Sehenswürdigkeiten Schwerin

Der Schlossgarten: Eine Ende des vergangenen Jahrtausends rekonstruierte Drehbrücke mit gusseisernem Geländer verbindet die Schlossinsel mit dem barocken Schlossgarten. Diesem schließt sich ein englischer Garten an. Die erste Erwähnung findet sich im Jahr 1633. Zwischen 1748 und 1756 gestaltete Jean Legeay die zu diesem Zeitpunkt verwahrlosten Anlagen um - der Kreuzkanal und die Arkaden entstanden. Die Laubengänge und weiten Rasenflächen wurden bei einer weiteren Umgestaltung durch den Hofgärtner Theodor Klett 1862 angelegt. Im Schlossgarten, der an seinem Rand allmählich in die bewaldete Uferzone des Schweriner Sees übergeht, findet sich neben zahlreichen Plastiken Balthasar Permosers auch der Schlossgartenpavillon.

Alter Garten: Das ursprünglich sumpfige Gelände vor der Schlossinsel wurde 1708 erstmals so genannt, nachdem ein neuer Schlossgarten angelegt worden war. Seit dem 19. Jahrhundert ist der Platz von repräsentativen Gebäuden wie dem Mecklenburgischen Staatstheater, dem Staatlichen Museum, dem Alten Palais sowie dem Kollegiengebäude I - der heutigen Staatskanzlei - flankiert. Hier, auf dem schönsten Veranstaltungsplatz der Stadt, finden vor der prachtvollen Kulisse u.a. die jährlichen Schlossfestspiele unter dem Motto "Theater unter Sternen" statt.

Mecklenburgisches Staatstheater: Ebenso wie das Staatliche Museum befindet sich auch das Mecklenburgische Staatstheater direkt am Alten Garten. Das der italienischen Renaissance nachempfundene Gebäude entstand von 1883 bis 1886 durch Georg Daniel und gehört heute zu den großen leistungsfähigen und traditionsreichen Bühnen im gesamten norddeutschen Raum. Conrad Eckhof, der Vater der deutschen Schauspielkunst, gründete hier 1753 die erste deutsche Schauspielakademie. Die Mecklenburgische Staatskapelle blickt auf eine über vierhundertjährige Geschichte zurück.

Schweriner Dom: In Nachbarschaft des Marktes. Nach einem romanischen Vorgänger, dessen "Paradiespforte" als ältestes Architekturdetail an der Südwand erhalten blieb (vermauert), wurde der 105 Meter lange und 117,5 Meter hohe gotische Bau von 1260 bis 1416 als Basilika mit dreischiffigem Querhaus errichtet. Der 117 Meter hohe Turm wurde Ende des 19. Jahrhunderts von Baumeister Georg Daniel errichtet und prägt aus allen Richtungen die Silhouette Schwerins. In 40 Meter Höhe ermöglicht er ein beeindruckendes Bild von der Stadt und ihren Seen.

Schelfkirche: Die einzig stilreine Barockkirche West-Mecklenburgs wurde von 1708 bis 1713 durch den Ingenieurkapitän Jakob Reutz erbaut und war Nachfolgebau der um 1238 gestifteten Kirche St. Nikolai. Zur Ausstattung gehören die Friese-Orgel und ein Altarbild von Gaston Lenthe (Schweriner Hofmaler). In der Gruft ruhen Mitglieder des großherzoglichen Hauses, darunter die 1735 verstorbene Sophie Louise, Königin von Preußen.

Paulskirche: Auf der höchsten Erhebung westlich des Pfaffenteichs, die durch Aufschüttung noch vergrößert wurde, erfolgte am 29. Juni 1863, dem Tag des Apostel Paulus, die Grundsteinlegung. Am gleichen Tag des Jahres 1869 wurde die Kirche eingeweiht. Das Gotteshaus ist eine auf kreuzförmigem Grundriss errichtete 3-schiffige lichte Halle mit Querschiff und tiefem Chor mit gotischen Bau- und Ausdrucksformen. Die restaurierte Orgel mit 31 Registern auf 2 Manualen und Pedal ist ein Werk des Wismarer Orgelbauers Friedrich Friese, das dreiteilige Altargemälde schuf Karl Gottfried Pfannschmidt.

Schleifmühle: Rekonstruierte Steinschleiferei aus dem 18. Jahrhundert, funktionstüchtige Wassermühle, die als technisches Denkmal und Museum besichtigt werden kann. Wenn das Wehr geöffnet wird, und sich das Wasserrad mit seinen fast 4,5 Metern Durchmesser langsam in Bewegung setzt, beginnen die über die hölzerne Mechanik angeschlossenen Geräte im Innern mit dem Trennen und Polieren von Granitsteinen. Dicke, ungezahnte Eisen in einem Sägewagen schneiden sich langsam durch einen 60 cm hohen Granitblock und lassen die Besucher die Atmosphäre einer historischen Steinschleiferei nachempfinden.

Zippendorfer Strand: Der Fuß- und Radweg von der Stadt kommend führt Sie, beginnend am Schweriner Schloss, durch den Schlossgarten, den direkt an der Uferzone des Schweriner Sees gelegenen Franzosenweg entlang, vorbei an Wald und Wasserflächen sowie dem Zoo, direkt an den Zippendorfer Strand. Sonnenhungrige Schweriner und ihre Gäste zieht es bereits mit den ersten warmen Sonnenstrahlen des Jahres an den innerstädtischen Strand, der sowohl zum Verweilen, als auch zu sportlicher Betätigung einlädt. Ob auf dem fest installierten oder auf provisorischen Feldern - Beach-Volleyball steht hoch im Kurs. Die traditionelle Strandpromenade präsentiert sich - ebenso wie zahlreiche hier gelegene Villen - in neuem Gewand und lädt zum Baden und Bummeln, zu Sport und Spiel und bei einem vielfältigen gastronomischen Angebot zum Verweilen ein.

Kaninchenwerder: Bewaldete Insel im Schweriner See. Beliebtes Ausflugsziel mit Wanderwegen. Naturschutzgebiet. In besonders strengen Wintern, wenn der Schweriner Innensee vollständig zugefroren ist, bietet Kaninchenwerder ein beliebtes Ziel für Spaziergänger, die auf ihrem Weg über das Eis die Silhouette der Stadt Schwerin genießen können.

Schweriner Fernsehturm: 1957 wurde mit dem Bau des 136 Meter hohen Turms sowie des 273 Meter hohen Stahlrohrmastes begonnen. Zu Beginn des Jahres 1964 wurde der Funkbetrieb aufgenommen, am 1. Juli des Jahres eröffnete das legendäre "Turmcafé", von dem aus man in einer Höhe von 101 Meter einen traumhaften Blick über die Stadt mit ihrer seen- und waldreichen Umgebung genießen kann.

Reisepakete werden geladen