Berlin

Lebendige Hauptstadt an der Spree - da will ich hin!

Über Deutschlands Hauptstadt könnte man Bücher schreiben, und das passiert auch, wieder und wieder. Ein guter Reiseführer ist unerlässlich, wenn Sie Richtung Spree aufbrechen. Kleiner Tipp: Schauen Sie unbedingt auf der Innenseite des Buches nach, wann diese Auflage aktualisiert wurde.

Berlin-Angebote

Berlin

Lebendige Hauptstadt an der Spree - da will ich hin!

Über Deutschlands Hauptstadt könnte man Bücher schreiben, und das passiert auch, wieder und wieder. Ein guter Reiseführer ist unerlässlich, wenn Sie Richtung Spree aufbrechen. Kleiner Tipp: Schauen Sie unbedingt auf der Innenseite des Buches nach, wann diese Auflage aktualisiert wurde.

Denn Berlin ist seit Anfang der 90er dynamisch wie kaum eine zweite Hauptstadt Europas. In schneller Abfolge wechseln Highlights, In-Treffs, Sehenswürdigkeiten, Moden und "Musts". Hier schon mal einige Anregungen.

Brandenburger Tor: Das Wahrzeichen Berlins schlechthin. 1790 gebaut, gingen Bilder dieses Bauwerks um die Welt, als 1989 glückliche Menschen in knatternden Trabbis drunter durchfuhren. Der Schnappschuss vom Tor gehört zu einem Berlinbesuch einfach dazu.

AquaDom: Im weltweit einzigartigen AquaDom im Foyer der Radisson Blue Hotels gehen Sie auf eine Tauchtour der besonderen Art. Im Inneren des 25 Meter hohen, zylindrischen Aquariums fährt Sie ein gläserner, doppelstöckiger Aufzug bis ins Dachgeschoss des CityQuartiers "DomAquarée", vorbei an farbenprächtigen Rifflandschaften und exotischen Fischschwärmen. Beobachten Sie die Taucher beim Füttern der Fische in einem gigantischen Becken mit rund 1 Million Liter Wasserinhalt. Die doppelstöckige Aufzugskabine bietet ca. 48 Personen Platz und garantiert eine uneingeschränkte Sicht auf die bezaubernde Unterwasserwelt. Rund 2.600 exotische Fische aus über 50 verschiedenen Arten erwarten Sie bei Ihrem Tauchgang im AquaDom. Auch hier bitte etwas Zeit mitbringen, denn neben vielen Fischen im AquaDom gibt es vor dem Eingang meistens eine Schlange...

Reichstagsgebäude: Die Verhüllung durch Christo hat den Ort 1995 einen Sommer lang weltberühmt gemacht. Der Sitz des deutschen Parlaments ist spätestens seitdem meistbesuchtes Ziel aller Berlin-Touristen, inklusive Besichtigung der atemraubenden Glaskuppel von Stararchitekt Norman Foster.

Funk-und Fernsehturm: Angenehmer Nebeneffekt der Wiedervereinigung: Wenn man heutzutage Berlin von oben sehen will, hat man zwei hervorragende Möglichkeiten, den 1926 gebauten Funkturm im Westen, und den 40 Jahre später zu DDR-Hochzeiten entstandenen Fernsehturm auf dem Alexanderplatz.

Potsdamer Platz: So wird aus einem grauen Entlein ein stolzer Schwan. 28 Jahre lang prägten Mauer, Minen und wucherndes Unkraut den brachliegenden Platz. Heute ist das Karree in Berlins Mitte der futuristischste Ort Deutschlands. Daimler Quartier, Sony Center und das 2004 eröffnete Hotel The Ritz-Carlton dominieren die Stadt in der Stadt.

Museumsinsel: Um dieses Fleckchen Berlin machen nur hart gesottene Kulturbanausen einen Bogen. Die älteste Berlinerin, die 3.300 Jahre junge Nofretete, zog 2006 in ihr Domizil auf der Insel.

Fotos: visitBerlin, Wolfgang Scholvien, Philip Koschel, Janine Blechschmidt

Berlin

Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin

„Ich will nicht nach Berlin!“ sang die Band Kraftklub. Da sind sie aber die einzigen, denn Berlin ist hip. Alle zieht es nach Berlin, da war die deutsche Regierung ausnahmsweise mal Trendsetter. Zu schräg für die Kleinstadt? Komm nach Berlin. Hier gibt es alles für jeden, sogar einen veganen Sexshop. Die Hauptstadt gilt als kreatives Herz der Republik, Medienzentrum, Ausgeh-Metropole. Hier mischen sich Alt-Berliner, zugezogene Hipster, Touristen, die dritte Generation der türkischen und griechischen Gastarbeiter. Und überall: geschichtsträchtige Orte. Gebäude, die man jeden Abend in der Tagesschau sieht. Kunst in Museen und auf der Straße. Opernhäuser, Sinfonieorchester, Theater. Alles im Plural. Sie wollen jetzt auch nach Berlin? "Komm se rin, könn' se rauskieken!" würde der Berliner sagen.

Willkommen in der Stadt der Brücken und Museen

Berlin hat weniger als Hamburg, aber mehr als Venedig. Die Rede ist von Brücken. Offiziell gibt es in Berlin 916 davon, Venedig hat „nur“ 450. Berlin ist erstaunlich wasserreich und unerwartet grün. Hier sind Bäume nicht die Ausnahme, sondern die Regel. Der Tiergarten ist nur eine der grünen Lungen der Stadt. Den ehemaligen Flughafen Tempelhof nutzen die Berliner seit 2010 als Park und zum Inline-Skaten, grillen und entspannen. Außerdem: große und kleine Grünanlagen, botanische Gärten und Naturschutzgebiete. Der Zoologische Garten ist der älteste und artenreichste Zoo der Welt (1844 eröffnet, 15.000 Tiere aus 1.500 Arten). Sein Pendant im Osten, der Tierpark, steht ihm in fast nichts nach. Und Museen? Berlin hat 180 davon. Große deutsche und internationale Meisterwerke, wie die von Casper David Friedrich, zeigen die etablierten Ausstellungen auf der Museumsinsel. Das Computerspielemuseum und das Berliner Stasimuseum haben ungewöhnlichere Ausstellungsstücke – hier können Sie noch einmal mit der C64 oder dem Atari zocken.

So ticken die Berliner

Den Begriff „Berliner Schnauze“ gibt es nicht zu Unrecht: rotzfrech und barsch können sie sein, die Berliner. Gedacht, gesagt. Der trockene Humor der Hauptstädter staubt auf der Zunge, das schnodderige Berlinerisch tut sein Übriges. Das darf man nicht persönlich nehmen – denn eigentlich steckt hinter der großen Klappe ein noch größeres Herz und viel Toleranz für die, die ein bisschen anders sind. Das neue Sofa mit den Öffis nach Hause transportieren? Bunte Haare und Metall im Gesicht? Lack und Leder oder gleich gar keine Bekleidung? Das ist den Hauptstädtern höchstens ein „na und?“ wert. Der Berliner lässt sich nicht gern vorschreiben, wie er zu leben und was er zu tun hat. Also: Alles geht. Fast. Als Nicht-Berliner über Berlin meckern, kommt nicht so gut.

So schmeckt der Urlaub in Berlin

Ewige Nummer Eins der typischen Berliner Gerichte: Currywurst. 1949 wurde die Rezeptur der Soße in Berlin von der Gastronomin Herta Heuwer aus der Taufe gehoben. Die legendärste Currywurstbude in Berlin ist Knopke’s Imbiss unter der Hochbahn in Prenzlauer Berg. Schon seit den 60ern wird hier Currywurst verkauft. Die Currywurst ist schon fast ein Muss im Berlin Urlaub. Der Ursprung des Döners, wie wir ihn heute kennen, wird in Berlin vermutet. In typisch deutscher Version mit Gemüse und Soßen, aber inspiriert von der türkischen Küche, wird der Döner schon seit den 70ern in Berlin verkauft. 950 Dönerspieße werden jeden Tag in Berlin gegessen – das sind 60 Tonnen Fleisch.

Überhaupt, der Berliner mag es deftig: Kassler, Kartoffel- oder Erbsensuppe, Rollmops, Königsberger Klopse, Buletten und Brötchen mit Hackepeter. Dazu Berliner Weiße. (Berliner Weißbiersorte) Aber es darf auch avantgardistisch sein: Fusionsküche, Molekularküche und „Ghost Restaurants“ – hier werden Trends geboren. Und ja: was der Rest der Nation als Berliner oder Krapfen bezeichnet sind in Berlin Pfannkuchen. Brötchen heißen hier Schrippen. Aber auch das ist typisch Berlin: Fast alles auch in einer veganen Variation erhältlich. Lust auf einen Vöner oder ein Vürstchen? „Hau rin!“

Das sollten Sie gesehen haben

Gleich vornweg: In Berlin müssen Sie Mut zur Lücke haben. Berlin schreibt seit dem 13. Jahrhundert Geschichte, war Hauptstadt des Preußischen Königreichs, des Deutschen Kaiserreiches und der Weimarer Republik. Die Nationalsozialisten wollten es zur Welthauptstadt Germania umbauen. Im Krieg wurde es zur Hälfte zerstört, danach geteilt. Historische Bauwerke, geschichtsträchtige Plätze, Museen und Sehenswürdigkeiten gibt es in Berlin überall. Sie wollen auf jeden Fall die wichtigsten Sehenswürdigkeiten sehen und haben nicht viel Zeit? Wer aus dem Hauptbahnhof einfach geradeaus zum Potsdamer Platz spaziert, sieht die Spree, das Kanzleramt, den Bundestag, das Reichstagsgebäude, das Brandenburger Tor (und in der Ferne die Straße hinunter, die Siegessäule, auf der anderen Seite den Fernsehturm), das Denkmal für die ermordeten Juden und Reste der Mauer. Sie haben etwas mehr Zeit? Vom Potsdamer Platz geht es über den Gendarmenmarkt über die Museumsinsel mit Berliner Dom bis zum Alex und Hackeschen Markt. Sie haben die großen Sehenswürdigkeiten schon gesehen? Für jeden der Berliner Bezirk gibt eine Stadttour, die Besuchern Kultur und Kulinarik des Viertels näher bringt. So kann man in Neukölln die dörfliche Atmosphäre und das quirlige Leben des Multikulti-Stadtteils kennen lernen. Filmfan? Mit dem Videobus geht es an die Schauplätze von Filmen wie „Lola rennt“, „Aeon Flux“, „James Bond“ und „Emil und die Detektive“. So kann man Filmszenen mit den realen Orten vergleichen. Auch beliebt: Stadtrundfahrten per Schiff. Vom Regierungsviertel bis zum Bellevue in Moabit – auf Spree und Landwehrkanal lässt sich Berlin bequem entdecken. Im Landwehrkanal darf man sogar mit Kanus fahren. Auch Berlins Tunnel, Bunker und unterirdische Gewölbe lassen sich mit Untergrund-Führungen erkunden.

Shoppen im Berlin Urlaub

Ku’damm, Friedrichstraße, Schloßstraße und der Hackesche Markt sind die klassischen Einkaufmeilen in Berlin. Natürlich können Sie im KaDeWe und Alexa einkaufen gehen. Richtiges Berlin-Gefühl kommt aber auf, wenn Sie auf den zahlreichen Flohmärkten der Hauptstadt bummeln. In Neukölln am Maybachufer findet zwei Mal im Monat der „Flowmarkt“ statt. Auf dem Trödelmarkt am Marheinekeplatz in Kreuzberg und Flohmarkt am Boxhagener Platz in Friedrichshain mischen sich gewerbliche und private Händler. Vintage-Händler und junge Modedesigner bieten am Mauerpark Secondhand Mode und selbstentworfene Einzelstücke an. Überhaupt: kleine Läden in Seitengassen sind typisch für Berlin, genau wie Markthallen, die türkische oder orientalische Spezialitäten

Das sollten Sie sonst noch wissen

In Berlin ist man Touristen gewöhnt – gepoltert wird trotzdem gern. Also nicht persönlich nehmen, die meisten Berliner waren hier auch mal fremd und helfen verwirrten Touristen gerne. Wenn Sie als Tourist nicht auffallen wollen: zügig aus der U-Bahn aussteigen, auf dem Potsdamer Platz und belebten Straßen ein bisschen Platz für die Einheimischen lassen. Wer sich nicht sofort als Tourist outen will, starrt Leute auf der Straße nicht an – egal wie schräg sie aussehen. In Berlin sind alle willkommen. Wichtigste Regel aber: Nicht auf dem Holocaust Denkmal herumturnen und Selfies knipsen. Der israelische Künstler Shahak Shapira photoshoppte für sein Projekt „Yolocaust“ Selfies von Touristen in Bilder aus KZs – das macht sprachlos.

Das schönste Souvenir

Wissen Sie wie Ampelmännchen schmecken? In den Ampelmännchen-Shops dreht sich alles um das kultige Ost-Ampelmännchen. Neben Bechern, Shirts und Kühlschrankmagneten können Sie die Figur als Fruchtgummis und Nudeln kaufen. Genauso typisch für Berlin: der Buddy-Bär. Die Bären-Skulpturen stehen nicht nur in Berlin, sondern auch in deutschen Botschaften rund um die Welt. In Kleinformat verbreiten sie auch daheim Berliner Charme. Darf es etwas ausgefallener sein? Wer schon mal mit den Berliner Verkehrsbetrieben gefahren ist, kennt das typische Muster der Sitzbezüge. Das gibt es jetzt auch auf Badehose, Regenschirm und Krawatte – zu erwerben zum Beispiel in der Station Alexanderplatz. Das Muster verzeiht garantiert jeden Fleck.

Zu den Angeboten

Reisepakete werden geladen

Reisepakete werden geladen