Archäologisches Landesmuseum - Konstanz

Archäologisches Landesmuseum Baden-Württemberg

Pfahlbauten, Römer und Schifffahrt auf dem Bodensee: Das archäologische Landesmuseum in Konstanz zeigt auf drei Stockwerken die Geschichte Baden-Württembergs.

Sollte das gute Wetter Sie während Ihres Bodenseeurlaubs doch mal im Stich lassen, lohnt sich ein Besuch im Archäologischen Landesmuseum Baden-Württemberg in Konstanz. Einmal von der Altstadt aus über die Rheinbrücke schlendern und schon steht man vor dem Museum, das im ehemaligen Benediktinerkloster Petershausen untergebracht ist. Auf 3.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche kann man alles über die Geschichte des Landes und insbesondere über die Region Bodensee und das Mittelalter lernen. Neben der großzügig angelegten Dauerausstellung zeigt das Museum auch immer wieder Sonderausstellungen und bietet pädagogische Aktionen für Kinder, wie eine römische Modenschau oder Essen im Mittelalter.

1992 als Außenstelle eröffnet, wurde das ALM 2010 zu einem eigenständigen Museum und betreut heute mehrere Zweigmuseen in ganz Baden-Württemberg. Die große Schausammlung präsentiert einen Querschnitt der Landesgeschichte mittels archäologischer Funde. Zu den bekanntesten Ausstellungsstücken zählen die besterhaltene frühmittelalterliche Leier („Trossinger Leier“) aus dem 6. Jahrhundert und das älteste Schiff des Bodensees aus dem Jahr 1340, das in einem eigenen Glasanbau gezeigt wird.

Playmobil trifft auf Geschichte

Wer dem Archäologischen Landesmuseum um die Weihnachtszeit einen Besuch abstattet, kann bei Kindern ganz groß punkten. Denn in den Wintermonaten wird hier die baden-württembergische Landesgeschichte mithilfe von Playmobilfiguren dargestellt. Die Ausstellung „Archäologie und Playmobil“ befasst sich jedes Jahr mit einem anderen Thema, wie beispielsweise den Pfahlbauten, den Kelten oder den Wikingern.

Was sind die Highlights der Dauerausstellung?

Das Archäologische Landesmuseum präsentiert auf drei Stockwerken eine einzigartige Reise durch die Jahrtausende. Von der Steinzeit über die Kelten und Römer bis ins Mittelalter – die Sammlung ist so vielfältig wie die Geschichte des Landes selbst. Besonders beeindruckend ist der Glasanbau im Museumsgarten, in dem das älteste erhaltene Schiff des Bodensees aus dem Jahr 1340 zu sehen ist.

Ein Überblick über die wichtigsten Ausstellungsbereiche:

Epoche / ThemaHighlights
Vorgeschichte & SteinzeitSteinwerkzeuge, Pfahlbauten-Funde vom Bodensee (UNESCO-Welterbe)
Kelten & RömerMünzen, Alltagsgegenstände, Schmuck aus der Region am Oberrhein
FrühmittelalterTrossinger Leier – die besterhaltene frühmittelalterliche Leier aus dem 6. Jahrhundert
HochmittelalterMittelalterliches Handwerk, Keramik, religiöse Objekte aus dem Klosterkontext
Schifffahrt am BodenseeDas älteste Schiff des Bodensees (1340) in einem eigenen Glasanbau
SonderausstellungenWechselnde Themen – zuletzt Kelten, Wikinger, Pfahlbauten

Was die Sammlung so besonders macht: Viele der ausgestellten Objekte wurden direkt in der Region gefunden – am Ufer des Bodensees, in den Wäldern des Schwarzwalds oder bei Ausgrabungen in Konstanz selbst. Das gibt der Ausstellung eine unmittelbare lokale Verbundenheit, die man in nationalen Großmuseen so kaum findet.

Wann lohnt sich ein Besuch im ALM Konstanz besonders?

Ganz ehrlich: Das Museum lohnt sich zu jeder Jahreszeit – aber es gibt Zeiträume, in denen es besonders reizvoll ist. Wer im Sommer am Bodensee Urlaub macht und einem Regentag entgegensieht, findet hier eine perfekte Alternative zum Strandtag. Im Winter lockt die jährliche Playmobil-Sonderausstellung Familien mit Kindern an. Und im Frühling und Herbst, wenn die touristischen Hochsaisonstürme noch ausbleiben, lässt sich die Dauerausstellung besonders entspannt erkunden.

  • Sommer: Perfekte Alternative an Regentagen, kühles Museumsklima
  • Winter: Playmobil-Sonderausstellung für Familien, weihnachtliche Stimmung in Konstanz
  • Frühling/Herbst: Weniger Besucherandrang, ruhige Atmosphäre, günstigere Übernachtungspreise
  • Wochentags: Schulklassen meist vormittags – nachmittags deutlich ruhiger

Wer mit Kindern kommt, sollte unbedingt vorab die aktuellen pädagogischen Angebote prüfen. Das Museum bietet regelmäßig Mitmach-Aktionen an, bei denen Kinder beispielsweise Münzen prägen, Töpfern oder mittelalterliche Kostüme anprobieren können. Das macht Geschichte greifbar – und bleibt im Gedächtnis.

Praktische Infos für Ihren Besuch

Das Archäologische Landesmuseum liegt im ehemaligen Benediktinerkloster Petershausen, nur wenige Gehminuten von der Konstanzer Altstadt entfernt. Wer über die Rheinbrücke schlendert, steht fast schon vor dem Eingang.

Anreise

  • Zu Fuß: Vom Hauptbahnhof Konstanz etwa 15 Minuten entlang der Rheinpromenade
  • Mit dem Fahrrad: Fahrradstellplätze direkt vor dem Museum – der Bodenseeradweg führt in unmittelbarer Nähe vorbei
  • Mit Bus: Haltestelle „Benediktinerplatz", mehrere Linien erreichbar
  • Mit dem Auto: Parkhaus Benediktinerplatz fußläufig, alternativ Tiefgarage Lago-Shopping-Center

Eintritt & Öffnungszeiten

  • Dienstag bis Sonntag sowie an Feiertagen: 10.00 – 18.00 Uhr
  • Montag: geschlossen
  • Ermäßigungen für Kinder, Studenten und Senioren
  • Tipp: Mit der KonstanzCard ist der Museumseintritt im Preis inbegriffen

Das Klostergebäude

Das Museum ist im historischen Kloster Petershausen untergebracht, das ursprünglich im 10. Jahrhundert gegründet wurde. Die mittelalterliche Architektur des Gebäudes ist selbst ein Teil des Erlebnisses – viele Besucher sind überrascht, wie gut die historischen Räumlichkeiten mit den archäologischen Exponaten harmonieren. Im Kreuzgang lässt sich wunderbar in Geschichte eintauchen, bevor man die eigentlichen Ausstellungsräume betritt.

FAQ: Häufig gestellte Fragen zum Archäologischen Landesmuseum

Wie lange sollte ich für das Archäologische Landesmuseum Konstanz einplanen?

Für die Dauerausstellung sind ein bis zwei Stunden eine gute Orientierung. Wer auch Sonderausstellungen besucht oder an Führungen teilnimmt, sollte zwei bis drei Stunden einplanen.

Ist das Archäologische Landesmuseum Konstanz für Kinder geeignet?

Ja, das Museum richtet sich ausdrücklich auch an Familien mit Kindern. Regelmäßige Mitmach-Aktionen und die jährliche Playmobil-Sonderausstellung in den Wintermonaten machen Geschichte für Kinder lebendig und erlebbar.

Wie komme ich am besten zum Archäologischen Landesmuseum Konstanz?

Das Museum am Benediktinerplatz 5 ist vom Hauptbahnhof Konstanz in etwa 15 Minuten zu Fuß erreichbar. Mit dem Fahrrad bietet sich der Bodenseeradweg an. Wer mit dem Auto anreist, parkt am besten im nahe gelegenen Parkhaus Benediktinerplatz.

Was ist die Trossinger Leier und warum ist sie besonders?

Die Trossinger Leier ist die besterhaltene frühmittelalterliche Leier der Welt. Sie stammt aus dem 6. Jahrhundert und wurde in einem alamannischen Männergrab bei Trossingen (Baden-Württemberg) gefunden. Als Musikinstrument dieser Qualität und dieses Alters ist sie ein europäisches Kulturgut von unschätzbarem Wert.

Geheimtipp: Das Schiff im Garten

Viele Besucher wissen gar nicht, dass sich hinter dem Museumsgebäude ein eigener Glasanbau versteckt – und darin das älteste erhaltene Schiff des Bodensees aus dem Jahr 1340. Wer den eigentlichen Ausstellungsräumen einen Besuch abgestattet hat, sollte unbedingt in den Museumsgarten hinausgehen und diesen stillen Schatzfund aufsuchen.

Besonders empfehlenswert: ein Besuch an einem Werktag-Nachmittag außerhalb der Schulferien. Dann ist die Stille im Klostergarten fast greifbar, und man kann in Ruhe vor dem jahrhundertealten Holzrumpf stehen – ganz ohne Touristenströme und Gruppenführungen. Ein Moment, der nachwirkt.

Adresse Archäologisches Landesmuseum Konstanz
Benediktinerplatz 5, 78467 Konstanz

Öffnungszeiten Archäologisches Landesmuseum Konstanz
Dienstag - Sonntag & Feiertag 10.00 - 18.00 Uhr, Montag geschlossen

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