Günzburg

Günzburg-Infos kompakt

Die Kreisstadt Günzburg an der Donau (rund 20.000 Einwohner) bietet vor allem in der liebevoll restaurierten Altstadt einiges Sehenswertes:

Frauenkirche: Beim großen Stadtbrand von 1735 wurde der gotische Vorgängerbau der heutigen Kirche bis auf den unteren Teil des Turmes zerstört. Trotz der angespannten wirtschaftlichen Situation der Stadt entschloss sich der Magistrat der Stadt am 4. Juni 1736, den in Landsberg am Lech ansässigen Baumeister Dominikus Zimmermann mit dem Neubau zu beauftragen. 1741 waren Schiff und Chor fertiggestellt; die Ausgestaltung zog sich wegen fehlender Geldmittel und der Wirren des österreichischen Erbfolgekrieges noch viele Jahre hin. Ab 1757 wurde wieder an der Ausstattung gearbeitet, und 1780 erfolgte die endgültige Weihe.

Die Günzburger Frauenkirche steht im Werk Dominikus Zimmermanns zwischen der Wallfahrtskirche Steinhausen (bei Biberach) und der Wieskirche (bei Steingaden). Initiiert von einem rührigen Förderverein, der eine höchst ansehnliche Spendensumme beibrachte, wurde die Kirche von 1993 bis 2002 mit einem Kostenaufwand von ca. 5,5 Mio. Euro saniert, und sie zeigt heute ein duftig-leichtes Erscheinungsbild, das seinesgleichen sucht. Öffnungszeiten täglich von 9.00 bis zum Einbruch der Dunkelheit.

Das Untere Tor: Am 30. Mai 1984 wurde von zunächst 34 Mitgliedern ein neuer Verein ins Leben gerufen - die Altstadtfreunde Günzburg e.V. Ihr vordringliches Ziel war es, das "Untere Tor", das seit Jahren nur noch mit einer gehörigen Portion Mut bestiegen werden konnte, mit neuem Leben zu erfüllen. Anfangs belächelt, gelang es mit einer beispielhaften Spendenkampagne, das nötige Kapital für die Sanierung zu sammeln. Seit 1992 ist der Turm wieder für die Öffentlichkeit zugänglich. Die einzelnen Stockwerke sind liebevoll und individuell gestaltet, und von der obersten Etage kann man den Blick über Günzburg und in die Ferne schweifen lassen.

Heimatmuseum: Der Historische Verein Günzburg gründete 1904 das Museum in den Räumen des damaligen Gymnasiums. Die kontinuierlich vermehrten Bestände wurden 1937 im Südflügel des Günzburger Schlosses eingerichtet. Weitläufige Räume boten dort die Möglichkeit zu übersichtlicher Aufstellung der Schaustücke. Kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs wurde die Sammlung bei einem Luftangriff zerstört. Was aus den Trümmern zu retten war, trat eine längere Odyssee durch verschiedene Notquartiere an, bis 1958 mit einem kleinen Raum im ehemaligen Piaristenkolleg, damals Schulhaus, ein Neuanfang gemacht werden konnte. Das aus dem Jahr 1757 stammende Gebäude beherbergt seitdem das Museum. Nach gründlicher Sanierung des Hauses wurden die Bestände 1982 neu aufgestellt. Seither ist das Heimatmuseum als regionales Schwerpunktmuseum eingestuft. Das Museum verfügt über 16 Ausstellungsräume mit einer Gesamtfläche von 670 Quadratmeter.

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