Top Sehenswürdigkeiten am Bodensee
Top 10 Sehenswürdigkeiten am Bodensee, die Sie gesehen haben müssen
Der Bodensee ist nicht einfach nur ein See – er ist ein kleines Universum aus mittelalterlichen Altstädten, blühenden Inseln, lebendiger Geschichte und familiärem Freizeitspaß. Drei Länder teilen sich seine Ufer: Deutschland, Österreich und die Schweiz. Und egal, in welche Richtung Sie fahren, warten immer neue Entdeckungen auf Sie.
Damit Sie nicht halb orientierungslos durch die Region kurven, haben wir die besten Sehenswürdigkeiten am Bodensee für Sie zusammengestellt – von der quirligen Konstanzer Altstadt bis hinauf zum Pfänder mit Blick über den ganzen See.
Unsere Reisepakete am Bodensee
Inhaltsverzeichnis – Sehenswürdigkeiten am Bodensee
Konstanz Altstadt & Hafen
- Größte Stadt am Bodensee mit rund 85.000 Einwohnern
- Einzige deutsche Stadt westlich des Rheins – daher im Zweiten Weltkrieg kaum beschädigt
- Das Konzil: historisches Gebäude, in dem 1417 Papst Martin V. gewählt wurde
- Lebendige Altstadt mit Münster, Marktstätten und Seepromenade
- Regelmäßige Schiffsverbindungen nach Meersburg, Mainau und Überlingen
Wer Konstanz zum ersten Mal betritt, versteht schnell, warum die Stadt den Krieg heil überstanden hat – sie hatte einfach zu viel zu verlieren. Die Gassen der Altstadt schlängeln sich zwischen mittelalterlichen Fassaden hindurch, am Hafen dümpeln Boote vor sich hin, und der Rhein schiebt gemächlich sein Wasser Richtung Bodensee. Das Münster thront ruhig über allem, als hätte es nie etwas eilig gehabt.
Besonders empfehlenswert: ein Abend an der Seepromenade. Ein Glas Wein, das Licht das sich im Wasser bricht – schöner wird es selten.
Bild: © Internationale Bodensee Tourismus GmbH, Achim Mende
Insel Mainau
- Knapp 45 Hektar große Blumeninsel mitten im Bodensee
- Das ganze Jahr geöffnet – von Tulpen im Frühling bis Dahlien im Herbst
- Barockschloss und Schlosskirche aus dem 18. Jahrhundert
- Schmetterlingshaus und Tropenhaus für besondere Naturerlebnisse
- Erreichbar per Schiff ab Konstanz oder über eine Brücke mit dem Fahrrad
Die Mainau gilt nicht umsonst als die Blumeninsel des Bodensees – ein Titel, den man ihr nicht streitig machen kann. Im Frühling explodieren hier buchstäblich Millionen von Tulpen und Narzissen, während im Sommer Rosen und Dahlien die Luft parfümieren. Das Barockschloss der Bernadottes thront über allem und verleiht der Insel eine leicht märchenhafte Atmosphäre.
Besonders ruhig ist es morgens kurz nach der Öffnung – da hat man die Wege fast für sich.
Bild: © Insel Mainau (Internationale Bodensee Tourismus GmbH, Achim Mende)
Insel Reichenau
- UNESCO-Welterbe seit 2000 – die älteste Klosterinsel Deutschlands
- Drei romanische Kirchen aus dem 9. und 10. Jahrhundert in tadelloser Verfassung
- Bekannt für Gemüseanbau – die Garteninsel liefert bis heute Salat, Gurken und Tomaten
- Nur 4,5 km lang, daher ideal mit dem Fahrrad zu erkunden
- Ruhige Atmosphäre, wenig kommerzialisiert
Die Reichenau ist so etwas wie der bedächtige Cousin der glamouröseren Mainau. Weniger Blumen, mehr Geschichte. Das Kloster wurde 724 gegründet – als Karls des Großen Aufstieg noch in vollem Gange war. Die drei romanischen Kirchen, die noch heute stehen, versetzen einen schlagartig ins Mittelalter.
Wer den Trubel scheut und lieber ruhige Radwege zwischen Gemüsefeldern und Schilfgürteln erkundet, ist hier goldrichtig.
→ Weitere Informationen zur Insel Reichenau finden Sie hier.
Bild: © Internationale Bodensee Tourismus GmbH, Achim Mende
Meersburg Altstadt & Burg
- Die älteste noch bewohnte Burg Deutschlands – seit dem 7. Jahrhundert
- Malerische Altstadt mit Fachwerkhäusern und Treppen direkt zum See
- Berühmte Winzergemeinde – der Burgunder vom Bodensee hat echte Qualität
- Annette von Droste-Hülshoff lebte hier und schrieb ihre bekanntesten Werke
- Regelmäßige Fähre nach Konstanz – 15 Minuten, fantastischer Ausblick inklusive
Meersburg sieht aus wie gemalt – und zwar nicht schlecht gemalt. Die Burg thront über dem Ort wie ein Mächtiger, der es längst nicht mehr nötig hat, besonders laut zu sein. Darunter schlängeln sich Gassen mit Weinlokalen, Töpfereien und kleinen Pensionen den Hang hinab zum See.
Die alte Burg ist die älteste Deutschlands, die noch bewohnt ist. Eine Führung lohnt sich – man bekommt ein echtes Gefühl dafür, wie Ritter und Bischöfe hier lebten. Und der Wein dazu schmeckt hinterher noch besser.
Pfahlbauten Unteruhldingen
- UNESCO-Welterbe seit 2011 – prähistorische Pfahlbausiedlungen am Bodensee
- Das älteste Freilichtmuseum Deutschlands (eröffnet 1922)
- Rekonstruierte Häuser auf Pfählen direkt über dem Wasser – begehbar
- Originalfunde aus der Stein- und Bronzezeit im hauseigenen Museum
- Familienfreundlich mit Mitmachaktionen für Kinder aller Altersgruppen
Was haben Steinzeitmenschen am Bodensee getrieben? Gelebt, überlebt – und offenbar ziemlich ordentlich gebaut. Die Pfahlbauten in Unteruhldingen lassen einen zurückblättern bis in die Zeit vor 5.000 Jahren. Die rekonstruierten Holzhäuser auf Stelzen über dem Wasser sind überraschend detailreich – kein trockenes Museum aus dem Lehrbuch, sondern einer, bei dem man wirklich spürt, wie das Leben damals ausgesehen haben könnte.
Für Familien mit neugierigen Kindern ist das hier ein echter Treffer: Mitmachaktionen, Originalfunde, und am Ende versteht selbst der Teenager, warum Geschichte spannend sein kann.
Zeppelin Museum Friedrichshafen
- Das weltgrößte Zeppelin-Museum direkt am Seeufer in Friedrichshafen
- Originalgetreue Rekonstruktion des LZ 129 Hindenburg – in Lebensgröße und begehbar
- Kunstsammlung mit Werken des 20. Jahrhunderts als zweite Hauptabteilung
- Modernes Museumsgebäude im ehemaligen Hafenbahnhof direkt am See
- Gut kombinierbar mit einer Bodensee-Schifffahrt ab Friedrichshafen
Graf Zeppelin war ein Schwabe mit einer Idee, die schlicht zu groß für Württemberg war – also musste sie in den Himmel. Das Zeppelin Museum in Friedrichshafen würdigt diesen Wahnsinnstraum mit einer Rekonstruktion des Hindenburg, in die man tatsächlich eintreten kann. Passagierkabinen, Steuerraum, Aussichtsplattform – man braucht keinen echten Flug mehr, um zu verstehen, warum diese Luftschiffe die Menschen damals faszinierten.
Das Museum lässt sich prima mit einer Bodensee-Schifffahrt kombinieren: morgens Museum, mittags aufs Schiff, abends ein Bier am Hafen. Perfekter Bodensee-Tag.
Bild: © Tourist-Information Friedrichshafen
Affenberg Salem
- Über 200 halbwild lebende Berberaffen auf weitläufigem Waldgelände
- Keine Käfige – die Affen laufen frei herum und kommen, wenn sie mögen
- Ebenfalls auf dem Gelände: Storchenpflegestation und freifliegende Störche
- In der Nähe: Kloster Salem – kombinierbar zu einem schönen Doppelausflug
- Perfekt für Familien mit Kindern jeden Alters
Wer einmal einen Berberaffin in freier Wildbahn die Haare durchwühlen lassen hat, vergisst das so schnell nicht. Im Affenberg Salem passiert genau das – denn die über 200 Affen sind zwar nicht zahm, aber durchaus neugierig. Man darf sie mit speziellem Popcorn füttern (mitgebrachtes Futter ist tabu), und die Begegnungen sind immer wieder kurios und herzerwärmend.
Dazu: Störche in allen Lebenslagen, nette Pfade durch den Wald, und in der Nähe wartet das Kloster Salem mit einem der schönsten Klosterkomplexe am Bodensee. Ein wunderbarer Doppelausflug.
Ravensburger Spieleland
- Familienfreizeitpark in Meckenbeuren nahe dem Bodensee
- Über 70 Attraktionen und Fahrgeschäfte für Kinder und Familien
- Basiert auf den Spieleklassikern von Ravensburger
- SchokoWerkstatt, Kochstudio und kreative Mitmachbereiche für kleine Entdecker
- Ideal für Kinder zwischen 2 und 13 Jahren
Das Ravensburger Spieleland ist kein Achterbahn-Park, bei dem man am Ende schlappe Knie hat. Es ist ein Park, bei dem die Kinder die Fäden in der Hand halten – ob in der SchokoWerkstatt, beim Kochkurs oder beim Ausprobieren der Spieleklassiker. Alpin-Rafting, Riesenrutschen, Kinderkarussells: die Balance zwischen ruhig und aufregend stimmt.
Die Nähe zum Bodensee macht das Spieleland zum perfekten Ausflugsziel: vormittags Schifffahrt, nachmittags Park, abends erschöpfte Kinder – und glückliche Eltern.
→ Weitere Informationen zum Ravensburger Spieleland finden Sie hier.
Lindau Insel & Hafen
- Mittelalterliche Inselstadt in Bayern, verbunden mit dem Festland durch eine Brücke und Bahnlinie
- Hafeneingang mit dem bayerischen Löwen und dem historischen Leuchtturm – ein Postkartenmotiv
- Außerordentlich gut erhaltene Altstadt mit Fachwerk und südländischem Flair
- Nobelpreisträgertagungen finden seit 1951 regelmäßig in Lindau statt
- An klaren Tagen: direkter Blick auf die österreichischen und Schweizer Alpen
Lindau ist der Traum des Urlaubers, dem Venedig zu laut ist. Die kleine Inselstadt liegt so romantisch im Bodensee, dass man sich fragen muss, ob das zu viel des Guten ist – ist es aber nicht. Der Hafen mit dem Löwen und dem Leuchtturm ist buchstäblich bilderbuchhaft, die Gassen dahinter sind voller kleiner Läden, Restaurants und ruhiger Plätze.
An klaren Tagen sieht man von Lindau aus die Alpen in Österreich und der Schweiz – das allein ist schon eine Reise wert. Mit dem Zug kommt man direkt auf die Insel, mit dem Schiff weiter zum nächsten Ziel.
Bild: © Internationale Bodensee Tourismus GmbH, Achim Mende
Bregenz & Pfänder
- Bregenz: Hauptstadt Vorarlbergs direkt am Bodensee – entspannt und kultiviert
- Bregenzer Festspiele: weltberühmte Seebühne mit grandiosen Inszenierungen jeden Sommer
- Pfänderbahn: Gondel hinauf auf 1.064 m – Panoramablick über den gesamten Bodensee
- Alpenwildpark auf dem Pfänder mit einheimischen Tieren – kostenlos begehbar
- Kunsthaus Bregenz und lebendige Altstadt für kulturell Interessierte
Bregenz wirkt auf den ersten Blick etwas ruhiger als die deutschen Städte am See – und das ist kein Nachteil. Die Seebühne der Bregenzer Festspiele ist eine der faszinierendsten Opernbühnen der Welt (buchstäblich mitten im See gebaut), und auch außerhalb der Festivalsaison lohnt sich der Besuch sehr.
Wer mit der Pfänderbahn auf den gleichnamigen Berg fährt, bekommt das Gesamtpanorama des Bodensees als Bonus: Deutschland, Österreich, Schweiz auf einen Blick – und dazwischen glitzert der See. Selten ist ein Touristenblick so wahr wie hier.
Bild: © Otmar Heidegger, Pfänderbahn AG
Bodensee-Urlaub planen: Tipps für Ihre Reise
Der Bodensee hat das seltene Talent, gleichzeitig Erholungsort, Kulturzentrum, Naturparadies und Freizeitpark zu sein – und dabei nie wirklich überwältigend zu wirken. Ob Sie lieber durch mittelalterliche Altstädte bummeln, auf Inseln radeln, Zeppeline bestaunen oder einfach am Ufer sitzen und dem Wasser beim Glänzen zusehen: hier gibt es für jeden die richtige Dosierung.
Für eine Reise an den Bodensee empfiehlt sich mindestens ein Wochenende, besser eine ganze Woche. Die einzelnen Sehenswürdigkeiten liegen nah beieinander, und per Schiff lassen sich viele davon wunderbar miteinander verbinden. Planen Sie Ihre Reise rechtzeitig – in der Hauptsaison zwischen Juni und August ist der See entsprechend beliebt und Unterkünfte sind schnell vergriffen.