Olympiapark München

Olympiapark München

Es gibt Orte, die sich unauslöschlich ins kollektive Gedächtnis einer Stadt einschreiben – und der Olympiapark München ist einer davon. Entstanden für die Olympischen Sommerspiele 1972, hat sich das Gelände im Münchner Norden längst vom reinen Sportgelände zur grünen Lunge und zum Herzstück des Münchner Kulturlebens gewandelt. Wer heute über die geschwungenen Hügel des Parks spaziert und zum schimmernden Zeltdach des Olympiastadions hinüberschaut, spürt unweigerlich etwas von dieser besonderen Energie, die München zu einer der beliebtesten Städte Europas macht.

Das markante Zeltdach – ein Meisterwerk der Ingenieurkunst, entworfen von Günter Behnisch und Frei Otto – ist längst zur Architekturikone geworden. Seine transparenten Acrylglas-Bahnen, die wie ein riesiges Spinnennetz über Stadion, Sporthalle und Schwimmhalle gespannt sind, gelten bis heute als revolutionäres Bauwerk. Kein Wunder, dass der Olympiapark seit 1998 unter Denkmalschutz steht. Wer München entdecken möchte, kommt hier nicht vorbei – und wer schon einmal in der Stadt war, kommt gerne wieder.

Ob du einen ruhigen Morgenspaziergang am Olympiasee genießt, bei einem Open-Air-Konzert mitsingst oder vom Olympiaturm aus die Silhouette der Alpen bewunderst: Der Olympiapark bietet für jeden Geschmack und jede Jahreszeit das passende Erlebnis. Mehr über die Schönheit der bayerischen Landeshauptstadt und passende Reisepakete findest du bei unseren München-Reisen auf spar-mit.com.

Geschichte des Olympiaparks

Die Geschichte des Olympiaparks München beginnt mit einer visionären Entscheidung: Als die Bundesrepublik Deutschland im Jahr 1966 den Zuschlag für die Olympischen Sommerspiele 1972 erhielt, stand die Frage im Raum, wie ein modernes, weltoffenes Deutschland sich der Welt präsentieren wollte. Die Antwort war architektonisch kühn und städtebaulich wegweisend.

Das Gelände selbst hat eine besondere Vorgeschichte. Auf dem ehemaligen Oberwiesenfeld – einem alten Militärexerzierplatz nördlich der Münchner Innenstadt – türmten sich die Trümmer des Zweiten Weltkriegs zu einem künstlichen Hügel auf, dem heutigen Olympiaberg. Aus Bombenschutt wurde Landschaft, aus Zerstörung wurde Aufbruch: Das war die symbolische Botschaft, die die Planer von Anfang an mitdachten.

Der Architekt Günter Behnisch und der Leichtbau-Pionier Frei Otto schufen gemeinsam das ikonische Zeltdach – eine leichte, transparente Stahlseilkonstruktion, über die Acrylglasplatten gespannt wurden. Mit einer Fläche von rund 74.800 Quadratmetern überspannt das Dach Olympiastadion, Olympiahalle und Olympia-Schwimmhalle und bildet so eine architektonische Einheit, die damals weltweit für Staunen sorgte. Die Konstruktion galt als technisch kaum realisierbar – und wurde dennoch in nur wenigen Jahren fertiggestellt.

Die Olympischen Spiele 1972 gingen allerdings auch aus traurigem Anlass in die Geschichte ein: Das Attentat auf die israelische Olympiamannschaft am 5. September 1972 überschattete die Spiele tief. Ein Gedenkort im Park erinnert heute an die elf Opfer. Trotz dieser dunklen Stunden wurde der Olympiapark nach den Spielen nicht aufgegeben, sondern zum Freizeitgelände für alle Münchner umgewidmet – und entwickelte sich in den Jahrzehnten seitdem zur Institution.

Seit 1998 steht das Olympiagelände als Gesamtensemble unter Denkmalschutz. Das Zeltdach, die organisch geformten Hügel, der Olympiasee und der Olympiaturm sind heute ebenso Teil des Münchner Stadtbildes wie die Frauenkirche oder das Marienplatz-Rathaus. In den 1980er und 1990er Jahren erlebte der Park seine große Konzert-Ära: Die Rolling Stones, Michael Jackson und Pink Floyd haben hier gespielt. Der Olympiapark ist nicht nur ein Denkmal der Sportgeschichte, sondern auch ein Stück Rockgeschichte.

Was kann man im Olympiapark München erleben?

Der Olympiapark München ist ein Erlebnisraum für alle Generationen und jede Jahreszeit. Kurz gesagt: Hier ist immer etwas los – und das Angebot reicht weit über das hinaus, was man auf den ersten Blick erwartet. Die wichtigsten Aktivitäten im Überblick:

  • Olympiaturm: Der 291 Meter hohe Fernsehturm bietet eine Aussichtsplattform mit 360-Grad-Panorama. Bei klarem Wetter reicht der Blick bis zu den Alpen. Täglich von 9 bis 24 Uhr geöffnet, Eintritt ca. 13 Euro.
  • Olympiasee und Strandbereich: Der künstlich angelegte See ist das Herzstück des Parks. Im Sommer lockt er mit Tretbootfahren, einem Sandstrand und dem Biergarten direkt am Ufer. Eine der entspanntesten Ecken Münchens.
  • Olympiastadion: Das Stadion mit seiner markanten Zeltdachkonstruktion ist nicht nur Austragungsort von Konzerten und Events, sondern kann auch bei Führungen erkundet werden – inklusive Dachbegehung mit Kletterharness.
  • Konzerte und Open-Air-Events: Das Theatron am Olympiasee ist Deutschlands größte Open-Air-Bühne und Austragungsort kostenloser Konzerte im Sommer. Internationale Stars und lokale Bands spielen hier vor einzigartiger Kulisse.
  • BMX- und Skateanlage: Im südlichen Parkbereich befindet sich eine großzügige Freestylesport-Anlage, die Skater, BMX-Fahrer und Inline-Skater anzieht.
  • Sea Life München: Das Aquarium direkt am Olympiapark bietet Unterwasserwelten von der Isar bis zum offenen Ozean – ideal für Familien mit Kindern.
  • Jogging und Sport: Die geschwungenen Wege durch den Park sind bei Münchner Läufern beliebt. Das Olympia-Sportgelände umfasst zudem Tennisplätze, Beachvolleyball und weitere Sportanlagen.
Attraktion Typ Eintritt
Olympiaturm Aussichtspunkt ca. 13 €
Olympiastadion-Führung Geführte Tour ca. 7 €
Dachbegehung Stadion Klettertour ab 30 €
Olympiasee / Strand Natur & Erholung kostenlos
Theatron-Konzerte Musik & Events meist kostenlos
Sea Life München Aquarium ab ca. 17 €
BMX / Skate-Anlage Freestylesport kostenlos

Olympiapark München – Besucherinfos auf einen Blick

Thema Info
Adresse Spiridon-Louis-Ring 21, 80809 München
Öffnungszeiten Gelände Täglich 24 Stunden zugänglich (kostenlos)
Eintritt Park Kostenlos (einzelne Attraktionen kostenpflichtig)
Olympiaturm Täglich 9–24 Uhr, Eintritt ca. 13 €
Stadion-Führungen Täglich, Zeiten variieren – Buchung empfohlen
Anreise U-Bahn U3 bis Station Olympiazentrum (direkt am Park)
Anreise Tram Linie 12, Haltestelle Olympiazentrum
Parkplätze Vorhanden am Olympiapark (kostenpflichtig)
Fahrrad Gut erreichbar, Radwege direkt am Park
Barrierefrei Großteils barrierefrei zugänglich

Olympiapark und die Seele Münchens

Der Olympiapark ist mehr als eine Sportanlage – er ist ein Spiegel der Münchner Seele. Hier trifft bayerische Gemütlichkeit auf internationale Weltoffenheit, hier spielen Kinder auf denselben Wiesen, auf denen einst Leichtathletik-Weltrekorde aufgestellt wurden. Diese besondere Mischung aus Geschichte, Natur und Gegenwart macht den Park zu einem der unverwechselbarsten Orte Deutschlands.

Die Konzertgeschichte des Olympiaparks ist legendär. In den 1980er und 1990er Jahren war das Olympiastadion die erste Adresse für Mega-Events: Michael Jacksons Bad-Tour 1988, Pink Floyd, die Rolling Stones – wer damals Weltstar war, spielte in München. Bis heute finden im Park jährlich Hunderte von Veranstaltungen statt, vom klassischen Open-Air-Konzert am Theatron bis zu Triathlons, Firmensportevents und dem alljährlichen Streetlife Festival. Das Theatron am Olympiasee zählt zu den schönsten Open-Air-Spielstätten Europas.

Für die Stadt München ist der Olympiapark auch ein Symbol des Wiederaufbaus und des Aufbruchs. Die organisch geformte Parklandschaft, die das Büro Grzimek gestaltete, war radikal neu für ihre Zeit: Keine strenge Geometrie, keine sterile Sportanlage, sondern eine fließende, einladende Freizeitlandschaft für alle Bürgerinnen und Bürger. Dieser demokratische Grundgedanke – der Park gehört allen – ist bis heute spürbar. Ob Studenten beim Picknick, Familien beim Drachen steigen, Rentnerpaare beim Spaziergang oder junge Leute beim Beachvolleyball: Der Olympiapark schafft Begegnungsräume jenseits von Klasse und Herkunft.

Wer München mit all seinen Facetten erleben möchte – vom Olympiapark über den Englischen Garten bis zum Viktualienmarkt – findet bei unseren Städtereisen nach München die passenden Reisepakete für jeden Anlass und jedes Budget. München ist das ganze Jahr über eine Reise wert.

Anreise und Umgebung

München ist hervorragend erreichbar – auf dem Land-, Luft- und Schienenweg. Der Flughafen München Franz Josef Strauß (MUC) zählt zu den modernsten und schönsten Flughäfen Europas und ist über die S-Bahn-Linien S1 und S8 in rund 40 Minuten mit dem Stadtzentrum verbunden. Von dort erreicht man den Olympiapark mit der U3 in wenigen Minuten. Wer mit der Bahn anreist, landet am Münchner Hauptbahnhof, von dem aus ebenfalls zahlreiche U-Bahn-Linien direkt in Richtung Olympiazentrum fahren. Mit dem Auto bietet die A9 (aus Nürnberg/Berlin), die A8 (aus Stuttgart/Salzburg) und die A95 (aus Garmisch) gute Zufahrtsmöglichkeiten; Parkplätze am Olympiapark sind vorhanden, aber kostenpflichtig.

Der Olympiapark liegt inmitten eines attraktiven Stadtviertels mit zahlreichen weiteren Sehenswürdigkeiten in unmittelbarer Nähe. Nur wenige Gehminuten entfernt befindet sich die BMW Welt mit dem angrenzenden BMW Museum – Pflichtprogramm für Autoliebhaber. Der Englische Garten, einer der größten Stadtparks der Welt, ist ebenfalls bequem zu Fuß oder per Rad erreichbar. Im Süden lockt die Münchner Innenstadt mit Marienplatz, Frauenkirche, Viktualienmarkt und Hofbräuhaus. Wer einen Tagesausflug plant, kann auch die nahe gelegene Allianz Arena besichtigen oder das Nymphenburg Schloss besuchen – München hat an Sehenswürdigkeiten schlicht keinen Mangel.

Geheimtipp: Das verborgene Olympiapark-Erlebnis

Der Olympiaberg bei Sonnenuntergang – und das am liebsten unter der Woche, wenn kaum Touristen unterwegs sind. Der künstliche Hügel aus Kriegsschutt, der auf 56 Meter Höhe angewachsen ist, bietet einen der spektakulärsten Panoramablicke über München: Im Vordergrund das schimmernde Zeltdach, dahinter die Türme der Stadt, und bei klarem Wetter das Alpenpanorama am Horizont. Diesen Aussichtspunkt kennen erstaunlich viele Münchner – und erstaunlich wenige Touristen.

Noch ruhiger wird es, wenn man früh morgens zum Park kommt. Ab etwa 6 Uhr treffen sich hier die Stammjoggenden, Hundebesitzer und Frühaufsteher. Das Gelände wirkt dann wie ein anderer Ort: Stille, Morgennebel über dem Olympiasee, Enten auf dem Wasser. Wer den hektischen Großstadtalltag entfliehen möchte, findet im Olympiapark genau das – ohne auch nur einen Euro zu bezahlen. Am Olympia-Schriftzug auf der Südseite des Geländes lohnt sich zudem ein Fotostopp: Das typografische Logo der Spiele von 1972 ist noch immer vorhanden und ein begehrtes Urlaubsmotiv für alle, die München jenseits der ausgetretenen Pfade erkunden.

Olympiapark München – Häufige Fragen (FAQ)

Häufige Fragen zum Olympiapark München

Ist der Eintritt kostenlos?
Das Außengelände ist kostenlos und 24h zugänglich. Olympiaturm ca. 13 €, Olympiabad kostenpflichtig.
Wie kommt man hin?
U3 bis Olympiazentrum. Auch gut mit dem Fahrrad erreichbar.
Wann wurde der Park gebaut?
Für die Olympischen Sommerspiele 1972. Das Zeltdach von Behnisch und Frei Otto ist Architektur-Ikone.
Was kann man unternehmen?
Olympiaturm, Tretbootfahren, Konzerte, Jogging, Sea Life, Biergarten und viel Natur.

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