Chile-Haus - Hamburg

Der Hamburger Kaufmann Henry Brarens Sloman, der mit Salpeterhandel in Chile zu Wohlstand kam, war in den 20er Jahren mit einem Vermögen von ca. 60 Mio. Mark der reichste Mann der damaligen „Republik Hamburg“. Ende des Jahres 1922 erwarb er die rund 5.000 m² großen Grundstücksteile, auf denen ein Kontorhaus der besonderen Art entstehen sollte: das Chilehaus, in Form eines Passagierschiffs.

Das Chilehaus, erbaut aus 4,8 Mio. Backsteinen, war Zeichen des Aufschwungs nach dem Ersten Weltkrieg und wurde neben dem Michel zum markanten Wahrzeichen der Hansestadt. Weltweit hat das Chilehaus für Aufsehen gesorgt und über die Jahrzehnte hinweg seinen Ruf als architektonisches Kunstwerk erhalten.

Seit dem 1983 steht das Chilehaus unter Denkmalschutz und ist in der Zwischenzeit auf die Liste des Kulturerbes der Welt der UNESCO aufgenommen worden.

Die architektonische Linienführung ist auch nach über 75 Jahren ein Erlebnis für jeden Betrachter, was nicht zuletzt die Ströme von Touristen beweisen, die das Chilehaus besuchen.

Das Chilehaus ist ein Gebäude, das nicht angeschaut, sondern entdeckt werden will. Es will nicht von als Fotomotiv gesehen werden, sondern aus der Bewegung heraus. Bei jedem Wetter funkeln die Backsteine in einem anderen Licht, mit der Veränderung des Blickwinkels verändert sich der Eindruck der Steinsetzungen und Ornamente.

Lage, Anfahrt

Im Herzen Hamburgs, in der südlichen Altstadt, dem Kontorhausviertel, liegt das Chilehaus in direkter Nachbarschaft zum Freihafen und mit besten Verkehrsanbindungen. U-Bahn "Messberg", U 1.

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