Triest (Italien)

Triest - das italienische Wien an der Adria

Schnittpunkt lateinischer, slawischer und jüdischer Kultur, Schmelztiegel verschiedener Ethnien, lange unter habsburgischer Herrschaft. In Triest vermischen sich Kultur und Kommerz, Geschichte und Gegenwart zu einem einzigartigen Charme.

Den Prunk der habsburgischen Monarchie und Spuren der Römer finden sich überall in der italienischen Hafenstadt an der Grenze zu Slowenien. Die Piazza dell'Unità d'Italia ist an drei Seiten von neoklassizistischen Prachtbauten umgeben und zum Meer hin offen. In dem 180 Jahre alten Caffé degli Specchi (Café der Spiegel) am Platz wird Wiener Kaffeehauskultur gepflegt. Die Spezialität: Capo Triestino, ein Miniatur-Cappuccino. Typisch italienisch dagegen ist das Eis. Kenner sagen, das Beste der Stadt gäbe es bei der Gelateria Marco, ein wenig versteckt hinter der Piazza. Ein Stück weiter liegen die restaurierte Altstadt und die Ruinen eines römischen Theaters. Vorbei am Richardsbogen, dem einzigen noch erhaltenen Teil der römischen Stadtmauer, geht es die Anhöhe hinauf zur Kathedrale von San Giusto, dem Wahrzeichen Triests.

Literaturhauptstadt Venetiens

In der Literaturgeschichte hat die Stadt einen festen Platz. Italienische und slawische Schriftsteller wirkten hier. In nur zwei Zimmern erzählt das Museo James Joyce Wissenswertes über den irischen Schriftsteller, der in Triest Englisch unterrichtete. Joyce ist auch als Statue auf der Ponte Rosso auf dem Canal Grande verewigt. Von dieser Brücke sieht der Sonnenuntergang über der Adria magisch aus. In den Cafés, Restaurants und Bars um den schiffbaren Kanal treffen sich die Triester zu jeder Tageszeit zum Plaudern, Essen und das Leben genießen.

Habsburger Schloss am Meer

Miramare, das Schloss der Habsburger in Norden von Triest, erreicht man am besten per Boot. Die "Delfino verde" legt mehrmals am Tag im Hafen ab. Die halbstündige Fahrt ermöglicht einen Blick auf die Küste von Triest. Ein wenig außerhalb liegt auch die Grotta Gigante, eine spektakuläre Grotte, die dank ihrer riesigen Ausmaße im Guinness Buch steht. Besucher sollten sich nicht vom Treppensteigen scheuen: 500 Stufen führen hinab - und wieder hinauf. Hier hatten ausnahmsweise weder die Habsburger noch die Römer ihre Finger im Spiel.

Foto: Pixabay

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