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Schloss Fasanerie
Schloss Fasanerie – Barockes Juwel bei Fulda
Sieben Kilometer südlich von Fulda, eingebettet in die sanften Hügel der hessischen Rhön-Randzone, wartet eine der schönsten Barockresidenzen Hessens auf ihre Entdecker: Schloss Fasanerie. Wer hier ankommt, fühlt sich unweigerlich in vergangene Jahrhunderte versetzt – in eine Zeit, als Fürst-Äbte über üppige Jagdgründe herrschten und Barockarchitekten ihre kühnsten Träume in Stein verwirklichten. Das Schloss, ursprünglich als bescheidenes Jagdhaus angelegt und über Jahrzehnte zu einer prachtvollen Residenz ausgebaut, beherbergt heute eine der bedeutendsten privaten Kunstsammlungen klassizistischer Kunst in ganz Deutschland.
Ob Sie Kunstliebhaber, Geschichtsbegeisterter oder einfach jemand sind, der bei einem ausgedehnten Spaziergang durch einen herrlichen Schlosspark den Alltag hinter sich lassen möchte – Schloss Fasanerie hat für jeden etwas zu bieten. Die Barockstadt Fulda liegt nur einen Katzensprung entfernt; wer die Region mit einer Übernachtung verbinden möchte, findet passende Reisepakete nach Fulda auf spar-mit.com. In diesem Guide erfahren Sie alles, was Sie für einen unvergesslichen Besuch brauchen.
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Wie wurde Schloss Fasanerie zu einem der schönsten Barockschlösser Hessens?
Die Geschichte von Schloss Fasanerie beginnt bescheiden – und das ist eigentlich der Witz daran. Im Jahr 1710 ließ Fürst-Abt Adalbert von Schleifras ein kleines Jagdhaus in den Wäldern südlich von Fulda errichten. Der Name verrät alles: Eine "Fasanerie" bezeichnet ein Gehege, in dem Fasane und anderes Federwild für die herrschaftliche Jagd gehalten wurden. Wer damals vorbeigekommen wäre, hätte nicht im Traum gedacht, dass aus dieser schlichten Anlage einmal eine der prachtvollsten Residenzen Nordhessens werden würde.
Vom Jagdhaus zur Barockresidenz (1730–1757)
Das änderte sich, als 1730 Fürst-Abt Adolph von Dalberg die Anlage zwischen zwei markanten Zwiebeltürmen um einen neuen Bau erweiterte – den Kernbau, der dem Schloss seine charakteristische Silhouette gab. Sein Nachfolger Amand von Buseck ließ dann ab 1739 den Meisterbaumeister Andreas Gallasini ans Werk. Gallasini war einer der führenden Barockarchitekten der Region, und er hat ganze Arbeit geleistet: Über fast zwei Jahrzehnte entstanden zwei symmetrische Innenhöfe, weitläufige Prunkflügel und jene klassische Barockkomposition, die das Schloss bis heute auszeichnet. 1757 war der Bau in seinen heutigen Dimensionen fertiggestellt – ein Monument barocker Baulust, das seinen Ursprung als einfaches Jagdhaus kaum noch erkennen lässt.
Das Haus Hessen und die Geburt eines Museums (1878 bis heute)
Nach den politischen Verwerfungen der Säkularisierung wechselte das Schloss mehrfach den Besitzer, bis es 1878 an Landgraf Friedrich Wilhelm von Hessen zurückgegeben wurde – als privater Landsitz. Über Generationen nutzten die Hessens Schloss Fasanerie als Sommerresidenz und brachten dabei eine beeindruckende Kunstsammlung zusammen: Gemälde, Antiken, Porzellan, Silber – alles zusammengetragen von einer Familie mit europäischem Horizont und feinem Kunstverstand. Nach Schäden im Zweiten Weltkrieg wurde das Schloss aufwendig restauriert und 1972 als Museum der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Heute verwaltet die Kulturstiftung des Hauses Hessen dieses außergewöhnliche Erbe – und macht es für jeden zugänglich, der Freude an Geschichte und Kunst hat.
Was erwartet Sie in Schloss Fasanerie?
Auf 60 Ausstellungsräume verteilt sich eine Sammlung, die ihresgleichen sucht. Schloss Fasanerie ist kein gewöhnliches Landesmuseum – es ist eine lebendige Residenz, in der sich Kunsthandwerk, Porzellan, Gemälde und historische Möblierung zu einem Gesamtbild fügen, das authentischer kaum sein könnte. Jeder Raum erzählt seine eigene Geschichte.
Die Sammlungsschwerpunkte im Überblick
- Klassizistische Gemälde: Eine der bedeutendsten privaten Sammlungen dieser Epoche in Deutschland – Porträts, Landschaften und Historienmalerei des 18. und 19. Jahrhunderts
- Antike Plastiken: Skulpturen aus griechischer und römischer Zeit, von den weitgereisten Hessen mitgebracht
- Meissner und Fuldaer Porzellan: Prachtvolle Service und Figuren, darunter besonders seltene Stücke aus der Fuldaer Hofporzellanmanufaktur
- Historische Möblierung: Empire- und Biedermeier-Möbel im originalen Ambiente – keine nachgestellte Schau, sondern gelebte Geschichte
- Familiensilber und Tafelgeschirr: Dokumentiert höfisches Leben in allen Facetten, vom großen Staatsdiner bis zum intimen Familienfrühstück
| Sammlungsbereich | Highlights | Epoche |
|---|---|---|
| Gemäldegalerie | Klassizismus, Romantik, Porträts | 18./19. Jh. |
| Antikensammlung | Griechische & römische Plastiken | Antike |
| Porzellansammlung | Meissen, Fulda, KPM Berlin | 18. Jh. |
| Prunkgemächer | Empire-Möbel, Tafelsilber, Intarsien | 19. Jh. |
Besonders empfehlenswert sind die geführten Touren, bei denen die Schlossführer die Geschichten hinter den Exponaten zum Leben erwecken. Wer lieber im eigenen Tempo erkundet, bekommt einen Audioguide. Die Kombination aus barocker Architektur und erstklassiger Kunst macht jeden Besuch zu einem echten Erlebnis.
Schlosspark und Gartenanlagen der Fasanerie
Das Schloss wäre ohne seinen Park nur halb so bezaubernd. Die Gartenanlagen der Fasanerie erstrecken sich weiträumig um das Schlossgebäude und bieten in jeder Jahreszeit ein anderes, gleichermaßen stimmungsvolles Bild. Im Frühling tauchen die ersten Blüten die Wege in zartes Pastell; im Sommer spenden alte Bäume angenehmen Schatten; im Herbst verwandeln sich die Laubwälder in ein leuchtendes Meer aus Gold und Rot.
Gartenarchitektur und Pflanzenwelt
Der Schlosspark wurde im englischen Landschaftsstil angelegt und im Laufe der Jahrhunderte mehrfach umgestaltet. Besonders sehenswert ist die Orangerie, die im Sommer mit ihren Zitrusbäumen in der Außenanlage beeindruckt – ein klassisches Überbleibsel barocker Gartenkultur. Wer gerne spaziert, kann die Wege des Parks ausgiebig erkunden: Versteckte Ecken, schattige Alleen und der Ausblick auf die Schlossarchitektur entschädigen für jeden Schritt.
Der Park ist ohne Eintritt zugänglich – ein zusätzlicher Grund, einen längeren Aufenthalt einzuplanen. Viele Besucher verbinden den Schlossbesuch mit einem Picknick unter den alten Bäumen. Und Hundebesitzer freut es: Der Park ist auch für vierbeinige Begleiter erlaubt (an der Leine), was ihn zu einem beliebten Ausflugsziel für Familien macht.
Praktische Informationen für Ihren Besuch
Öffnungszeiten und Eintrittspreise
| Kategorie | Details |
|---|---|
| Saison | Ende März bis Ende Oktober |
| Öffnungszeiten | Dienstag bis Sonntag, 10–17 Uhr |
| Montag | Geschlossen |
| Eintritt Schloss | Erwachsene ca. 9 €, ermäßigt ca. 7 €, Kinder bis 12 J. frei |
| Schlosspark | Ganzjährig kostenlos zugänglich |
| Gruppenführungen | Ganzjährig nach Vereinbarung möglich |
Anfahrt und Parken
- Adresse: Schloss Fasanerie, 36124 Eichenzell (ca. 7 km südlich von Fulda)
- Mit dem Auto: A7 Abfahrt Fulda-Nord oder Fulda-Süd, dann Beschilderung folgen
- Parken: Kostenloser Parkplatz direkt am Schloss vorhanden
- Mit dem ÖPNV: Regionalbusverbindungen ab Fulda Hbf; Anschlussverbindungen prüfen
- Kontakt: Tel. 0661 / 94 86 0 · info@schloss-fasanerie.de
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Die Region Fulda rund um Schloss Fasanerie
Schloss Fasanerie liegt in einer Region, die weit mehr zu bieten hat als das Schloss selbst. Fulda – nur sieben Kilometer entfernt – gilt als eine der schönsten Barockstädte Deutschlands und ist allein deshalb eine Reise wert. Das Fuldaer Stadtschloss mit seinem prächtigen Ehrenhof, der Dom St. Salvator über dem Grab des heiligen Bonifatius, die Michaelskirche aus dem 9. Jahrhundert und die malerische Altstadt laden zu ausgedehnten Erkundungen ein.
Wer von Schloss Fasanerie aus die Region weiter erkunden möchte, findet im Umfeld attraktive Ausflugsziele: Das Biosphärenreservat Rhön liegt direkt vor der Tür und lockt mit Wanderwegen, Sternenpark und unberührter Mittelgebirgslandschaft. Weiter westlich wartet das historische Bad Hersfeld, bekannt für seine weltberühmten Festspiele in der romanischen Stiftsruine. Wer ganz Hessen als Reiseziel erkunden möchte, merkt schnell: Die Dichte an Schlössern, Klöstern und Fachwerkstädtchen sucht in Deutschland ihresgleichen. Und wer gezielt nach Kulturreisen durch Deutschland sucht, ist in dieser Region genau richtig.
Bild: © Tourismus und Kongressmanagement Fulda
Häufig gestellte Fragen zu Schloss Fasanerie
- Ist Schloss Fasanerie ganzjährig geöffnet?
- Nein. Die reguläre Besuchssaison läuft von Ende März bis Ende Oktober (Di–So, 10–17 Uhr). In der Nebensaison sind Gruppenführungen auf Anfrage möglich.
- Kann ich den Schlosspark kostenlos besuchen?
- Ja! Der Schlosspark ist ganzjährig kostenlos zugänglich, auch außerhalb der offiziellen Schlossöffnungszeiten. Ein Spaziergang lohnt sich zu jeder Jahreszeit.
- Sind Kinder im Schloss willkommen?
- Auf jeden Fall. Kinder bis 12 Jahre haben freien Eintritt. Für Schulklassen gibt es spezielle pädagogische Führungsangebote – vorherige Anmeldung empfohlen.
- Wie lange sollte ich für einen Besuch einplanen?
- Für das Schloss mit Führung etwa 1,5 bis 2 Stunden. Mit Schlosspark und Pause gerne einen halben Tag.
- Gibt es eine Gastronomie am Schloss?
- Eine kleine Schlossgastronomie ist in der Saison geöffnet. Für ein ausgedehnteres Mittagessen bietet sich die Barockstadt Fulda an, die nur eine kurze Fahrt entfernt liegt.
Unser Geheimtipp: Das sollten Sie in der Fasanerie nicht verpassen
Wissen Sie, was die meisten Schloss-Fasanerie-Besucher verpassen? Die kleinen Details. Während die große Gemäldegalerie völlig zurecht viel Aufmerksamkeit bekommt, sind es oft die unscheinbareren Räume, in denen das 19. Jahrhundert noch am intensivsten spürbar ist: das Arbeitszimmer mit dem persönlichen Briefwechsel der Landgrafen-Familie, die privaten Gemächer mit ihrer intimen, fast wohnlichen Atmosphäre – weit weg vom großen Repräsentationsgetöse. Hier wird Geschichte nicht ausgestellt, sondern erlebt.
Noch ein praktischer Tipp: Planen Sie Ihren Besuch möglichst auf einen Wochentag. Schloss Fasanerie ist kein Massentourismus-Ziel – aber an schönen Sommerwochenenden kommen durchaus mehr Besucher, als man denkt. Unter der Woche haben Sie die Räume oft fast für sich allein, und die Führungen werden persönlicher, wenn die Gruppe klein ist. Und wenn Sie die Anreise von weiter her planen: Verbinden Sie den Schlossbesuch mit einem Abend in der Fuldaer Altstadt. Die dortige Barockarchitektur harmoniert wunderbar mit den Eindrücken aus der Fasanerie – und ein Tisch in einem der guten Restaurants am Universitätsplatz ist der perfekte Abschluss eines langen Kulturtages. Ein schöner Tag mit echtem Mehrwert, versprochen.