Ausflugsziele Leipzig

Ausflugsziele Leipzig: Top-Sehenswürdigkeiten & Tipps

Leipzig begeistert mit einer Mischung aus Geschichte, Musik und urbanem Charme. Die sächsische Metropole bietet eine bemerkenswerte Vielfalt an Sehenswürdigkeiten – von der weltberühmten Thomaskirche über das monumentale Völkerschlachtdenkmal bis hin zum weitläufigen Auenwald mitten in der Stadt. Leipzig hat sich in den letzten Jahren zu einem der gefragtesten Reiseziele in Deutschland entwickelt. Wer die Stadt zum ersten Mal besucht, wird schnell verstehen, warum: Viele der schönsten Orte sind zu Fuß erreichbar, der Eintritt ist oft kostenlos – und trotzdem gibt es immer etwas Neues zu entdecken.

Die schönsten Sehenswürdigkeiten in Leipzig

Die Innenstadt Leipzigs lässt sich gut zu Fuß erkunden – viele der bedeutendsten Orte liegen nah beieinander. Wer eine Prioritätenliste braucht: Thomaskirche, Nikolaikirche und Völkerschlachtdenkmal gehören auf jeden Fall dazu.

Thomaskirche – Wirkungsstätte Johann Sebastian Bachs

Die Thomaskirche steht im Mittelpunkt der Bachstadt Leipzig. Von 1723 bis zu seinem Tod 1750 wirkte Johann Sebastian Bach hier als Thomaskantor – und in der Kirche ruhen bis heute seine Gebeine. Das spätgotische Bauwerk, eingeweiht im Jahr 1496, beherbergt den Thomanerchor, einen der ältesten Knabenchöre Europas. Freitags und samstags finden Motetten-Konzerte statt, die kostenlos besucht werden können. Wer sich für Bachs Leben interessiert, findet direkt neben der Kirche das Bach-Museum Leipzig.

  • Öffnungszeiten: Mo–Sa 9–18 Uhr, So ab 13 Uhr
  • Eintritt: kostenlos (Bach-Museum: 10 €)
  • Adresse: Thomaskirchhof 18, 04109 Leipzig

Nikolaikirche – Symbol der Friedlichen Revolution

Die Nikolaikirche ist untrennbar mit der Friedlichen Revolution verbunden. Im Herbst 1989 versammelten sich hier Tausende von Menschen zu Montagsdemonstrationen – aus diesen Friedensgebeten wuchs die Bewegung, die zum Ende der DDR beitrug. Die Kirche selbst wurde 1165 gegründet; ihr Inneres verbindet gotische Architektur mit einem klassizistischen Umbau aus dem 18. Jahrhundert. Besonders beeindruckend: die Ladegast-Orgel aus dem Jahr 1862, eine der bedeutendsten Kirchenorgeln Sachsens.

  • Öffnungszeiten: Mo–Sa 10–18 Uhr, So ab 12 Uhr
  • Eintritt: kostenlos
  • Adresse: Nikolaikirchhof 3, 04109 Leipzig

Völkerschlachtdenkmal – Eines der größten Denkmäler Europas

Rund vier Kilometer südlich des Stadtzentrums ragt das Völkerschlachtdenkmal in den Himmel. 1913 zum 100. Jahrestag der Völkerschlacht bei Leipzig eingeweiht, misst es 91 Meter in der Höhe und gehört damit zu den größten Denkmälern Europas. Rund 500 Stufen führen auf die Aussichtsplattform, von der aus sich ein weiter Blick über Leipzig und die umliegende Landschaft bietet. Im Inneren befindet sich ein Museum zur Geschichte der Befreiungskriege.

  • Öffnungszeiten: Apr–Okt tägl. 10–18 Uhr, Nov–März 10–16 Uhr
  • Eintritt: 10 € / 8 € (ermäßigt)
  • Adresse: Straße des 18. Oktober 100, 04299 Leipzig

Neben den großen Landmarks hat Leipzig auch jede Menge Geschichte im Kleinen zu bieten – in verwinkelten Passagen, unterirdischen Gewölben und belebten Gassen.

Mädlerpassage, Moritzbastei und Barfußgässchen

Die Mädlerpassage ist eine der prächtigsten und vollständig erhaltenen Einkaufspassagen Deutschlands. Anfang des 20. Jahrhunderts erbaut, verbindet sie mehrere Straßenzüge der Innenstadt mit einer imposanten Jugendstil-Architektur. Wer hindurchgeht, landet unweigerlich vor dem legendären Restaurant Auerbachs Keller: Bereits im 16. Jahrhundert als Weinlokal bekannt, inspirierte es Johann Wolfgang von Goethe zu seinem Drama „Faust". Heute ist die Passage ein Ort für Schaufensterbummel, Kaffee und Kabarett – und der Besuch ist kostenlos.

Moritzbastei – Kultur im Untergrund

Die Moritzbastei ist der einzige erhaltene Teil der spätmittelalterlichen Stadtbefestigung Leipzigs. Nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg lag sie jahrzehntelang vergessen, bis Studierende in den 1970er Jahren die Gewölbe wiederentdeckten und zu einem Kulturzentrum umgestalteten. Heute finden dort Konzerte, Theateraufführungen und Clubveranstaltungen statt. Der Biergarten auf dem Basteiberg ist im Sommer ein beliebter Treffpunkt – mit Blick auf die alten Sandsteinmauern. Informationen zu aktuellen Veranstaltungen gibt es auf der Website der Moritzbastei.

Barfußgässchen – Genuss in der Altstadt

Das Barfußgässchen ist eine kleine Gasse mitten in der Altstadt, die sich zu einem lebhaften Abend-Treffpunkt entwickelt hat. Restaurants, Bistros und Kneipen reihen sich aneinander, und im Sommer laden Bierbänke und Sonnenschirme zum Draußensitzen ein. Der Name lädt zur Interpretation ein: Wer möchte, kann sein Bierchen durchaus barfuß genießen. Die Gasse eignet sich gut als letzter Stopp bei einem Stadtrundgang durch die Innenstadt.

Was sollte man in Leipzig unbedingt gesehen haben?

Für einen ersten Leipzig-Besuch empfehlen sich mindestens: Thomaskirche, Nikolaikirche, Völkerschlachtdenkmal und Mädlerpassage. Diese vier Orte spiegeln die wichtigsten Kapitel der Stadtgeschichte – Musik, Politik, Krieg und Handelskultur – wider. Wer noch Zeit hat, ergänzt den Tag mit einem Abend im Barfußgässchen oder einer Entdeckungstour durch die Moritzbastei. Für Natur-Fans lohnt sich eine Fahrradtour durch den Auenwald oder ein Ausflug an einen der nahe gelegenen Seen der Neuseenlandschaft.

Natur und Entspannung: Auenwald und Neuseenlandschaft

Mitten durch Leipzig erstreckt sich eines der bedeutendsten Auenwaldgebiete Mitteleuropas. An den Ufern von Pleiße und Weißer Elster zieht sich der Auenwald durch den Süden der Stadt und bietet Wanderern, Radfahrern und Reitern vielfältige Möglichkeiten zur Erholung – zu jeder Jahreszeit. Wer im Sommer etwas weiter fährt, gelangt in die Neuseenlandschaft: Auf dem Gebiet ehemaliger Braunkohle-Tagebaue entstanden zahlreiche Seen, die heute für Baden, Segeln und Wassersport genutzt werden.

Naturziel Aktivitäten Entfernung zum Zentrum
Auenwald Leipzig Wandern, Radfahren, Reiten direkt (Stadtgebiet)
Cospudener See Baden, Segeln, SUP, Strand ca. 10 km südlich
Markkleeberger See Surfen, Kanufahren, Strand ca. 12 km südlich
Zwenkauer See Schwimmen, Angeln, Segeln ca. 15 km südlich

Für die Planung deines Aufenthalts haben wir die wichtigsten praktischen Informationen zusammengestellt.

Praktische Infos für deinen Leipzig-Besuch

Leipzig ist mit der Deutschen Bahn hervorragend erreichbar. Der Hauptbahnhof liegt direkt im Stadtzentrum und ist einer der größten Kopfbahnhöfe Europas – mit Anbindung an viele IC- und ICE-Verbindungen. Mit dem Auto ist Leipzig über die A9 und A14 gut erreichbar. Innerhalb der Stadt sind viele Sehenswürdigkeiten zu Fuß oder per Fahrrad erreichbar; für weitere Strecken empfiehlt sich das Tages-Ticket der Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB).

Sehenswürdigkeit Öffnungszeiten Eintritt
Thomaskirche Mo–Sa 9–18 Uhr, So ab 13 Uhr kostenlos
Nikolaikirche Mo–Sa 10–18 Uhr, So ab 12 Uhr kostenlos
Völkerschlachtdenkmal Apr–Okt tägl. 10–18 Uhr, Nov–März 10–16 Uhr 10 € / 8 € (erm.)
Mädlerpassage Mo–Sa 9–20 Uhr kostenlos
Zoo Leipzig tägl. ab 9 Uhr (Schließzeit saisonal) ab 22 €
Auenwald jederzeit frei zugänglich kostenlos

FAQ – Häufige Fragen zu den Ausflugsziele Leipzig

Was sind die bekanntesten Ausflugsziele in Leipzig?

Thomaskirche, Nikolaikirche, Völkerschlachtdenkmal und Mädlerpassage sind die bekanntesten Sehenswürdigkeiten. Außerhalb der Innenstadt lohnt sich ein Ausflug in den Auenwald oder an die Seen der Neuseenlandschaft.

Wie viele Tage braucht man für Leipzig?

Für die Innenstadt reichen zwei bis drei Tage. Wer auch die Umgebung erkunden möchte, sollte mindestens vier Tage einplanen.

Welche Ausflugsziele in Leipzig sind kostenlos?

Thomaskirche, Nikolaikirche, Mädlerpassage, Barfußgässchen und Auenwald sind kostenlos. Das Völkerschlachtdenkmal und der Zoo Leipzig kosten Eintritt.

Wie kommt man am besten nach Leipzig?

Mit der Bahn direkt in die Innenstadt (Hauptbahnhof), mit dem Auto über die A9 oder A14, oder per Flugzeug über den Flughafen Leipzig/Halle.

Geheimtipp: Das Waldstraßenviertel

Wer Leipzig jenseits der Touristenrouten erleben möchte, sollte einen Spaziergang durch das Waldstraßenviertel einplanen. Dieses gründerzeitliche Wohnviertel nördlich der Innenstadt zählt zu den besterhaltenen seiner Art in ganz Deutschland. Breite, baumbestandene Alleen, prächtige Jugendstilvillen und kleine unaufgeregte Kaffeehäuser prägen das Bild. Hier wohnen Menschen, die ihre Ruhe schätzen – und die sind meist froh, wenn Besucher nicht mit Stadtführergruppen ankommen. Kein Eintritt, kein Trubel, kein Selfie-Hotspot: einfach schlendern und staunen.

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