Uplandsteig

Der Uplandsteig ist ein 64 Kilometer langer Rundwanderweg, der einmal rund um die Gemeinde Willingen (Upland) im Sauerland führt. Er verbindet alle neun Ortsteile Willingens und durchquert dabei eine der landschaftlich abwechslungsreichsten Regionen des deutschen Mittelgebirges – von dichten Buchenwäldern über weite Bergwiesen bis hin zu stillen Hochheiden und moorigen Sumpflandschaften. Wer diesen Weg geht, erlebt das Sauerland von seiner ursprünglichsten Seite: naturbelassen, wechselhaft und voller überraschender Ausblicke.

Was macht den Uplandsteig so besonders?

Der Uplandsteig ist kein gewöhnlicher Wanderweg. Er wurde speziell für alle entwickelt, die das Sauerland wirklich kennenlernen möchten – nicht nur von einer Aussichtsplattform aus, sondern hautnah durch seine verschiedenen Landschaftsräume hindurch. Was ihn von anderen Touren unterscheidet, ist die Konsequenz seiner Route: 64 Kilometer, die tatsächlich einmal rund um eine ganze Gemeinde führen und dabei neun unterschiedliche Ortsteile miteinander verbinden.

Die Topographie der Region sorgt dabei für ein abwechslungsreiches Erlebnis. Das Gesicht der Landschaft ändert sich auf der Strecke immer wieder – Mischwald und Buchenwald wechseln sich ab mit Feldfluren, blühenden Wiesen, Sumpflandschaften und Hochheiden. Wunderschöne Ausblicke gibt es auf dem gesamten Weg, aber sie müssen schlicht erlebt werden – Worte reichen dafür nicht.

  • 64 Kilometer als vollständiger Rundweg um Willingen
  • Neun Ortsteile werden direkt berührt
  • Naturbelassene, unbefestigte Wege durch echtes Mittelgebirge
  • Präzise Kilometrierung für sichere Orientierung und Notfallplanung
  • Wechsel zwischen Wald, Hochheide, blühenden Wiesen und Moorlandschaft
  • Herausfordernde Steigungen – besonders auf den ersten Kilometern
  • Einkehrmöglichkeiten nicht überall vorhanden – ausreichend Proviant empfehlenswert
MerkmalDetails
Gesamtlänge64 Kilometer
Art des WegesRundwanderweg
StartmöglichkeitenAlle neun Ortsteile
WegmarkierungEigenes Zeichen des Uplandsteigs
SchwierigkeitsgradMittel bis anspruchsvoll
Beste JahreszeitMai bis Oktober
KartendownloadAls PDF verfügbar

Route und Etappen: Einmal rund um Willingen

Der Uplandsteig führt als Rundweg durch alle neun Ortsteile der Gemeinde Willingen. Je nach gewähltem Startpunkt ergibt sich eine etwas andere Reihenfolge, doch der Weg selbst bleibt stets derselbe. Typisch für den Einstieg im Hauptort Willingen: Zunächst geht es über deutlichere Steigungen aus dem Ort heraus, bevor sich die Landschaft öffnet und immer neue Perspektiven freigibt.

Wer den Uplandsteig nicht in einem Stück gehen möchte, kann ihn gut auf mehrere Tagesetappen verteilen. Die präzise Kilometrierung am Wegrand – sowohl auf der Karte als auch mit Markierungen vor Ort – hilft dabei, den eigenen Standort jederzeit zu bestimmen und die Tagesleistung realistisch zu planen. Im Notfall erleichtert dieses System auch die Kommunikation mit Rettungsdiensten erheblich.

OrtsteilCharakteristik
WillingenHauptort, Weltcupschanze, beste Infrastruktur
UsselnUrsprüngliches Bergdorf, ruhige Atmosphäre
RattlarOffene Hochfläche mit weiten Ausblicken
StryckZugang zur Hochheide, naturschutzrelevantes Gebiet
SchwalefeldTraditionsreiches Dorf, Einkehrmöglichkeit
EimelrodRuhig und weitgehend unbekannt, ursprünglicher Charakter
EppeWaldreiche Umgebung, schattiger Abschnitt
NeerdarTeils steile Passagen, Aussichtspunkte
HüddingenKleinster Ortsteil, besonders ursprüngliche Atmosphäre

Wie schwierig ist der Uplandsteig wirklich?

Viele Wanderer fragen sich das, bevor sie sich auf den Weg machen. Die ehrliche Antwort: Der Uplandsteig ist kein Extrempfad, aber er fordert Respekt und gute Vorbereitung. Besonders die ersten Kilometer nach dem Start sind mit deutlichen Höhenunterschieden verbunden. Das Upland ist kein flaches Gelände – ein sanftes, aber kontinuierliches Auf und Ab, das über längere Strecken spürbar in die Beine geht.

Hinzu kommt, dass viele Abschnitte bewusst naturbelassen sind. Das bedeutet unbefestigte Wege, Wurzeln, Steine und nach Regenfällen teils matschige oder gar sumpfige Passagen. Wer das weiß und entsprechend ausgerüstet ist, wird sich sicher und entspannt auf dem Weg bewegen. Wer bei schönem Wetter in leichten Freizeitschuhen unterwegs ist, wird dagegen schnell merken, dass der Uplandsteig andere Erwartungen stellt.

Ausrüstung und Vorbereitung

  • Festes Schuhwerk mit gutem Profil – bei feuchter Witterung unverzichtbar
  • Wetterfeste Kleidung – das Sauerland kann schnell umschlagen
  • Ausreichend Wasser und Proviant für mindestens eine Tagesetappe
  • Aktuelles Kartenmaterial – als PDF kostenlos herunterladen
  • Voll aufgeladenes Mobiltelefon – die Kilometrierung hilft im Notfall
  • Sonnenschutz und Kopfbedeckung für offene Hochheide-Passagen
AbschnittCharakterBesonderheit
Start (erste 5 km)AnspruchsvollStärkste Steigungen des gesamten Weges
MittelteilMittelschwerAbwechselnd Wald und offene Flächen
Hochheide-PassagenLeicht bis mittelWindexponiert, weite Fernsicht
Sumpf- und MoorabschnitteVariabelTeils nass – Trittsicherheit gefragt

Was erwartet mich rund um Willingen?

Willingen ist weit mehr als nur der Ausgangspunkt für den Uplandsteig. Die Gemeinde hat sich zu einem der vielseitigsten Ganzjahresziele im Sauerland entwickelt. Im Winter lockt das Skigebiet am Ettelsberg mit Pisten für alle Könnerstufen. Im Sommer verwandelt sich die Region in ein Paradies für Wanderer, Radfahrer und Naturbegeisterte – der Uplandsteig ist dabei nur eines von vielen Wegangeboten.

Rund um die Strecke lohnen sich mehrere Ausflugsziele: Der Hochheideturm bietet einen spektakulären Rundblick über die Hochflächen des Uplands. Die Ettelsberg-Kabinenbahn ist auch im Sommer in Betrieb und bringt Besucher auf den 843 Meter hohen Gipfel. Wer nach einer langen Tagesetappe Erholung sucht, findet diese im Lagunenbad Willingen mit Außenbecken und Wellnessbereich.

Besonders reizvoll ist auch die Flora entlang des Weges: Im Frühling blühen die Bergwiesen in sattem Gelb und Grün, im August leuchtet die Hochheide in tiefem Lila, und im Herbst bietet der Mischwald ein Farbenspiel, das viele Fotografen in die Region lockt. Wer aufmerksam durch die Landschaft geht, entdeckt zudem immer wieder seltene Vogelarten – das Upland gehört zu den artenreichsten Regionen Mitteldeutschlands.

Die offizielle Karte vom Uplandsteig – einschließlich aller Kilometrierungen und Ortsteile – können Sie als PDF-Datei kostenlos herunterladen. Sie hilft bei der Etappenplanung und ist auch dann praktisch, wenn das Smartphone keinen Empfang hat oder der Akku leer ist.

Wichtig: Informieren Sie sich vor dem Start über Ihre geplante Route. Die Kilometrierung ist ein verlässlicher Helfer – sowohl bei der täglichen Planung als auch in Situationen, in denen Sie Ihren genauen Standort durchgeben müssen.

Ob für eine Kurzreise oder einen längeren Wanderurlaub – die Region rund um Willingen bietet die passende Unterkunft für jeden Anspruch. Wer den Uplandsteig in mehreren Etappen angehen möchte, findet in den Häusern vor Ort eine ideale Basis für die nächste Tagesetappe.

Geheimtipp: Der Übergang Stryck–Rattlar

Wer den Uplandsteig kennt, schwärmt besonders von einem Abschnitt: dem stillen Übergang zwischen den Ortsteilen Stryck und Rattlar. Hier, fernab touristisch belebterer Wege, verläuft der Pfad durch eine fast unberührte Hochheide. Im August leuchten die Heideflächen in tiefem Lila – ein Anblick, der sich vor allem am frühen Morgen lohnt, wenn der Nebel noch in den Senken liegt und die Landschaft wie eingefroren wirkt. Kein Lärm, kaum andere Wanderer. Nur dieser eine Weg, der hier ungewöhnlich still und ursprünglich ist.

Wanderer, die den Abschnitt in der frühen Morgendämmerung oder gegen Abend begehen, können zudem Rotwild und andere Wildtiere beobachten, die sich zu diesen Stunden deutlich weniger scheu zeigen. Ein Fernglas lohnt sich hier ganz besonders.

FAQ: Häufige Fragen zum Uplandsteig

Hier finden Sie die wichtigsten Fragen und Antworten rund um den Uplandsteig in Willingen.

  • Länge: 64 Kilometer als Rundweg
  • Etappen: Gut in 2–3 Tagesetappen teilbar
  • Ausrüstung: Festes Schuhwerk, Regenschutz, Proviant
  • Einkehr: Nicht überall möglich – ausreichend Proviant mitnehmen
  • Beste Saison: Mai bis Oktober, August für die Heideblüte

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