhe.

Herzstück des Museums: die Gemäldegalerie. Als viertgrößte der Welt, kann sie locker mit der National Gallery London und der Gemäldegalerie Berlin mithalten. Herausragende Werke der venezianischen und flämischen Malerei hängen neben altniederländischen und altdeutschen Werken - von Tintoretto über Paul Rubens und Jan van Eyck bis Albrecht Dürer. Eine Besonderheit ist die große Pieter Bruegel Sammlung, ein berühmtes Genie der Niederländischen Renaissance und des Bauerngenres.

Ein eher unbekanntes Werk, aber von Bedeutung für die Stadt: "Wien, vom Belvedere aus gesehen". Das Panorama des venezianischen Malers Bernardo Bellotto - auch bekannt als Canaletto - zeigt den Blick auf die Altstadt. Den sogenannten "Canaletto-Blick". Bis heute steht er als Ideal für das Hochauskonzept der Innenstadt: Nichts soll diese einmalige Ansicht beeinträchtigen. Genau hinschauen sollten Sie bei David Teniers Gemälde "Erzherzog Leopold Wilhelm in seiner Brüsseler Galerie". Abgebildet ist der Herzog inmitten seiner imposanten Sammlung, viele der Werke hängen bis heute im Museum. Vielleicht finden Sie eins.

Ein weiteres Schmuckstück des Museums ist die Kunstkammer Wien. Eine Anlehnung an Universalsammlungen aus Barock und Renaissance, die das damalige Wissen der Zeit erfassten. Kurios: Die ausgestellten Haifischzähne wurden damals für Drachenzungen gehalten.

Platz hat am Ende in dem riesigen Gebäude doch nicht alles. Schräg gegenüber in der Neuen Burg befinden sich weitere Ausstellungen: die Sammlung alter Musikinstrumente, die Hofjagd- und Rüstkammer und das Ephesos Museum. Ein lohnenswerter, kleiner Abstecher.

Adresse Kunsthistorisches Museum Wien
Maria-Theresien-Platz, 1010 Wien

Öffnungszeiten Kunsthistorisches Museum Wien
Informationen zu den Öffnungszeiten finden Sie hier.

Prater- Wien

Lebhaftes Remmidemmi trifft auf behagliche Ruhe

Der Prater - die größte Grünanlage Wiens. Edles Parkgelände vereint mit heiterem Rummelplatz. Mal elegant und entspannt, mal laut und lustig. Sein Herzstück: das Riesenrad mit spektakulärem Blick über die Stadt. Echt leiwand!

Buntes Treiben, Trubel und Getümmel. Der Prater: beliebtes Ausflugsziel der Wiener und ein Highlight auf jeder Wienreise. Doch das war nicht immer so. Anfangs war der kaiserliche Forst ausschließlich für den Hochadel reserviert. Für jeden zugänglich ist der Volksprater seit 1766. Zu Festen bauten Schausteller ihre Buden und Zelte auf, Schankwirte sowie Kaffeesieder folgten. Und sie blieben.

Das einstige Jagdrevier entwickelte sich zur belebten Kirmes - dem Würstlprater. 250 Attraktionen. Autoscooter, Flugsimulator und Schießbuden. Es bimmelt, blinkt und tutet von morgens um 10.00 bis Mitternacht. Nostalgisch: die "Alt Wiener Grottenbahn" aus dem 19. Jahrhundert. Bei Madame Tussauds versammeln sich altbekannte Wiener Prominente. Sisi, Kaiser Franz, Mozart und Klimt leben weiter im Wachsfigurenkabinett. Schon gewusst: 1933 eröffnete im Prater die weltweit erste Geisterbahn - das "Geisterschloss".

Bekanntestes Fahrgeschäft: das Riesenrad. Seit über 100 Jahren ragt es 65 Meter hoch über die Baumkronen hinaus. Carol Reeds Wien-Klassiker "Der Dritte Mann" machte es weltweit berühmt. Höhepunkt des Thrillers: auf dem Riesenrad. Wem das nichts sagt - auch James Bond drehte hier schon. In "Der Hauch des Todes" genießt er mit seiner Geliebten den romantischen Blick über Wien.

Genug vom Trubel, Lärm und Blinklichtern? Der "Grüne Prater" mit seinen weitläufigen Wiesen und Wäldern ist ein Ort zum Erholen und Flanieren. Spazieren Sie über die beschauliche Hauptallee: 4,5 Kilometer lang, schnurgerade und von 2.500 Bäumen gesäumt. Schneller durch den Park gleitet die dampfende Liliputbahn, sie schafft es in zehn Minuten von der einen zur anderen Seite.

Legendärer Abschluss: ein Besuch im Schweizerhaus. Hier serviert der Wirt seit eh und je seine berühmten Stelzen (Eisbein) oder Kartoffelpuffer. Ein typisch wienerisches Papperl.

Adresse Prater Wien
1020 Wien

Öffnungszeiten Prater Wien
März - Oktober: T
äglich 11.00 - 24.00 Uhr
Öffnungszeiten können abweichen. Weitere Informationen finden Sie hier.

Spanische Hofreitschule- Wien

Spitzenballett ohne Tutu: Wiens Prachthengste

Die Spanische Hofreitschule zeigt seit 450 Jahren Reitkunst in Perfektion. Jede Aufführung ein Meisterwerk. Sind die weißen Hengste mit der Ausbildung fertig, werden sie als "Professor" angeredet. Mal den edlen Lipizzanern beim Warm up zuschauen?

Elegant und anmutig stolzieren die Schimmel über die Reitbahn. Scheinbar schwerelos fliegen sie durch die Lüfte. Bäumen sich vor den Zuschauern auf. Wackler? Nicht hier. Ob Galopppirouette, Passage, Piaffe - jede Gangart sitzt, ein Gesamtkunstwerk aus Harmonie und Pracht. Schwere Kristalllüster, Stuck und Säulen tauchen die weiße Augenweide in eine fast vergessene kaiserliche Märchenkulisse.

Nur in Wien gibt es so etwas zu sehen. Seit 2015 gehört die Spanische Hofreitschule zum immateriellen Kulturerbe der UNESCO. Der Name "Spanisch" geht zurück ins 16. Jh. als der damalige König Pferde von seinem Spanienaufenthalt mitbrachte. Die Rösser waren edel, feurig und gelehrig - perfekt geeignet für die Reitkunst. Die Spanische Hofreitschule ist seitdem die einzige Institution der Welt, an der die Renaissancetradition der "Hohen Schule” unverändert weiterlebt. Also Pferdedressur des höchsten Schwierigkeitsgrads. Acht bis zwölf Jahre dauert es, bis die alteingesessenen Bereiter einen Anwärter in ihre Riegen aufnehmen. Vom Lehrling zum sogenannten Eleven, schließlich Bereiteranwärter und endlich Bereiter. Erst wenn der Anwärter seinen Lipizzanerhengst perfekt eingeritten hat, er in der Schulquadrille mitreiten kann - ist die Ausbildung beendet. Was für ein Akt.

Die Aufführungen finden in der Winterreitschule im Michaelertrakt der Hofburg statt: ein Traum barocker Architektur und eine der prachtvollsten Reithallen der Welt. Mindestens einmal pro Woche sind die einzigartigen und anmutigen Vorführungen zu bewundern. Ganze 70 Minuten pure Pferdefreude. Das morgendliche Training kann indes fast täglich besichtigt werden. Bei der Morgenarbeit trainieren die Bereiter weniger die berühmten Schulsprünge, sondern führen Lockerungsübungen durch und stärken die Muskulatur der Pferde. Es ist das Mini-Programm für den kleinen Geldbeutel.

Adresse Spanische Hofreitschule Wien
Michaelerplatz 1, 1010 Wien

Öffnungszeiten Besucherzentrum Spanische Hofreitschule Wien
täglich 9.00 - 16.00 Uhr

Mozart in Wien(Österreich)

Mozart: Genie zwischen Adel und Bettlern

Auch wenn "Don Giovanni" in Prag triumphal uraufgeführt wurde, Italien, England und Deutschland für das Werden des Genies prägend waren: Ohne Wien, seine wichtigste "Lebensstadt", wäre Wolfgang Amadeus Mozart nicht das geworden, was er bis heute ist: das größte Musikgenie aller Zeiten.

Rund 20 Wiener Orte können sich in ihr Gästebuch schreiben: Hier, in diesen Räumen, in diesem Palais, in dieser Kirche war Wolfgang Amadeus Mozart zu Gast. Allein beim schönen Friedhof St. Marx verhält es sich anders: Dort steht er im Sterberegister.

Im Kindesalter trifft er die damaligen Spitzen der Gesellschaft. Schloss Schönbrunn, 1762: Mozart ist erst sechs Jahre alt, und schon raunt man vom "Wunderkind aus Salzburg." Der kleine Mozart spielt im Spiegelzimmer der Sommerresidenz, "Landesmutter" Kaiserin Maria Theresia ist beeindruckt. Als der Sechsjährige am Ende noch der Kaiserin laut Überlieferung auf den Schoß hüpft, ist sie schlichtweg begeistert.

Sechs Jahre später, 1768, treffen Kaiserin Maria Theresia und der noch immer kleine Mozart gar zweimal aufeinander: In der Wiener Hofburg gewährt die Kaiserin dem bereits international weit herumgekommenem Mozart eine Audienz von zwei Stunden. Und zur Einweihung der Waisenhauskirche am Rennweg schreibt Mozart im Schüleralter von zwölf Jahren seine festliche "Waisenhausmesse", die er in Anwesenheit von Maria Theresia auch selbst dirigiert. Jahre später, 1781, verbringt er in den Kaiserappartements sogar den Weihnachtsabend. Gastgeber ist bereits Österreichs großer Aufklärer, Kaiser Joseph II.

Der "Wiener" Mozart kehrt aber nicht nur bei der Hofgesellschaft ein: Mozart, dieser lebenslustige, seine Umwelt immer wieder herausfordernde Künstler, kennt natürlich auch ein Privatleben, ja sogar ein Leben als besorgter Vater.

Spätestens 1781 - der Salzburger Oberstkämmerer Graf Arco beendet Mozarts Anstellung beim Fürst-Erzbischof im Wiener Deutschordenhaus nach Zwistigkeiten endgültig mit einem Fußtritt in den Allerwertesten ("bey der thüre durch einen tritt im arsch hinaus werfen") - erinnert sich Mozart, nunmehr völlig auf sich selbst gestellt, des Wiener Adels und dessen Mäzenatentum. 1786, als Dreißigjähriger, dirigierte Mozart im Palais Auersperg eine Privataufführung des "Idomeneo".

Den privaten, vor allem aber glücklichen Mozart trifft man am besten im Mozarthaus Vienna an. In der Domgasse 5, im Herzen Wiens, verlebte der Schöpfer der "Zauberflöte" (1791) und der "Entführung aus dem Serail" (1782) wohl seine schönste und erfolgreichste Zeit. Zwischen 1784 und 1787 logiert er hier, im ersten Stock.

Ein ebenso glücklicher Ort für die Familie Mozart muss wohl auch der Stephansdom sein, wo Wolfgang im Jahr 1782 seine Constanze (Weber) heiratet. Gestorben ist Mozart ebenfalls im Herzen Wiens, in der Rauhensteingasse 8. Mozarts irdischer Weg endet am St. Marxer Friedhof, wo Europas größter Musikus, Erfinder zahlreicher Opern, Messen und unvergesslichen Melodien, einsam seine letzte Ruhestätte findet. Der genaue Platz seines Grabes ist bis heute nicht genau bekannt: Mozart wurde in einem Schachtgrab ohne Grabkreuz mit vier bis fünf weiteren Toten begraben, ganz nach der Art der Zeit.

Die "Auferstehung" Mozarts begann bereits einige Tage nach dessen frühem Tod. Bereits am 10. Dezember fand auf Initiative des "Theater an der Wien"-Direktors und Auftraggebers der "Zauberflöte" (1791), Emanuel Schikanender, in der Michaelerkirche eine Seelenmesse für Mozart statt, wo vermutlich auch dessen letztes Stück, das unvollendet gebliebene Requiem, erstmals zu hören war.

Erinnerungen an Mozart finden sich in Wien prominent im Mozart-Denkmal im Burggarten, das im Jahr 1896 erschaffen wurde. Am Zentralfriedhof, Wiens größtem Friedhof, steht seit 1891 ein weiteres Mozart-Denkmal im Ehrengräberhain in unmittelbarer Nähe weiterer großer Komponisten, wie Beethoven oder Strauß.

Einen anderen Weg geht das Haus der Musik: Hier ist Mozart ein eigener Raum gewidmet, der nicht nur Originale aus dessen Leben zeigt, sondern mittels modernem Infotainment die Möglichkeit schafft, die "Kleine Nachtmusik" (1787) mithilfe der durchwegs kritischen Wiener Philharmoniker zu dirigieren.

(Quelle: Wien Tourismus)

Hop-On-Hop-Off-TourWien

Wählen Sie zwischen sechs Routen für eine abwechslungsreiche Stadtrundfahrt durch Wien. Ob nur eine Route oder alle sechs kombiniert, es gibt viel zu sehen. Der Clou: Ein- und Aussteigen so oft Sie wollen. Stellen Sie Ihr ganz persönliches Sightseeing-Programm zusammen.

Sagenhafte 50 Stopps. Die Hop-on-Hop-off-Bustouren decken ganz Wien und sogar die Umgebung ab. Einfacher und entspannter kann die Stadt nicht entdeckt werden. Audioguides im Bus informieren über die Sehenswürdigkeiten. Hochladen und versenden der neuesten Urlaubsfotos auch kein Problem - alle Busse sind mit kostenlosem WLAN ausgestattet.

Mit unterschiedlichen Routen Wien entdecken

Rote Linie

Der Klassiker, vereint die wichtigsten Sehenswürdigkeiten Wiens. Alle bekannten Prachtbauten der Ringstraße werden angefahren: Staatsoper, Hofburg mit Sisi-Museum, Museumsquartier samt Kunsthistorischen Museum im Renaissancebau, Parlament, Rathaus und Burgtheater.

Gelbe Linie

Die Schlösser-Tour. Das bekannte Schloss Schönbrunn, in dem einst Kaiser Franz Joseph und Sisi wohnten und das barocke Schloss Belvedere sind zwei Top-Attraktionen. Kulinarisches Intermezzo: der weltberühmte Naschmarkt.

Blaue Linie

Entlang der Donau führt die Tour vorbei am Kunsthaus Wien und der Friedensreich Hundertwasser Ausstellung. Weiter zum Wiener Prater mit dem Wahrzeichen der Stadt - dem berühmten Riesenrad - und zum Donauturm mit dem spektakulären Panorama-Restaurant auf der Aussichtsplattform.

E-Blue Linie Donauturm

Auf der Fahrt vom Praterstern zum Donauturm bewundern Sie im umweltfreundlichem E-Bus die Reichsbrücke, die Franz-von-Assisi-Kirche und natürlich die blaue Donau. Vom Ziel, dem 252 Meter hohem Donauturm, haben Sie einen phänomenalen Panoramablick über die Stadt.

Geführter Stadtspaziergang immer inklusive

Zu Fuß durch die eindrucksvolle Innenstadt: Hotel Sacher, Spanische Hofreitschule, Stephansdom, Pestsäule - und dabei so einige Kuriositäten und Geheimnisse über die Stadt und ihre Bauwerke erfahren.

Stadtrundfahrt- Wien

Vienna Sightseeing Stadtführungen

Wien: so viele prachtvolle Bauten, barocke Paläste und imperialer Luxus. Aber wer residierte nochmal im Schloss Belvedere? Und wo war gleich Sisis Winterresidenz? Praktisch, dass es die geführten Stadtrundfahrten gibt. Die klimatisierten Busse führen vorbei an den schönsten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Ortskundige Führer erzählen Ihnen die wichtigsten Fakten und unterhaltsame Geschichten. Und aus dem Bus ausgestiegen wird natürlich auch: z. B. am Schloss Schönbrunn oder am Schloss Belvedere.

Stadtrundfahrt und Schloss Schönbrunn

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten Wiens in einer 3,5-stündigen Stadtrundfahrt. Es geht entlang der Wiener Ringstraße, vorbei an der prachtvollen Staatsoper, der majestätischen Hofburg und dem neoklassischen Parlament. Highlight der Tour ist das Schloss Schönbrunn - Sommerresidenz der Habsburger. Wandeln Sie durch die kaiserlichen Prunkräume und tauchen Sie ein in das Leben der Kaiserin Sisi und ihres Gatten Kaiser Franz Joseph. Der Eintritt ist inklusive und der Vienna Sightseeing Guide führt Sie ohne Wartezeit am Eingang direkt in die Nobeletage.

Mit Schlössern geht es weiter: Als letzten Stopp führt die Stadtrundfahrt zum Schloss Belvedere mit seinen barocken Gartenanlagen und einer einzigartigen Kunstsammlung. Gustav Klimts berühmtes Gemälde "Der Kuss" hängt hier im Oberen Belvedere. Der Eintritt ins Schloss und in die Kunstausstellung ist ermäßigt.

Treffpunkt Stadtrundfahrt Wien
Vor dem Opernbrunnen, gegenüber der Operngasse 8, 1010 Wien

Fahrzeiten Stadtrundfahrt Wien
täglich 9.30 Uhr

Vienna City Card- Wien

Unter dem Motto "Wien à la carte" gibt Ihnen das Wiener Tourismusbüro mit der Vienna City Card einen sehr nützlichen Begleiter mit auf den Weg. Sie nutzen alle öffentlichen Verkehrsmittel kostenlos und erhalten bei 210 Sehenswürdigkeiten Ermäßigungen bis zu 50 Prozent. Zu jeder Karte erhalten Sie eine Broschüre, in der alle Vorteile aufgeführt werden und die eine Gebrauchsanweisung für die Vienna City Card enthält. Bitte beachten Sie, dass einige Vergünstigungen nur mit einem Coupon aus der Broschüre erhältlich sind. Sie bekommen die Vienna City Card am Flughafen, an Bahnhöfen, in der Tourismusinformation und an der Rezeption vieler Hotels.

Die Vienna City Card ist 24 beziehungsweise 48 oder 72 Stunden lang gültig, beginnend mit der ersten Nutzung. Bitte entwerten Sie die Vienna City Card am Fahrkartenautomaten oder bei der ersten Sehenswürdigkeit, die Sie besuchen. Pro Karte können Sie ein Kind bis zum vollendeten 15. Lebensjahr in den öffentlichen Verkehrsmitteln gratis mitnehmen (Ausweis nicht vergessen), in Museen und bei Sehenswürdigkeiten fragen Sie bitte nach Kinderermäßigungen. Auf die Vienna City Card selbst gibt es keine Vergünstigungen für Kinder.

Sie können alle öffentlichen Verkehrsmittel gratis nutzen, egal ob U-Bahn, Straßenbahn, Schnellbahn, Bus oder Nachtbus (Zone 100).

Vergünstigungen erhalten Sie durch die Wien-Karte in den Wiener Museen, bei Ausstellungen, in Theatern oder bei Konzerten, beim Einkaufen, in Cafés, Restaurants oder beim Heurigen.

Hier eine kleine Auswahl an Sehenswürdigkeiten, auf die Sie mit der Wien-Karte Ermäßigungen bekommen:

Kaffeehaus-GeschichteWien

Wiener Kaffeehaus: ein Grieche hat's erfunden

Die Betreiber von Kaffeehäusern sind die sogenannten Kaffeesieder. Die Legende besagt, dass die Wiener während der Befreiung von der zweiten Türkenbelagerung im Jahre 1683 einige Säcke mit seltsamen Bohnen fanden, die sie zunächst für Kamelfutter hielten und verbrennen wollten. Ein Dolmetscher namens Georg Franz Kolschitzky habe die Säcke stattdessen an sich genommen und das erste Kaffeehaus gegründet.

Tatsächlich stammt das erste Wiener Kaffeehaus etwa aus dieser Zeit und wurde aber 1685 von einem Griechen namens Johannes Theodat gegründet. Das neue Getränk fand bei der Wiener Bevölkerung großen Anklang, sodass die Zahl der Kaffeehäuser rapide anstieg. In der Frühzeit der Kaffeehäuser trugen die Kaffeevarianten keine Namen. Statt eine Melange oder einen Verlängerten zu bestellen, reichte der Kellner eine Farbpalette, auf der die Stärke des Kaffees in Farbabstufungen von schwarz bis milchig-weiß symbolisiert war. Der Gast wählte, in dem er auf die gewünschte Farbe zeigte.

Seine Blütezeit erlebte das Wiener Kaffeehaus Ende des 19. bis Anfang des 20. Jahrhunderts, als sogenannte Kaffeehausliteraten wie Peter Altenberg, Alfred Polgar, Karl Kraus, Hermann Broch und Friedrich Torberg ihre Stammcafés zur bevorzugten Lebens- und Arbeitsstätte machten. Viele bekannte Künstler, Wissenschaftler, Techniker und Politiker der Zeit wie Arthur Schnitzler, Stefan Zweig, Egon Schiele, Gustav Klimt, Adolf Loos, Theodor Herzl, Siegfried Marcus oder auch Leo Trotzki waren häufige Gäste im Kaffeehaus. Auch in Prag, Budapest, Lemberg und anderen Großstädten Österreich-Ungarns gab es viele Kaffeehäuser nach Wiener Vorbild, die zum Teil heute noch bestehen.

Ab 1950 begann das "Kaffeehaussterben", als einige berühmte Wiener Kaffeehäuser schließen mussten, verursacht durch veränderte Freizeitgewohnheiten (z. B. der wachsenden Beliebtheit des Fernsehens) und das Aufkommen "moderner" Espresso-Bars. Trotzdem gibt es auch heute noch etliche dieser typischen Wiener Lokale, die sich ihren ursprünglichen Charme bewahrt haben, zumal seit den 1990er Jahren allgemein ein neues Interesse an der Kaffeehaus-Tradition zu beobachten ist.

(Quelle: www.wikipedia.de)

Mozarts Leben

Wolfgang Amadeus Mozart erblickte am 27. Januar 1756 als siebtes Kind von Leopold und Anna (geb. Pertl) Mozart das Licht der Welt. Im Taufbuch der Dompfarre wurde er unter dem Namen "Joannes Chrysost(omos) Wolfgangus" registriert. Den Namen "Wolfgang Amadeo" nahm er erst 1770 auf der ersten Italienreise an.

Er überlebte neben seiner Schwester Maria Anna ("Nannerl") als einziges Kind das erste Lebensjahr. Schon früh erkannte der Vater, ein bedeutender Musikpädagoge, das herausragende Talent und die Musikbegeisterung seines Sohnes. Ab dem vierten Lebensjahr unterrichtete er Wolfgang gezielt in Musik, später auch in anderen Fächern. Schon 1761 hatte Mozart seinen ersten öffentlichen Auftritt in Salzburg. Der Vater ließ daraufhin Mozart mit seiner Schwester Nannerl als musikalisches "Wunderkind" auftreten.

Die erste Konzertreise führte sie im Januar 1762 nach München zum bayerischen Kurfürsten Maximilian II. Eine weitere brachte Mozart (September bis Dezember 1762) über Passau und Linz nach Wien, wo es zum berühmten Auftritt vor "Kaiserin" Maria Theresia kam (13. Oktober 1762): "Der Wolferl ist der Kayserin auf den Schooß gesprungen, sie um den Halß bekommen und rechtschaffen abgeküsst", schrieb der stolze Vater an seinen Vermieter Hagenauer nach Salzburg.

1769 wurde Mozart zum (unbesoldeten) Konzertmeister der Salzburger Hofmusik ernannt. Nach wieder kaum einjährigem Aufenthalt in Salzburg traten Vater und Sohn Mozart die erste Italienreise an. In den Jahren danach folgten weitere Reisen nach Frankreich, Deutschland und Italien, bevor er 1781 nach Wien zog und sich seinen Lebensunterhalt als Opernkomponist, Klaviervirtuose mit eigenen Kompositionen und als Lehrer verdiente.

Am 4. August 1782 heiratete Mozart ohne die Einwilligung seines Vaters Konstanze Weber. Ende Juli bis November 1783 hielt sich Mozart ein letztes Mal in Salzburg auf. Constanze sollte endlich dem Vater vorgestellt werden. Während dieses Aufenthalts wurde am 26. Oktober unter der Leitung des Komponisten die unvollendet gebliebene c-Moll-Messe KV 427 (417a) in der Stiftskirche St. Peter uraufgeführt. Constanze Mozart sang die Sopranpartie. Im folgenden Jahr trat der Freidenker Mozart der Freimaurerloge "Zur Wohlthätigkeit" bei.

1787 wurde "Don Giovanni" KV 527 (2. Da-Ponte-Oper) fertiggestellt. Auch seine Reisetätigkeit nahm der Komponist wieder auf. Er besuchte die Erstaufführungen seiner beiden Opern in Prag und begab sich nach Preußen an den Hof König Friedrich Wilhelm II. Mozart erreichte künstlerisch wie gesellschaftlich einen neuen Höhepunkt, der ihn zu einem überzogenen Lebensstil verleitete.

Zwar wurde Mozart am 7. Dezember zum Kammer-Musiker bei Hof ernannt (800 Gulden jährlich), trotzdem musste er sich mehrmals Geld leihen. In dieser Zeit entstanden auch die letzten Symphonien (z. B. die "Jupiter-Symphonie" KV 551), zahlreiche Klavierwerke und Kammermusik (u. a. "Eine kleine Nachtmusik" KV 525 und der "Musikalische Spaß" KV 522).

Mozarts Versuch, die barocke Tradition der Festoper mit den neuen zeitgenössischen Strömungen zu verbinden, ging am Geschmack des Hofes vorbei. Die Schulden der Mozarts stiegen rasant an. Trotz des guten Verdienstes hatte die Verschwendungssucht und die kommerzielle Unfähigkeit des Ehepaar Mozarts verheerende Auswirkungen auf die Finanzlage.

Im Spätsommer 1791 erkrankte Mozart, die Situation war aber noch nicht ernst. In den ersten Dezembertagen trat dann eine dramatische Verschlechterung ein, die seinen Tod zur Folge hatte. Am 5. Dezember verstarb Wolfgang Amadeus Mozart an "hitzigem Rieselfieber" in seiner Wiener Wohnung, Rauhensteingasse Nr. 8.

Mozart wurde aufgrund seiner inferioren Finanzsituation in einem Schachtgrab (Armenbegräbnis) am St. Marxer Friedhof beigesetzt. Die genaue Lage der Grabstätte konnte aber nie lokalisiert werden. Das später errichtete Ehrengrab auf dem Wiener Zentralfriedhof ist leer.

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