Top 10 Sehenswürdigkeiten in Nürnberg
Top Sehenswürdigkeiten in Nürnberg
Nürnberg ist eine Stadt, die Geschichte spürbar macht – im wörtlichsten Sinne. Mittelalterliche Mauern und Türme stehen neben modernen Museen, uralte Kirchen werfen Schatten auf belebte Plätze, und an jeder Ecke wartet eine Geschichte, die erzählt werden will. Dabei ist die Frankenmetropole alles andere als verstaubt: Lebendige Gastronomie, ein quirliges Kulturleben und herzliche Menschen machen Nürnberg zu einem Reiseziel, das man nicht so schnell vergisst. Wir zeigen Ihnen die schönsten Sehenswürdigkeiten in Nürnberg – und was Sie dort erwartet.
Inhaltsverzeichnis
Kaiserburg
Hoch über den Dächern der Altstadt thront die Kaiserburg – und ja, sie hält, was die Postkarten versprechen. Die Burg war rund 500 Jahre lang Residenz der deutschen Könige und Kaiser und gilt als eines der bedeutendsten Baudenkmäler des Mittelalters in Deutschland. Von hier oben haben Sie einen atemberaubenden Blick über Nürnbergs Dächer und Türme.
- Sinwellturm: Besteigbar, herrlicher Rundumblick über die Stadt
- Kaiserkapelle: Doppelkapelle mit beeindruckend erhaltenen Gewölben aus dem 12. Jahrhundert
- Tiefer Brunnen: Sagen-umwobener Felsbrunnen mit 47 Metern Tiefe – wer eine Münze wirft, kommt wieder
Am besten erkunden Sie die Burg an einem Wochentag außerhalb der Hauptsaison – dann gehören Ihnen die Aussichtspunkte fast für sich allein. Planen Sie ruhig zwei Stunden ein, denn es gibt mehr zu entdecken, als man zunächst vermutet.
Hauptmarkt und Schöner Brunnen
Der Hauptmarkt ist das pulsierende Herz der Nürnberger Altstadt. Hier trifft man sich, hier kauft man ein, hier lässt man sich treiben. Und mittendrin: der Schöne Brunnen, ein 14 Meter hohes gotisches Prachtstück aus dem 14. Jahrhundert mit 40 vergoldeten Figuren – ein echter Hingucker, der schon so manchen Touristen zum stundenlangen Betrachten verleitet hat.
- Schöner Brunnen: Goldenes Ringlein am Gitter drehen soll Glück bringen – wer es dreimal schafft, ohne zu klingeln, hat Geschick bewiesen
- Frauenkirche: Die gotische Kirche mit dem berühmten Männleinlaufen schließt den Platz nach Osten ab
- Wochenmärkte: Täglich frische Produkte aus der Region – Nürnberger Lebkuchen-Tester werden fündig
Samstags ist hier der beste Wochenmarkt weit und breit. Und wer Nürnberg im Dezember besucht, erlebt auf diesem Platz den weltberühmten Christkindlesmarkt – ein Erlebnis für sich.
Frauenkirche
Die Frauenkirche am Hauptmarkt ist eine der bedeutendsten gotischen Hallenkirchen Bayerns – und sie hat einen ganz besonderen Trick auf Lager: Das Männleinlaufen. Täglich um 12 Uhr mittags setzt sich das berühmte Figurenwerk an der Fassade in Bewegung und erzählt die Geschichte der Goldenen Bulle von 1356. Wer es noch nicht gesehen hat, sollte rechtzeitig einen Platz auf dem Marktplatz ergattern.
- Männleinlaufen: Täglich um 12 Uhr, sieben Kurfürsten umkreisen Kaiser Karl IV. am Glockenspiel der Fassade
- Gotische Architektur: Erbaut im 14. Jahrhundert als Hofkirche Kaiser Karls IV.
- Innenraum: Ruhige Atmosphäre, sehenswerte Gemälde und Grabmäler aus verschiedenen Jahrhunderten
Kleiner Insider-Tipp: Kommen Sie bereits um elf Uhr – dann haben Sie noch Zeit, einen guten Platz zu finden und die Fassadendetails in Ruhe zu betrachten, bevor sich das Schauspiel beginnt.
St. Lorenz
Wenn die Frauenkirche das Herz des Hauptmarkts ist, dann ist St. Lorenz die Seele der Südseite. Die imposante Hallenkirche mit ihren zwei ungleichen Türmen gehört zu den schönsten gotischen Kirchen in ganz Deutschland. Wer eintritt, wird von der Höhe des Mittelschiffs überrascht – und von der Stille, die hier auch in der Hochsaison regiert.
- Engelsgruß von Veit Stoß: Das berühmte Kunstwerk schwebt zwischen den Gewölben – eines der eindrucksvollsten Schnitzwerke der Spätgotik
- Sakramentshäuschen: 20 Meter hohes gotisches Meisterwerk aus dem 15. Jahrhundert von Adam Kraft
- Glasfenster: Mittelalterliche Originalfenster geben dem Innenraum ein warmes Licht
Nehmen Sie sich Zeit für den Innenraum – und nicht erschrecken, wenn Ihre Schritte durch das Kirchenschiff hallen. Das gehört dazu und ist, ehrlich gesagt, Teil des Erlebnisses.
Weißgerbergasse
Wer die Weißgerbergasse noch nicht kennt, sollte sie schnell nachholen. Diese kleine, kopfsteingepflasterte Gasse ist eine der best erhaltenen mittelalterlichen Straßenzüge Nürnbergs – und ein echter Gegenentwurf zu den touristisch überlaufenen Hauptachsen. Hier stehen Fachwerkhäuser aus mehreren Jahrhunderten Seite an Seite, als wäre die Zeit stehengeblieben.
- Fachwerkhäuser aus dem 15. bis 17. Jahrhundert: Eines davon schöner als das andere
- Ruhige Atmosphäre: Abseits der großen Touristenströme, ideal für Spaziergänge und Fotos
- Lage: Direkt an der Pegnitz, perfekt kombinierbar mit einem Spaziergang entlang des Flusses
Am schönsten ist die Gasse früh morgens oder abends, wenn das weiche Licht die alten Giebel anstrahlt. Ein Ort zum Durchatmen mitten in der Stadt.
→ Weitere Informationen zur Weißgerbergasse finden Sie hier.
Henkersteg und Weinstadel
Ein stimmungsvolles Duo direkt am Wasser: Der Henkersteg und der Weinstadel gehören zu den meistfotografierten Motiven Nürnbergs – und zu Recht. Der hölzerne Steg über die Pegnitz, einst vom Stadthenker genutzt (sein Wohnturm daneben ist noch heute zu sehen), und der mächtige Weinstadel mit seinem mittelalterlichen Fachwerkbau sind ein perfektes Ensemble für Stadtromantiker.
- Henkersteg: Überdachte Holzbrücke aus dem 15. Jahrhundert, einer der letzten mittelalterlichen Holzstege Deutschlands
- Weinstadel: Imposantes Fachwerkgebäude, einst städtisches Weinlager, heute Studentenwohnheim – das Gebäude ist von außen zu besichtigen
- Kettensteg: In unmittelbarer Nähe befindet sich einer der ältesten erhaltenen Kettenbrücken Europas
Bei Sonnenuntergang oder in der Blauen Stunde spiegeln sich die Fachwerkhäuser im ruhigen Wasser der Pegnitz. Vergessen Sie die Kamera nicht.
→ Weitere Informationen zu Henkersteg und Weinstadel finden Sie hier.
Albrecht-Dürer-Haus
Nürnbergs berühmtester Sohn lebte hier – und sein Haus ist bis heute gut erhalten. Das Albrecht-Dürer-Haus am Tiergärtnertor wurde 1509 von dem Künstler erworben und ist heute eines der besterhaltenen mittelalterlichen Bürgerhäuser Nürnbergs. Vier Stockwerke, original erhaltene Räume, eine rekonstruierte Werkstatt: Hier versteht man, warum Dürer so produktiv war.
- Werkstatt-Rekonstruktion: Originalgetreue Darstellung von Dürers Arbeitsmethoden und Werkzeug
- Mediaguide: Audioführung mit Katharina, Dürers Frau, als fiktiver Erzählerin – clever und lebendig
- Tiergärtnertor-Platz: Der Platz vor dem Haus ist einer der romantischsten in der Altstadt, mit Blick auf die Kaiserburg
Das Haus ist auch für Menschen interessant, die kein ausgeprägtes Kunstinteresse mitbringen – die Geschichte des Mannes und seiner Zeit ist spannend genug. Und der Blick vom Haus auf die Kaiserburg ist sowieso sehenswert.
→ Weitere Informationen zum Albrecht-Dürer-Haus finden Sie hier.
Spielzeugmuseum
Nürnberg und Spielzeug – das ist eine jahrhundertealte Liebesgeschichte. Die Stadt war einst das Zentrum der deutschen Spielzeugherstellung, und das Spielzeugmuseum zeigt auf vier Stockwerken, wie sich das Spielen über die Jahrhunderte verändert hat. Von handgeschnitzten Holzfiguren aus dem Mittelalter bis zu Videospielen der 1980er Jahre: Hier kommen Groß und Klein auf ihre Kosten.
- Historische Spielzeugsammlung: Über 1.400 Jahre Spielzeuggeschichte auf engstem Raum
- Puppenhaus-Sammlung: Detailreich eingerichtete Puppenhäuser aus verschiedenen Epochen – eine Welt im Kleinen
- Spielabteilung: Kinder dürfen aktiv spielen – kein Schaukasten-Museum, sondern ein Erlebnisort
Gerade für Familien mit Kindern ist das Museum ein Pflichtprogramm. Aber auch Erwachsene werden bei dem ein oder anderen alten Brettspiel oder Blechspielzeug nostalgisch. Planen Sie mindestens zwei Stunden ein.
→ Weitere Informationen zum Spielzeugmuseum finden Sie hier.
Memorium Nürnberger Prozesse
An einem der dunkelsten Kapitel der Geschichte führt in Nürnberg kein Weg vorbei – und das ist gut so. Das Memorium Nürnberger Prozesse dokumentiert die Kriegsverbrecherprozesse von 1945/46, die erstmals in der Geschichte eine internationale Strafverfolgung von Hauptkriegsverbrechern ermöglichten. Der historische Saal 600 im Nürnberger Justizpalast ist bis heute original erhalten.
- Saal 600: Der originale Verhandlungssaal – nach wie vor in Betrieb als Gerichtssaal, aber für Besucher zugänglich
- Dauerausstellung: Umfangreiche Dokumentation der Prozesse, ihrer Bedeutung und der angeklagten Personen
- Historische Bedeutung: Nürnberg als Geburtsort des modernen Völkerstrafrechts
Dieses Museum gehört zu den wichtigsten Erinnerungsorten Deutschlands. Die Ausstellung ist sachlich, informativ und – trotz des schweren Themas – gut strukturiert. Man braucht mindestens eineinhalb Stunden, besser mehr.
→ Weitere Informationen zum Memorium Nürnberger Prozesse finden Sie hier.
Tiergarten Nürnberg
Löwen, Giraffen, Delfine und Seekühe – der Tiergarten Nürnberg gehört zu den artenreichsten und landschaftlich schönsten Zoos Deutschlands. Auf rund 70 Hektar leben über 300 Tierarten, und die weitläufige Anlage im Grünen lädt zu ausgedehnten Spaziergängen ein. Das Delfinarium und das Manatee-Haus sind absolute Alleinstellungsmerkmale.
- Delphinarium: Eines von wenigen in Deutschland mit Tierpräsentationen – beeindruckend, auch für Erwachsene
- Manatee-Haus: Einzige Tierhaltung von Seekühen (Manatis) in einem deutschen Zoo
- Naturnahe Gehege: Großzügige Freiflächen statt enger Käfige – vorbildliche Haltungsbedingungen
Für einen entspannten Zoobesuch sollte man einen ganzen Tag einplanen. Besonders schön im Frühling und Sommer, wenn die Jungtiere zu bestaunen sind. Für Familien mit Kindern ein absolutes Muss.
→ Weitere Informationen zum Tiergarten Nürnberg finden Sie hier.
Nürnberg – Eine Stadt voller Geschichte und Lebensfreude
Nürnberg ist eine Stadt, die man nicht in einem Tag abgearbeitet hat – und das ist auch gut so. Zwischen Kaiserburg und Tiergarten, zwischen Hauptmarkt und Memorium liegen Welten, die alle ihren eigenen Rhythmus haben. Was die Stadt so besonders macht: Sie ist groß genug, um immer etwas Neues zu entdecken, und klein genug, um sich nicht zu verlieren.
Wer einen Kurztrip plant, sollte die Nürnberg-Reisepakete auf spar-mit.com im Blick behalten – oft sind Eintrittstickets für Sehenswürdigkeiten und öffentliche Verkehrsmittel direkt inklusive. Das spart Geld und Planungsaufwand. Für Familien mit Kindern lohnt sich ein Blick auf die Tiergarten-Pakete, für Kulturinteressierte bietet sich eine Kombination aus Kaiserburg und Albrecht-Dürer-Haus an.
Und wer Nürnberg im Dezember besucht, erlebt den Christkindlesmarkt – einen der schönsten und traditionsreichsten Weihnachtsmärkte der Welt. Dann ist die Stadt ohnehin unwiderstehlich.