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Burgenland
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Burgenland: Der Osten von Österreich
Wo Österreich auf Ungarn trifft, liegt das Burgenland. Es lockt Besucher an mit dem Neusiedler See, den Thermen St. Martins Therme & Lodge, den Opernfestspiele im Steinbruch in Sankt Margarethen und dem Kurort Bad Tatzmannsdorf.
Burgenland
Das Burgenland: Österreichs milder Osten
Es ist das jüngste, am wenigsten dicht besiedelte und das östlichste Bundesland von Österreich: das Burgenland. Erst seit etwa 100 Jahren gehört es zu Österreich, davor zählte man sich zu Ungarn – an den Namen der Bewohner hört man es heute noch. Sanfte Hügel und weite Blicke – wirklich alpin ist Österreich hier nicht, aber dafür umso malerischer.
Weniger Einwohner als Karlsruhe, aber einen Beinamen wie die ganz großen: Das Burgenland gilt als „Land der Sonne“. 300 Sonnentage und überdurchschnittliche Temperaturen – das klingt nach einem traumhaften Urlaub. Bummeln in der Hauptstadt Eisenstadt, Baden im Neusiedler See oder Wandern durch die Weinberge: Die Reise in den Osten lohnt sich. Alleine 29 Naturschutzgebiete kann das Bundesland aufweisen, der Nationalpark Neusiedler See-Seewinkel bildet den österreichischen Teil des UNESCO-Welterbes Kulturlandschaft Fertő/Neusiedler See. Es ist der flächenmäßig größte See in Österreich (300 Quadratkilometer) und ein echtes Freizeitwunder, auch für Österreicher. Viele Hauptstadtbewohner verbringen hier ein verlängertes Wochenende. Schließlich hat man’s nicht weit. „Das Meer der Wiener“ wird der See deswegen auch genannt. Surfen, Baden, Tauchen, Boot fahren – oder einfach durch den Nationalpark drumherum wandern. Zum Beispiel durch die einzigartige Steppenlandschaft oder auf dem Bernstein Trail. Wichtig sind natürlich auch die Pausen. Buschenschanken oder echter Heuriger nennt man im Burgenland die kleinen Gastwirtschaften, deren Öffnungszeiten durch ein Bündel Kieferngrün oder einen Strohkranz angezeigt werden. Auf den Tisch kommen kalte Speisen mit frischen Zutaten und natürlich auch der regionale Wein, der dank der Sonne zur Perfektion reift.
Land der Burgen
Als das Burgenland 1921 zu Österreich kam, war die Region noch als Deutsch-Westungarn bekannt. Der Name Burgenland wurde von dem österreichischen Sozialdemokraten Karl Renner vorgeschlagen und sollte zunächst Vierburgenland lauten. Warum? Die vier wichtigsten Verwaltungsbezirke haben Namen, die auf -burg endeten. Eisenburg /Vas, Ödenburg/Sopron, Wieselburg/Moson und Pressburg/Bratislava. Lustigerweise liegen alle davon heute auf nicht-österreichischem Gebiet, denn über die Zugehörigkeit wurde von der Bevölkerung abgestimmt.
Natürlich hat das Burgenland auch echte Burgen, zum Beispiel die Friedensburg Schlaining in Stadtschlaining. Nach einer langen Geschichte, die im Mittelalter begann, wurde die Burg im Kalten Krieg bewusst zur Friedensburg. Das Österreichische Studienzentrum für Frieden und Konfliktlösung hat hier seinen Sitz. Die Dauerausstellungen in den Räumlichkeiten der Burg widmen sich diesem Thema. Ein ganz besonderes Ausstellungsstück: ein Origami-Kranich, gefaltet von Sadako Sasaki, einer todkranken Überlebenden von Hiroshima. Natürlich gibt es noch mehr Prachtgebäude, zum Beispiel das barocke Schloss Esterházy in der Landeshauptstadt Eisenstadt, das gleichzeitig auch das Wahrzeichen des Bundeslandes ist. Hier lebte Josef Haydn als Hofmusiker des Fürsten Esterházy, bevor er die Musik für die Kaiserhymne schrieb, heute die deutsche Nationalhymne. In Eisenstadt dreht sich einiges um den berühmten Komponisten, das Haydnmausoleum kann besichtigt werden und jährlich findet ein Festival zu seinen Ehren statt. Wer eine Pause von Kultur und Geschichte braucht, kann ganz in der Nähe von Eisenstadt den größten Freizeitpark Österreichs besuchen, den Familypark. Mit Achterbahn, Wildwasserbahn und Freefalltower können Sie den ganzen Tag verbringen. Klein, ja, das mag das Burgenland sein, aber in Sachen Natur, Wein und Freizeitgestaltung hält es mit den Großen mit.

