Thailand in Bad Homburg

Die Freundschaft zwischen Kurstadt und Königshaus

Warum stehen mitten im hessischen Bad Homburg gleich zwei thailändische Pavillons, Salas genannt? Die Geschichte dazu geht so: Thailands beliebter König Chulalongkorn war 1907 einen Monat zur Kur. Währenddessen wurde eine neue Heilquelle entdeckt, die er persönlich einweihte. Zum Dank für seine Genesung stiftete er Bad Homburg anschließend einen Sala mit der Bitte, ihn direkt neben "seiner“ Quelle zu errichten.

Die Einzelteile kamen Ende 1910 in Kisten per Schiff aus Bangkok an und waren teilweise beschädigt. So verzögerte sich der Aufbau, erst 1914 wurde der Tempel im Beisein des thailändischen Prinzen Mahidol feierlich eingeweiht. Sein Vater war mittlerweile gestorben, so bekam er nicht mit, dass der goldene Sala an einer anderen Stelle im Kurpark aufgebaut wurde. Verfügt hatte das Kaiser Wilhelm, auch er ein Bad Homburg-Fan.

Der legendäre König Bhumibol und Königin Sirikit korrigierten den kaiserlichen Fauxpas im Jahr 2007: Zum 100-jährigen Jubiläum des Kuraufenthalts von Rama V. schenkten sie Bad Homburg einen zweiten Sala. Der steht jetzt wunschgemäß neben der Chulalongkorn-Quelle.

Thailand und Bad Homburg, es ist die Geschichte einer besonderen Beziehung, die schon über 115 Jahre andauert. Intensiv gelebt wird sie jedes Jahr beim Festival "Amazing Thailand“, zu dem zigtausende Besucher kommen und die siamesische Kultur im Kurpark feiern.

König Chulalongkorn, der 42 Jahre regierte, sein Land von der Sklaverei befreiten, Eisenbahnen baute und ein modernes Gesundheitswesen begründete, lebt also weiter: im Park des Kurstädtchens Bad Homburg.

Reisepakete werden geladen