Hillesheim-Infos kompakt

In der sogenannten "Beispielstadt" Hillesheim, die an sich sehr sehenswert ist, ragen einige bauliche Anlagen heraus: Die Stadtmauer stammt aus dem 13. Jahrhundert. Der begehbare Wehrgang gestattet einen schönen Blick über den Ort, die Landschaft und das Kylltal. Die Pfarrkirche St. Martin birgt eine ganz besondere Kostbarkeit: Eine aus dem Jahre 1772 stammende Barockorgel aus der Werkstatt der bekannten Orgelbauerfamilie Stumm aus dem Hunsrück.

Wehrkirche in Berndorf: Die Wehrkirche St. Peter wurde in den Jahren 1513-15 erbaut. Noch immer ist der Charakter einer Wehrkirche an dem romanischen Bau gut zu erkennen. Reste von Graben, Wall und Mauer der auf einer Anhöhe liegenden Kirche sind erhalten. Sehenswert sind auch die Kreuzwegstationen an der alten Kirchhofmauer, die um die Jahrhundertwende entstanden.

Burg Kerpen: Kerpen gilt als besonders gelungenes Beispiel für die Dorferneuerung. Mit viel Liebe und Eigeninitiative wurde der Ort hergerichtet, zahlreiche Auszeichnungen belegen die hervorragende Gestaltung. Besonders sehenswert sind die Burg und die Burgkapelle. Die Burg wurde erstmals 1136 erwähnt. Nach Zerstörungen wurde sie letztmalig Ende des 19. Jahrhunderts renoviert. Burg Kerpen war von 1911 bis 1941 Heimat des bekannten Eifelmalers Fritz von Wille, dessen Grab sich oberhalb der Burg befindet. Alfred Andersch lebte nach dem 2. Weltkrieg mehrere Jahre auf Burg Kerpen und schrieb hier unter anderem sein Werk "Kirschen der Freiheit".

Erlöserkapelle Mirbach: Die Erlöserkapelle wurde 1902 im neoromanischen Stil erbaut. Zu den Stiftern gehörten vor allem Kaiser Wilhelm II., Kaiserin Augusta Victoria und Freiherr von Mirbach. Das Mauerwerk besteht aus Ziegelsteinen mit einer Tuffsteinverblendung. Bemerkenswert sind das Eichenportal, die wertvollen Mosaikarbeiten im Inneren der Kapelle und die kunstvollen Steinmetzarbeiten.

Kirche und Kloster Niederehe: Das ehemalige Augustinerinnenkloster wurde von 1162 bis 1175 erbaut. 1803 wurde es aufgelöst. Besonders sehenswert ist die alte Klosterkirche, deren älteste Teile aus dem 12. Jahrhundert stammen. In der Kirche befindet sich ein Chorgestühl aus dem Jahre 1530 und wertvolle Bildwerke aus dem 17. Jahrhundert, neben dem Hochgrab Phillips von der Mark und seiner Gattin Katharina. Neu renoviert: Die Balthasar-König Orgel aus dem Jahr 1715.

Schloss Oberehe: Die Schlossanlage wurde 1696-98 als befestigter adeliger Landsitz erbaut. Zu dem Schloss gehören ein doppeltürmiges Torhaus, Herrenhaus, Park-, Wirtschafts- und Nebengebäude. Auch wenn das Gebäude nicht betreten werden kann (Privatbesitz), lohnt ein Blick durch den Torbogen.

Wasserfall Dreimühlen: Im Ahbachtal zwischen Ahütte und Niederehe entstand beim Bau der Eisenbahn im Jahr 1913 durch die Ableitung von Wasser aus verschiedenen Quelltöpfen der "wachsende" Wasserfall Dreimühlen. In Moospolstern bildet sich durch Ablagerung Kalksinter. Durch diesen ständigen Vorgang wächst der Wasserfall jährlich 8-10 cm in das Tal hinein.

Naherholungsgebiet Bolsdorfer Tälchen: Schon seit jeher ist das Bachtal zwischen Bolsdorf und Hillesheim das bevorzugte Wanderziel der Hillesheimer. In mehreren Bauabschnitten wurde eine Anlage mit Biotopen, Stausee, Naturspielplatz, Wanderwegen, Forstlehrpfad, Barfußpfad, Boule-Bahn, Liegewiesen und Informationszentrum geschaffen. Zentrale Themen in der Darstellung sind die Ökosysteme Wald und Wasser sowie die Geologie. Nirgendwo sonst in der Region sind verschiedene Erdzeitalter so nah beieinander aufgeschlossen; dem Besucher erschließen sich 400 Millionen Jahre Erdgeschichte quasi auf einen Blick. Im Informationspavillon ist zudem einer der Ausgangspunkte des GEO-PFAD eingerichtet.

Foto: Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH/Eike Kunz

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