Mozart Geburtshaus

Geschichte des Mozarthauses in der Getreidegasse

Das Geburtshaus von Wolfgang Amadeus Mozart liegt im dritten Stock eines Bürgerhauses aus dem 12. Jahrhundert in der Getreidegasse 9, mitten in der historischen Altstadt von Salzburg. Hier wurde Mozart am 27. Januar 1756 geboren und verbrachte die ersten 17 Jahre seines Lebens.

Leopold Mozart, sein Vater und ebenfalls ein respektierter Komponist und Violinpädagoge, erkannte schon früh das außergewöhnliche Talent seines Sohnes. Bereits als Kleinkind spielte Wolfgang auf dem Klavier, mit fünf Jahren komponierte er erste Stücke, mit sechs Jahren trat er vor dem Wiener Kaiserhaus auf. Das Haus in der Getreidegasse war der Ausgangspunkt dieser bemerkenswerten Karriere.

1773 zog die Familie Mozart in eine größere Wohnung am Makartplatz – heute bekannt als Mozarts Wohnhaus. Das Geburtshaus blieb jedoch ein Zeugnis der frühen Jahre. Bereits 1856, anlässlich Mozarts 100. Geburtstag, wurde hier eine erste Gedenkausstellung eingerichtet. Ab 1880 kümmerte sich die Internationale Stiftung Mozarteum um eine dauerhaftere Präsenz, und 1917 kaufte die Stiftung das Gebäude schließlich – der Grundstein für das heutige Museum.

Was erwartet Besucher im Mozart Geburtshaus?

Das Museum verteilt sich auf mehrere Stockwerke und bietet eine eindrucksvolle Sammlung aus Originalinstrumenten, Gemälden, Briefen und historischen Objekten. Die wichtigsten Highlights auf einen Blick:

  • 3. Stock (Wohnung der Familie Mozart): Originale Kindheitsinstrumente, darunter die Kindergeige und ein Hammerklavier, Familienporträts und persönliche Gegenstände
  • 2. Stock (Theatergeschichte): Theatergeschichtliche Sammlung der Mozarteum-Stiftung, Bezüge zu den Salzburger Festspielen
  • 1. Stock (Sonderausstellungen): Wechselnde Ausstellungen zu Mozarts Werk, seinem Umfeld und seiner Nachwirkung

Ein Audioguide – in mehreren Sprachen erhältlich – hilft, die Objekte in ihren historischen Kontext einzuordnen. Besonders beeindruckend sind die authentischen Räumlichkeiten: Wer hier steht, steht buchstäblich dort, wo Mozart aufgewachsen ist.

HighlightDetails
Kindergeige MozartsOriginal erhalten, 3. Stock
HammerklavierZeitgenössisches Tasteninstrument, 3. Stock
FamilienporträtsGemälde von Leopold, Nannerl und Wolfgang
SonderausstellungenJährlich wechselnde Themenausstellungen, 1. Stock
TheatergeschichteBezug zu Salzburger Festspielen, 2. Stock

Die Ausstellungsräume im Überblick

Der dritte Stock des Hauses ist der Hauptanziehungspunkt: Hier befinden sich die rekonstruierten Wohnräume, in denen Mozart seine frühe Kindheit verbracht hat. Neben den Instrumenten – die Kindergeige gilt als eines der emotionalsten Ausstellungsstücke – beeindrucken vor allem die Familienporträts, die ein lebendiges Bild der Mozarts zeichnen.

Der zweite Stock ist dem theatergeschichtlichen Erbe gewidmet. Im Mittelpunkt stehen die Salzburger Festspiele und ihre Geschichte. Die Ausstellung verknüpft Mozarts Opernschaffen mit der heutigen Aufführungspraxis – ein Brückenschlag über 250 Jahre Musikgeschichte.

Im ersten Stock wechseln die Sonderausstellungen jährlich. Mal geht es um Mozarts Reisen durch Europa, mal um die Frauen in seinem Leben, mal um die Rezeptionsgeschichte seiner Werke. Diese Ausstellungen sind oft kurzweiliger und zugänglicher als die Dauerexponate – besonders geeignet für Besucher, die schon einmal dagewesen sind.

Sehenswürdigkeiten rund um das Geburtshaus

Das Mozart Geburtshaus liegt im Herzen der Salzburger Altstadt, die seit 1997 zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Die Getreidegasse selbst ist eine der belebtesten und schönsten Einkaufsstraßen Österreichs – gesäumt von historischen Schmiedeeisenschildern, die auch heute noch über den Eingängen der Geschäfte hängen.

Wer das Geburtshaus besucht, sollte unbedingt auch die nähere Umgebung erkunden:

  • Mozartplatz: Wenige Gehminuten entfernt steht das berühmte Mozart-Denkmal von 1842. Ein beliebter Ort für ein Foto mit dem bronzenen Genius.
  • Residenzplatz und Salzburger Dom: Der barocke Dom und der prachtvoll gestaltete Residenzplatz sind ebenfalls zu Fuß erreichbar.
  • Mirabellgarten: Auf der anderen Seite der Salzach lockt der Barockgarten des Schlosses Mirabell – bekannt aus dem Film The Sound of Music.
  • Mozartwohnhaus am Makartplatz: Das zweite Mozart-Museum in Salzburg zeigt die Jahre nach dem Umzug 1773 und bietet weitere Originalexponate aus dem Nachlass der Familie.

Burg Hohensalzburg und die Salzburger Festspiele

Wer den Blick über die Dächer der Stadt genießen möchte, fährt mit der Festungsbahn zur Burg Hohensalzburg hinauf – einer der besterhaltenen mittelalterlichen Burganlagen Europas. Der Ausblick auf die Altstadt, den Fluss Salzach und die umliegenden Berge der Salzburger Alpen ist unvergesslich.

Musik ist das Herzstück Salzburgs: Die Salzburger Festspiele, gegründet 1920, sind eines der renommiertesten Klassikfestivals der Welt. Jedes Jahr im Juli und August verwandelt sich die Stadt in eine Pilgerstätte für Musikliebhaber. Wer zur richtigen Zeit anreist, sollte sich Tickets frühzeitig sichern – die begehrtesten Vorstellungen sind oft Monate im Voraus ausverkauft.

Praktische Informationen für den Besuch

Das Mozart Geburtshaus ist das ganze Jahr über geöffnet und gehört zu den meistbesuchten Kultureinrichtungen Österreichs. Für einen entspannten Besuch empfiehlt sich die Anreise am frühen Vormittag – die Schlangen vor der Kasse wachsen im Hochsommer schnell an.

InformationDetails
AdresseGetreidegasse 9, 5020 Salzburg
Öffnungszeiten (Sommer)Juli–August: täglich 8:30–19:00 Uhr
Öffnungszeiten (Rest des Jahres)Täglich 9:00–17:30 Uhr
Eintritt Erwachseneca. 12 Euro (bitte vorab prüfen)
KombikarteMozart Geburtshaus + Mozartwohnhaus günstiger erhältlich
Anreise mit der BahnSalzburg Hauptbahnhof, dann ca. 20 Min. zu Fuß oder per Bus
ParkenParkhaus Mönchsberg empfohlen
AudioguideIm Eintrittspreis inklusive, mehrsprachig

Tipp: Die Salzburg Card bietet freien Eintritt in das Geburtshaus sowie in über 30 weitere Sehenswürdigkeiten und kostenlose Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs. Sie ist ideal für einen zwei- oder mehrtägigen Aufenthalt und in vielen Salzburg-Reisepaketen bereits inklusive.

Adresse Mozart Geburtshaus
Getreidegasse 9, 5020 Salzburg, Österreich

Aktuelle Öffnungszeiten und Eintrittspreise finden Sie auf der offiziellen Website.

Häufige Fragen zum Mozart Geburtshaus

Wo genau liegt das Mozart Geburtshaus?

In der Getreidegasse 9, im 3. Stock eines historischen Bürgerhauses in der Salzburger Altstadt (5020 Salzburg). Die gesamte Altstadt ist seit 1997 UNESCO-Weltkulturerbe und lässt sich ideal zu Fuß erkunden.

Was kostet der Eintritt?

Der Eintritt beträgt ca. 12 Euro für Erwachsene (Stand 2024). Ermäßigungen für Kinder, Studenten und Senioren sind verfügbar. Eine Kombikarte mit dem Mozartwohnhaus am Makartplatz ist günstiger. Mit der Salzburg Card ist der Eintritt frei – diese Karte ist in vielen unserer Salzburg-Reisepakete bereits inklusive.

Wie lange dauert ein Besuch?

Für einen Überblick reichen 1 bis 1,5 Stunden. Wer den Audioguide vollständig nutzt und alle drei Stockwerke erkundet, sollte etwa 2 Stunden einplanen.

Ist das Geburtshaus barrierefrei?

Das historische Gebäude aus dem 12. Jahrhundert hat begrenzte Barrierefreiheit – die Stockwerke sind über enge Treppenhäuser erreichbar. Bitte vorab direkt beim Museum nachfragen.

Wann wurde Mozart hier geboren?

Wolfgang Amadeus Mozart erblickte am 27. Januar 1756 in diesem Haus das Licht der Welt. Er lebte hier bis 1773, als die Familie in eine größere Wohnung am Makartplatz umzog.

Geheimtipp: Die versteckten Durchhäuser der Getreidegasse

Kaum ein Besucher weiß es: Hinter der Fassade der historischen Getreidegasse verlaufen versteckte Durchhäuser und Passagen, die zu stillen Innenhöfen führen. Wer die belebte Hauptgasse hinter sich lässt und durch einen dieser schmalen Durchgänge schlüpft, entdeckt ein ruhiges, authentisches Salzburg – ohne Touristengedränge, mit Blick auf ein Leben, das sich seit Jahrhunderten kaum verändert zu haben scheint. Besonders der Durchgang nahe dem Geburtshaus lohnt sich für einen kurzen Abstecher.

Und wer nach dem Museumsbesuch eine süße Belohnung verdient: Eine echte Salzburger Mozartkugel – die Originale stammen von der Konditorei Fürst – schmeckt direkt in der Getreidegasse besonders gut.

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