Der Hexentanzplatz Thale im Harz
Hexentanzplatz Thale – Aussicht, Seilbahn, Tierpark, Harzbob und Tipps für Ihren Besuch
Der Hexentanzplatz in Thale gehört zu den bekanntesten Ausflugszielen im Harz – nicht nur wegen der Aussicht, sondern weil hier Natur, Sagenwelt und Erlebnisangebote auf engem Raum zusammenkommen. Hoch über dem Bodetal liegt ein Plateau, das seit Jahrhunderten mit Mythen verknüpft ist. Heute erreichen Sie den Hexentanzplatz bequem mit der Kabinenbahn, mit dem Auto oder zu Fuß über Wanderwege. Vor Ort erwarten Sie gleich mehrere Highlights: das Harzer Bergtheater, der Tierpark Hexentanzplatz, die Allwetterrodelbahn Harzbob und – als Pendant auf der gegenüberliegenden Talseite – die Rosstrappe, erreichbar per Sessellift. Genau diese Dichte macht den Hexentanzplatz so praktisch: Sie können einen halben Tag entspannt verbringen oder daraus einen ganzen Erlebnistag mit mehreren Programmpunkten machen.
Damit Ihr Besuch nicht im „Wir laufen mal kurz drüber“ endet, finden Sie hier Planungshilfe mit Substanz: Was lohnt sich wann, wie umgehen Sie typische Stresspunkte (Andrang, Parken, Wetter), welche Angebote passen zu Familien – und wie kombinieren Sie den Hexentanzplatz sinnvoll mit weiteren Harz-Zielen.
Lage und Charakter: Warum der Hexentanzplatz so besonders ist
Der Hexentanzplatz liegt oberhalb von Thale am Rand des Bodetals. Von den Aussichtspunkten blicken Sie in das steil eingeschnittene Tal, in dem die Bode fließt, und hinüber zur Rosstrappe. Gerade bei wechselndem Wetter wirkt das Bodetal oft mystisch: Nebelbänke im Talgrund, dunkle Fichtenhänge, Lichtfenster auf den Felsen. Diese Kulisse ist einer der Gründe, warum der Hexentanzplatz nicht nur für Familien, sondern auch für Fotografen und Tagesausflügler so attraktiv ist.
Praktisch ist auch die Lage im „Sagen-Dreieck“: Hexentanzplatz (Plateau), Rosstrappe (Gegenhang) und Bodetal (Talboden) liegen so nah beieinander, dass Sie mehrere Harz-Klassiker ohne lange Fahrzeiten verbinden können.
Mythos, Walpurgisnacht und Sagenharz
Der Name ist Programm: Der Legende nach treffen sich in der Nacht zum 1. Mai Hexen und Teufel auf dem Hexentanzplatz, um den Frühling zu begrüßen. In Thale wird diese Tradition bis heute groß gefeiert. Für 2026 ist die Walpurgisnacht am 30. April angekündigt und ausdrücklich auf dem Hexentanzplatz verortet. Wer diese Nacht erleben will, sollte Ticket- und Anreiseinfos früh prüfen, weil an diesem Termin mit maximaler Auslastung zu rechnen ist.
Wichtig für die Planung: An Walpurgis verändert sich alles – Parken, Wegeführung, Wartezeiten, auch die Stimmung. Wenn Sie „normalen Ausflug“ wollen, meiden Sie den 30. April und die Tage darum herum. Wenn Sie das Spektakel wollen, planen Sie bewusst: früh anreisen, klare Treffpunkte, warme Kleidung (oben zieht es oft), und Rückfahrt ohne Hektik.
Anreise: So kommen Sie hoch
Es gibt drei typische Wege zum Hexentanzplatz:
- Kabinenbahn ab Thale: Bequeme Auffahrt vom Bodetal direkt zum Hexentanzplatz.
- Auto: Zufahrt bis zum Hexentanzplatz möglich; Parkplätze direkt am Plateau (teils gebührenpflichtig).
- Zu Fuß (Wanderwege): Aufstieg ab Thale möglich; je nach Route und Tempo etwa 45–75 Minuten einplanen.
- Sessellift zur Rosstrappe: Ergänzung auf der gegenüberliegenden Talseite; ideal als Kombination mit dem Hexentanzplatz.
- Öffentliche Verkehrsmittel: Thale ist per Bahn erreichbar; von dort kurzer Weg zur Talstation der Seilbahnen.
Tipp zur Reihenfolge: Wenn Sie Bahn fahren, starten Sie möglichst vormittags. So vermeiden Sie Wartezeiten, haben entspannter Platz im Besucherbereich und können danach flexibel entscheiden, ob Sie noch zur Rosstrappe wechseln oder den Tierpark als ruhigen Abschluss wählen.
Seilbahnen Thale: Kabinenbahn zum Hexentanzplatz
Die Fahrt mit der Kabinenbahn ist für viele bereits ein Highlight. Große Fenster geben den Blick frei auf Felsen, Waldhänge und das Tal; in einigen Kabinen kommt der Glasboden als Extra dazu. Wer Höhenangst hat, nimmt bewusst eine Kabine ohne Glasboden – dieses Detail ist ausdrücklich vorgesehen.
Für die Reiseplanung wichtig: Die Seilbahnen veröffentlichen saisonale Öffnungszeiten. Außerdem wird darauf hingewiesen, dass zu Spätvorstellungen des Harzer Bergtheaters keine Fahrten mehr möglich sind. Wenn Sie also abends ins Theater wollen, planen Sie die Rückfahrt unbedingt ein (je nach Anreise auch mit Auto als Alternative).
Sessellift zur Rosstrappe: die „zweite Seite“ des Bodetals
Der Sessellift ist das Gegenstück zur Kabinenbahn: Beine baumeln lassen, Luft spüren, Blick genießen. Technisch ist der Lift sehr transparent dokumentiert: fixgeklemmter 2er-Sessellift (Baujahr 2005), Bahnlänge 668 Meter, Fahrzeit 7 Minuten 15 Sekunden. Talstation 177 Meter ü. NN, Bergstation 421 Meter ü. NN, Höhenunterschied 244 Meter. Förderleistung 400 Personen pro Stunde.
Was bringt Ihnen das? Eine bessere Erwartung an Wartezeiten: In der Hauptsaison kann es Schlangen geben, aber der Lift ist auf kontinuierlichen Durchsatz ausgelegt. Wer früh oder später am Nachmittag fährt, erlebt die Rosstrappe meist entspannter.
Harzbob: Allwetterrodelbahn am Hexentanzplatz
Der Harzbob ist ein Hauptgrund, warum Familien den Hexentanzplatz gezielt ansteuern. Die Bahn ist 1.000 Meter lang, bietet 55 Meter Höhenunterschied und führt durch 9 Kurven sowie 9 Bodenwellen; als Maximalgeschwindigkeit werden 40 km/h genannt. Danach bringt ein 200 Meter langer Bergauflifter die Schlitten wieder nach oben. Für die Praxis wichtig: Es gibt 48 Zweisitzer-Schlitten – dadurch können auch kleinere Kinder (je nach Regelung vor Ort) mit einer Aufsichtsperson fahren, und die Kapazität ist höher als bei vielen kleineren Sommerrodelbahnen.
Mein Tipp: Harzbob nicht „irgendwann“ machen, sondern als Zeitfenster denken. An warmen Wochenenden ist er ein Magnet. Wenn Sie einmal fahren wollen, legen Sie ihn auf den Anfang (direkt nach der Ankunft) oder bewusst auf den späteren Nachmittag, wenn viele Tagesgäste schon wieder runter ins Tal gehen.
Tierpark Hexentanzplatz: heimische Tiere in Waldlage
Der Tierpark liegt direkt am Hexentanzplatz und ist damit perfekt, wenn Sie nach Aussicht und Trubel noch etwas Ruhiges brauchen. Er zeigt heimische Wildtiere in unmittelbarer Nähe zum Naturschutzgebiet Bodetal. Häufig wird von über 70 Tierarten gesprochen; dazu kommt die angenehme Waldlage, die besonders im Sommer ein Vorteil ist.
Der Tierpark funktioniert sehr gut als Familienbaustein, weil er kurze Wege und viele „kleine Beobachtungen“ bietet: nicht nur einmal kurz gucken, sondern Tiere entdecken, vergleichen, wiederfinden. Das ist oft entspannter als „noch ein Aussichtspunkt“, vor allem wenn Kinder nach der Seilbahnfahrt und dem Souvenirbereich eine ruhigere Phase brauchen.
Die Spassinsel am Hexentanzplatz
Ein weiteres Freizeitangebot am Hexentanzplatz ist die sogenannte Spaßinsel. Dabei handelt es sich um einen kleinen Erlebnisbereich mit Spiel- und Bewegungsstationen, der besonders für Familien mit Kindern gedacht ist. Während Erwachsene die Aussicht genießen oder eine Pause einlegen, können sich Kinder hier austoben. Die Kombination aus Spielmöglichkeiten und direkter Lage auf dem Plateau macht die Spaßinsel zu einer sinnvollen Ergänzung zwischen Seilbahnfahrt, Tierpark und Harzbob.
Harzer Bergtheater: Open-Air-Erlebnis auf dem Plateau
Das Harzer Bergtheater macht den Hexentanzplatz vom Tagesausflug zum Abendziel. Auf dem Spielplan stehen typischerweise mystische Stoffe, Märchen und Familienstücke ebenso wie Musicals, Schauspiel und Konzerte. Wenn Sie ohnehin im Harz übernachten, lohnt sich der Blick in den Spielplan: Der Hexentanzplatz ist am Abend stimmungsvoll – weniger Trubel, mehr Atmosphäre.
Wichtig für die Logistik: Zu Spätvorstellungen fährt die Kabinenbahn nicht. Wer abends im Bergtheater ist, sollte die Rückfahrt vorab klären (Auto, Shuttle, Taxi, je nach Angebot und Saison).
Der perfekte Besuch: drei Routenvorschläge
Route A: 2–3 Stunden (kurz, aber rund)
Start mit Kabinenbahn, kurzer Rundgang zu den Aussichtspunkten, danach eine Harzbob-Fahrt oder ein kurzer Tierpark-Besuch als Abschluss. So haben Sie Aussicht, Erlebnis und ein ruhiges Element, ohne Zeitdruck.
Route B: Halbtags (familienfreundlich, ohne Hektik)
Vormittags hoch (Kabinenbahn oder Auto), zuerst Harzbob (wenn gewünscht), dann Plateau-Rundgang und Aussicht, anschließend Tierpark als ruhiger Block. Optional danach runter ins Bodetal, Pause, und zum Schluss Sessellift zur Rosstrappe – oder genau anders herum, wenn der Lift am Morgen voller ist.
Route C: Ganztags (Kombination Hexentanzplatz + Rosstrappe)
Vormittag Hexentanzplatz (Aussicht, Tierpark), Mittagspause, Nachmittag Rosstrappe per Sessellift mit zusätzlichem kurzen Spaziergang oben, abends (bei Übernachtung) Bergtheater. Diese Variante fühlt sich nach „Harz erleben“ an, nicht nach „eine Attraktion abhaken“.
Beste Reisezeit, Andrang und typische Fehler
Der Hexentanzplatz ist ein Ganzjahresziel. Am angenehmsten ist er, wenn Sie Andrang und Wetter aktiv mitdenken: Frühjahr und Herbst sind oft ideal (gute Sicht, weniger Ferienandrang). Im Sommer lohnt frühes Anreisen, weil Parkflächen und Bahnen dann am stärksten belastet sind. Im Winter kann das Bodetal besonders stimmungsvoll wirken; dann sind Seilbahn, Tierpark und ein kurzer Plateau-Rundgang meist die entspanntesten Programmpunkte.
Hexentanzplatz als Teil eines Harz-Tages
Der Hexentanzplatz eignet sich ideal als Baustein für einen abwechslungsreichen Tag im Harz. In Kombination mit einem Spaziergang durch das Bodetal, einem Besuch der Rosstrappe oder einem Abstecher zur Rappbodetalsperre entsteht schnell ein vielseitiges Programm aus Natur, Aussicht und Erlebnis. Gerade durch die gute Erreichbarkeit und die unterschiedlichen Angebote vor Ort lässt sich der Besuch flexibel an Wetter, Jahreszeit und persönliche Interessen anpassen.
- Lage: Thale, oberhalb des Bodetals (Sagenharz)
- Anreise: Kabinenbahn, Auto/Bus oder zu Fuß (Aufstieg grob ca. 60 Minuten je nach Route)
- Highlights: Aussichtspunkte, Harzer Bergtheater, Tierpark Hexentanzplatz, Harzbob
- Extra: Sessellift zur Rosstrappe als Gegenprogramm auf der anderen Talseite
- Event: Walpurgisnacht am 30. April 2026 auf dem Hexentanzplatz