Tore und Türme - Coburg

Tore und Türme zieren das Stadtbild von Coburg und sind steinerne Zeugen Coburgs Vergangenheit.

Die Hauptwege vom Markt aus sind heute noch die Spitalgasse, Judengasse, Ketschengasse und Steingasse. Es gab eine innere und äußere Stadtmauer, die sich annährend kreisförmig um den Markt zog. Zu jedem inneren Stadttor gab es gleichzeitig auch noch ein äußeres Stadttor. Von den ehemals vier inneren Stadttoren sind das Spitaltor und das Judentor erhalten, beide sind spätestens Anfang des 13. Jh. entstanden. Als einziges äußeres Stadttor steht heute noch das Ketschentor. Die Steintore sind ganz aus dem Stadtbild verschwunden. Vom Judentor bis zum Ernstplatz steht noch die alte Stadtmauer. Sie dient noch immer den Hinterhäusern der Metzgergasse als Grund und Stützmauer.

Das Judentor bildete die Verbindung der Judengasse mit der Judenvorstadt. Das Ziegeldach dieses Turmes wurde 1721 durch eine welsche Haube ersetzt. Über der Einfahrt des Tores prangt ein schönes Coburgisches Wappen. Der Unterbau des Tores ist aus Steinen gebaut. Darauf war früher ein Holzbau mit steilem Giebeldach, Erkerchen und einem gotischem Türmchen. Dieser Holzbau ist 1685 einem Feuer zum Opfer geworden. Nach dem Brand hat man den Steinbau höher gezogen und diesen dem Geschmack der Zeit entsprechend mit einer welschen Haube versehen.

Das äußere Ketschentor wurde bereits 1303 erbaut. Zu dieser Zeit war Coburg unter der Herrschaft von Henneberg, wovon das Wappen über der Einfahrt berichtet. Auch bei diesem Tor wurde der obere Teil des Holzbaus, der mit Türmchen und Erkern versehen war, 1713 durch eine welsche Haube ersetzt.

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