Wilhelm Busch Museum - Hannover
Warum lohnt sich ein Besuch im Wilhelm Busch Museum?
Das Wilhelm Busch Museum in Hannover zählt zu den faszinierendsten Spezialmuseen Deutschlands. Eingebettet in die grüne Oase des Georgengartens, vereint es zwei bedeutende Sammlungen unter einem Dach: die weltweit umfangreichste Werksammlung des Dichters und Karikaturisten Wilhelm Busch sowie eine der wichtigsten internationalen Kollektionen satirischer Zeichenkunst aus fünf Jahrhunderten. Ob du "Max und Moritz" aus Kindheitstagen kennst, Karikaturen sammelst oder einfach Lust auf ein ungewöhnliches Kunsterlebnis hast – hier findest du, was du suchst.
Geschichte und Entstehung des Hauses
Die Geschichte des Wilhelm Busch Museums beginnt im Jahr 1930, als die Wilhelm-Busch-Gesellschaft das Museum anlässlich des 98. Geburtstages des Künstlers gründete. Ihr Ziel war es, das Werk und das Erbe von Wilhelm Busch (1832–1908) für die Nachwelt zu bewahren – jenem Mann, der mit "Max und Moritz" (1865) eine der erfolgreichsten Bildergeschichten der Literaturgeschichte schuf.
Das Museum befindet sich seit seiner Gründung in einem historischen Gebäude im Georgengarten, einem der schönsten Landschaftsgärten Hannovers. Die ruhige Parkanlage macht den Besuch zu einem doppelten Erlebnis: Kunst und Natur verbinden sich hier auf besondere Weise. Wer möchte, kann nach dem Museumsrundgang direkt in den Park spazieren und die Seele baumeln lassen.
Im Laufe der Jahrzehnte hat die Wilhelm-Busch-Gesellschaft die Sammlung konsequent ausgebaut. Neben Buschs Werken wurde bereits Anfang der 1960er Jahre eine eigenständige Sammlung kritischer Grafik und Karikaturen gegründet – heute eine der bedeutendsten ihrer Art in Deutschland.
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Die Sammlungen: Was erwartet dich im Museum?
Das Wilhelm Busch Museum – offiziell "Deutsches Museum für Karikatur und Zeichenkunst" – beherbergt zwei eigenständige, gleichwertige Sammlungen.
Sammlung Wilhelm Busch
Die Sammlung der Wilhelm-Busch-Gesellschaft umfasst mehr als zwei Drittel aller erhaltenen Werke des Künstlers. Das macht sie zur umfangreichsten und bedeutendsten Wilhelm-Busch-Sammlung weltweit. Neben den bekannten Bildergeschichten zeigt sie zahlreiche Ölgemälde, die beweisen: Busch war weit mehr als ein Humor-Zeichner – er war auch ein ernsthafter Maler, der sich intensiv mit dem Impressionismus auseinandersetzte.
Sammlung Karikatur und kritische Grafik
Die zweite Sammlung ist ein Schatzhaus satirischer Zeichenkunst aus fünf Jahrhunderten. Von frühen Werken des 17. Jahrhunderts über die goldene Ära der englischen Karikatur im 18. und 19. Jahrhundert bis zu den Meistern des Simplicissmus – die Bandbreite ist beeindruckend. Comic-Künstler wie Windsor McCay und Kinderbuchillustratoren wie Axel Scheffler haben hier ebenso ihren Platz wie politische Karikaturisten der Gegenwart.
| Sammlung | Umfang | Zeitraum |
|---|---|---|
| Werke Wilhelm Buschs | 335 Ölgemälde, 1.200 Naturzeichnungen, 50 Bildergeschichten, 896 Briefe, 193 Handschriften | 19. Jh. |
| Karikaturen & Grafiken | über 20.000 Zeichnungen und Grafiken | 17.–21. Jh. |
Dauerausstellung: Herzenspein und Nasenschmerz
Die Dauerausstellung des Wilhelm Busch Museums trägt den Titel "Herzenspein und Nasenschmerz" – ein Zitat aus Buschs 1867 erschienener Paraphrase auf Mozarts Oper "Die Entführung aus dem Serail". Der Titel setzt den Ton: humorvoll, ein wenig schmerzhaft, sehr menschlich – ganz im Geist Wilhelm Buschs.
Der Rundgang führt durch zehn thematisch gestaltete Ausstellungskabinette und präsentiert rund 150 Arbeiten aus dem hauseigenen Bestand. Die Schau spiegelt die Entwicklung der Karikatur von ihren frühen Anfängen bis hin zum modernen Comic wider und macht deutlich, wie zeitlos satirische Zeichenkunst ist.
Ergänzt wird die Dauerausstellung durch regelmäßige Sonderausstellungen. In der Vergangenheit waren hier Werke von Loriot, Jean-Jacques Sempé, William Hogarth und Marie Marcks zu sehen – Humoristen und Karikaturisten, die Geschichte geschrieben haben. Das Programm wechselt mehrmals im Jahr, sodass auch Stammgäste immer Neues entdecken.
- 10 Ausstellungskabinette mit thematisch kuratiertem Rundgang
- ca. 150 Werke aus der hauseigenen Sammlung in der Dauerausstellung
- Regelmäßige Sonderausstellungen mit nationalen und internationalen Künstlern
- Historische Grafiken vom 17. bis 21. Jahrhundert
- Highlights: Loriot, Sempé, Hogarth, Marie Marcks u. v. m.
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Besuch mit Kindern und Familien
Das Wilhelm Busch Museum ist auch für Familien mit Kindern ein lohnenswertes Ausflugsziel. Max und Moritz, der Struwwelpeter und Huckebein der Rabe sind Figuren, die viele Kinder aus Büchern oder aus der Schule kennen – im Museum begegnen sie ihnen im Original.
Das Museum bietet regelmäßig Führungen für Schulklassen und setzt auf vermittelnde Formate für jüngere Besucher. Kindergeburtstage lassen sich mit einem kreativen Karikatur-Workshop verbinden. Da das Programm saisonal variiert, lohnt ein Blick auf die aktuelle Veranstaltungsübersicht der Museumswebsite vor dem Besuch.
Nach dem Museumsbesuch wartet der Georgengarten direkt vor der Tür: ideal zum Spielen, Picknicken oder für einen entspannten Spaziergang durch die Parkanlage. Im Sommer lockt der nahegelegene Maschsee mit Strandbädern, Bootsverleih und Wassersport.
Häufig gestellte Fragen zum Wilhelm Busch Museum
Wo befindet sich das Wilhelm Busch Museum?
Im Georgengarten, 30167 Hannover – gut mit Stadtbahn und Bus erreichbar.
Wie lange dauert ein Besuch?
Eineinhalb bis zwei Stunden für die Dauerausstellung, mit Sonderausstellung und Spaziergang im Park auch ein halber Tag.
Ist das Museum für Kinder geeignet?
Ja – Max und Moritz, Huckebein und Co. machen das Haus für Kinder besonders spannend. Workshops und Schulführungen werden angeboten.
Was kostet der Eintritt?
Die aktuellen Preise findest du direkt auf der Museumswebsite unter karikatur-museum.de.
Unser Geheimtipp: Besuche das Wilhelm Busch Museum an einem Dienstagvormittag – erfahrungsgemäß ist das die ruhigste Zeit, und du hast die Exponate fast für dich allein. Verbinde deinen Museumsbesuch anschließend mit einem Spaziergang durch den Georgengarten bis zu den Herrenhäuser Gärten. In den Sommermonaten finden im Georgengarten gelegentlich Open-Air-Konzerte statt, die sich wunderbar mit einem Nachmittagsbesuch im Museum kombinieren lassen. Und wer Wilhelm Busch noch tiefer kennenlernen möchte: Das Museum verfügt über eine exzellente Fachbibliothek – auf Anfrage auch für externe Besucher zugänglich.
Adresse Wilhelm Busch Museum
Georgengarten, 30167 Hannover
Öffnungszeiten Wilhelm Busch Museum
Informationen zu den Öffnungszeiten finden Sie hier