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Pilsner Urquell Brauerei in Pilsen

Pilsen: Reise in die Bierstadt

Genau, es ist der Ort mit dem Bier. In Pilsen wurde vor 170 Jahren das Pilsner Urquell Lagerbier erfunden - quasi die Vorlage für mehr als zwei Drittel aller Biere weltweit. Aber nicht alles dreht sich hier ums Bier ...

Urlaub in Pilsen

Pilsen: Unter der Bierstadt liegt noch eine zweite

Genau, es ist der Ort mit dem Bier. In Pilsen wurde vor 170 Jahren das Pilsner Urquell Lagerbier erfunden - quasi die Vorlage für mehr als zwei Drittel aller Biere weltweit. Aber nicht alles dreht sich hier ums Bier ...

In Pilsen gibt’s zum Beispiel ein goldenes Kamel, die Marionetten Hurvinek und Spejbl wurden hier „geboren“ - und unter der Stadt liegt noch eine zweite …

Wer auf dem Marktplatz steht und hoch zum Turm der St. Bartholomäus-Kathedrale schaut, ahnt meist nicht, was zehn Meter unter ihm los ist: Unter der Altstadt von Pilsen liegt ein gigantisches, verwinkeltes Labyrinth aus Kellern, Gängen und Brunnen, insgesamt 20 Kilometer lang. Teile der unterirdischen Stadt wurden schon im 14. Jahrhundert angelegt. Es gab Weinbrennereien, Werkstätten, Mälzereien und Lebensmittellager. Heute können Besucher einen Teil (800 Meter) des Gängesystems mit einem Guide besichtigen.

Wer in Pilsen ist, sollte sich natürlich auch das Regionalgetränk mal angucken, wenigstens. Vor 170 Jahren wurde das Pilsner Urquell Lagerbier erfunden - quasi die Vorlage für mehr als zwei Drittel aller Biere weltweit. Und das kam so: Weil die Bierqualität ursprünglich grottenschlecht war, beschlossen die brauberechtigten Bürger der Stadt, eine neue, moderne Brauerei zu bauen. Sie holten den Bayern Josef Groll als Braumeister. Er gilt als Erfinder der weltberühmten Pilsner Brauart. Heute können pro Stunde 120.000 Flaschen abgefüllt werden. Besucher erleben eine Art Bier-Disney-World mit Bustour und Verkostung. Man kann übrigens Pils, Pilsner oder Pilsener sagen - alles korrekt.

Das Geheimnis der drei goldenen Brunnen

Zu den wichtigsten "Einwohnern" zählt aber nicht nur das Pils. Kennen Sie "Spejbl" und dessen vorlauten Sohn "Hurvinek"? Die Marionetten wurden vor fast 100 Jahren in Pilsen geschnitzt. Sie reisten um die ganze Welt, ihre witzigen Dialoge ("Papa, was ist die Liebe?") wurden in 18 Sprachen aufgeführt. Wer's genau wissen will, dem sei ein Besuch des Puppenmuseums empfohlen.

Aber es reicht auch, ganz gemütlich über den Platz der Republik zu schlendern. Es soll Glück bringen, ein bestimmtes Engelchen am Gitter der Kathedrale zu berühren - es ist das abgegriffenste. Außerdem plätschern auf dem Marktplatz der Europäischen Kulturhauptstadt 2015 drei echt stylische goldene Brunnen, und Sie raten nie, was die Kunstwerke darstellen sollen: einen Engel, eine Windhündin und ein Kamel - allesamt aus dem Pilsener Wappen. Über die Zuordnung können Sie ja dann gemeinsam vor Ort fachsimpeln …

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