Wunderland Kalkar - Kernie's Familienpark

Hier sind strahlende Gesichter garantiert

"Kernkraftwerk, nie genutzt, günstig abzugeben". So oder so ähnlich muss die Zeitungsanzeige gelautet haben, die der niederländische Unternehmer Hennie van der Most Anfang der 90er las. Für 2,5 Millionen Euro kaufte er das AKW plus Gelände in Kalkar in der Nähe der Grenze zu Holland und verwandelte es in einen Freizeitpark für Familien - das "Wunderland Kalar".

Kernie’s Familienpark

Hier sind strahlende Gesichter garantiert

"Kernkraftwerk, nie genutzt, günstig abzugeben". So oder so ähnlich muss die Zeitungsanzeige gelautet haben, die der niederländische Unternehmer Hennie van der Most Anfang der 90er las. Für 2,5 Millionen Euro kaufte er das AKW plus Gelände in Kalkar in der Nähe der Grenze zu Holland und verwandelte es in einen Freizeitpark für Familien - das "Wunderland Kalar".

Am Eingang begrüßen Kernie und Kerna, die Maskottchen des Freizeitsparks, die kleinen Besucher persönlich. Ganz besonders für sie ist der Freizeitpark ein Paradies oder vielmehr ein Schlaraffenland. Kinder lieben nicht nur die über 40 Fahrgeschäfte, sondern auch, dass Pommes, Eis und Softgetränke schon im Eintrittspreis enthalten sind. Ganz richtig: Pommes und Eis, so viel man will. Doch gleich am Anfang zuzuschlagen, kann sich rächen. Schließlich geht es hier richtig drunter und drüber - auf Riesenrad Wildwasser- und Achterbahn, Schiffsschaukel, Miniscooter, Kartbahn und den vielen anderen Attraktionen.

Hoch hinaus auf vielen Wegen

Seine ungewöhnliche Geschichte sieht man dem Freizeitpark "Wunderland Kalkar" immer noch an: Der ehemalige Kühlturm überragt das Gelände, ist aber mittlerweile mit einem Bergpanorama bemalt und dient als Kletterwand. Hier können sich aufstrebende Kletterer austoben. Auch große Abenteurer beweisen an der Wand Geschick in bis zu 45 Metern Höhe. Im Inneren des Kühlturms erwartet die Besucher eine beeindruckende Überraschung. Dort steht ein 58 Meter hohes Kettenkarussell, das während der Fahrt über den Rand hinausragt. Von hier blickt man direkt auf den nahen Rhein und natürlich das Wunderland.

Kinderlachen statt Kernspaltung

Wer es mit vollem Pommesbauch erst mal ruhig angehen möchte: In Kernies Labyrinth kann man sich herrlich zwischen grünen Hecken verlaufen und im Brütermuseum geht es um die spannende Geschichte des Geländes. Hier sollte in den 80ern das Kernkraftwerk vom Typ "Schneller Brüter" ans Netz gehen, aber Bürgerproteste verhinderten das. Zum Glück, denn so ein Freizeitpark ist doch viel lustiger als ein Kernkraftwerk und hat mindestens genauso viel Strahlkraft.

Wunderland Kalkar, Griether Straße 110-120, 47546 Kalkar

19. 4. - 27. 10. 2019 10.00 - 17.00/18.00, tagesgenaue Öffnungszeiten entnehmen Sie bitte unter: https://www.wunderlandkalkar.eu/de/familienpark/offnungszeiten

Erwachsene und Kinder ab 1,30 m 27,95 Euro, Kinder bis 1,29 m 20,59 Euro, Kinder 0 - 2 Jahre gratis; an Tagen, an denen der Park bis 18.00 geöffnet ist 2,- Euro Aufschlag

Foto: Wunderland Kalkar

Kalkar

Fahren Sie Richtung Holland an den Niederrhein und machen Halt in Kalkar. Es ist die Stadt, die Architektur, Kunst und Städtebau des Mittelalters hervorragend verbindet. Lassen Sie sich von der Atmosphäre dieser mittelalterlichen und ebenso lebendigen Stadt verzaubern.

1230 von Graf Dietrich von Kleve gegründet, hieß es noch"Calcaria nobile oppidum" - Kalkar die edle Stadt. 1242 erhielt der Ort bereits das Stadtrecht. Neben Schafzucht und Wollweberei als Einnahmequellen, füllten 42 Brauereien das Stadtsäckel. Kalkar erlebte seine wirtschaftliche Blüte im 15. und frühen 16. Jahrhundert. Mehr als 4.000 Einwohner lebten in über 500 Häusern. Von 1540 bis 1572 ist die Mitgliedschaft der Stadt in der Hanse (als Beistadt zu Wesel) dokumentiert.

Der Reichtum dieser Zeit ist auch heute noch zu sehen, so schön, dass die Stadtanlage als internationales Kulturdenkmal anerkannt wurde. Bestaunen Sie die alten Treppengiebelhäuser, die den Marktplatz umsäumen und das mächtige, gotische Rathaus aus dem Jahr 1446. Es zählt zu den eindrucksvollsten Profanbauten des ausgehenden Mittelalters. Auf dem mit Rheinkiesel gepflasterten Marktplatz wächst noch die alte Gerichtslinde (1545), die im Jahr 2008 von einem Banausen angezündet wurde. Zum Glück konnte ein Baumchirurg der alten ehrwürdigen Linde helfen.

Neben verschiedenen gotischen, spätgotischen, barocken und Jugendstil-Häusern ist auch die achtbödige Windmühle (1770) am Hanselaerer Tor ein Augenschmaus. Das Juwel der Stadt ist aber sicher die St. Nicolai-Kirche. Bedeutend sind ihre neun aus Holz geschnitzten gotischen Altäre, darunter der Hochalter von Jan Joest.

Schmuckes Ausflugsziel mit Rheinpromenade und Fähre ist die kleine Hansestadt Grieth. Ein altes Fisch- und Schifferstädtchen, das 1969 eingemeindet wurde und etwa sechs Kilometer nördlich von Kalkars Stadtkern liegt. Dank der schier endlosen Weiten am Niederrhein treten begeisterte Radfahrer in ihre Pedalen, Spaziergänger flanieren an der Rheinpromenade, Wanderer folgen dem gut ausgeschriebenen Wegenetz. Nicht zu letzt die Nähe zu Holland mit den historischen Städten Xanten und Emmerich macht Kalkar zum attraktiven Urlaubsort.

Zu den Angeboten

Reisepakete werden geladen

Reisepakete werden geladen