Lindau
1 Reisepaket
Kurzurlaub in Lindau, der Insel- und Gartenstadt
Es müsste eigentlich Lindau im Bodensee heißen, denn Lindau ist eine Insel – die zweitgrößte im „Schwäbischen Meer“ mit herrlichem Blick auf See und Alpen. Historischer Altstadtcharme trifft hier auf gigantisches Alpenpanorama.
Lindau am Bodensee
Lindau am Bodensee: Magisches Inselglück
Lindau fühlt sich an, als hätte jemand ein Stück Italien direkt vor die Füße der bayerischen Alpen gesetzt. Schon auf der Brücke, die das Lindauer Festland mit der Insel verbindet, beginnt der Zauber. Genießen Sie Kurzurlaub voller Flanierlust, mediterranem Flair, köstlicher Apfel- und Weinfreuden und ein bisschen Nobelpreis-Glanz.
Die häufigste Beschreibung für Lindau am Bodensee: magisch. Nicht nur wegen des bezaubernden Naturschauspiels aus Wasser, Bergen, bildschönen Altstadtgassen und einem Leuchtturm, der gleich zwei Rekorde hält (südlichster Leuchtturm Deutschlands und einziger in ganz Bayern). Hier, im Dreiländereck zwischen Deutschland, Österreich und der Schweiz, weht ein besonderer Wind. Wenn der Föhn einfällt, duftet wirklich alles nach Süden. Bello Lago di Costanza! Im Frühling verzückt das üppige Blühen der Parks und Gärten, im Herbst ist Hochzeit in den Obstplantagen und Weinbergen und der Sommer ist prallvoll gefüllt mit Veranstaltungs-Höhepunkten. Wer es beschaulicher mag, kommt im Winter: Ausspannen, lange Spaziergänge und Wellness genießen – das geht zu keiner besseren Zeit als jetzt.
Schönste Hafeneinfahrt am Bodensee: Flankiert von Löwe und Leuchtturm
Lindau liegt dem Festland und einer Insel zugleich. Den kleineren Teil bildet die malerische Altstadt auf dem Eiland, sie ist über die Brücke und den Bahndamm zu erreichen. Und vor allem ist sie ein Bild von Mittelalter: Kopfsteinpflaster, verwinkelte enge Gässchen, prächtige Patrizierhäuser und barocke Fassaden wohin man schaut. Ein besonderes Schmuckstück ist das Alte Rathaus aus dem Jahr 1422. An seiner Fassade lässt sich die Lindauer Stadtgeschichte anhand großer Malereien nachvollziehen. Direkt daneben steht das Neue Rathaus aus dem frühen 18. Jahrhundert. Hören Sie mal: Täglich um 11.45 Uhr und 17.45 Uhr erklingt ein bezauberndes Glockenspiel. Die Kö von Lindau heißt Maximilianstraße. Überall Hingucker prächtiger Zeiten: Laubengänge, Speichergiebel, verzierte Fenstersäulen und kunstvollen Wand- und Deckenbemalungen. Promenieren, shoppen, staunen.
Lindaus exponiertestes Aushängeschild ist und bleibt aber die Hafeneinfahrt. Hier schaut der Bayerische Löwe – eine sechs Meter hohe Statue – stolz hinüber zum Schweizer Ufer des Bodensees. Seine präzise Bildhauerkunst, die Muskeln, die elegante Haltung und der ausdrucksstarke Kopf machen ihn zu einem Meisterwerk. Besonders beeindruckend ist die Sicht bei Sonnenuntergang, wenn der Löwe in ein goldenes Licht getaucht wird. Auf der anderen Seite des Hafens zieht der neue Leuchtturm die Blicke auf sich. Ihn darf man hochlaufen. Und er ist jede der 139 Stufen wert: Oben wartet ein atemberaubender Blick über den Bodensee und die Alpen.
... eine Schifffahrt, die ist schön!
Bei einem Kurzurlaub Bodensee darf eine Schiffsfahrt nicht fehlen. Die Schiffe „Baden”, „Konstanz” und „Königin Katharina” bieten täglich Ausflugsfahrten ab Lindau an. Ob Dreiländer- oder eine andere Panoramarundfahrt, egal, welches der 32 Schiffe der Weißen Flotte Sie auch besteigen, die Insel vom Wasser aus zu sehen, gehört zu den schönsten Erlebnissen.
Stadt der Türme
Auch deutlich ältere Türme als der Leuchtturm sind 1a erhalten. Wie der Mangturm, der vor dem Neuen Leuchtturm lange als Wach- und Signalposten diente. Er ist nur von Mai bis Oktober zu den traditionellen Märchenstunden im obersten Stockwerk zugänglich. Und dann sind da noch der Pulverturm, in dem lange ein Bürgermeister wohnte, und der Diebsturm auf dem höchsten Punkt der Insel. Sein Name rührt von seiner Zeit als Gefängnis. Definitiv ein besonderer Bau: mit buntem Ziegeldach, Ecktürmchen in alle Himmelsrichtungen und efeuumrankt.
Bayerische Riviera
Beinamen sind ja fast immer kitschig, aber „Kleines Venedig vom Bodensee“ oder „Bayerische Riviera“ passen für Lindau gut. Der vielleicht allerschönste Ort zum Beobachten der spektakulären Sonnenuntergänge sind die Uferstufen und Parkflächen auf der Hinteren Insel. Sie wurde erst 2021 zur Bayerischen Landesgartenschau zum Gartenstrand umgestaltet. Cafés und Restaurants haben natürlich passende Getränke parat.
Ein Jahrhundertwerk in seiner ganzen Pracht
Das schönste Haus am Bodensee? Das steht direkt am Marktplatz von Lindau: das 300 Jahre alte Stadtmuseum Cavazzen. 2025 wurde es nach sechs Jahren Sanierung wiedereröffnet. Das barocke Bürgerpalais mit seinem mächtigem Walmdach und außergewöhnlichen Malereien war bereits im 15. Jahrhundert ein kultureller Hotspot, später Urlaubsdomizil für Königsfamilien und schließlich Kunstmuseum. Nun strahlt es heller denn je. 2026 folgt Knüller Nr. 1: Die Sonderschau „Picasso.Handmade“ präsentiert Meisterzeichnungen und Keramiken des Jahrhundertgenies. Aber auch die Dauerausstellung ist großartig. Hierbei starten Sie auf dem Speicherboden eine multimediale Zeitreise durch die Jahrhunderte: der Baumeister des Cavazzen lädt zum Dachbalken-Mikado, der Lindauer Bote reitet durch die Beletage, Segelschiffe werden beladen ... Jeden ersten Samstag im Monat gibt es außerdem Sonderführungen mit ExpertInnen. Von „Allerlei grau oder „Fifty Shades of Grey“ des Cavazzen“ bis „Es brennt! Führung für Kinder und ihre Familien mit Handpuppe“.
Für Verschnaufpäuschen bietet das charmante Innenhofcafé "Il Cavazzo" kleine Köstlichkeiten. Klingt alles so italienisch? Der ungewöhnliche Name geht sehr wahrscheinlich auf das Geschlecht „de Kawatz“ zurück, eine lombardische Familie, welche im 16. Jahrhundert auf diesem Grundstück ansässig war.
Fruchtgarten Bodensee
Sonnenverwöhnte Reben – da kann nur guter Wein rausspringen. In Lindau gibt es mit Claudius Haug und Teresa Deufel zwei fantastische Bio-Winzer mit immer tollen Ideen. „Spannenlanger Hansel“, „Sprudeldicke Dirn“, „Liebelei“ oder „Superblubber“ heißen Terea Deufels Weine. Das Weingut Haug versorgt gern mit „Picknick to rent“. Dabei bekommt man Rucksäcke gefüllt mit klassischer Brotzeit, Wein und Wasser auf den Ausflug mit, gern auch als vegetarische Variante. Im Bio-Weingut 2H könnte man derweil den „Herzhüpfer“ buchen: eine kleine romantische Auszeit fmit Weingenuss am Bankerl im Weinberg.
Auch eine schöne Idee: Der Obsthof Willhalm in Lindau vermietet Apfelbäume. Einfach Sorte und Lieblingsbaum aussuchen und im Herbst können Sie zur Ernte die Äpfel selbst pflücken oder sie werden Ihnen zugeschickt. Während der traditionellen Apfelwochen (Mitte September bis Mitte Oktober/Anfang November) feiern die Äpfelbauern den Höhepunkt der Bodensee-Ernte, rund 20 Orte laden zum Verkosten, zeigen, wie Apfelmost hergestellt wird oder laden zu Kochkursen rund ums knackige Lieblingsobst.
Sagt Ihnen Lindavia noch was? Einst war esein Name für Supersäfte made in Lindau. Seit 1999 produziert die Lindauer Bodensee-Fruchtsäfte GmbH an diesem Standort. Lindavia begegnet ihnen trotzdem noch: als weibliche Personifikation Lindaus auf dem Lindaviabrunnen von 1884. Auf vier runden Schalen stehen bronzene Figuren, die die Schifffahrt, die Fischerei sowie den Wein- und Ackerbau symbolisieren. Und ganz oben steht Lindavia höchstselbst, mit Ruder in der einen Hand und Lindenzweig in der anderen. Lindaus Name geht auf „Insel, auf der Lindenbäume wachsen“ zurück.
Klassentreffen der Nobelpreisträger
An kaum einem Ort der Welt (okay, außer in Stockholm) kommen so viele mit dem Nobelpreis ausgezeichnete WissenschaftlerInnen regelmäßig zusammen wie in Lindau. Jeden Sommer können junge Wissenschaftler hier mit Nobelpreisträgern ins Gespräch kommen und untereinander auszutauschen. Diese Tagungen sind bereits seit 1951 ein renommiertes Treffen.
An diese besondere Woche im Sommer erinnert seit 2019 der Nobelpreisträger-Steg. Sämtliche TeilnehmerInnen sind mit ihrem Namen und Fachgebiet auf einer Geländerstrebe verewigt – samt dem Jahr der Preisvergabe und ihrem ersten Besuch am Bodensee. Der Steg ist auch die zentrale Station des Lindauer Wissenspfades mit 18 Stationen. Jede widmet sich einem wissenschaftlichen Thema und den Nobelpreisträgern, die dazu geforscht haben. App runterladen und dieser Spaziergang zur spannenden Wissens-Rallye!
Der schönste Badespaß
Was gibt es Schöneres, als an einem heißen Sommertag einen Sprung ins kühle Wasser zu wagen? Hier die besten Bademöglichkeiten in Lindau für Wasserspaß, Abkühlung und Auszeit:
- 1. Lindi Bodensee: Das Strandbad im Ortsteil Bad Schachen Badestelle ist kostenlos und im Stil der fünfziger Jahre. Mit Seezugang, großer Liegewiese, Gastronomie, Kanu- und SUP-Board-Verleih.
- 2. Freibad Oberreitnau: großes Freibad mit beheiztem Schwimmbecken, Babybecken, Kinderspielanlagen, Gastronomie, Fußball-/Beachvolleyballplatz.
- 3. Parkstrandbad des Hotels Bad Schachen: architektonisch ausgefallenes Bad im Jugendstil mit Seezugang sowie beheiztem Pool, großzügige Terrasse, historisches Badehaus, gastronomische Versorgung.
- 4. Therme Lindau: 6 Thermenbecken (bis zu 38 Grad warm), Sport- & Familienbad, große Saunalandschaft mit Kerzensauna, Feuersauna, Theatersauna und mehr, Strandbad Eichwald
Regentag? Auch schön.
Über den Bergen hängen dicke Wolken, der See ist aufgewühlt, es ist kalt und regnerisch? Kein Grund für Trübsal. Zum einen kann sich das Wetter in Lindau auch schnell wieder ändern – dafür sorgen die Winde am Bodensee. Zum anderen gibt es auch bei Regen jede Menge zu erleben. Zum Beispiel hochkarätige Kunst im Kunstmuseum Lindau, welches von April bis September Werke zeitgenössischer Kunst in wechselnden Ausstellungen, darunter Magnete wie Monet, Picasso, Hundertwasser oder Warhol.
Und packen Sie gern etwas Schickes in den Koffer. Im Stadttheater Lindau standen bereits Künstler wie Walter Sittler, Iris Berben, Senta Berger, Christine Hörbiger und Uwe Ochsenknecht auf der Bühne. Es zeigt großartige Gastaufführungen verschiedener deutscher Bühnen, Konzerte, Kabarett und Kleinkunst.
Absolut einzigartig ist das Lindauer Marionettenoper. In einem Nebenraum des Lindauer Stadttheaters lässt Bernhard Leismüller mit seiner Crew seit über 20 Jahren die Puppen tanzen – und zwar ausschließlich in Opern und Operetten. Wir empfehlen Ihnen eine frühzeitige Ticket-Sicherung, da die rund 100 Plätze in der Lindauer Marionettenoper oftmals lange im Voraus ausgebucht sind.
Mit dem Rad zum Rädle
Radfahren ist am Bodensee eine Lust. Die Panorama-Radrunde führt auf 26 Kilometern zu den schönsten Aussichtspunkten, durch malerische Dörfer, Obstplantagen und Weinreben. Bester Stopp: ein Rädle. So heißt am Bodensee die beliebte Besenwirtschaft (Strauße). Hier wird hausgemachter Wein und eine zünftige Brotzeit kredenzt, aber nur eine gewisse Zeit lang. Zum Zeichen, dass der Betrieb geöffnet hat, wird ein Holzwagenrad an den Eingang gehängt. Der Begriff „Rädle“ stammt übrigens daher, dass sich die Weinstuben reihum abwechselnd öffnen – einer nach dem anderen, untereinander abgestimmt und ganz ohne Konkurrenzdenken.

