Leipzigs Wasserstrassen

Mit Kanu und Gondoliere: Leipzigs coole Wasserwege

Unglaublich viele Flüsse und Kanäle durchziehen Leipzig. Die Industrie brauchte das Wasser als Transportweg und zur Stromgewinnung. Anfang der 50er Jahre waren die Flüsse allerdings so verdreckt, dass sie einfach überdeckelt und zubetoniert wurden. Alles vorbei. Heute bewegen sich Einheimische und Touristen wieder mit Lust auf dem Wasser.

Auch ohne prominenten Strom wie Elbe oder Rhein: Leipzig ist eine Wasserstadt. Drei Flüsse fließen hier zusammen - Elster, Pleiße und Parthe. Dazu Kanäle, ein riesiges Neuseenland im Süden und erstaunlich viele Brücken. Über 400 sollen es sein, selbst Venedig kann da nicht mithalten. Ausgangspunkt für alle Bootstouren ist der neu angelegte Stadthafen. Von hier aus starten acht Kurse. Mitbringen muss man nichts außer guter Laune. Die Boote werden im Stadthafen gemietet und am Ende der Bootstour einfach wieder abgegeben.

Fahrt in die Geschichte

Am bequemsten sind die geführten Touren mit dem Motorboot. Angefahren werden Industriedenkmäler wie die Buntgarnweberei in Plagwitz. In dem renovierten Backsteinbau gibt es heute exklusive Wohnungen. Die schönsten sind die schwebenden Lofts in der Transportbrücke zwischen den Gebäudekomplexen links und rechts am Ufer. Vom Stadthafen vorbei am Palmgartenwehr, wo die Pleiße und Parthe in die Weiße Elster fließen, geht es durch den Karl-Heine-Kanal nach Lindenau oder durch Plagwitz über das Elsterflutbett zurück.

Badeparadies Neuseenland

Am spannendsten ist es aber, mit dem Kanu selbst auf Entdeckungsreise zu gehen. Kurs 1 führt zum Beispiel vom Stadthafen zum Cospudener See im Süden. Mit drei Stunden Fahrzeit machbar, wenn da nicht unterwegs all die Versuchungen wären. Cafés, Restaurants, direkt am Ufer oder auf dem Wasser, etliche Anlegestellen. Sofern doch vorhanden, so belohnt einen der Auwald kurz vor dem Ziel mit urwüchsiger Natur. Die einstige Tagebau-Mondlandschaft wurde zur beliebten Seenplatte. Wie der Cospudener See ("Cossi") sind alle Seen um Leipzig mit dem Kanu erreichbar. Romantiker müssen für eine Gondelfahrt auch nicht mehr nach Venedig fahren, gibt es seit 1999 auch in Leipzig.

Foto: Pixabay

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