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Neue Residenz Bamberg
Neue Residenz Bamberg
Bamberg ist eine dieser Städte, in denen man einfach nicht aufhört zu staunen – und das liegt nicht nur an den vielen Brauereien. Auf dem Domberg, hoch über den mittelalterlichen Gassen der Altstadt, thront die Neue Residenz Bamberg: ein barockes Prachtsstück, das Fürstbischöfe als repräsentativen Wohnsitz nutzten und das heute zu den bedeutendsten Schlossanlagen Deutschlands zählt. Wer Bamberg besucht, kommt an diesem Juwel des UNESCO-Weltkulturerbes nicht vorbei – und sollte es auch nicht.
Ob ihr die prächtigen Staatsgemächer bestaunen, in der Staatsgalerie Bamberg verweilen oder einfach den kostenlosen Rosengarten mit seinem atemberaubenden Panoramablick genießen möchtet – die Neue Residenz Bamberg hat für jeden etwas zu bieten. Wir zeigen euch alles, was ihr für einen unvergesslichen Besuch wissen müsst: Geschichte, Highlights, Öffnungszeiten, Eintrittspreise und den ein oder anderen Geheimtipp.
Was ist die Neue Residenz Bamberg – Ein barocker Schatz im Herzen Frankens?
Die Neue Residenz Bamberg ist der ehemalige Amts- und Wohnsitz der Bamberger Fürstbischöfe und liegt direkt am Domplatz – dem historischen Herzstück der Welterbestadt. Das imposante Gebäude vereint Renaissance- und Barockarchitektur unter einem Dach und beherbergt heute rund 40 prunkvoll ausgestattete Staatsgemächer sowie die Staatsgalerie Bamberg. Wer durch ihre Säle schlendert, erlebt einen einzigartigen Querschnitt durch vier Jahrhunderte Kunstgeschichte – von opulenten Möbelensembles über großformatige Fürstenporträts bis hin zu herrlichen Deckenfresken.
Kurz gesagt: Die Neue Residenz ist kein staubiges Museum, sondern ein lebendig inszenierter Ort, der Geschichte mit allen Sinnen erfahrbar macht.
Geschichte: Vom Fürstbischofssitz zum Weltkulturerbe
Die Geschichte der Neuen Residenz beginnt im frühen 17. Jahrhundert. Baubeginn war 1605 unter Erzbischof Johann Philipp von Gebsattel, der dem in die Jahre gekommenen Alten Hof ein moderneres Gegenstück entgegensetzen wollte. Meister Jacob Wolff der Ältere entwarf den ersten Renaissanceflügel – dann stockte der Bau für fast hundert Jahre.
Erst unter Fürstbischof Lothar Franz von Schönborn kam wieder Schwung in die Sache. Ab 1697 ließ er das Gebäude im Stil des Hochbarock vollenden – nach Plänen des Bamberger Architekten Johann Leonhard Dientzenhofer. Das Ergebnis war ein repräsentativer Vierflügelbau, der bis 1802 als Residenz der Bamberger Fürstbischöfe diente. Diese waren als Landesherren in einer einzigartigen Doppelrolle: weltliche und geistliche Macht in einer Person vereint.
Heute ist die Neue Residenz fester Bestandteil des UNESCO-Welterbes „Altstadt von Bamberg“, das 1993 in die Welterbeliste aufgenommen wurde. Zusammen mit dem Bamberger Dom und der Alten Hofhaltung bildet sie das unverwechselbare Ensemble am Domplatz – drei Bauwerke, die das historische Gesicht des Bamberger Dombergs bis heute prägen.
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Was gibt es in der Neuen Residenz Bamberg zu sehen?
Ein Besuch in der Neuen Residenz Bamberg ist eine Zeitreise durch vier Jahrhunderte Kunstgeschichte. Die wichtigsten Highlights auf einen Blick:
| Bereich | Highlights |
|---|---|
| Kaisersaal | Riesiges Deckenfresko von Melchior Steidl (1709), großformatige Herrscherporträts – absoluter Höhepunkt des Rundgangs |
| Staatsgemächer | Ca. 40 Räume, über 500 historische Möbelstücke, prachtvolle Wandteppiche, Porzellan und Gemälde aus vier Jahrhunderten |
| Staatsgalerie Bamberg | Altdeutsche und barocke Meisterwerke aus der Bayerischen Staatsgemäldesammlung, Rokoko-Skulpturen von Ferdinand Tietz |
| Rosengarten | Kostenloser Zutritt, Pavillons von Balthasar Neumann, spektakulärer Panoramablick über Bambergs Altstadt |
| Staatsbibliothek Bamberg | Wertvolle mittelalterliche Handschriften und historische Drucke (seit 1965 in der Residenz untergebracht) |
Die Staatsgemächer – Geschichte zum Anfassen
Das Herzstück des Besuchs sind die historisch eingerichteten Staatsgemächer. In rund 40 prunkvoll ausgestatteten Räumen ist die Zeit scheinbar stehen geblieben: Über 500 historische Möbelstücke aus dem 17. bis 19. Jahrhundert fügen sich zu einem beeindruckenden Gesamtbild zusammen – dazu prächtige Wandteppiche, handbemaltes Porzellan, Gemälde und Spiegelsäle, die an vergangenen Glanz erinnern. Den absoluten Höhepunkt bildet der Kaisersaal mit seinem mächtigen Deckenfresko von Melchior Steidl (1709) und großformatigen Herrscherporträts, die die historische Macht der Fürstbischöfe eindrücklich vor Augen führen.
Die Staatsgalerie Bamberg – Kunst aus vier Jahrhunderten
Unmittelbar mit der Residenz verbunden ist die Staatsgalerie Bamberg, die Werke aus der Bayerischen Staatsgemäldesammlung zeigt. Neben bedeutenden altdeutschen Gemälden und barocken Meisterwerken sind hier vor allem die Rokoko-Skulpturen von Ferdinand Tietz sehenswert – einem der einflussreichsten deutschen Bildhauer des 18. Jahrhunderts. Seine verspielten Figuren verleihen den Räumen eine fast lebendige Leichtigkeit.
Der Rosengarten – kostenlos, grandios, unbedingt besuchen
Wer den Garten vergisst, hat die Neue Residenz nicht wirklich gesehen. Der historische Rosengarten aus dem 18. Jahrhundert mit seinen eleganten Pavillons (entworfen vom Genie Balthasar Neumann) und den verspielten Skulpturen von Ferdinand Tietz ist vollkommen kostenfrei zugänglich – auch ohne Museumsticket. Von den Terrassen des Gartens schweift der Blick über die Bamberger Altstadt, die Türme des Doms, das Kloster Michelsberg und die Flussarme der Regnitz. Einer der schönsten Aussichtspunkte der Stadt – und das umsonst.
Öffnungszeiten, Eintrittspreise und Anreise – Praktische Infos
Öffnungszeiten der Neuen Residenz Bamberg
| Saison | Öffnungszeiten |
|---|---|
| 3. April – 3. Oktober | Täglich 9:00 – 18:00 Uhr |
| 4. Oktober – Ende März | Täglich 10:00 – 16:00 Uhr |
| Geschlossen | 1. Januar, Faschingsdienstag, 24./25./31. Dezember |
Wichtig: Der letzte Einlass erfolgt ca. 30–45 Minuten vor der offiziellen Schließzeit. Plant euren Besuch entsprechend.
Eintrittspreise
| Kategorie | Preis |
|---|---|
| Erwachsene | 6,00 Euro |
| Ermäßigte (Studenten, Schüler, Senioren) | Ermäßigung vorhanden – bitte aktuellen Preis vor Ort erfragen |
| Kinder und Jugendliche | In der Regel ermäßigt oder kostenfrei |
| Rosengarten | Kostenlos – kein Ticket erforderlich! |
Anreise und Lage
- Adresse: Domplatz 8, 96049 Bamberg
- Zu Fuß vom Hauptbahnhof: Ca. 15–20 Minuten durch die historische Altstadt entlang der Ludwigstraße – ein schöner Spaziergang durch die Innenstadt
- Mit dem Bus: Linie 1 oder 20 bis Haltestelle „Domplatz“
- Mit dem Auto: Parkhäuser in der Bamberger Innenstadt vorhanden; direkte Stellplätze am Domberg sind begrenzt
- Tipp: Wer mit dem Zug anreist, kombiniert den Ausflug am besten mit einem Bummel durch die Altstadt – Bamberg ist eine exzellente Fußgängerstadt
Sehenswürdigkeiten rund um die Neue Residenz Bamberg
Wer schon einmal auf dem Domberg ist, sollte ruhig noch etwas verweilen – die Umgebung hat einiges zu bieten. Direkt nebenan steht der imposante Bamberger Dom, einer der bedeutendsten Kaiserdome des Mittelalters und Grabstätte von Kaiser Heinrich II. und seiner Gemahlin Kunigunde. Vis-à-vis liegt die Alte Hofhaltung aus dem 15./16. Jahrhundert, die frühere bischöfliche Residenz, heute ein begehbares historisches Ensemble mit Museum und Innenhof.
Nach dem Museumsbesuch lohnt sich der Gang hinab in die Bamberger Altstadt. Das Alte Rathaus steht auf einer kleinen Insel mitten in der Regnitz und gehört zu den meistfotografierten Motiven der Stadt – zu Recht. Wer dem Fluss weiterfolgt, landet unweigerlich in Klein Venedig: dem malerischen Schifferleuteviertel mit seinen bunten Fachwerkhäusern direkt am Wasser, die sich pittoresk im Fluss spiegeln.
Abends lohnt der Abstecher in eine der neun Bamberger Brauereien. Das legendäre Schlenkerla in der Dominikanerstraße schenkt seit Jahrhunderten sein weltberühmtes Rauchbier aus – ein Geschmackserlebnis, das man mögen oder hassen muss, aber definitiv einmal probiert haben sollte. Wer lieber auf Nummer sicher geht: Das Spezial in der Oberen Königstraße bietet ebenfalls klassische Bamberger Braukunst in gemütlicher Atmosphäre.
Geheimtipp: Der Rosengarten im Abendlicht
Kein Eintritt, kein Gedränge, kein Stress – und doch einer der schönsten Orte Bambergs: Der Rosengarten der Neuen Residenz ist zu jeder Tageszeit frei zugänglich. Wer ihn kurz vor Sonnenuntergang besucht, erlebt etwas Besonderes. Das goldene Abendlicht taucht die Bamberger Altstadt, die Domturmä und das Kloster Michelsberg in ein warmes Leuchten, das keine Kamera wirklich einfangen kann. Der Blick über die Dächer der Altstadt, die langen Schatten auf dem Rasen, die fast menschenleeren Wege – das ist Bamberg in seiner schönsten Stunde. Klingt kitschig? Ist es auch. Aber auf die allerbeste Art.
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Häufige Fragen zur Neuen Residenz Bamberg
- Wann hat die Neue Residenz Bamberg geöffnet?
- April–Oktober: täglich 9:00–18:00 Uhr | Oktober–März: täglich 10:00–16:00 Uhr. Geschlossen an Neujahr, Faschingsdienstag, 24./25./31. Dezember.
- Was kostet der Eintritt in die Neue Residenz Bamberg?
- Erwachsene zahlen 6 Euro. Für Schüler, Studenten und Senioren gibt es ermäßigte Tarife. Der Rosengarten ist immer und für jeden kostenlos zugänglich.
- Ist der Rosengarten kostenlos?
- Ja! Der Rosengarten ist ohne Ticket frei zugänglich – ein absolutes Muss mit grandiosem Panoramablick über Bambergs Altstadt.
- Wie komme ich zur Neuen Residenz Bamberg?
- Adresse: Domplatz 8, 96049 Bamberg. Zu Fuß vom Hauptbahnhof ca. 15–20 Min., mit Bus (Linie 1 oder 20) bis Haltestelle Domplatz.
- Gehört die Neue Residenz zum UNESCO-Welterbe?
- Ja. Die Neue Residenz ist Teil des UNESCO-Welterbes „Altstadt von Bamberg“ (seit 1993) und bildet mit Dom und Alter Hofhaltung das historische Ensemble am Domplatz.